Bettgitter bieten Rausfallschutz beim Kinderbett: So sorgst Du für Sicherheit

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Aus Holz, Kunststoff oder Aluminium, umlaufend oder nur für seine Seite: Bettschutzgitter sorgen dafür, dass Dein Kind nicht aus dem Bett fallen kann. Aber welche Gitter befestigst Du wie? Bieten Bettgitter wirklich einen ausreichenden Rausfallschutz? Und was machst Du, wenn Dein Kind selbständig aufstehen will?

Antworten und diese Fragen findest Du hier.

Bettgitter sorgen für die Sicherheit Deines Babys

Kein Kind liegt im Schlaf völlig ruhig: Wie Erwachsene bewegen sich auch Kinder, drehen sich auf die andere Seite, strampeln mit den Beinen und rollen im Schlaf herum. Und wie Erwachsene fallen sie bisweilen aus dem Bett. Allerdings kann das bei Kinder sehr viel schwerere Verletzungen generieren als bei Erwachsenen.

Denn bei Kindern ist der Kopf im Verhältnis zum Körper schwerer. Dein Kind wird daher in den ersten Lebensjahren beim Fallen immer mit dem Kopf aufschlagen und nie (wie Du) auf dem Rücken, dem Po oder den Beinen landen. Um Kopfverletzungen zu vermeiden, solltest Du das Kinderbett mit einem Rausfallschutz sichern.

Bettgitter sind an den meisten Kinderbetten, an Beistellbetten und bisweilen sogar am Juniorbett ab Werk angebracht. Du kannst das Gitter abnehmen, wenn Dein Kind größer ist und selbst aus dem Bett steigen soll. Die Hersteller empfehlen, den Lattenrost des Betts dann auf die unterste Stufe zu stellen. So kann Dein Kind sicher aus dem nun niedrigen Bett aussteigen, ohne dass der Rausfallschutz vom Bett im Weg ist.

Manche Kinderbetten können komplett zum Juniorbett umgebaut werden. In diesem Fall kannst Du aus dem Bettschutzgitter an der Längsseite des Betts in der Regel drei Stangen herausnehmen. Damit ermöglichst Du Diesem Kind ab einem alter von etwa einem Jahr, selbst aus dem Bett zu steigen, wenn es wach ist. Gleichzeitig schützen die noch vorhandenen Stangen Dein Kind, wenn es schläft.

Baust Du das etwas größere Kinderbett zum Juniorbett um, nimmst Du die Bettgitter an den Längsseiten komplett ab und verschraubst den Lattenrost auf der niedrigeren Stufe. Jetzt kann Dein Kind das Bett ohne Bettgitter verwenden, bis es in die Schule kommt.

Darum ist der Rausfallschutz am Bett umstritten

Bevor Du Dich auf die Diskussion einlässt, ob ein Bettgitter Sinn macht oder nicht, solltest Du über Eure Wohnsituation nachdenken. Wo schläft Dein Kind? Vielleicht nimmst Du Dein Neugeborenes zu Dir ins Bett oder lässt es in einem Beistelltet neben Deinem Bett schlafen?

Für Dein Kind sind diese beiden Möglichkeiten laut Hebammen und Kinderärzten die besten Optionen. In der Mitte zwischen den Eltern schläft Dein Kind sicher und kann auf keinen Fall aus dem Bett fallen. Beistellbetten sind ab Werk mit einem Rausfallschutz versehen, sie haben umlaufenden Bettgitter.

Allerdings gibt es das praktische Beistellbett nur in kleinen Größen. Die größten Varianten sind 120 cm lang und können bis zum Alter von etwa zwei Jahren verwendet werden. Danach wird Dein Kind ein größeres, eigenes Bett benötigen.

Du kannst Dein Kind im Alter von zwei Jahren schon in einem Bett für Jugendliche und Erwachsene schlafen lassen. Diese Betten haben allerdings kein Bettgitter. Es gibt Jugendbetten, die sehr niedrig sind. Dann liegt Dein Kind auf der Matratze etwa 20 cm über dem Boden.

Bei einem Sturz aus dieser Höhe passiert Deinem Kind nichts. Ein Rausfallschutz ist für das Bett nicht vorgesehen und wird auch nicht benötigt. Die meisten Betten für Jugendliche und Erwachsene sind jedoch höher, Dein Kind würde bei einem Sturz etwa vierzig bis sechszig Zentimeter tief fallen.

Und das ist schon wieder gefährlich. Bei einem Bett in normaler Höhe wird ein Rausfallschutz benötigt. Bei einem Kinderbett ist das Bettgitter meist schon vorhanden.Viele Eltern greifen auf ein sogenanntes Juniorbett zurück.

Diese Betten sind normalerweise mit 70 cm Breite und 140 cm Länge bis in die Grundschulzeit hinein verwendbar und können anfangs mit einem Rausfallschutz versehen werden. Der Rausfallschutz ist am Bett fest verschraubt, kann aber bei Bedarf abgenommen werden.

Umstritten ist dabei, dass Kinder ab einem Alter von etwa einem Jahr sehr gerne klettern. Sie können unter Umständen auf das Bettgitter steigen und fallen dann noch tiefer als wenn sie einfach nur von der Bettkante stürzen. Tiefere Stürze sind mit größeren Kräften verbunden, die beim Aufprall auf den kleinen Kopf wirken – daher ist der Rausfallschutz am Bett nicht bei allen Eltern beliebt.

Alternativen zum Bettgitter

Wer dem Bettgitter nicht traut oder sein Kind am Klettern hindern will, der kann auf den Rausfallschutz am Bett auch verzichten. Liegt eine weiche Matratze oder eine dicke Decke vor dem Kinderbett, fällt Dein Kind weich. Viele Familien sichern das Kinderbett auf diese Weise, sowie das Kind mobil wird.

Denn dann kann Dein Kind alleine in das Bett hineinkrabbeln und auch alleine heraus steigen. Matratze oder Decke vor dem Bett hindern es nicht daran. Das stärkt das Selbstbewusstsein Deines Kindes und fördert seine Entwicklung. Gleichzeitig sorgen Decken und Matratzen vor dem Bett für den nötigen Schutz.

Eine andere Möglichkeit ist es, das Bett einfach in der „gefährlichen Zeit“, also im Alter zwischen vermutlich zwei und vier Jahren, einfach entsprechend niedrig zu halten. Du kannst Deinem Kind für diese Zeit einen Lattenrost und eine Matratze auf den Boden legen, oder Du achtest beim Kauf des Bettes wirklich darauf, dass es ab Werk so niedrig ist.

Fast jedes Kinderbett mit Rausfallschutz wächst eine Weile mit. Für Dein Neugeborenes stellst Du den Lattenrost relativ hoch ein, damit Du Dein Kind einfach aus dem Bett herausnehmen kannst. Kann sich Dein Kind alleine aufsetzen und vielleicht schon in den Stand ziehen, solltest Du den Lattenrost nach unten schieben. Die gängigen Betten haben drei Stufen, auf die der Lattenrost befestigt werden kann.

Will Dein Kind alleine ins Bett gehen und selbständig aufstehen, kommt der Lattenrost auf die niedrigste Stufe und Du montierst die Bettgitter vom Babybett ab – damit ist aus dem Kinderbett mit Rausfallschutz ein stilistisch neutrales Juniorbett ohne Bettgitter geworden. Der Rausfallschutz vom Kinderbett kann in den Keller wandern, er wird nicht mehr benötigt.

Die Wohnung muss für Kinder sicher sein

Der Rausfallschutz für die Betten ist nicht alles. Um eine Wohnung kindersicher zu machen, braucht es mehr. Du solltest davon ausgehen, dass Dein Kind neugierig ist und alles erkunden will. Dabei kann es Gefahren noch nicht selbst einschätzen.

Treppen, Türen, Schränke und Schubladen, sogar Tische und Stühle können gefährlich werden. Bereiche der Wohnung, die besonders schwer zu sichern sind, solltest Du für Dein Kind unzugänglich halten.

Dazu zählen beispielsweise Küche und Treppenhaus, aber auch Werkstätten und Hausarbeitsräume, in denen Reinigungsmittel aufbewahrt werden. Ist Dein Kind noch klein, reicht es wahrscheinlich aus, die Tür zu schließen.

Aber mit eineinhalb Jahren können die meisten Kinder Türen öffnen. Ab diesem Zeitpunkt solltest Du ein Türgitter anbringen. Das sieht ein bisschen aus wie ein Bettgitter, lässt sich aber nur über einen schwergängigen und etwas komplizierten Mechanismus wie eine Tür öffnen.

Schranktüren und Schubladen können mit speziellen Haltevorrichtungen und kleinen Riegeln gesichert werden, die Kinder nur schwer aufbekommen. Hier geht es weniger darum, dass Dein Kind nicht an gefährliche Gegenstände herankommt. Es ist auch ärgerlich, wenn Kinder im Alter von etwa sechs Monaten anfangen, alle Schränke auszuräumen.

Dabei geht vieles kaputt, vom Chaos ganz zu schweigen. Bis Dein Kind gelernt hat, dass es die Schränke besser in Ruhe lässt, weil Papas Socken, Mamas Unterhosen und die Rührlöffel in der Küche wirklich nicht interessant sind, leisten die kleinen Schutzvorrichtungen gute Dienste.

Wenn Dein Kind die ersten Gehversuche macht, solltest Du Kabel sicher verräumen und die Steckdosen sichern. In älteren Wohnungen und Häusern haben die Steckdosen noch keinen integrierten Schutz.

Den Steckdosenschutz kannst Du für wenige Euro nachkaufen und einfach einstecken. Bei den Kanten von Tischen, Schränken, Regalen und Stühlen wird es schon schwerer: Dein Kind wird sich nicht vom Klettern und Toben abhalten lassen.

Sorge dafür, dass es sich bei eine eventuellen Sturz nicht den Kopf anstößt. Du kannst einfach Silikonkissen über die Kanten der Möbel kleben. Ist ein Raum mit wertvollen Möbeln ausgestattet, die Du nicht mit einem Kantenschutz versehen willst, solltest Du den gesamten Raum sichern.

Wichtig: Denke daran, Deine Wohnung rechtzeitig kindersicher zu machen. Insbesondere solltest Du auf Kindersicherheit in der Küche achten.

Wenn Dein Kind mit sechs Monaten zu krabbeln anfängt, solltest Du die Gefahren kennen und weitestgehend gesichert haben. Denk daran, dass auch das Kinderzimmermöbel sicher sein müssen.

Sind Bettgitter für Reisen geeignet?

Die meisten Bettgitter sind recht groß und schwer. Sie lassen sich nicht gut verpacken und sind zu sperrig, um im Urlaub mitgenommen zu werden. Aber einige Hersteller haben an den Rausfallschutz für unterwegs gedacht: Gibt es am Urlaubsort keinen Rausfallschutz am Bett, kann ein tragbares Bettgitter die Sicherheit Deines Kindes gewährleisten.

Die gängigen Modelle sind ab etwa eineinhalb Jahren nutzbar und halten bis zu 22 kg. Wie genau der Rausfallschutz jeweils am Bett befestigt wird, unterscheidet sich in den einzelnen Fällen.

Manche Bettgitter sind L-förmig gestaltet und werden mit einer längeren Seite einfach zwischen Matratze und Lattenrost geklemmt. Andere Modelle werden am Bett verschraubt oder mit Klemmen befestigt.

Sonderanfertigung: Der Rausfallschutz zum Klappen

Einige wenige Hersteller haben sich Gedanken darüber gemacht, wie auch größere Kinder sicher schlafen und trotzdem selbständig ins Bett gehen und aufstehen können. Dabei herausgekommen sind Bettgitter, die sich wegklappen lassen. Dieser Klappmechanismus kann von Kindern in wachem Zustand selbständig bedient werden.

Dadurch können die Kinder das Bettgitter einfach auf die Seite klappen, wenn sie ins Bett steigen. Anschließend klappen sie das Bettgitter wieder hoch und sind in der Nacht sicher. Dieser Rausfallschutz ist etwas exklusiver und nicht in jedem Fachhandel vorhanden. Ebenfalls etwas Besonderes ist der Rausfallschutz für das Bett in langer Ausführung. Meist deckt der Rausfallschutz nur etwa einen Meter ab.

Schläft Dein Kind besonders unruhig, liegt es m manchmal komplett im Fußbereich des Betts oder komplett auf dem Kopfkissen. Ein Rausfallschutz am Bett, der die Mitte abdeckt, bringt dann nicht viel.

Daher haben einige Hersteller Bettschutzgitter im Sortiment, die der Länge nach ausziehbar sind. Diese Schutzgitter kannst Du also ganz einfach an die tatsächlich benötigte Länge beziehungsweise die Größe des Betts anpassen.

Quellen

https://www.eltern-aktuell.de/bettschutzgitter-test-vergleich

https://www.mamikreisel.de/foren/mit-einem-baby-bis-zu-1-jahr/53921-familienbett-absturzsicher-machen

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Babyphone

Mit einem Babyphone kannst Du Deine Zeit flexibel nutzen, nachts beruhigt schlafen und weißt trotzdem jederzeit, dass es Deinem Baby gut geht.

Stillkissen

Ein gutes Stillkissen hat einige Vorteile, denn es hilft Dir nicht nur beim Stillen, sondern auch beim Einschlafen und eignet sich auch als Nestche.

Wickeltaschen

Eine Wickeltasche bietet Dir viel Stauraum, damit Du auch unterwegs alles Dabei hast, was Du für Dein Baby brauchst – von der Wickelauflage bis hin zum Fläschchen.

Pucksack

Ein Pucksack gibt Deinem Baby das Gefühl von Geborgenheit, wie im Mutterleib, und unterstützt so einen ruhigen und erholsamen Schlaf.

Fahrradanhänger

Fahrradanhänger können in Kombination mit einer Babyschale schon kurze Zeit nach der Geburt benutzt werden. Sie sind nicht nur sicherer als Kindersitze sondern auch komfortabler.

Laufstall

Ein Laufgitter kann im Alltag sehr praktisch sein! Welches Modell passend zu Deinen Bedürfnissen ist, kannst Du in meinem Ratgeber nachlesen.

Babybett

Das erste Bett begleitet dein Kind Jahre lang. Zum Glück gibt es Betten, die mit deinem Kind mitwachsen. Ich habe mich für Dich auf die Suche nach den 5 besten Babybetten gemacht.

Kinderwagen

Ein Kinderwagen ist eine lohnenswerte Anschaffung. Doch gibt es die verschiedensten Modelle auf dem Markt. Finde heraus, welcher der richtig.

Heizstrahler

Heizstrahler spenden deinem Kind die nötige Wärme, wenn es beim Wickeln, oder nach dem Baden friert.

Beistellbett

Beistellbetten sind sehr praktisch und bieten sowohl Mutter als auch Baby jede Menge Vorteile, denn für Babys ist es vor allem in den ersten Lebensmonaten beruhigend neben den Eltern schlafen zu können.

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