Chantalismus: Vorname als Hindernis

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Dass Vornamen zu Vorurteilen führen und damit das Leben eines Menschen erheblich beeinflussen können, ist […]

Dass Vornamen zu Vorurteilen führen und damit das Leben eines Menschen erheblich beeinflussen können, ist lange bekannt. Umso weniger überrascht es, dass dies auch bei Kindern der Fall ist.

Wir sind dem Phänomen „Chantalismus“ bzw. „Kevinismus“, wie es auch genannt wird, nachgegangen. Durchaus schockierend sind die Ergebnisse unserer Recherchen. So ergab eine wissenschaftliche Studie an 2000 Grundschullehrern, dass klasische deutsche Vornamen als leistungsstärker wahrgenommen werden. Mit Vorurteilen belastete Namen wie Kevin, Chantal, Mandy oder Justin sind fast immer mit grundsätzlich schlechteren Beurteilungen verbunden.

Stereotype Kevin

Der „durchschnittliche Kevin“ wird von vielen Menschen als verhaltensauffälliger Schüler empfunden. Er kommt aus einer schäbigen Umgebung und sozial schwächeren Verhältnissen. Seine Eltern haben Probleme damit, sich gut auszudrücken und sind entweder arbeitslos oder haben gar keine Zeit für den Erwerb, weil sie ständig mit dem Anschreien Ihrer Kinder Chantal und Kevin beschäftigt sind.

Eine übertriebene, untragbare Beschreibung? Stimmt. Tatsächlich ist es aber genau das, was in unseren Köpfen vorgeht, wenn wir bestimmte Kindernamen hören.

Auch Lehrer sind dagegen nicht gefeit. Unterbewusst werden sie von den oben beschriebenen, stereotypen Bildern beeinflusst. Schlechtere Noten und Schwierigkeiten auf dem weiterführenden Bildungsweg sind vorprogrammiert.

Kurz und knapp gilt: Kids mit bestimmten Namen sind deutlich im Nachteil, was Bildung und später auch Karriere betrifft.

Wie kommt’s?

Es stellt sich die Frage, wie es so weit kommen konnte. Warum ist es eigentlich so, dass wir bestimmten Vornamen gegenüber Vorurteile hegen?

Mitschuld sind sicherlich die Medien. In den beliebten Serien einiger deutscher Fernsehsender werden immer wieder Familien gezeigt, die eine sozial schlechter gestellte Schicht repräsentieren. In nachgestellten (oder frei erfundenen) Geschichten geht es um die Alltagsprobleme solcher Familien. Damit sprechen die Fernsehsender sowohl jene an, denen es ähnlich ergeht, als auch jene, die sich durch deren Anblick unterhalten fühlen. „Doof sells“, könnte man sagen. Und dass den sozial schwächeren Familien Dummheit unterstellt wird, ist nichts Neues.

Zurück zur Eingangsfrage. In den eben beschriebenen Sendungen werden immer wieder Namen wie Justin, Dustin (auch schon gesehen: die Geschwister „Jastin“ und „Dastin“) genannt. Der Gedankensprung zum stark beeinflussten Lehrer ist nicht weit. Auch an ihm gehen derartige Bilder nicht vorüber. So ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass der Chantalismus an der Tagesordnung steht.

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