Dein Baby weint im Schlaf? Diese Gründe sind dafür verantwortlich

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Dein Baby weint im Schlaf und schon steigen in dir Schuldgefühle auf. Hast Du etwas falsch gemacht? Geht es Deinem Baby schlecht?

Wie Du bei Nachtschreck, Wachstumsschub, Bauchweh und Co. richtig reagierst und wann Weinen zu einem ernsthaften Problem wird, erfährst Du im folgenden Artikel.

Dein Baby weint im Schlaf? Das steckt dahinter

Erlebt mein Baby einen Nachtschreck?

Unwahrscheinlich, denn der sogenannte Nachtschreck tritt in der Regel erst im Kleinkindalter ab zwei Jahren auf. Beim Nachtschreck oder medizinisch Pavor nocturnus handelt es sich um eine Schlafstörung, bei dem ein Kind in der ersten Nachthälfte panisch hochschreckt.

Seltener äußert sich der Nachtschreck auch Durch Springen oder um sich schlagen. Das Kind ist in diesem Zustand nicht ansprechbar, da es im Grunde nicht wach ist. So beunruhigend der Nachtschreck für Eltern auch ist, so harmlos ist er in den meisten Fällen.

Von einem Albtraum unterscheidet sich der Nachtschreck in der Hinsicht, dass er etwa 5 bis 15 Minuten dauert und sich das Kind am nächsten Morgen oft an keinen Nachtschreck erinnern kann.

Bauchweh

Wenn Dein Baby im Schlaf weint, kann das ein Anzeichen für Bauchschmerzen sein. Dein Baby hat Luft im Bauch oder Schwierigkeiten damit, Nahrung zu verdauen. Du kannst ihm helfen, indem Du es flach auf den Rücken legst und mit seinen Beinen in der Luft Radfahrbewegungen machst.

Alternativ kannst Du Deinem Baby den Bauch massieren. Reibe den Bauch Deines Babys in sanften Kreisbewegungen und lass dich von seiner Reaktion leiten. Deine Berührungen beruhigen das Baby zusätzlich. Befindet sich die Luft noch im Magen, solltest Du Dein Baby an der Schulter ein Bäuerchen machen lassen und es anschließend wieder sanft ins Bettchen legen.

Koliken

Halten die Magenschmerzen Deines Babys über mehrere Stunden an und kommen über Wochen und Monate häufiger vor, kann es sich um Koliken handeln. Ist Dein Baby 5 Monate alt oder jünger, tauchen Koliken häufiger auf und äußern sich Durch schmerzhafte Darmkontraktionen, bei denen Dein Baby untröstlich zu weinen beginnt und seine Beine anwinkelt.

Über die Ursachen sind sich Experten uneinig. Du kannst die Schmerzen Deines Babys lindern, indem Du es mit sanftem Wiegen und viel Körperkontakt in Bewegung hältst oder sein Bäuchlein massierst.

Dein Baby zahnt

Wenn die Zähne Deines Babys Durchs Zahnfleisch brechen, kann das ganz schön wehtun. Linderung kann ein bisschen Druck auf die Zähne verschaffen. Gib Deinem Baby einen Schnuller oder etwas anderes, auf das es herumbeißen kann.

Lege Beißringe oder Schnuller testweise in den Kühlschrank (niemals in den Gefrierschrank!), um den Schmerz mit Kälte zu betäuben. Wenn es den Schnuller immer wieder ausspuckt, weil die Schmerzen so stark sind, massiere das wunde Zahnfleisch sanft mit Deinem sauberen Finger.

Dein Baby ist nicht ausgelastet

Wenn Dein Baby im Schlaf weint, kann das daran liegen, dass es tagsüber zu viel geschlafen und sich zu wenig bewegt hat. Es ist schlichtweg nicht müde genug, um in das Land der Träume einzutauchen. Sorge tagsüber für genügend Bewegung und nimm Dein Baby ruhig täglich mit an die frische Luft. Das natürliche Licht tut nicht nur Deinem Kind, sondern auch dir unwahrscheinlich gut.

Dein Baby weint im Schlaf vor Müdigkeit

Übermüdeten Babys fällt es oftmals schwer einzuschlafen und wenn sie es endlich geschafft haben, werden sie Durch die kleinsten Störungen wieder wach und weinen, weil ihnen der Schlafmangel Kummer bereitet.

Du solltest daher lernen frühzeitig zu erkennen, wann Dein Baby müde ist. Das ist nicht so schwer wie Du denkst: Wie wir Erwachsenen zeigen auch Babys deutliche Anzeichen von Müdigkeit, sobald ihre Energie aufgebraucht ist. Bei glasigen Augen, übermäßigen Gähnen und Augenreiben sowie unkoordinierten Bewegungen solltest Du schleunigst die Bettzeit einleiten.

Wachstumsschub beim Baby

Im Laufe seiner Entwicklung in den ersten Lebensmonaten ist ein Wachstumsschub beim Baby vollkommen normal. Zwischen der 5. und der 56. Lebenswoche solltest Du dich deshalb auf mehrere Wochen einstellen, in denen ein Wachstumsschub dem Baby zu schaffen macht.

Wachstumsschub bei Babys: Was sind die Symptome?

Dein Baby weint im Schlaf nicht nur häufiger, es ist auch tagsüber nörgelig und sucht Deine Nähe. Dein Wachstumsschub Baby weiß nicht, wie ihm geschieht und es fühlt sich unwohl. Um diese Zeit möglichst gut zu überstehen, brauchst Du besonders viel GeDuld und gute Nerven.

Teile dir die Kinderbetreuung mit Deinem Partner und hole dir notfalls enge Freunde und Familie hinzu, die dich in dieser Phase unterstützen. Hat Dein Baby 5 Monate erstmal überschritten, nehmen die Wachstumsschübe ab und es kehrt langsam Ruhe ein.

Wie lange dauert ein Wachstumsschub beim Baby?

Der Wachstumsschub des Babys geht oft genauso schnell vorbei wie er gekommen ist. Im Schnitt leidet Dein Baby eine Woche lang mehr oder weniger unter den Auswirkungen eines Wachstumsschubs. Manchmal auch etwas länger.

Sobald er vorbei ist, wirst Du dich wundern wie gut gelaunt und ausgeglichen Dein Baby plötzlich wieder ist. Nach dem Wachstumsschub vom Baby kehrt eine nahezu idyllische Phase ein – die leider nur bis zum nächsten Schub andauert.

Wachstumsschub beim Baby – was tun?

Natürlich möchtest Du dir diese anstrengende Phase so angenehm wie möglich gestalten. Dein Wachstumsschub Baby sucht nach Nähe und ist unausgeglichen. Vermittle ihm Geborgenheit und Sicherheit, indem Du es in einem Tuch oder eine Babytrage dich am Körper trägst.

Bleib entspannt und zeige Deinem Baby Zuneigung, wenn es gerade quengelig ist. Je ruhiger und lockerer Du gegenüber dem Baby bist, desto eher überträgt sich Deine Einstellung auf das Wachstumsschub Baby.

Das kannst Du tun, wenn Dein Baby weint

Sei für Dein Kind da

Dein Baby weint nicht aus Langeweile oder weil es dich ärgern will. Es sucht gezielt Deine Nähe, erlebt einen Nachtschreck, fühlt sich unwohl oder hat sogar Schmerzen. Deswegen solltest Du Dein Baby niemals bewusst weinen lassen. Studien haben gezeigt, dass Babys von Eltern, die liebevoll mit ihrem weinenden Kind umgehen, dazu beitragen, dass es insgesamt seltener weint.

Verbessere den Babyschlaf

Je besser Dein Baby schläft, desto seltener weint es im Schlaf. Ein erholsamer Schlaf tut Deinem Baby gut und beschert dir ruhigere Nächte. Im folgenden Abschnitt geben wir dir ein paar praktische Tipps, wie Du die Schlafqualität Deines Babys steigern kannst.

Lass das Baby tagsüber nicht zu lange schlafen

Um zu verhindern, dass Dein Baby pünktlich zur Bettzeit hellwach ist, solltest Du sein letztes Nickerchen nicht zu weit nach hinten verschieben und tagsüber für ausreichend Beschäftigung sorgen.

Bei Babys ab vier Monaten sollten mindestens zwei bis drei Stunden zwischen dem letzten Nickerchen und der Bettzeit liegen. Auch solltest Du Dein Baby wecken, wenn es dazu neigt, tagsüber stundenlang am Stück zu schlafen.

Unterscheide Schlaf- und Wachphasen deutlich

Dein Baby muss eine klare VerbinDung zwischen Nacht und Schlafen herstellen. Hilf ihm dabei, indem Du es tagsüber bei normalen Bedingungen schlafen lässt. Verdunkle nicht den Raum oder versuche besonders leise zu sein.

Die Nickerchen am Tag dürfen in unruhiger Umgebung stattfinden, schließlich sind sie ohnehin nur von kurzer Dauer. Auf der anderen Seite sollte das Baby die Nacht in einem Dunklen Zimmer und ohne Hintergrundgeräusche verbringen.

Führe nächtliche Aktivitäten wie Füttern und Wickeln bereits in gedämpftem Licht aus und sprich nur leise mit dem Baby, damit es sich auf den längeren Nachtschlaf einstellen kann.

Lass Dein Kind nicht hungern

Zwar sollte die letzte Mahlzeit Deines Babys nicht direkt vor dem Zubettgehen stattfinden, eine zu lange Pause zwischen Mahlzeit und Schlaf sorgt allerdings dafür, dass Dein Baby hungrig aufwacht oder nicht einschlafen kann. Erst ab einem Alter von sechs Monaten ist Dein Baby in der Lage, eine Nacht ohne zusätzliche Nahrung auszukommen. Bereite dich also darauf vor, in der Nacht ein Fläschchen zu erwärmen, sobald Dein Baby weint.

Längerer Schlaf dank Dreamfeed: Wecke Dein Baby, bevor Du dich selbst zum Schlafen legst, um ihm seine nächtliche Mahlzeit zu geben. Manche Babys trinken sogar im Schlaf, sodass Du sie nicht extra wecken musst. Mit dieser Methode kann es passieren, dass Dein Baby Durchschläft und dir eine ruhige Nacht beschert.

Etabliere eine Einschlafroutine

Wenn Du Dein Baby jeden Tag zu anderen Zeiten und auf eine andere Art Schlafen legst, setzt Du es unnötigem Stress aus. Babys und Kleinkinder lieben Routinen. Sie mögen es nicht, wenn sie nicht wissen, was um sie herum geschieht.

Die Welt ist in diesem Alter aufregend und beängstigend genug. Vermittle Deinem Kind Sicherheit, indem Du es jeden Abend auf dieselbe Art und Weise ins Bett legst. Singen, Summen, Flüstern, Geschichten vorlesen.

Achte darauf, dass alle Aktivitäten unmittelbar vorm schlafen gehen reizarm sind und beruhigend wirken. Schaffe einen Wiedererkennungswert, der Dein Baby darauf konditioniert, bereits bei der Schlafroutine müde zu werden.

Sorge dafür, dass sich Dein Baby rundum wohlfühlt

Vermittle Nähe und Geborgenheit: Auch wenn Eltern nachts gerne ihre Privatsphäre haben wollen, empfiehlt es sich, das Babybett im elterlichen Schlafzimmer zu platzieren. Die Schlafgeräusche von Mama und Papa wirken beruhigend und falls Dein Baby im Schlaf weint, hast Du es nicht weit und kannst es sofort beruhigen. Warte bis Dein Baby lernt, sich selbst zu beruhigen, bevor es in seinem eigenen Zimmer schlafen kann. Diese Phase tritt etwa ab dem sechsten Monat ein.

Angenehmes Raumklima: Die perfekte Raumtemperatur zum Schlafen liegt wie auch bei uns Erwachsenen zwischen 16° und 18° Celsius. Lüfte das Zimmer außerdem morgens und abends einmal Durch vor und nachdem das Baby eine Nacht darin verbracht hat. Lüfte auf keinen Fall während Dein Baby schläft, damit es sich in der Zugluft nicht erkältet und die Geräusche von draußen nur gedämpft mitbekommt.

Die richtige Schlafposition: Seit Jahren streiten sich Experten über die Schlafposition von Babys. Allerdings sind sich alle einig, dass das Baby nicht auf dem Bauch schlafen sollte. Auf dem Rücken oder an der Seite kann Dein Baby frei atmen – daDurch wird das Risiko eines plötzlichen Kindstodes minimiert.

Absolutes NoGo: Dein Baby schütteln

Ein Baby ist kein kaputtes Elektrogerät, dass sich Durch ein wenig schütteln wieder kurzzeitig reparieren lässt. Selbst an Tagen, an denen dich Dein Baby auf Trapp hält, solltest Du stets die Ruhe bewahren.

Durch das Schütteln kann das Hirn des Babys irreparable Schäden davontragen. Das kann geistige Behinderungen nach sich ziehen und Dein Baby im schlimmsten Falle töten. Merke rechtzeitig, wenn dir die Pflege Deines Babys zu viel wird und wende dich an Familie und Freunde, die dich in solchen Situationen unterstützen.

Quellen

https://www.kinderarzt.at/kindergesundheit-lexikon/schlafprobleme-des-babys/

https://www.tk.de/techniker/magazin/life-balance/familie/binDung-macht-babys-stark/babys-nicht-schreien-lassen-2059864

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Mit einem Babyphone kannst Du Deine Zeit flexibel nutzen, nachts beruhigt schlafen und weißt trotzdem jederzeit, dass es Deinem Baby gut geht.

Stillkissen

Ein gutes Stillkissen hat einige Vorteile, denn es hilft Dir nicht nur beim Stillen, sondern auch beim Einschlafen und eignet sich auch als Nestche.

Wickeltaschen

Eine Wickeltasche bietet Dir viel Stauraum, damit Du auch unterwegs alles Dabei hast, was Du für Dein Baby brauchst – von der Wickelauflage bis hin zum Fläschchen.

Pucksack

Ein Pucksack gibt Deinem Baby das Gefühl von Geborgenheit, wie im Mutterleib, und unterstützt so einen ruhigen und erholsamen Schlaf.

Fahrradanhänger

Fahrradanhänger können in Kombination mit einer Babyschale schon kurze Zeit nach der Geburt benutzt werden. Sie sind nicht nur sicherer als Kindersitze sondern auch komfortabler.

Laufstall

Ein Laufgitter kann im Alltag sehr praktisch sein! Welches Modell passend zu Deinen Bedürfnissen ist, kannst Du in meinem Ratgeber nachlesen.

Babybett

Das erste Bett begleitet dein Kind Jahre lang. Zum Glück gibt es Betten, die mit deinem Kind mitwachsen. Ich habe mich für Dich auf die Suche nach den 5 besten Babybetten gemacht.

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Ein Kinderwagen ist eine lohnenswerte Anschaffung. Doch gibt es die verschiedensten Modelle auf dem Markt. Finde heraus, welcher der richtig.

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Beistellbett

Beistellbetten sind sehr praktisch und bieten sowohl Mutter als auch Baby jede Menge Vorteile, denn für Babys ist es vor allem in den ersten Lebensmonaten beruhigend neben den Eltern schlafen zu können.

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