Diagnose Eierstockzyste: Harmlos oder gefährlich?

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Diagnose Eierstockzyste – der Schreck ist groß! Wie entsteht die Zyste im Eierstock, ist sie gefährlich und was passiert jetzt mit mir? Keine Angst! Eine Eierstockzyste ist harmlos. So wie jede andere Zyste im Körper ist eine Eierstockzyste zunächst einmal lediglich ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum. Eierstockzysten sind gutartige Gewächse, haben also mit schwerwiegenden Krankheiten wie Krebs gar nichts zu tun.

Erfahre hier alles rund um das Thema Eierstockzyste.

Was ist eine Eierstockzyste?

Eine Eierstockzyste, auch Ovarialzyste genannt, ist eine gutartige Veränderung im Eierstockgewebe. Wie jede andere Zyste auch ist eine Eierstockzyste ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum. Das Wort „Zyste“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Blase“.

Eine Zyste im Eierstock entsteht fast immer aufgrund von hormonellen Einflüssen. Vor allem, wenn die Hormone schwanken, wie etwa bei Jugendlichen, Frauen in den Wechseljahren oder generell bei unregelmäßigen Zyklen, bilden sich die Eierstockzysten gerne.

Die meisten Mädchen und Frauen bemerken diese nicht mal, da sie oft relativ klein bleiben und keine Symptome verursachen. Häufig werden sie also nur rein zufällig bei der Routine-Ultraschallkontrolle durch den Frauenarzt diagnostiziert.

Da sie meist keine Probleme bereiten und auch sonst ungefährlich sind, werden sie nicht sofort therapiert. Sie können aber zum Beispiel aufgrund einer ungünstigen Lage schmerzhaft sein – dann werden sie natürlich behandelt.

Zum Einsatz kommt fast immer eine Hormontherapie, die in den meisten Fällen hilft. Wenn nicht, können sie letztlich auch chirurgisch entfernt werden. Dieser Eingriff ist jedoch minimal und harmlos.

Die meisten Eierstockzysten bilden sich jedoch ganz von selbst wieder zurück und machen eine Therapie vollkommen überflüssig. Komplikationen sind äußerst selten, Du musst also überhaupt keine Angst haben, wenn dein Frauenarzt eine Zyste auf dem Eierstock entdeckt.

Welche Arten von Eierstockzysten gibt es?

Eierstockzysten können grob in zwei Hauptgruppen eingeteilt werden: in Retentionszysten und funktionelle Zysten.

Retentionszysten

Retentionszysten sind eine seltene Form von Eierstockzysten. Sie entstehen durch eine gestörte Drüsenfunktion, zumeist ist das einfach eine Verstopfung des Drüsenausgangs. Das Sekret, das von der Drüse gebildet wird, kann nicht abfließen und treibt stattdessen das umliegende Gewebe auf.

Entsteht dabei eine Art Blase, so bildet sich ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der ab diesem Zeitpunkt Zyste genannt wird.

Funktionelle Zysten

Diese Form tritt sehr häufig auf und hat ihren Ursprung im Hormonhaushalt. Eine Zyste im Eierstock kann sowohl durch die natürlichen Hormonveränderungen im Laufe eines Zyklus als auch durch pathologische Störungen oder die Zufuhr von Hormonen von außen entstehen.

Diese Art Zyste kommt fast ausschließlich bei geschlechtsreifen Frauen vor, da diese ständigen Veränderungen im Hormonhaushalt ausgesetzt sind. Insbesondere in der Pubertät und in den Wechseljahren kommt es vermehrt zu Eierstockzysten. Auch Frauen mit unregelmäßigen Zyklen sind gehäuft betroffen.

Diese Form der Eierstockzysten kann wiederum in Untergruppen eingeteilt werden. Im Folgenden beschreiben wir die häufigsten Arten:

Follikelzysten oder Bläschenzysten

Eine Follikelzyste entsteht aus einem Graaf-Follikel. Ein Graaf-Follikel (auch Ovarialfollikel genannt) beschreibt die Eizelle mitsamt der umliegenden Zellen im Eierstock und der Bindegewebshaut, die alles umgibt.

Entsteht eine Zyste aus diesem Follikel, kann diese bis zu einer Größe von 10cm heranwachsen. Diese Art Zyste kann über lange Zeit bestehen und auch den Hormonhaushalt beeinflussen. Manchmal bilden sich Follikelzysten spontan zurück oder sie zerplatzen, was Frauen durch einen kurzen, stechenden Schmerz bemerken können.

Corpus-Luteum-Zysten

Wie der Name schon sagt entstehen Corpus-Luteum-Zysten aus dem Gelbkörper. Der Gelbkörper bildet sich nach dem Eisprung aus den Resten des entsprechenden Graaf-Follikels. Bei der Entstehung einer Corpus-Luteum-Zyste kommt es zu einer Einblutung in den Gelbkörper, welcher sich dadurch ausdehnt und den für eine Zyste charakteristischen flüssigkeitsgefüllten Hohlraum bildet.

Üblicherweise bildet sich diese Art von Zyste im Eierstock im Laufe der hormonellen Schwankungen von selbst zurück.

Luteinzysten

Luteinzysten treten meist im Laufe einer Hormonbehandlung auf und verschwinden nach Beendigung derselben auch wieder. Auch bei Mehrlingsschwangerschaften, bei denen der Hormonhaushalt stark überschießt, ist diese Art Zyste häufig anzutreffen.

Polyzystisches Ovar-Syndrom (PCO)

Bei der Stoffwechselerkrankung PCO kommt es zur Bildung von mindestens acht Eierstockzysten. Da durch die Vielzahl an Eierstockzysten auch deren Funktion gestört wird, haben betroffene Frauen in der Regel vermehrt Probleme mit einem unerfüllten Kinderwunsch.

PCO ist die häufigste hormonell hervorgerufene Erkrankung bei gebährfähigen Frauen. Meist leiden die Betroffenen zusätzlich unter Schilddrüsenproblemen.

Zystenbildung durch Endometriose

Auch die Erkrankung Endometriose kann zur Bildung von Eierstockzysten führen. Diese haben ein ganz spezielles Aussehen und enthalten dunkle Blutabbauprodukte. Die dunkelbraune Farbe gibt ihnen mitunter auch den Namen „Schokoladenzysten“.

Wie wird die Eierstockzyste diagnostiziert?

Eine Eierstockzyste wird in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung diagnostiziert. Meistens bleibt eine Zyste relativ klein und macht keinerlei Beschwerden, daher sind sie oft ein Zufallsbefund. Heutzutage sind die Ultraschallgeräte schon so genau, dass sie selbst wenige Millimeter große Eierstockzysten detektieren können.

Diagnose Eierstockzyste – wie geht es weiter?

Da eine Zyste in aller Regel ein harmloses Gewächs ist und meist keine Beschwerden macht, ist eine Therapie häufig nicht notwendig. Besonders eine Zyste am Eierstock bilder sich normalerweise irgendwann von selbst wieder zurück.

Sollte eine Eierstockzyste jedoch ungünstig liegen und beispielsweise stärkere Schmerzen verursachen, so kann eine Therapie natürlich trotzdem erfolgen. Diese läuft nach einem standardisierten Stufenplan ab:

Abwarten

Nach der Diagnose „Funktionelle Zyste im Eierstock“ wird zunächst abgewartet. Üblicherweise erfolgt die nächste Ulktraschallkontrolle unmittelbar nach der Periode, um zu sehen, ob sich die Eierstockzyste spontan zurückgebildet hat.

Hormontherapie

Bleibt eine schmerzhafte Zyste im Eierstock weiter bestehen, so kann eine Hormontherapie begonnen werden. Diese läuft normalerweise über drei Monate. Dabei werden Gestagene (Gelbkörperhormone oder Schwangerschaftshormone genannt) eingesetzt, welche jeweils in der zweiten Zyklushälfte eingenommen werden.

Endoskopie

Wenn die Eierstockzyste nach der Hormontherapie noch immer nicht verschwunden ist, so kann sie mittels Bauchspiegelung endoskopisch entfernt werden. Dieser Eingriff ist minimal-invasiv, das heißt möglichst schonend und traumafrei. Du musst also keine Angst davor haben.

Sollte eine Eierstockzyste nach den Wechseljahren auftreten, ist die Wahrscheinlichkeit einer bösartigen Entartung relativ hoch, sodass eine operative Entfernung hier prinzipiell empfohlen wird. Sind die Eierstockzysten Symptome einer Grunderkrankung wie etwa PCO oder Endometriose, so scheint zusätzlich eine (Hormon)Therapie dieser Grunderkrankung sinnvoll.

Kann eine Eierstockzyste mit Komplikationen einhergehen?

Eine Eierstockzyste macht äußerst selten Probleme. Wenn eine Eierstockzyste platzt, kann dies je nach Größe und je nach Sensibilität der Frau zu stärkeren Blutungen und auch Schmerzen führen.

In aller Regel bedarf dies keiner weiteren Behandlung. Sehr selten können beim Platzen auch Blutgefäße reißen, was eventuell operativ therapiert werden muss. Eine gefährliche Komplikation, die jedoch fast nur bei sehr großen Eierstockzysten wie etwa Endometriosezysten vorkommt, ist die sogenannte Stieldrehung.

Sehr große Eierstockzysten können über einen Gefäßstiel mit dem Eierstock verbunden sein und wenn dieser Stiel sich plötzlich dreht, kommt es eventuell zur Abklemmung des Gefäßes. Damit kann die Versorgung des Eierstocks gefährdet sein, was sich zu einer lebensbedrohlichen Komplikation entwickeln kann. In so einem Fall ist eine sofortige Notoperation unumgänglich.

Eierstockzyste? Kein Problem!

Wie Du siehst, sind Eierstockzysten eine ziemlich harmlose Sache. Gerade bei gebärfähigen Frauen sind sie in der Regel vollkommen harmlos, verschwinden oft von selbst wieder und entarten so gut wie nie.

Auch Komplikationen oder Beschwerden wie Schmerzen sind sehr selten. Sollte die Eierstockzyste Probleme machen, kann sie leicht durch eine Hormontherapie behandelt oder endoskopisch entfernt werden. Somit kannst Du Dich nach der Diagnose Eierstockzyste ganz entspannen.

Quellen

https://www.uksh.de/frauenklinik-kiel/F%C3%BCr+Patienten/Ihre+Operation/Informationen+zu+verschiedenen+Operationen/Bauchspiegelung/Eierstockzysten+.html

http://www.gerkhardt-popovic.de/eierstockzysten_frauenheilkunde.html

https://www.frauenarzt-wien.at/spezialgebiete/eierstockzysten.html

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