Dottersack ohne Embryo: Was bedeutet das?

Ein Dottersack ohne Embryo kann den Traum eines eigenen Kindes zerstören. Denn: Dies ist oftmals ein Zeichen für eine Fehlgeburt.

Woran Du einen Dottersack ohne Embryo erkennen kannst, welche Ursachen und Symptome auftreten und was Du in diesem Fall tun solltest, erfährst Du hier.

Was ist ein Dottersack?

Der Dottersack ist eine Vertiefung im Innern der Gebärmutter, in der sich das heranwachsende Kind entwickelt. Er wird auch als Blastozystenhülle bezeichnet. Die Dottersackhöhle ist mit einer dünnen, transparenten Membran ausgekleidet und enthält eine kleine Menge an Dotter, die das heranwachsende Kind ernährt.

Dottersack und Embryo sind in der Regel miteinander verbunden, aber es kann vorkommen, dass Ersteres ohne Embryo in einer Ultraschalluntersuchung sichtbar wird. Dies wird als „Dottersack ohne Embryo“ bezeichnet.

Ursachen für einen Dottersack ohne Embryo

Ein Dottersack ohne Embryo ist eine seltene Komplikation bei der Schwangerschaft und kann mehrere Ursachen haben:

  • Eine der häufigsten Ursachen ist eine Fehlgeburt. Eine Fehlgeburt ist, wenn der Embryo stirbt und aus dem Dottersack fällt, bevor er sich vollständig entwickelt hat. Dies ist häufiger in den frühen Stadien der Schwangerschaft, aber kann auch später passieren. Hierbei spricht man von einem Windei.
  • Eine andere Ursache ist, wenn der Embryo sich nicht richtig entwickelt. Dies kann aufgrund von chromosomalen Anomalien oder anderen medizinischen Problemen geschehen. In diesem Fall wird der Dottersack oft kleiner als normal und kann nicht richtig wachsen.
  • Ein weiterer Grund ist, wenn sich der Embryo in der Gebärmutter nicht richtig an die Gebärmutterwand anlagert. Dies kann aufgrund von Anomalien in der Gebärmutter selbst oder in der Art und Weise, wie der Embryo sich entwickelt, auftreten. In diesem Fall kann der Dottersack oft größer als normal sein.
  • Eine Ursache kann auch eine Fehlfunktion der Plazenta sein. Die Plazenta versorgt den Dottersack mit Nährstoffen und Sauerstoff. Wenn die Plazenta nicht richtig funktioniert, kann der Dottersack ebenfalls kleiner als normal sein.
  • Schließlich kann eine Blasenmole – eine Geschwulst in der Gebärmutter, meist von dem extremen Wachstum der Plazenta oder einem unbefruchteten Ei ausgehend – ebenfalls einen Grund darstellen.
  • In einigen Fällen kann der Dottersack ohne Embryo auch ein Anzeichen für eine Eileiterschwangerschaft sein. Eine Eileiterschwangerschaft ist eine seltene Art der Schwangerschaft, bei der das Ei in einem der Eileiter anstatt in der Gebärmutter implantiert wird.

Symptome für einen Dottersack ohne Embryo

Die Symptome sind in der Regel ziemlich unspezifisch. Viele Frauen merken gar nicht, dass etwas nicht stimmt. In einigen Fällen kann es aber zu leichten Blutungen oder Schmerzen im Unterleib kommen.

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Wenn Du den Verdacht hast, dass etwas – durch ungewöhnliche Blutung oder Schmerzen in der Schwangerschaft – Probleme mit Deinem Kind geben könnte, solltest Du sofort einen Arzt aufsuchen. Nur ein Arzt kann sicherstellen, ob es sich tatsächlich um eine ernstzunehmende Komplikation handelt.

Woran erkenne ich einen Dottersack ohne Embryo in den Untersuchungen?

Ein Dottersack ist ein runder, gelblichbrauner Fleck, der auf dem Ultraschallbild innerhalb einer Schwangerschaftsuntersuchung zu sehen ist. Er enthält das Ei, das sich in der Gebärmutter befindet, und ist normalerweise ein Anzeichen dafür, dass Du schwanger bist.

Ein Dottersack ohne Embryo tritt in der Regel auf, wenn das Ei nicht befruchtet wurde oder die Schwangerschaft nicht aufrechterhalten wird. Hierbei kann der Dottersack auf dem Ultraschallbild kleiner und heller erscheinen und mit der Zeit verschwinden.

Behandlung und Vorsorge

In der Regel wird der Arzt Dich zunächst untersuchen und anschließend entscheiden, welche weiteren Schritte nötig sind.

Eine sogenannte Dottersackuntersuchung wird durchgeführt, um festzustellen, ob der Dottersack gesund ist oder ob es Anzeichen für eine Erkrankung gibt. Die Untersuchung wird in der Regel im Rahmen einer Routine-Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

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Wenn der Arzt einen Dottersack ohne Embryo sieht, kann er weitere Untersuchungen durchführen, um festzustellen, ob es sich um eine Fehlgeburt handelt oder ob der Dottersack einfach nur verzögert entwickelt wurde. Möglicherweise musst Du dann zur Beobachtung in die Klinik. Dort wird sichergestellt, dass mit Deiner Schwangerschaft alles in Ordnung ist.

Wenn festgestellt wird, dass der Dottersack leer ist (also kein Embryo vorhanden ist), kann die Behandlung des Dottersacks zum Beispiel durch Absaugung oder Ablation erfolgen. Dies ist eine relativ neue Behandlungsmethode, die jedoch bereits bei vielen Patientinnen erfolgreich angewendet wurde.

Um eventuelle weitere Komplikationen zu vermeiden bzw. Komplikationen wie Eileiterschwangerschaften frühzeitig zu erkennen, ist es wichtig, alle Untersuchungen in der Schwangerschaft wahrzunehmen.

Zusammenfassend

Ein Dottersack ohne Embryo ist in der Regel ein Anzeichen dafür, dass mit der Schwangerschaft etwas nicht in Ordnung ist. Ursachen können sein: eine Fehlgeburt, eine Fehlentwicklung des Embryos, ein Nicht-Anliegen des Embryos an der Gebärmutterwand, eine Fehlfunktion der Plazenta, eine Blasenmole oder eine Eileiterschwangerschaft. Symptome können Blutungen oder Schmerzen im Unterleib darstellen. Um eventuelle weitere Komplikationen zu vermeiden, sind (Routine-)Untersuchungen beim Arzt Deines Vertrauens ratsam.

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FAQ: Dottersack ohne Embryo

In welcher Schwangerschaftswoche (SSW) sieht man den Embryo?

Meistens sind die sechste und siebte SSW ausschlaggebend, um während einer Ultraschalluntersuchung einen Embryo in der Dottersackhöhle zu erkennen. Der Dottersack ist ab der sechsten SSW als Ring erkennbar; ab der siebten SSW kann man dann in der Regel auch den Herzschlag des Embryos wahrnehmen.

Kann ein Dottersack leer sein?

Ja. Dies ist zum Beispiel nach einer Fehlgeburt im Zuge der ersten SSW der Fall. Andere Ursachen für einen Dottersack ohne Embryo können die Fehlentwicklung des Embryos, die Fehlfunktion der Plazenta bzw. das Nicht-Anliegen des Embryos an der Gebärmutterwand, eine Blasenmole oder eine Eileiterschwangerschaft darstellen.

Warum ist kein Ei in der Fruchthöhle zu erkennen?

In der Fruchthöhle – also dem Dottersack – wächst der spätere Embryo heran. Ist kein Embryo im Dottersack zu erkennen, ist das Ei entweder nicht befruchtet worden (man ist also nicht schwanger), es befindet sich außerhalb (zum Beispiel im Fall einer Eileiterschwangerschaft) oder man hat eine Fehlgeburt erlitten.

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