Du leidest unter Übelkeit nach dem Essen? Diese Tipps werden Dir helfen

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Mit Übelkeit nach dem Essen haben viele werdende Mütter zu kämpfen. Insbesondere während der ersten drei Monate der Schwangerschaft treten Übelkeit, Magenschmerzen und Brechreiz verstärkt auf.

Meist lassen diese Probleme aber nach etwa zwei bis drei Monaten nach. Andere Frauen haben hingegen längere Zeit, teils gar bis zum Ende ihrer Schwangerschaft, darunter zu leiden. Die Ursachen für die Übelkeit nach dem Essen können vielfältig sein.

Übelkeit nach dem Essen ist ein lästiges Problem

Übelkeit nach dem Essen, einhergehend mit Erbrechen und Luft im Bauch – all das kann für eine werdende Mutter belastend sein. Expertenmeinungen zufolge ist in erster Linie die Hormonumstellung ein Auslöser dafür, dass Übelkeit nach dem Essen, Magenschmerzen und Magenkrämpfe auftreten.

In dem Zusammenhang könnte nach Meinung der Forscher ein rapider Anstieg der Hormone ß-HCG und Östrogen verantwortlich sein. Denn dadurch ist der Geruchssinn der Frau hochempfindlich.

Es entsteht in der Konsequenz zu viel Magensäure – und das bei einem gleichzeitigen Mangel an Vitamin B6. Überdies vermuten Mediziner, dass ein Ungleichgewicht des Blutzuckerspiegels zu Grunde liegen könnte. Nicht zuletzt werden Stress sowie mentale und körperliche Belastungen als Auslöser für Übelkeit nach dem Essen genannt.

Was, wenn Magenschmerzen und Übelkeit nicht aufhören?

Ob nach dem Aufstehen, nach dem Frühstück, dem Mittagessen oder nach dem Abendbrot – Übelkeit nach dem Essen ist für viele schwangere Frauen normal. Allzu häufiges Erbrechen ist hingegen ein Alarmsignal.

Wenn häufige Schwindelgefühle sowie eine starke Mundtrockenheit oder gar Probleme beim Wasserlassen hinzu kommen, ist es wichtig, dass Du ärztliche Hilfe in Anspruch nimmst. Derartige Symptome können ein Indiz dafür sein, dass möglicherweise eine andere Erkrankung zu Grunde liegt.

Sicherlich muss auch das kein Grund zur Beunruhigung sein. Nichtsdestotrotz bist Du gut beraten, auf Nummer sicher zu gehen und Dich einfach mal medizinisch untersuchen zu lassen.

Übelkeit nach dem Essen – das ist zu beachten

Wenn eine Frau schon am Morgen Übelkeit verspürt und sich häufig übergeben muss, ist das – sofern keine andere Krankheit vorliegt – mitunter ein Signal dafür, dass eine Schwangerschaft vorliegt.

Ärzte vertreten die Meinung, dass hormonelle Schwankungen die Übelkeit verursachen. In der Tat nehmen viele Frauen diese Symptome zum Anlass, um einen Schwangerschaftstest zu machen.

Wenn sich der Kinderwunsch erfüllt hat

Liegt eine Schwangerschaft vor, gehören Übelkeit nach dem Essen sowie gelegentlicher Brechreiz im 1. Trimester für viele werdende Mütter zum Alltag. Das ist nicht weiter schlimm und daher nicht besorgniserregend.

Manche Frauen verspüren eine Übelkeit nach dem Essen, noch bevor sie überhaupt wissen, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Andere wiederum bemerken die Übelkeit etwa ab der sechsten Woche bzw. im ersten Trimester der Schwangerschaft.

Das damit oft verbundene Gefühl, sich übergeben zu müssen, kann bis zur 12. SSW andauern. Pauschale Erkenntnisse gibt es diesbezüglich allerdings nicht. Vielmehr ist es von Frau zu Frau unterschiedlich.

Hinweis

Man sagt, dass Übelkeit nach dem Essen ein Indiz dafür ist, dass ein besonders hohes Maß an Schwangerschaftshormonen im Körper vorhanden ist. Demgemäß soll, alten Überlieferungen zu Folge, das Risiko einer Fehlgeburt gering sein. Wissenschaftliche Studien gibt es dahingehend jedoch nicht.

Was, wenn die Übelkeit einfach nicht aufhören will?

Weniger als ein Prozent der werdenden Mütter leidet unter dem so genannten Hyperemesis Gravidarum-Syndrom. Laut dem „National Institute for Health Technology Assessment“ handelt es sich dabei um eine krankhafte Übelkeit in der Schwangerschaft, die mit heftigem Erbrechen einhergeht.

Wird sie nicht behandelt, kann es zu einer Dehydrierung sowie zu einer Störung des Elektrolythaushaltes kommen. Das hat oft erhebliche gesundheitliche Auswirkungen für die Schwangere und das ungeborene Kind zur Folge.

In Anlehnung an das „Deutsche Ärzteblatt“ haben sage und schreibe zwischen 50 und 90 Prozent der schwangeren Frauen mit Übelkeit nach dem Essen zu kämpfen. Auch Magenkrämpfe und Magenschmerzen gehen häufig damit einher.

Generell wird das Baby im Mutterleib von den Übelkeitssymptomen nicht beeinträchtigt. Allerdings nur, so lange Du nicht zu viel Flüssigkeit verlierst und während der gesamten Schwangerschaft auf eine ausgewogene Ernährung achtest.

So kannst Du etwas gegen Übelkeit nach dem Essen tun

Trinke morgens nach dem Aufstehen ein Glas mit lauwarmem Wasser. Das pusht den Stoffwechsel und hilft, Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen.

Versuche, bei jeder Mahlzeit aufrecht zu sitzen. Dadurch gelangt die Nahrung leichter in den Magen-Darm-Trakt und kann direkt verstoffwechselt werden. Eine krumme Sitzhaltung könnte dies hingegen unterbinden.

Kaue jeden Bissen möglichst intensiv. Genieße das, was Du zu Dir nimmst. Das schont den Magen und beugt der Entstehung von Luft im Bauch vor. Iss lieber mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, als zwei bis drei größere Portionen. Auch dadurch verhinderst Du Magenkrämpfe, Magenschmerzen und Übelkeit nach dem Essen.

Stark gewürzte Speisen können das Gefühl der Übelkeit nach dem Essen möglicherweise verstärken. Schwere Kost ist für werdende Mütter nicht wirklich gut geeignet. Greife statt dessen zu leichtem Gemüse, frischem Obst, Brot und Keksen aus Kichererbsenmehl etc.

Hinweis

Weizenmehlhaltige Nahrung kann die Entstehung von Übelkeit und Luft im Bauch fördern. Der Weizen, so wie er heute gezüchtet und verarbeitet wird, hat mit dem gesunden Weizen aus den 1950er Jahren kaum noch etwas gemein.

Daher resultieren zahlreiche Unverträglichkeiten wie zum Beispiel eine Glutenunverträglichkeit, die nicht nur für werdende Mütter sehr belastend sein kann.

Achte darauf, einen zeitlichen Abstand von etwa zwei Stunden zwischen den einzelnen Mahlzeiten einzuhalten. Das schont den Magen und verhindert die Bildung von Luft im Bauch. Vermeide schnelle oder plötzliche Bewegungen. In der Schwangerschaft ist das für den Magen-Darm-Trakt mitunter belastend.

Wenn Du bestimmte Gerüche oder Lebensmittel nicht magst, versuche, Dich von ihnen fernzuhalten. Auch dadurch kannst Du Übelkeit verhindern.

Gut zu wissen

Wenn alles nichts hilft und Du durch die Übelkeit und das häufige Übergeben sukzessive an Gewicht verlierst, dann hat das mit normaler Übelkeit nach dem Essen in der Schwangerschaft nichts mehr zu tun. Vielmehr ist jetzt Vorsicht geboten und Du solltest ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Achte unbedingt darauf, dem Gewichtsverlust, wenn möglich, entgegenzuwirken. Insbesondere die Tatsache, dass Dein Elektrolythaushalt aufgrund des Flüssigkeitsverlustes buchstäblich „aus den Fugen geraten“ könnte, ist alarmierend. Suche möglichst unverzüglich den Arzt auf, wenn das häufige Erbrechen länger als drei Tage andauert.

Tipp

Weist das Erbrochene eine leicht rötliche oder gar blutrote Farbgebung auf? Oder ist es gar dunkel bzw. schwarz? Das sind untrügliche Anzeichen dafür, dass Du weit mehr Flüssigkeit verlierst, als Dein Körper aufgenommen hat. Die Ursachen dafür solltest Du schnellstmöglich medizinisch klären lassen.

Achtung

Sicherlich ist Übelkeit nach dem Essen nicht wirklich angenehm. Aber es gehört häufig zu einer Schwangerschaft dazu. Viele Frauen ziehen aber dennoch in Erwägung, Medikamente einzunehmen, um etwas gegen den Brechreiz bzw. die Übelkeit zu tun.

In der Tat gibt es etliche Präparate, die gegen Übelkeit nach dem Essen sowie gegen Magenkrämpfe helfen. Werdende Mütter sollten diese auf keinen Fall verwenden, da es keine entsprechenden Studien hinsichtlich der Verträglichkeit für Ungeborene gibt.

Um das Kindeswohl zu schützen, sehen namhafte Pharmakonzerne davon ab, entsprechende Untersuchungen durchzuführen. Es gibt daher keine seriösen Dokumente, die Aufschluss über die Vorteile oder über etwaige Nachteile solcher Medikamente geben könnten.

Hausmittel zur Bekämpfung von Übelkeit nach dem Essen

Statt zu Medikamenten zu greifen, empfehlen sich Hausmittel, wie zum Beispiel Fenchel- oder Anistees. Du kannst beliebig viel davon trinken – und zugleich tust Du somit noch etwas Gutes für Deinen Flüssigkeitshaushalt. Tees aus Melisse, Kamille und Koriander wirken ebenfalls Magen beruhigend und können helfen, Luft im Bauch vorzubeugen.

Haferflocken zum Frühstück oder zwischendurch – das bindet die überschüssige Magensäure und minimiert somit das Risiko, erbrechen zu müssen oder Luft im Bauch zu haben. Eiskaltes Wasser wirkt ebenfalls „Wunder“, wenn Du Übelkeit nach dem Essen bekämpfen möchtest.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele werdende Mütter Ingwer benutzen, weil die Knolle sehr gut gegen Magenschmerzen bzw. Magenkrämpfe wirkt. Fakt aber ist auch, dass Ingwer wehenfördernd ist. Ab der 15. SSW solltest Du daher tunlichst darauf verzichten.

Diese Faktoren können Magenschmerzen und Übelkeit nach dem Essen verschlimmern

Bestimmte Einflüsse und Reize können die Übelkeit nach dem Essen verstärken. Dazu gehören unter anderem bestimmte Gerüche, wie zum Beispiel Fleisch- oder Kaffeegeruch. Auch Zwiebeln oder der Duft von Obst kann buchstäblich Magenschmerzen verursachen und Brechreiz erregend sein.

Selbst wenn es mitunter schwer ist, sich derartigen Aromen zu entziehen – Du solltest versuchen, diesem „Risikofaktor“ aus dem Weg zu gehen. Sofern das nicht geht, könntest Du einige Tropfen Teebaum-, Pfefferminz-, Zitronen- oder Bergamotte-Öl auf dem Handrücken verteilen. Sobald Du etwas Unangenehmes wahrnimmst, rieche einfach an Deinem Handrücken. Übelkeit nach dem Essen wird sich dann womöglich erst einmal nicht einstellen.

Stress und Hektik begünstigen Übelkeitssymptome in der Schwangerschaft. Entspannung und genügend Schlaf sind hingegen überaus hilfreich, wenn Du Magenschmerzen und Übelkeit nach dem Essen vorbeugen möchtest. Auch frische Luft hilft meist gegen das lästige schlechte Gefühl in der Magen- und Rachengegend. Ein niedriger Blutzuckerspiegel ist häufig verantwortlich für
Magenschmerzen. Nimm deshalb immer mal wieder kleine, gesunde Snacks zu Dir, um dem Übelkeitsrisiko bestmöglich entgegenzuwirken.

Fazit

Übelkeit nach dem Essen ist im Allgemeinen nichts Ungewöhnliches während einer Schwangerschaft. Treten die Symptome wie Magenschmerzen, Übelkeit und Brechreiz jedoch mit hoher Intensität auf oder verlierst Du mehr Flüssigkeit, als Du zu Dir genommen hast, solltest Du unbedingt den Arzt Deines Vertrauens konsultieren.

Jetzt ist Ursachenforschung wichtig, und es müssen unverzüglich Maßnahmen eingeleitet werden, um Deine Gesundheit sowie die Deines ungeborenen Kindes bestmöglich zu schützen.

Quellen

https://www.hallo-eltern.de/schwangerschaft/uebelkeit/

https://www.cyclotest.de/uebelkeit-schwangerschaft/

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