Ein harter Bauch in der Schwangerschaft? Das steckt dahinter

Dass ein harter Bauch in der Schwangerschaft auftritt, kann ganz normal sein und sogar mehrmals täglich passieren. Ob dies ungewöhnlich oder sogar gefährlich ist, hängt maßgeblich von Deiner aktuellen Schwangerschaftswoche ab.

Gerade, wenn Du zum ersten Mal schwanger bist oder das Ziehen im Unterleib von Schmerzen begleitet ist, machst Du dir wahrscheinlich aber trotzdem Sorgen. Ein harter Bauch in der Schwangerschaft kann die unterschiedlichsten Ursachen haben.

Viele davon lassen sich leicht wieder beheben oder von vornherein vermeiden. Gerade, wenn das Ziehen im Unterleib sehr früh in der Schwangerschaft auftritt und eher den Charakter von Übungswehen hat, solltest Du dies jedoch von Deinem Arzt abklären lassen.

In diesem Beitrag erfährst Du alles rund um die Ursachen, die ein harter Bauch in der Schwangerschaft haben kann und wann Du zur Sicherheit den Arzt aufsuchen solltest.

So äußert sich ein harter Bauch in der Schwangerschaft

Ein harter Bauch in der Schwangerschaft kann bei vielen normalgewichtigen Menschen sogar von außen zu sehen sein. Die gesamte Gebärmutter verhärtet sich für einige Minuten, was sich für Dich nicht selten unangenehm anfühlen kann.

Wenn Du den Schwangerschaftsbauch in diesem Zustand berührst, wirst Du feststellen, dass er sich auch von außen hart und fest anfühlt.

Mögliche Kindsbewegungen kommen während des Hartwerdens wahrscheinlich erst einmal zum Erliegen, denn die harte Gebärmutter schließt das Baby jetzt fest ein.

Je weiter Deine Schwangerschaft fortschreitet, desto deutlicher kannst Du bei einem harten Bauch die Konturen Deines Babys auch von außen erkennen.

Wie fühlt es sich an, wenn der Schwangerschaftsbauch hart wird?

Das kurzzeitige Verhärten des Bauches fühlt sich für viele werdenden Mütter relativ unangenehm an. Ein harter Bauch in der Schwangerschaft behindert die Beweglichkeit und erzeugt ein starkes Spannungs- und Druckgefühl.

Manche Betroffenen berichten zudem von einem unangenehmen Ziehen im Unterleib, vor allem in der Leistengegend oder im Rückenbereich.

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Sehr häufig tritt ein harter Bauch in der Schwangerschaft während den Abendstunden auf, wenn auch das Baby aktiver ist und mit heftigem Schluckauf seine Atmung trainiert.

Ein harter Bauch in der Schwangerschaft kann ganz normal sein

Ab SSW 28, also im letzten Trimester, ist ein harter Bauch in der Schwangerschaft völlig normal. Dabei handelt es sich um so genannte Übungswehen, die auch als Vorwehen, wilde Wehen oder Schwangerschaftswehen bezeichnet werden.

Sie sind auch unter dem medizinischen Namen Braxton-Hicks-Kontraktionen bekannt. Die Braxton-Hicks-Kontraktionen führen bei manchen werdenden Müttern zu einem harten Bauch.

Andere Schwangere spüren nicht mehr als ein leichtes Ziehen im Unterleib, wieder andere bemerken sie überhaupt nicht. Zweck der Übungswehen ist es, den Körper auf die anstehende Geburt vorzubereiten.

Dabei handelt es sich gewissermaßen um ein Training der Gebärmutter, die sich während der Übungswehen zusammenzieht.

Harter Schwangerschaftsbau Durch Stress?

Während der Schwangerschaft sind Dein Körper und Geist zahlreichen Veränderungen unterworfen. Hinzu kommen die steigenden Anforderungen des Alltags im Berufs- aber auch im Privatleben.

Wenn Du Dir in dieser besonderen Situation nicht die notwendigen Ruhepausen gönnst, kann Dein Körper sich veranlasst sehen, die Notbremse zu ziehen.

Eine hohe Stressbelastung kann in der Schwangerschaft durchaus dazu führen, dass der Bauch immer wieder hart wird und es zu unangenehmem Ziehen im Unterleib kommt. Hier möchte Dein Körper Dir signalisieren, einmal eine wohlverdiente Pause einzulegen und Dir Entspannung zu gönnen.

Neben psychischem Stress kann aber auch eine zu hohe körperliche Belastung die Ursache eines harten Bauches sein. Schwere Einkaufskörbe oder kleine Geschwisterkinder zu tragen kann schnell die Belastungsgrenze während der Schwangerschaft überschreiten.

Gerade, wenn der harte Bauch in unmittelbarem Zusammenhang mit der Belastung zu beobachten ist, solltest Du dieses Zeichen ernst nehmen und dir helfen lassen.

Bitte Deinen Partner, Freunde oder Familienmitglieder, dich bei körperlichen Tätigkeiten zu entlasten, denn Dein Körper hat bereits mit der Schwangerschaft viel zu tun.

Sind Kontraktionen im zweiten Drittel der Schwangerschaft gefährlich?

Ein harter Bauch in der Schwangerschaft ist zunächst kein Grund zur Sorge. Manche Mütter beobachten schon vor SSW29 den harten Bauch, weil die Gebärmutter kontrahiert.

Üblicherweise wird dies jedoch erst im weiteren Verlauf der Schwangerschaft überhaupt bemerkt. Ein leichtes Ziehen im Unterleib ist dabei völlig normal. Falls Du verunsichert sein solltest oder die Kontraktionen von starken Schmerzen begleitet werden, solltest Du zur Sicherheit Deinen Frauenarzt aufsuchen.

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Dieser wird prüfen, ob es sich bei Deinen Beschwerden um Kontraktionen handelt, die auf den Muttermund wirken. Ist dies der Fall solltest Du zum Wohl Deines Babys äußerste Schonung einhalten oder zur Weiterbehandlung ins Krankenhaus gehen.

Sehr häufig besteht aber auch dann noch keine Gefahr. Jede Schwangerschaft ist unterschiedlich und manche Frauen neigen einfach dazu, schon relativ früh einen harten Bauch zu spüren.

Diese Ursachen können für einen harten Schwangerschaftsbauch verantwortlich sein

Nicht wenige sehr aktive Babys sorgen selbst dafür, dass der Bauch hart wird. Durch heftiges Treten gegen die Gebärmutterwand kann diese mit Verhärtung reagieren. Aber auch mechanische Reize, die auf den Schwangerschaftsbauch einwirken, können den harten Bauch hervorrufen.

Viele werdenden Mütter streicheln den Bauch oder reiben ihn, um mit dem Baby in Kontakt zu treten. Tatsächlich reagiert die Gebärmutter unter Umständen sehr empfindlich darauf, verhärtet sich und reagiert mit empfindlichem Ziehen im Unterleib.

Zudem können auch Verdauungsprobleme dafür sorgen, dass der Bauch hart wird.

Da die wachsende Gebärmutter den Darm und weitere Verdauungsorgane im Laufe der Schwangerschaft immer weiter verdrängt, sind Verdauungsschwierigkeiten sehr häufig anzutreffen.

Sie sorgen quasi von innen dafür, dass die Gebärmutter zum Kontrahieren angeregt wird. Eine ballaststoffreiche Ernährung und eine ausreichende Trinkmenge von bis zu zwei Litern pro Tag ist hier die beste Vorbeugung.

Mögliche Ursachen auf einen Blick:

  • Magnesiummangel
  • Zu geringe Trinkmenge
  • Stress oder körperliche Überanstrengung
  • Wachstumsschübe bei Baby und Mama
  • Übungswehen oder Braxton-Hicks-Kontraktionen
  • Reiben des Bauches von außen
  • Zu enge Kleidung
  • Aktives Baby

Wie kann Magnesium in der Schwangerschaft gegen einen harten Bauch helfen?

Wird Dein Bauch öfters unangenehm hart, kann dies aber auch an einem leichten Magnesiummangel liegen. Während der Schwangerschaft sind die Muskeln Deines Körpers einer stetig ansteigenden Belastung ausgesetzt.

Davon abgesehen benötigst Du auch deswegen zusätzliches Magnesium, weil Dein Baby dieses braucht. Zuletzt muss bemerkt werden, dass das starke Wachstum der Gebärmutter ebenfalls zusätzliches Magnesium fordert.

Diese ist nichts weniger als ein Muskel, der für seine reibungslose Tätigkeit ebenfalls auf das Mineral angewiesen ist. Nicht immer gelingt es daher, den ansteigenden Magnesiumbedarf über die Ernährung zu decken.

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In der Folge eines Magnesiummangels kann ein harter Bauch in der Schwangerschaft häufiger auftreten und zu Ziehen im Unterleib führen.

In diesem Fall kann Dein Frauenarzt dir ein Magnesiumpräparat verschreiben oder empfehlen, das diesen Mangel ausgleicht und eine reibungslose Muskeltätigkeit herstellt. Dort erfährst Du auch, wie hoch Deine tägliche Dosis sein sollte, um den harten Bauch möglichst zu vermeiden.

Für Erwachsene wird mit einem Magnesiumbedarf von zwischen 300 bis 400 mg gerechnet. Tatsächlich ist der Bedarf in der Schwangerschaft aber höher.

Hier geben Frauenärzte und Hebammen gerne konkrete Empfehlungen, wie hoch die Menge an Magnesium in der Schwangerschaft für dich sein sollte.

Machen Senkwehen einen harten Schwangerschaftsbauch?

Bereits ab der 34. und 35. Schwangerschaftswoche können die so genannten Senkwehen auftreten, die zusätzlich von den Braxton-Hicks-Kontraktionen unterschieden werden müssen.

In dieser Zeit hat der Bauch seinen höchsten Stand erreicht. Die Senkwehen sorgen nun dafür, dass das Baby tiefer ins Becken rutscht und sich mit dem Köpfchen geburtsbereit einrichtet.

Die Senkwehen können spürbar sein und mit normalen Vorwehen verwechselt werden. Andere werdenden Mütter berichten jedoch von periodenartigen Schmerzen, die mit den Senkwehen einhergehen und in Leistenbereich sowie in den Rücken ausstrahlen.

Auch Symphysenschmerzen können in diesem Zusammenhang sehr unangenehm werden. Durch Senkwehen verkürzt sich bei vielen werdenden Müttern auch der Gebärmutterhals.

In diesem Fall ist körperliche Schonung angesagt, schwere Gegenstände oder kleinere Geschwisterkinder sollten dann nicht getragen werden. Sobald sich der Bauch etwas gesenkt hat, gewinnst Du möglicherweise für kurze Zeit neue Bewegungsfreiheit zurück.

Auch werden das Essen und Atmen leichter, weil sich der Bauch nun weiter unten befindet. Tatsächlich solltest Du aber gerade in der Endphase Deiner Schwangerschaft auf Dein zunehmendes, natürliches Ruhebedürfnis hören.

Wo liegt die Grenze zu Übungswehen?

Ein harter Bauch in SSW 37 ist kein Grund zur Sorge, denn Dein Baby ist nun reif genug, um ohne Probleme auf die Welt zu kommen.

Je näher der Entbindungstermin rückt, umso schwieriger kann es allerdings werden, den Unterschied zwischen dem Beginn der Geburt und Übungswehen zu bestimmen. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist, dass Übungswehen keine Wirkung auf den Muttermund ausüben.

Auch bei schmerzhaften Übungswehen verkürzt oder öffnet sich dieser nicht. Ob dies der Fall ist, kann von Deinem Frauenarzt festgestellt werden. Anders als Geburtswehen treten Braxton-Hicks-Kontraktionen sehr unregelmäßig auf.

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Es können wenige Minuten zwischen ihnen verstreichen, aber auch mehrere Stunden. Manchmal sind sie von einem deutlichen Ziehen im Unterleib begleitet.

Echte Geburtswehen sind im Gegensatz zu Übungswehen auch zu Beginn bereits regelmäßig, wenn auch mit großem Abstand von zwischen sieben bis zehn Minuten. Wenn Du dir nicht sicher bist, um welchen Wehentyp es sich handelt, solltest Du also zunächst die Intervalle dazwischen messen.

Braxton-Hicks-Kontraktionen sind im Sitzen oder Liegen oft am stärksten fühlbar. Sobald Du dich bewegst, verschwinden sie sehr oft einfach wieder. Geburtswehen hingegen würden sich Durch die Bewegung möglicherweise eher intensivieren oder sogar das Bewegen erschweren.

Wann muss ein harter Bauch vom Arzt oder im Krankenhaus abgeklärt werden?

Ein harter Bauch in der Schwangerschaft ist mit einiger Wahrscheinlichkeit harmlos. Trotzdem sollten einige Warnsignale beachtet werden, die eine umgehende ärztliche Abklärung notwendig machen.

Wenn Du Schleimabsonderungen oder leichten Blutungen im Zusammenhang mit den Übungswehen beobachtest, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass die Geburt beginnt und es sich um echte Wehen handelt.

Zwei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin ist das kein Grund zur Sorge, sondern ein zeitgerechter Geburtsbeginn. Anders sieht es aus, wenn Du in Deiner Schwangerschaft noch nicht so weit fortgeschritten bist, oder sich Dein Baby bei der letzten Untersuchung in Beckenendlage befand.

Dann ist der unverzügliche Gang ins Krankenhaus angezeigt, um dich dort weiterbehandeln zu lassen.

Wie wird ein harter Schwangerschaftsbauch behandelt?

In den meisten Fällen sind die Kontraktionen, die zu einem harten Bauch in der Schwangerschaft führen, ein ganz normales Phänomen. Dennoch sorgen sich viele Mütter um das Wohlbefinden ihres Babys.

Nicht alle Ursachen, die zu einem harten Bauch führen, lassen sich beseitigen. Üblicherweise behandeln Ärzte und Hebammen mit Magnesium, um die Muskeltätigkeit und damit die Funktion der Gebärmutter zu verbessern.

Zudem sollten werdende Mütter ausreichend trinken, denn eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr ist ein wesentlicher Stressfaktor für den Körper. Außerdem wird empfohlen, keine einengende Kleidung am Bauch zu tragen, um diesen nicht zum Kontrahieren anzuregen.

Auch, wenn es schwerfällt, sollte der Bauch nicht oft gerieben werden, denn auch dies kann zu einem harten Bauch führen.

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