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Geburt

Eins, Zwei und Drei – Wir bekommen Drillinge!

Drei Babys auf einmal: dreifache Freude und dreifacher Stress! Drillingsgeburten sind zwar äußerst selten, kommen aber vor. Wie Drillinge entstehen, […]

Drillinge

Drillinge

Drei Babys auf einmal: dreifache Freude und dreifacher Stress! Drillingsgeburten sind zwar äußerst selten, kommen aber vor. Wie Drillinge entstehen, welche Risiken während der Schwangerschaft bestehen und wie ihr den Alltag mit der Herausforderung meistern könnt lest ihr hier.

 

Besondere Seltenheit – die Drillingsgeburt

Berechnet wird die Wahrscheinlichkeit einer Drillingsschwangerschaft an Hand der Häufigkeit von Zwillingsgeburten. Diese liegt bei 1:85. Drillinge sind noch wesentlich unwahrscheinlicher. Hier liegt die Häufigkeit bei nur 1:7000. Dies entspricht einem Anteil von gerade mal 0,01%. Eineiige Geburten sind noch seltener. Die Wahrscheinlichkeit einer eineiigen Zwillingsgeburt liegt bei nur 1:250.

Durch den Anstieg an künstlichen Befruchtungen und Hormonbehandlungen steigt auch der Anteil mehreiiger Mehrlingsgeburten an. In Deutschland ist jedes 29. Kind nicht alleine geboren.  1991 war es nur jedes 42.

98% aller Mehrlingsgeburten sind Zwillinge. 2016 waren von insgesamt 792.000 Geburten 14.600 Frauen von Mehrlingsgeburten betroffen. Dabei waren nur 258 Drillinge und 6 Vierlinge. Die häufigste Mehrlingsgeburt bleibt also die der zweieiigen Zwillinge.

Für die insgesamt steigende Anzahl der Mehrlingsgeburten wurden besonders zwei Gründe für diese Entwicklung herauskristallisiert. Der erste Grund liegt im erhöhten Durchschnittsalter der Frauen bei ihrer ersten Schwangerschaft. Mit höherem Alter der Frau werden auch mehr Hormone ausgeschüttet, die einen Eisprung auslösen. Dann geben die Eierstöcke auch mit höherer Wahrscheinlichkeit mehrere Eizellen für eine Befruchtung frei.

 

Naturspektakel oder Eingriff – Wie entstehen Drillinge?

Um die Entstehung von Drillingsschwangerschaften zu verstehen, muss man zunächst die der Zwillingsgeburten anschauen. Hier unterscheidet man zwischen eineiig (monozygotisch) und zweieiig (dizygotisch). Bei ersterem wird eine Eizelle befruchtet, die sich danach teilt. Bekommt man zweieiige Zwillinge springen zwei Eizellen gleichzeitig aus dem Follikel und werden von zwei verschiedenen Spermien befruchtet. So kann es vorkommen, dass man ein Junge und ein Mädchen bekommt.

Auf natürliche Weise entstehen Drillinge, indem es nach der Zwillingsbildung nochmals zu einer Teilung kommt. Bei Drillingen kann man die Befruchtung aber nicht nur zwischen eineiig und zweieiig unterscheiden. Dreieiige Drillinge sind ebenso gut möglich wie eineiige. Auch können zwei der Drillinge eineiig sein und das dritte Kind unterscheidet sich von ihnen.

Eineiige Drillinge entstehen, wenn sich die befruchtete Eizelle in drei gleiche Teile trennt. So verfügen alle Kinder über dieselben Erbanlagen und dasselbe Geschlecht.

Bei zweieiigen Drillingen wurden zwei Eizellen befruchtet, wovon sich eine später noch einmal trennt. So hat man quasi ein eineiiges Zwillingspärchen plus einem dritten Kind.

Häufiger entstehen Drillinge bei der In-Vitro-Fertilisation (lat. für Befruchtung im Glas). Dabei werden mehrere bereits befruchtete Eizellen in den Körper der Frau gepflanzt. In Deutschland ist die Methode nur erlaubt, wenn bei einem Paar trotz langem Versuchens die Schwangerschaft ausbleibt oder eine Präimplantationsdiagnostik (PID) angezeigt ist. Dabei werden dann gleich zwei oder drei Embryonen in die Gebärmutter übertragen, damit die Chance auf eine erfolgreiche Einnistung steigt. Manchmal passiert es dann, dass es „zu“ erfolgreich ist und sich gleich alle Embryonen einnisten. So kann also auch eine dreieiige Drillingsschwangerschaft entstehen. In Deutschland ist das Einsetzen von maximal drei (üblich sind zwei) befruchteten Eizellen erlaubt.

Lese hier mehr über den Ablauf einer künstlichen Befruchtung!

 

Anzeichen einer Drillingsschwangerschaft

Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf eine Mehrlingsschwangerschaft hinweisen. Diese fallen aber nicht bei jeder Frau, bei jeder Schwangerschaft gleich aus. Manchmal kann man die Mehrlinge schon früh erkennen. Beim ersten Ultraschall kann es schon zu sehen sein.

Bei anderen ist zu Beginn kein Unterschied zu einer normalen Schwangerschaft zu sehen. Oftmals kann der Arzt zwischen der achten und zwölften Woche per Ultraschall eine genaue Antwort geben. Zuvor kann es sein, dass ein erhöhter HCG-Wert vorliegt.

Zu den eher unsicheren Anzeichen gehören zudem ein übergroßer Bauchumfang oder eine erhöhter Fundusstand (oberer Rand der Gebärmutter). Da zu diesen Zeitpunkten aber eine sichere Untersuchung möglich ist, können erst die Aufzeichnungen von mehreren Herztönen unterschiedlicher Frequenz oder der Nachweis von mindestens zwei Feten in der Sonographie endgültig die Mehrlingsschwangerschaft bestätigen.

 

Dreifache Belastung – mögliche Schwangerschaftsbeschwerden

Drillingsschwangerschaften werden von Ärzten in der Regel immer als Risikoschwangerschaften eingestuft. Sie birgt eigentlich immer höhere Belastung und größere Gefahren für Mutter und Kinder als bei Einzelschwangerschaften.

Da das Hormon HCG meist stärker ausgeschüttet wird, leiden Schwangere mit Drillingen häufiger unter Erbrechen. Durch zusätzliches Gewicht bekommen Frauen dabei vermehrt Rückenschmerzen und Darmbeschwerden. Neben Schlaflosigkeit und erhötem Blutdruck nehmen werdende Mütter von Drillingen wesentlich früher und zudem mehr Gewicht zu.

Dies sind allerdings nur die harmlosen Nebenwirkungen der Mehrlingsschwangerschaft. Das größte Risiko besteht in der erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt. Da der Platz im Mamabauch begrenzt ist, kommt es bei Mehrlingsschwangerschaften sehr häufig zu Frühgeburten. Ab der 24. Woche gelten Ungeborene als überlebensfähig. Auch sind die Kinder häufig von Entwicklungsverzögerungen betroffen, da sie zu wenig Platz im Bauch hatten, um sich ausreichend zu entfalten.

Während der Schwangerschaft kann die Frau vermehrte Blutungen haben, vorzeitig Wehen bekommen und nur selten eine natürliche Geburt erleben. In der Regel gilt, umso mehr Kinder Du erwartest, desto kürzer ist der Verlauf der Schwangerschaft, die mit einem Kaiserschnitt endet.

 

Mehrlingsgeburten müssen in Krankenhäusern stattfinden

Da eine Mehrlingsgeburt (egal ob bei Zwillingen oder Achtlingen) als ein Risiko gilt, sind die Geburten in einer Klinik auszutragen. Hierbei gibt es mehrere mögliche Komplikationen, die schnell versorgt werden müssen. Es spielen die Faktoren, ob jedes Kind seinen eigenen Mutterkuchen hat oder ob sich die Kinder sogar eine Fruchthöhle teilen besonders große Rollen.

Umso mehr die Kinder eigenständig besitzen, desto höher ist die Chance für eine unkompliziertere Geburt und stärker entwickelte Babys. Teilen sich die Kinder eine Plazenta wird meist ein Kind besser versorgt. Der Mutterkuchen ist hier also der entscheidende Punkt. Da zweieiige Zwillinge jeweils ihre eigene Plazenta haben, haben diese meist die besseren Chancen auf eine gesunde Entwicklung während der Schwangerschaft. Bei eineiigen Zwillingen beispielsweise, bei denen sich die Eizelle sehr früh teilt, können sie auch noch ihre eigenen Plazentas haben – ist in der Regel aber die seltene Ausnahme. Teilt sie sich etwas später, haben die Babys meist eine Plazenta. Teilt sie sich noch später haben sie oft sogar nur eine Fruchthöhle. Dies stellt besonders für die Geburt eine größere Gefahr da. Trennt sich die Eizelle erst ganz spät, ist die Wahrscheinlichkeit auf siamesische Kinder, bei denen Körperteile aneinanderwachsen, sehr groß.

 

Unumgehbarer Kaiserschnitt?

Bei Zwillingen kann eine natürliche Geburt stattfinden. Hier spielt die Ausgangslage der Kinder die entscheidende Rolle. Man kann auf natürliche Weise entbinden, wenn das erste mit dem Kopf nach unten liegt und nicht wesentlich kleiner als das zweite Baby ist.

Bei Drillingen allerdings ist eine natürliche Geburt kaum möglich. Da es häufig zu Frühgeburten kommt, liegen die Kinder nicht in der richtigen Lage, Reihenfolge oder die Mutter würde keine drei Geburten hintereinander überstehen. Durchschnittlich kommen Drillinge zwischen der 30. und 32. Schwangerschaftswoche zur Welt.

 

Rekorde im Kinderkriegen

2009 brachte Natalie Suleman in den USA durch eine Mehrfach-Befruchtung acht Kinder zur Welt. Sechs Jungs und zwei Mädchen, die sich bis heute normal und gesund entwickeln.

In Deutschland wurden 2008 Sechslinge in Berlin geboren. Roksana Temiz schenkte vier Mädchen und zwei Jungen an einem Tag ihr Leben. Ärzte sprechen damals von einem medizinischen Wunder, das es so noch nie in Deutschland gab. Mit Hilfe von 26 Personen  (2 Anästhesisten, 2 Anästhesie-Pflegern, 3 Operateuren, eine instrumentierende Schwester, 6 Hebammen, 6 Neonatologen und 6 neonatologische Schwestern) gelang es Roksana und ihrem Mann sechs gesunde Kinder auf die Welt zu bringen. Innerhalb von 3 Minuten holte das Krankenhausteam ein Kind nach dem anderen und versorgten Mutter und Kinder rundum. Nach drei Monaten konnte die nun 9-köpfige Familie das Krankenhaus verlassen.

 

Babyerstausstattung

Die Erstausstattung für Babys ist bei einem Kind bereits sehr kostenintensiv. Braucht man alles gleich dreimal können die Anschaffungskosten schon mal in die Höhe schießen. Mit ein paar Tipps und Tricks kannst Du die Kosten aber dennoch eingrenzen, um nicht ins völlige Chaos zu geraten.

Kinderwagen, Babybetten, Autositze und Windeln werden zunächst besonders ins Gewicht fallen. Aber einmal angeschafft lassen sich viele Dinge auch wiederverkaufen.

Lese hier alles über Windeln und schaue, ob Mehrwegwindeln für Dich und Deine Kinder in Frage kommen. Damit sparst Du auf Dauer viel Geld.

 

Es muss nicht alles neu sein! Kleidung kann wunderbar in Secondhand-Läden, beim Kleidermarkt, auf Flohmärkten oder bei Ebay gebraucht gekauft werden. Da Babys recht schnell wachsen, wurden viele der Kleidungsstücke kaum getragen.

Inzwischen gibt es häufig Flohmärkte oder Bazare, die auf Baby- und Kinderausstattungen ausgerichtet sind. Hier lässt sich sicherlich das ein oder andere Schnäppchen machen. Mache dir auch immer bewusst, dass ein Baby nicht unbedingt ein perfekt durchgestyltes Zimmer braucht. Neugeborene schlafen in der ersten Zeit sowieso bei den Eltern. Fürs Spielen reicht oftmals eine Krabbeldecke. Später kann Dir, besonders mit Drillingen, ein Laufstall echte Abhilfe schaffen. Den Laufstall-Test findest Du hier.

 

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Über Sabine Engels

Die 4-fache Mutter ist eine echte Expertin auf dem Gebiet Muttersein und unterstützt unsere Leserinnen regelmäßig mit hilfreichen Tipps und Infos. Einmal die Woche nimmt sie sich die Zeit, um mit ihrem Mann Salsa tanzen zu gehen. Aber ihr Highlight ist der jährliche Sommerurlaub in Spanien mit der ganzen Familie.

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