Erbrechen in der Schwangerschaft: Was tun?

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Viele schwangere Frauen leiden unter Übelkeit und Erbrechen. Meist legt sich das Erbrechen in der Schwangerschaft nach den ersten drei Monaten. Manche Schwangere leiden oftmals sehr stark unter dem Erbrechen. In den meisten Fällen ist Erbrechen in der Schwangerschaft natürlich und mit viel Trinken und einer ausgewogenen Ernährung kein Grund zur Sorge. Doch muss eine Frau sich sehr häufig übergeben, kann sie unter Hyperemesis Gravidarum leiden. Diese Sorte von Schwangerschaftserbrechen ist sehr gefährlich für Mutter und Kind. Hyperemesis Gravidarum äußert sich dadurch, dass sich die Schwangere mehr als 3-5 Mal täglich erbricht. Sie verliert beständig an Gewicht und ihr Erbrochenes kann Blut enthalten oder aussehen wie Kaffeesatz. Zudem verliert sie auch viel mehr Flüssigkeit, als sie bei sich behalten kann.

Was ist Hyperemesis Gravidarum?

Gerade mal zwei Prozent aller schwangeren Frauen leiden unter Hyperemesis Gravidarum. Gründe für das häufige Erbrechen in der Schwangerschaft sind noch unklar. Allerdings geht man davon aus, dass der Grund dafür eine Mageninfektion mit Helicobacter pylori sein könnte. Auch ein zu hoher Spiegel an Östrogene oder wenn die Frau sehr sensibel auf das Hormon hCG reagiert, welches nur in der Schwangerschaft freigesetzt wird, werden als Auslöser genannt. Oftmals habe viele Schwangere zu der Zeit auch einen hohen Wert an Tyroxin (Schilddrüsenhormon). Weswegen einige Forscher hierbei einen Zusammenhang zwischen hCG, dem hohen Wert an Tryoxin, sowie einer Störung bei der Plazenta erforschen. Daher würde sich folgender Grund für das häufige Schwangerschaftserbrechen ergeben: Wird die Gebärmutter in der Frühschwangerschaft nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, produziert der weibliche Körper viel mehr hCG, woraufhin die Schwangere unter sehr starken Erbrechen leiden. Hat die werdende Mutter einen sehr hohen Tryoxin-Wert oder reagiert ihr Körper aufgrund der Schwangerschaft über, kann es auch zu Hyperemesis Gravidarum kommen.

Gefahren von häufigen Erbrechen in der Schwangerschaft

Durch häufiges Erbrechen verliert die Frau in der Schwangerschaft Flüssigkeit, daher kann es zu Austrocknung kommen. Dadurch wiederum Bluthochdruck, Herzrasen, Nierenprobleme und Thrombose. Zudem kann auch die Speiseröhre Risse davon tragen oder das Nervensystem geschädigt werden. Leidet die Frau auch nach dem ersten Drittel der Schwangerschaft an häufigen Erbrechen (Hyperemesis Gravidarum) kann das Risiko einer Präeklampsie steigen. Wird zudem das Blut aufgrund der mangelhaften Ernährung übersäuert und wird es nicht rechtzeitig behandelt, so kann dies sogar gefährlich für das Baby werden. Behandelt wird die Hyperemesis Gravidarum mit Infusionen, um das Risiko gering zu halten. Dadurch kann das Baby früher als erwartet oder auch leichter kommen, aber es wurden keine Folgen für das Neugeborene festgestellt. Doch trotz dessen werden schwangere Frauen, die häufig erbrechen, sehr gründlich von ihrem Frauenarzt beobachtet. Dabei kommen nicht nur Blutdruckmessungen, sondern auch Doppler-Ultraschalle zur Anwendung. So kann sichergestellt werden, dass das Baby sich ungestört weiterentwickelt.

Hausmittel Erbrechen in der Schwangerschaft

Ingwer hilft bei vielen Frauen sowohl gegen Übelkeit als auch gegen Erbrechen. Als Kapseln (4 x 250 mg täglich) oder als Sirup (4 x 1 EL täglich) kann es mehrmals täglich eingenommen werden. Allerdings kann Ingwer sich auf den Magen schlagen und zu Sodbrennen führen. Da es allerdings keinen Einfluss auf das Baby nimmt und die meisten werdenden Mamas es sehr gut vertragen, schlagen Ärzte immer wieder Ingwer mit Vitamin B6 zur Behandlung vor. Sofern es sich um gewöhnliches Erbrechen handelt, hilft es auch die Essgewohnheiten umzustellen. Essen Sie daher statt großen Mahlzeiten lieber viele kleine Snacks, die reich an Kohlenhydraten sind. Allerdings sollten Sie auf fetthaltige sowie eiweißarme Lebensmittel achten und die Zufuhr davon einschränken. Trinken Sie viel, denn beim Erbrechen verlieren Sie viel Flüssigkeit. Stille Getränke und vor allem Pfefferminz- und Kamillentee beruhigen Ihren Magen. Oftmals kann auch eine warme Hühnerbrühe Kraft geben und sättigen bis die Übelkeit wieder vergangen ist.

Was hilft bei Erbrechen in der Schwangerschaft?

Einige Frauen, die unter Erbrechen in der Schwangerschaft leiden, greifen auch auf Akupressur oder Akupunktur zurück. Auch Yoga oder Shiatsu können die Beschwerden lindern. Doch achten Sie darauf, dass der Anbieter über Kenntnisse mit Schwangeren verfügt und lassen Sie sich Zertifikate zeigen. Fragen Sie auch ruhig Ihre Hebamme. Die meisten Hebammen bieten verschiedene Leistungen an, die dabei helfen Schwangerschaftsbeschwerden zu lindern.

Foto: Lopolo / bigstockphoto.com

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