Fieber in der Schwangerschaft: Ist Dein Baby in Gefahr?

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Fieber in der Schwangerschaft ist an sich nicht unbedingt etwas Schlimmes. Obwohl viele Menschen mit dem Anstieg der Körpertemperatur meist etwas Negatives assoziieren, handelt es sich beim Fieber keineswegs um eine eigenständige Erkrankung.

Vielmehr macht Dein Körper Dir deutlich, dass sich in Deinem Organismus gerade etwas abspielt bzw. dass das Immunsystem auf Hochtouren läuft. So reagiert der Körper möglicherweise auf eine Infektion bzw. er ist damit beschäftigt, Krankheiten abzuwehren.

Fieber in der Schwangerschaft – oft ein Alarmsignal

Fieber in der Schwangerschaft ist meist ein Indiz dafür, dass die Stoffwechselvorgänge jetzt buchstäblich auf Hochtouren laufen, um eine Erkältung in der Schwangerschaft anzugehen bzw. die damit einhergehenden Symptome zu lindern. Insofern ist Fieber in der Schwangerschaft etwas durchaus Gutes.

Andererseits kann Fieber jedoch in der Schwangerschaft sehr wohl auch ein Risiko sein. Mit jedem Grad Celsius, um das sich Deine Körpertemperatur erhöht, wird die Stoffwechselaktivität um 12 Prozent gesteigert. Das bedeutet Stress für den weiblichen Körper – gerade während einer Schwangerschaft.

Ab wann ist Fieber gefährlich?

Ab wann Fieber gefährlich ist, hängt in erster Linie von der körperlichen Konstitution der werdenden Mutter ab. Schon eine 12-prozentige Beschleunigung der Stoffwechseltätigkeit geht mit einer Steigerung der Herzfrequenz um bis zu 15 Schläge in der Minute einher. Für manche Betroffene ist das extrem belastend.

Aber nicht nur für die Schwangere stellt eine solche Entwicklung ein gewisses Risiko dar. Vielmehr ist Fieber in der Schwangerschaft auch für das ungeborene Baby eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Ab wann Fieber gefährlich ist, was Du tun und ob Du Fieber in der Schwangerschaft sogar vorbeugen kannst – das erfährst Du in diesem Ratgeber.

Ab wann ist Fieber in der Schwangerschaft riskant?

Was ist Fieber und ab wann ist Fieber für werdende Mütter gefährlich? Generell birgt Fieber für Schwangere sowie für das Ungeborene ein gewisses gesundheitliches Risiko. Vor allem, wenn Fieber in der Schwangerschaft mit Schüttelfrost sowie mit Erschöpfungszuständen sowie mit Kopf- und Gliederschmerzen verbunden ist.

Je nach körperlicher Konstitution und mit Blick auf die individuelle Körpertemperatur werden bei einer Erkältung in der Schwangerschaft drei grundsätzliche Fieber-Kategorien unterschieden:

  • Die leicht erhöhte bzw. subfebrile Temperatur: bis maximal 37,8 Grad Celsius
  • Mäßig bis erhöhtes Fieber: zwischen 37,9 und 38,4 Grad Celsius
  • Hohes Fieber: mehr als 38,5 Grad Celsius

Die Ursachen für Fieber in der Schwangerschaft können verschiedenartiger Natur sein. So kann bereits bei einer Erkältung in der Schwangerschaft Fieber in der Schwangerschaft hervorrufen.

Ist ein grippaler Infekt von Dauer, kann das ebenfalls mit einer zum Teil stark erhöhten Körpertemperatur einhergehen. Insbesondere bei Masern oder Scharlach, bei einer Lungenentzündung, als Reaktion auf eine vorangegangene Impfung ist Fieber in der Schwangerschaft oftmals die Folge.

Was tun, wenn ein grippaler Infekt von Dauer ist?

Ab wann Fieber für werdende Mütter und ihr ungeborenes Kind eine Gefahr darstellt? Diese Frage stellen sich viele Frauen, bei denen ein grippaler Infekt bereits von Dauer ist bzw. die an einer Erkältung in der Schwangerschaft erkrankt sind. Experten warnen, dass sehr hohes Fieber in der Schwangerschaft extrem gefährlich sein kann.

So könnten daraus im schlimmsten Fall sogar Fehlbildungen im ZNS (Zentralnervensystem) des Kindes entstehen. Deshalb ist bei stark erhöhtem Fieber in der Schwangerschaft höchste Vorsicht geboten.

Ab wann Fieber gefährlich sein könnte

Leichtes Fieber in der Schwangerschaft ist im Allgemeinen nichts Ungewöhnliches. So ist es durchaus denkbar, dass im Rahmen einer Erkältung während der Schwangerschaft kurzzeitig eine erhöhte Temperatur gemessen wird.

Leichtes Fieber in der Schwangerschaft, bei dem die Körpertemperatur weniger als 38,5 Grad Celsius beträgt, ist dabei kein Grund zur Besorgnis. Auch für das ungeborene Baby besteht unter diesen Gegebenheiten keine Gefahr.

Du solltest die Symptome bzw. Dein körperliches Wohlergehen aber unbedingt im Auge behalten. Verschlechtert sich Dein Zustand, solltest Du in Alarmbereitschaft sein.

Hinweis

Schon bei geringfügig erhöhter Temperatur solltest Du Dich schonen und Achtsamkeit üben. Halte Deine Körpertemperatur möglichst kontinuierlich im Blick. Bei Fragen wendest Du Dich am besten an die Hebamme oder den Arzt Deines Vertrauens, um auf Nummer sicher zu gehen.

Ganz anders sieht es hingegen aus, wenn beispielsweise ein grippaler Infekt von Dauer und das Fieber in der Schwangerschaft bereits stark erhöht ist. Dein Baby ist dann in akuter Gefahr, weil dadurch gegebenenfalls vorzeitige Wehen ausgelöst werden könnten. Eine Frühgeburt wäre im schlimmsten Fall die Folge.

Ab einer Körpertemperatur von mehr als 38,5 Grad Celsius reicht die Anwendung von kalten Umschlägen oder ähnlichen Hausmitteln nicht mehr aus. Der Gang zum Arzt ist unter diesen Umständen aus Sicherheitsgründen unausweichlich. Er wird Dir fiebersenkende Präparate verschreiben sowie gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen.

Achtung

Vor allem dann, wenn Du bereits im frühen Stadium Deiner Schwangerschaft Fieber hast, ist Vorsicht angesagt. So haben Experten herausgefunden, dass eine stark erhöhte Körpertemperatur bzw. länger andauerndes Fieber in der Frühschwangerschaft zu Herzrasen und einer damit verbundenen Hypoglykämie führen kann. Dabei handelt es sich um einen starken Erschöpfungszustand.

Die Energiereserven sind praktisch aufgebraucht, was sich insgesamt nachteilig auf Mutter und Kind auswirken kann. Ebenso besorgniserregend ist die Tatsache, dass es sogar zu embryonalen Fehlbildungen kommen könnte, sofern keine rechtzeitige Behandlung beim schweren Fieber in der Schwangerschaft erfolgt.

Gesetzt den Fall, dass Dein Gynäkologe nicht erreichbar ist, wenn Du seine Hilfe benötigst, ist es unabdingbar, dass Du statt dessen die Notfallstation des lokalen Krankenhauses aufsuchst. Generell ist in größeren Städten für werdende Mütter an den Wochenenden eine Notfallambulanz „für den Fall der Fälle“ eingerichtet.

Erkältung in der Schwangerschaft oder grippaler Infekt?

Häufig werden Grippe- mit Erkältungssymptomen verwechselt. Dabei macht sich ein grippaler Infekt auf Dauer eher schleichend bemerkbar. Sobald Du ein leichtes Kratzen im Hals verspürst, Dich etwas schwach fühlst und wenn die Nase läuft, könnten das bereits die ersten Anzeichen für einen grippalen Infekt sein.

Bei der echten und weitaus gefährlicheren Grippe treten die Symptome hingegen quasi „über Nacht“ auf. Hohes Fieber, Erschöpfungszustände, Kopf- und Gliederschmerzen und ein heftiges Unwohlsein zählen zu den typischen Anzeichen einer Grippe.

Das Immunsystem werdender Mütter ist geschwächt. Daher setzt Schwangeren eine Grippe meist ganz besonders zu, weil ihr Körper mit teils heftigen immonologischen und auch physiologischen Veränderungen zu kämpfen hat.

Zugleich ist das weibliche Immunsystem allerdings voll und ganz mit dem Schutz des ungeborenen Babys im Mutterleib befasst. Bedingt dadurch fühlen sich werdende Mamis bei einer Grippe noch schwächer und haben noch weniger Energie, als es bereits bei nicht Schwangeren der Fall ist, die unter einem grippalen Infekt leiden.

Tipp

Generell sind schwangere Frauen anfälliger für eine Grippeerkrankung und sollten daher in besonderem Maße auf sich achten.

Das solltest Du bei Fieber in der Schwangerschaft tun

Schone Dich und gönne Dir Ruhe und Erholung. Denn nur so hat Dein Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren. Gleichzeitig ist Ruhe jetzt auch das Beste für Deinen ungeborenen Schatz.

Wichtig ist, dass Du viel schläfst. Durch die mit dem Fieber in der Schwangerschaft oftmals einhergehenden. Erschöpfungszustände ist Dein Energiereservoir nur noch minimal gefüllt. Höre auf diese Signale Deines Körpers und schlafe viel.

Schlafen ist bekanntlich die beste Medizin. Meist sind die Symptome schon am nächsten oder übernächsten Tag abgeklungen. Eine schwere Grippe kann hingegen etwa sieben und zehn Tage lang dauern.

Weil Du durch das Fieber in der Schwangerschaft schwitzt, verliert Dein Körper Flüssigkeit. Dieses Defizit musst Du durch die Aufnahme von Flüssigkeit ausgleichen. Am besten, Du trinkst ungesüßte Tees, Mineral- oder Leitungswasser.

Die ideale Menge beträgt etwa zwei bis drei Liter. Durch die Flüssigkeitszufuhr verbesserst Du den Elektrolythaushalt, sodass Du Dich sicherlich schon bald wieder besser fühlen wirst. Auch wenn Du beim Fieber in der Schwangerschaft womöglich nur wenig Appetit verspürst – leichte Kost ist jetzt wichtig.

Verzichte allerdings auf protein- und fetthaltige Nahrungsmittel, sondern greife möglichst nur zu Obst und Gemüse sowie zu Dinkelbrot oder Zwieback. Kühle Umschläge und Wadenwickel sind ein bewährtes Hausmittel, um das Fieber in der Schwangerschaft ein wenig zu senken. Auch ein Bad in körperwarmem Wasser ist erfahrungsgemäß sehr wohltuend.

Lässt das Fieber selbst nach mehreren Tagen nicht nach, solltest Du Deinen Arzt fragen, ab wann Fieber für Dich und Dein Kind ein Risikofaktor ist und was Du sonst noch gegen das Fieber in der Schwangerschaft unternehmen kannst.

Wie kannst Du Fieber in der Schwangerschaft vorbeugen?

Es ist im Allgemeinen sehr schwer, einer Erkältung oder einem grippalen Infekt vorzubeugen. Liegt eine Grippewelle „in der Luft“, werden die Bakterien meist durch Tröpfchen übertragen. In größeren Menschenmengen Personen aus dem Weg zu gehen, die gerade einen Husten- oder Niesanfall haben, ist schwierig.

Ebenso diffizil ist es zu verhindern, nicht mit Gegenständen in Berührung zu kommen, die bereits mit Keimen und Krankheitserregern benetzt sind. Einkaufswagen in Supermärkten, Halterungen in öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch die Türklinken etc. in den eigenen vier Wänden „wimmeln“ meist nur so vor Bakterien.

Weil das Immunsystem schwangerer Frauen ohnehin geschwächt ist, sind werdende Mütter generell anfälliger für Erkältungen und grippale Infekte. Du hast aber die Möglichkeit, eine Grippeimpfung durchführen zu lassen. Diese wird von erfahrenen Medizinern sogar empfohlen, weil damit sogar die Abwehrkräfte Deines kleinen „Untermieters“ gestärkt werden.

Eine gute körperliche Konstitution erleichtert die Abwehr von „Krankmachern“. Deshalb solltest Du bereits vor Deiner Schwangerschaft darauf achten, Sport zu treiben, Dich gesund zu ernähren und viel zu trinken. Damit tust Du Deinem Körper kurz- und langfristig etwas Gutes – und kannst daher dem Risiko, an Fieber in der Schwangerschaft zu erkranken, weitgehend aus dem Weg gehen.

Trotz aller vorbeugender Maßnahmen gelingt es nicht immer, während der gesamten Schwangerschaft erkältungs- bzw. grippefrei zu bleiben. Sollten die Symptome allerdings zu lästig oder schwerwiegend sein, kannst Du auf Paracetamol zurückgreifen.

Dieses Präparat wirkt Fieber senkend. Es ist nicht schädlich für das ungeborene Baby im Mutterleib, sollte aber dennoch nur in Ausnahmefällen eingenommen werden. Und das auch nur nach Rücksprache mit dem Arzt Deines Vertrauens.

Fieber nach der Schwangerschaft – das solltest Du wissen

Viele frisch gebackene Mütter leiden nach der Niederkunft unter dem so genannten Kindbettfieber. Gründe dafür können Wundheilungsstörungen oder Brustentzündungen sein. Auch ein Milchstau ist mitunter ein Auslöser für eine stark erhöhte Körpertemperatur nach der Geburt eines Kindes.

Das Immunsystem ist nach wie vor geschwächt, sodass die Strapazen einer Geburt – sowohl die mentalen, als auch die körperlichen Belastungen – zu starkem Fieber im Wochenbett führen könnten.

Fazit

Fieber ist im Allgemeinen nichts Schlechtes. Es ist ein Signal des menschlichen Körpers dafür, dass der Organismus gerade mit etwas zu „kämpfen“ hat. Leichtes Fieber stellt normalerweise keine Gefahr dar, bei hohem Fieber in der Schwangerschaft ist allerdings sehr wohl Alarmbereitschaft angesagt.

Ab wann Fieber für Mutter und Kind gefährlich sein kann bzw. ab wann das Fieber ein Anlass dafür ist, unverzüglich den Arzt aufzusuchen, ist meist einzelfallabhängig. Je nach körperlicher Konstitution sowie mit Blick darauf, ob gegebenenfalls weitere Symptome erkennbar ist, macht es Sinn, ärztlichen Rat einzuholen, wenn hohes Fieber in der Schwangerschaft auftritt.

Quellen

https://www.erkaeltungs-ratgeber.de/grippe/schwangerschaft

https://www.erkaeltungs-ratgeber.de/erkaeltung/schwangerschaft

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