Geburtstermin berechnen: Wann kommt mein Baby zur Welt?

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Du bist schwanger und möchtest wissen, wann Dein Baby zur Welt kommt? Wir zeigen Dir, wie du ganz einfach den Geburtstermin berechnen kannst. Außerdem erklären wir Dir, warum es so wichtig ist, den Zeitpunkt der Geburt zu kennen und welche Gründe es für eine verkürzte oder verlängerte Geburt gibt. Alle wichtigen Infos und Antworten auf wichtige Fragen erhältst Du hier.

Wenn Du wissen möchtest, wann Dein Kind zur Welt kommt, hast Du mehrere Möglichkeiten den Geburtstermin zu berechnen. Du kannst ganz einfach unseren Geburtsterminrechner benutzen, indem Du den ersten Tag Deiner letzten Periode und die Länge Deines Zyklus eingibst:

Du kannst den Geburtstermin aber auch vom Frauenarzt oder der Hebamme berechnen lassen. Es gibt viele wichtige Gründe, die dafür sprechen, den Geburtstermin rechtzeitig zu berechnen. Du wirst Dich zum Beispiel viel besser und entspannter auf die Geburt Deines Babys vorbereiten können. Doch auch wenn es um die Elternzeit und den Mutterschutz geht, solltest Du den genauen Geburtstermin kennen. Wir erklären dir ausführlich, warum Du den Geburtstermin berechnen solltest und aus welchen Gründen Dein Baby früher oder später zur Welt kommen könnte. Bei uns bekommst Du Antworten auf alle wichtigen Fragen rund ums Thema „Geburtstermin berechnen“.

Wie berechne ich den Geburtstermin?

Wenn Du Dich optimal auf die Geburt Deines Kindes vorbereiten möchtest, solltest Du auch den Geburtstermin berechnen. Die Berechnung gehört zu den wichtigsten Schritten nach einem positiven Schwangerschaftstest und dient als Orientierungshilfe für die kindliche Entwicklung.

Geburtsterminrechner

So rechnet der Geburtsterminrechner: Eine durchschnittliche Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Die Schwangerschaft beginnt am ersten Tag der letzten Monatsblutung. Nach dieser Methode rechnen auch Ärzte und Hebammen.

So funktioniert der Geburtsrechner

Du gibst den ersten Tag Deiner letzten Periode in den Rechner ein. Klicke anschließend auf „Jetzt berechnen“, um das Ergebnis anzuzeigen. Der Geburtsterminrechner ersetzt aber natürlich nicht den Gang zum Arzt.

Errechneter Termin als Anhaltspunkt

Der errechnete Termin (ET) ist der Tag mit der größten Geburts-Wahrscheinlichkeit. Doch nur etwa 4 % aller Babys werden wirklich an diesem Tag geboren. Die meisten erblicken zwei Wochen davor oder danach das Licht der Welt. Dieser Zeitraum zählt somit ebenso zum errechneten Termin.

Geburtstermin berechnen beim Frauenarzt

Frauenärzte verwenden im Normalfall keinen Rechner, um den Geburtstermin zu berechnen. Sie ermitteln die Werte entweder nach der sogenannten „Naegel’schen Regel“ oder mit einem Gravidarium. Dabei handelt es sich um eine Art Schwangerschaftsrechner.

Den Geburtstermin berechnest Du nach der Naegel‘schen Regel bei einer normalen Zykluslänge von 28 Tagen folgendermaßen:

Erster Tag der letzten Regelblutung + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr

Beispiel:
Erster Tag der letzten Periode: 06.07.2020
+ 7 Tage: 13.07.2020
–  3 Monate: 13.04.2021

Bei einer längeren Zyklusdauer zählt man die Abweichung in Tagen zu 28 dazu, bei einer kürzeren zieht man diese ab: Erster Tag der letzten Regelblutung + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr +/-Abweichung in Tagen zu 28.

Geburtstermin berechnen bei Zwillingen oder Mehrlingen

Für Zwillinge oder Mehrlinge gibt es wird der Platz im Bauch automatisch weniger, deshalb kommen sie meist etwas früher auf die Welt. Wenn Du den Geburtsterminrechner benutzt, solltest Du deshalb etwas zurückrechnen. Im Normalfall werden Zwillinge oder Mehrlinge zwischen der 37. Und 38. SSW geboren.

Geburtstermin berechnen nach künstlicher Befruchtung

Wenn Du den Geburtstermin Deines Babys nach einer künstlichen Befruchtung berechnen möchtest, solltest Du die sogenannte Konzeptionsmethode anwenden. Bei dieser wird nicht der erste Tag der letzten Periode berücksichtigt, sondern der tatsächliche Empfängniszeitpunkt. Bei einer herkömmlichen Befruchtung kennt man diesen natürlich nicht genau. Bei einer künstlichen Befruchtung ist der Tag jedoch bekannt, weshalb diese Methode angewendet werden kann:

Konzeptionstermin – 3 Monate – 7 Tage + 1 Jahr.

Darum solltest Du den Geburtstermin Deines Babys kennen

Natürlich bist Du neugierig, wann Dein Kind zur Welt kommt. Es gibt aber gute Gründe, warum Du den Geburtstermin kennen solltest. Wir haben die wichtigsten für Dich zusammengestellt.

1. Beruhigung

Nicht nur beim ersten Kind, sondern auch generell ist eine Schwangerschaft eine wahnsinnig aufregende Sache. Deshalb möchtest Du sicher diese Zeit so ruhig und gelassen wie möglich verbringen. Wenn Du den Geburtstermin vorab schon ungefähr kennst, kannst Du viel entspannter damit umgehen.

2. Vorbereitung

Wenn Du den Geburtstermin berechnen kannst, hast Du auch die Möglichkeit, Dich gut auf die Geburt vorzubereiten. Du kannst zum Beispiel den Termin für den Geburtsvorbereitungskurs besser planen. Dieser sollte vier Wochen vor der Geburt abgeschlossen sein, deshalb solltest Du damit in der 28. SSW beginnen. Außerdem kannst Du die Kliniktasche für den Krankenhausaufenthalt rechtzeitig packen, was Dir zusätzlich noch ein Gefühl der Sicherheit geben wird.

3. Arbeitgeber und Mutterschutz

Im Mutterschutzgesetzt ist festgelegt, dass werdende Mütter Ihrem Arbeitgeber den Geburtstermin mitteilen sollen, sobald sie diesen kennen. Es besteht aber keine rechtliche Verpflichtung dies sofort zu tun. Aber der Arbeitgeber und auch die Krankenkasse benötigen den Geburtstermin, um die Zeit für den Mutterschutz zu berechnen.

In Deutschland beginnt der Mutterschutz sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Geburt. Bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich der Mutterschutz vor und nach der Geburt (gilt auch für Früh- und Kaiserschnittgeburten) auf 12 Wochen.

Vorsicht:
In manchen Berufen darfst Du während einer Schwangerschaft nicht mehr arbeiten, da es zu gefährlich für das Kind ist. Dein Arbeitgeber muss Dich dann freistellen und einen Ersatz für Dich finden. Deshalb sollte er den Geburtstermin unbedingt zeitnah erfahren.

4. Ermittlung der Elternzeit

Ähnlich verhält es sich mit der Elternzeit, denn auch sie wird vom Tag des Geburtstermins aus berechnet. In der Elternzeit darfst Du zuhause bleiben und dich ganz auf den neuen Alltag mit Deinem Baby konzentrieren. Du erhältst in dieser Zeit vom Staat das entsprechende Elterngeld. Dieses ist nicht mit dem Kindergeld zu verwechseln. Üblicherweise dauert die Elternzeit 12 bis 14 Monate. Sie kann sowohl von der Mutter als auch vom Vater oder von beiden Elternteilen beansprucht werden.

5. Beantragung des Kindergeldes

Ein weiterer guter Grund, den Geburtstermin zu berechnen: Der Anspruch auf Kindergeld besteht ebenfalls ab dem Tag der Geburt des Babys.

6. Beantragung von Sozialleistungen und Hilfen

In Deutschland hast Du die Möglichkeit, einige Sozialleistungen für Dich und Dein Neugeborenes zu beantragen. Hierzu gehört beispielsweise die Baby-Erstausstattung, die im Rahmen von Hartz IV gewährt wird. Auch für die Beanspruchung dieser Leistungen wird der Geburtstermin zugrunde gelegt.

7. Anmeldung in der Klinik oder im Geburtshaus

Du solltest Dich rechtzeitig vor der Geburt in einer Geburtsklinik anmelden. Wenn Du ein Geburtshaus bevorzugst, musst Du das rechtzeitig Deiner Geburtshebamme mitteilen. Damit die Geburtshelfer sich auf den Zeitpunkt der Geburt richtig vorbereiten können, solltest Du den Geburtstermin berechnen und weitergeben.

8. Suche nach einer Hebamme

Eine Hebamme ist sowohl vor der Geburt als auch währenddessen und danach an deiner Seite und unterstützt dich. Im Normalfall übernimmt Deine Krankenkasse die Kosen.  Allerdings wird auch hier ein Zeitrahmen vor und nach der Geburt festgesetzt, sodass der Geburtstermin eine wichtige Rolle spielt.

9. Anmeldung des Kindes beim Standesamt

Der § 18 des Personenstandsgesetzes (PStG) sieht vor, dass Du Dein Baby innerhalb von sieben Tagen nach der Geburt beim Standesamt anmeldest. Dort bekommst Du auch die Geburtsurkunde.

Wie genau ist der errechnete Geburtstermin?

Wie Du Dir wahrscheinlich schon gedacht hast, ist der errechnete Geburtstermin nicht der tatsächliche. Bei der Berechnung des Geburtstermins spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Wenn Du zum Beispiel nicht mehr ganz genau weißt,  wann der erste Tag Deiner letzten Periode war, kann der Geburtstermin abweichen. Häufig ist der Zyklus mal länger oder kürzer. Auch das kann den Geburtstermin beeinflussen.

Außerdem dauert eine Schwangerschaft zwar in der Regel 40 Wochen – einige Kinder lassen sich jedoch etwas mehr Zeit, während andere früher auf die Welt kommen. Auch das ist normal. Du kannst Dich als an dem errechneten Tag orientieren, solltest Dich jedoch nicht zu sehr darauf versteifen.

Ist der angegebene Geburtstermin, wie in unserem Beispiel am 13.04.2021, solltest Du als normalen Zeitraum den 03.04.2021 bis zum 23.04.2021 im Auge behalten. Abweichungen von plus/minus zehn Tagen kommen vor. Wird das Baby jedoch deutlich eher geboren, und zwar vor der Vollendung der 37. SSW, liegt eine Frühgeburt vor.

Gründe für eine kürzere oder längere Schwangerschaft

Es gibt verschiedene Gründe, die den Zeitraum der Schwangerschaft beeinflussen können. Wir zeigen Dir im Folgenden die häufigsten Gründe für eine verkürzte oder längere Schwangerschaft.

Verkürzte Schwangerschaft

  • Termin wurde falsch berechnet 
    Auch wenn es scheinbar nicht schwer ist, den Geburtstermin zu berechnen, kann es zu einem falschen Ergebnis des Termins kommen. Dies geschieht dann, wenn Du falsche Daten eingibst. Es kann passieren, dass Du dich vertippst oder den genauen Termin Deiner letzten Periode nicht mehr weißt. Um vor allem Falschberechnungen durch Tippfehler zu vermeiden, solltest Du die Angaben vorher nochmal prüfen und die Berechnung mehrmals durchführen.
  • Psychische Faktoren
    Wenn es Dir psychisch nicht gut geht, kann sich das nicht nur auf Deine Gesundheit, sondern auch auf die Gesundheit Deines ungeborenen Kindes auswirken. Deshalb ist es in der Schwangerschaft besonders wichtig, dass Du auf Dich achtest. In der Schwangerschaft kommt es oft zu hormonellen Schwankungen, die den Gemütszustand beeinflussen und für ein seelisches Ungleichgewicht sorgen können.

Sorgen um das Kind, um die finanzielle Situation oder um die Beziehung können anderen Stress verstärken. Dies wiederum wirkt sich auf die körperliche Befindlichkeit aus. So ist es beispielsweise erwiesen, dass Menschen, die unter permanentem Stress leiden, anfälliger für Infekte oder Erkrankungen sind. Gerade diese hohe Anfälligkeit für Infekte kann während der Schwangerschaft zu Komplikationen führen, sodass das Baby zu zeitig auf die Welt kommt.  Versuche weitestgehend Stress in der Schwangerschaft zu vermeiden und gönne Dir viel Ruhe, dann kann nichts schiefgehen.

Plazentainsuffizienz 
Die Plazentainsuffizienz ist eine der häufigsten Ursachen für eine Frühgeburt. Der Mutterkuchen, über den das ungeborene Kind versorgt wird, funktioniert bei der Insuffizienz nur noch geringfügig oder überhaupt nicht mehr. Dies kann für das Baby gefährlich werden, sodass das Risiko einer Frühgeburt steigt. Manche Kinder müssen dann sofort auf die Welt geholt werden.

  • Frühzeitige Wehen durch Bakterien 
    Kommt es zu einer bakteriellen Infektion der Geburtswege, kann dies frühzeitige Wehen auslösen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby zu früh zur Welt kommt, ist dann höher.
  • Alkohol-, Drogen- und Nikotinkonsum 
    Wenn Du während der Schwangerschaft Alkohol trinkst, rauchst oder andere Drogen zu dir nimmst, kannst Du Deinem Baby damit großen Schaden zufügen.  Betroffene Babys kommen oft viel zu früh zur Welt und sind meistens schwer erkrankt oder gar behindert. Außerdem kämpfen diese Kinder schon im Mutterleib und verstärkt nach der Geburt mit schlimmen Entzugserscheinungen.
  • Frühgeburt durch verkürzten Gebärmutterhals 
    Ist der Gebärmutterhals verkürzt, kann es passieren, dass sich der Muttermund eher öffnet. Das Baby kommt darum früher zur Welt.

Längere Schwangerschaft

  • Termin wurde falsch berechnet 
    Auch wenn das Baby später als erwartet zur Welt kommt, liegt es meistens einfach daran, dass der Geburtstermin falsch berechnet wurde.
  • Alter der Mutter
    Es ist erwiesen, dass Kinder älterer Mütter später geboren werden als Kinder jüngerer Mütter. Deshalb kann es sein, dass ein Baby einer älteren Mutter einige Tage später zur Welt kommt.
  • Ei hat sich erst spät eingenistet 
    Es kann sein, dass das Ei etwas länger gebraucht hat als normal, um sich in der Gebärmutter einzunisten. Auch dies kann den Geburtstermin nach hinten verschieben und stellt keine Gefahr für das Baby dar.

Ruhe und Entspannung bis zur Geburt

Der häufigste Grund, warum ein Baby vor oder nach dem errechneten Geburtstermin auf die Welt kommt, ist tatsächlich die falsche Berechnung. Es ist auch nicht unüblich, dass sich ein Kind etwas mehr Zeit lässt. Du musst Dir also nicht unnötig Sorgen machen. Falls Du doch plötzlich Beschwerden haben solltest, zögere nicht einen Arzt aufzusuchen. Sicher ist sicher. Es ist wichtig, dass du regelmäßig Arzttermine wahrnimmst und dir genügend Ruhe und Entspannung gönnst.

Die wichtigsten Fragen zum Geburtstermin

Quellen:

Markus Vieten: Handbuch für die Hebamme: von Hebammen für Hebammen. Thieme Verlag, 2000.

Brigitte Holzgreve: 300 Fragen zur Schwangerschaft. Gräfe und Unzer, 2012.

Ulrich Drews: Taschenatlas der Embryologie. Thieme Verlag, 2006.

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