Haare färben in der Stillzeit: Erlaubt oder No-Go?

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Wenn Du über das Haare färben in der Stillzeit nachdenkst, hast Du bestimmt schon oft gehört, dass Dein Baby davon Schaden nehmen kann. Viele Mamas machen sich Sorgen, wenn sie ihren Haaransatz nachfärben wollen oder gleich eine ganz neue Farbe auf den Kopf soll. Dabei hast Du doch mit dem Haare färben in der Schwangerschaft extra lange gewartet, weil Du Dein Baby nicht gefährden wolltest.

Ob Du Dir die Haare in der Stillzeit färben darfst oder nicht, erfährst Du hier.

So wird die Muttermilch beeinflusst

Wenn Du stillst, erhält Dein Baby einen Teil oder seine komplette Nahrung sowie Flüssigkeit über die Muttermilch, die Du produzierst. In der Regel passt der Körper die Zusammensetzung der Milch immer so an, dass Dein Kind genau die Nährstoffe erhält, die es in jeder Entwicklungsphase braucht.

Ernährst Du Dich reichhaltig und gesund, wird die Muttermilch kalorischer sein, als wenn Du krank bist oder gar eine Diät machst. Aber nicht nur, was Du isst, auch was Du sonst zu Dir nimmst, geht in die Muttermilch über.

Nicht nur deshalb wird stillenden Müttern stets geraten, keinen Alkohol zu trinken. Doch was ist mit Stoffen, die über die Haut in den Körper gelangen?

In der Tat ist es so, dass viele Stoffe über die Haut in den Blutkreislauf gelangen und dort weitere Auswirkungen haben können. Vergiftungen über die Haut sind tatsächlich möglich, wenn die Kontaktstoffe entsprechend schädlich sind.

Damit ist klar: Als stillende Mama gelangt auch alles, was von Deiner Haut aufgenommen wird, zumindest zu kleinen Teilen in die Muttermilch. Diese wird dann von Deinem Baby getrunken. Doch gibt es beim Haare färben in der Stillzeit und beim Haare blondieren in der Stillzeit Stoffe, die gefährlich sein können?

Ist Haare färben in der Stillzeit schädlich?

Viele stillende Mütter fragen sich, ob in Haarfarbe oder Blondierung gefährliche Stoffe stecken und ob es Studien zum Haare färben in der Stillzeit gibt. Die gute Nachricht: Zu großen Teilen können Experten in Fragen der Gefährlichkeit Entwarnung geben.

Verwendest Du in Deutschland erhältliche Produkte, kannst Du sicher sein, dass in ihnen keine gefährlichen Substanzen enthalten sind. Seit 2006 sind krankmachende Stoffe in Haarfarben verboten.

Und auch das Bundesinstitut für Risikobewertung ist 2009 zu dem Schluss gekommen, dass von üblichen Haarfärbemitteln keine Gefahr für Mutter und Kind ausgeht – weder beim Haare färben in der Schwangerschaft, noch beim Haare färben in der Stillzeit. Denn die Menge der Chemikalien, die durch das Färben ins Blut gelangen, fällt sehr gering aus.

Beim Haare blondieren wird der Schopf wesentlich aggressiveren Mitteln als bei der Haarfarbe ausgesetzt. Wasserstoffperoxid und Ammoniak sind nötig, um die Schuppenschicht des einzelnen Haares aufzurauen und die natürliche Farbe aufzuhellen. Das Haare blondieren ist nicht nur eine größere Strapaze als das Haare färben in der Stillzeit. Eine Blondierung kann auch die Kopfhaut stärker belasten.

Löst Haare färben in der Stillzeit Allergien aus?

Vielleicht hat Deine Kopfhaut nach einer Haarfarbe oder Blondierung schon einmal unangenehm gejuckt. Im schlimmsten Fall bleibt die Haut längere Zeit gerötet oder es entstehen Pusteln.

So zeigt sie, dass sie einen oder mehrere Inhaltsstoffe Deiner Haarfarbe oder Blondierung nicht verträgt. Hast Du eine Allergie, heißt das nicht, dass auch Dein Kind über die Aufnahme der Muttermilch allergisch reagiert. Treten beim Haare färben oder aufhellen aber Probleme auf, solltest Du diese ärztlich abklären lassen.

Haare färben in der Stillzeit – aber mit welchen Mitteln?

Du siehst, das Haare färben in der Stillzeit ist eine ganz persönliche Entscheidung. Niemand, außer Deinem Arzt, sollte Dir die Wahl nehmen, ob Du Deinen Haaren eine neue Farbe gönnst. Wir stellen Dir verschiedene Möglichkeiten vor, wie Du Deine Haare farblich verändern kannst – von sanft bis ausdrucksvoll!

Farbshampoos für sanfte Reflexe

Ist das Haare färben in der Stillzeit kein Thema, wünschst aber trotzdem eine Veränderung, können Farbshampoos eine gute Wahl sein. Es gibt sie in verschieden Nuancen von Blond bis Dunkel und in verschiedenen Ausführungen – Natur- oder konventionelle Kosmetik.

Du solltest in jedem Fall einen Ton wählen, der deinem Naturhaar ähnlich ist. So wird aus dunklem Haar mit einem Blondshampoo keine helle Mähne, dafür sind die Inhaltsstoffe zu schwach. In Farbshampoos verzichtet man auf Chemikalien, die das Haar aufrauen. Vielmehr werden die Pigmente nur von außen ans Haar gelagert. Das Ergebnis ist glänzendes Haar, das sanfte Reflexe erhält. Ein toller Effekt, vor allem für stumpf wirkendes Haar.

Vorteil: Du kannst die Haare ganz einfach zu Hause und ohne großen Zeitaufwand behandeln. Passend dazu gibt es auch Farbspülungen und Kuren.
Was Shampoos mit Farbpigmenten nicht können: aufhellen, dauerhaft färben, Grau abdecken.

Haare tönen für leichte Farbveränderungen

Du hast dich schon für einen neuen Ton entschieden, willst aber das Haare färben in der Stillzeit vermeiden? Dann ist Haare tönen für Dich die richtige Wahl! Auch hier gilt wieder: Die Haare können nicht übermäßig verändert werden, im Sinne einer Aufhellung oder Grauabdeckung.

Du kannst Deine Haare aber meist dunkler tönen. Auch Rot ist eine Farbe, die beim Haare tönen gut rauskommt. In der Regel hält eine Tönung bis zu acht Haarwäschen. Aufgetragen sind die meisten Tönungen ganz einfach, denn sie werden wie ein Balsam oder Schaum in die Haare gegeben und vorsichtig verteilt.

Vorteil: Du kannst verschiedene Haarfarben trotz Stillzeit ausprobieren. Was Haartönungen zum Auswaschen nicht können: Grau verschwinden lassen, Haare aufhellen, permanent färben.

Haare mit einer Intensivtönung behandeln

Du willst Deine Haarfarbe leicht verändern und möchtest, dass die Farbe bis zu 24 Haarwäschen hält? Dann kommt eine Intensivtönung in Frage! Eine Intensivtönung behandelt die Haare ähnlich einer Haarfarbe, denn es kommt Wasserstoffperoxid zum Einsatz.

Auf Ammoniak wird bei einer Intensivtönung in der Regel verzichtet. In Sachen Haarschädigung ist eine semi-permanente Tönung aber immer mit einer Coloration zu vermeiden. Sie ist also nur bedingt eine Alternative zum Haare färben in der Stillzeit.

Vorteil: Kräftigere Farbveränderungen, bis zu zwei Töne dunkler, aber auch rote Reflexe sind möglich.
Was die Intensivtönung nicht kann: Graues Haar zu mehr als 50% abdecken, aufhellen.

Haare färben mit einer Coloration

Beim Haare färben in der Stillzeit solltest Du überlegen, ob der Gang zum Friseur nicht vielleicht angebracht ist. Der Profi kann Dich nicht nur zur perfekten Haarfarbe beraten, er hat auch verschiedene Produkte im Salon, die Du selbst nicht kaufen kannst.

Dabei sind auch Mittel zum Haare färben, die in der Stillzeit besonders wenige reizende Stoffe mit sich bringen oder gleich chemiefrei sind. Färbst Du Dir zu Hause die Haare, solltest Du im Zweifelsfall an einer kleinen Stelle testen, ob Du das Produkt verträgst. Ob im Salon oder im heimischen Badezimmer – die Einwirkzeit sollte nie überschritten werden.

Vorteil: Du kannst Deine Haarfarbe dauerhaft verändern.
Was Haarfarbe nicht kann: aufhellen, sich rasch auswaschen.

Haare blondieren für eine starke Veränderung

Haare blondieren bitte nur beim Friseur! Er kann Dich beraten, ob wirklich die Ansätze blondiert werden sollten. Viel schonender und weniger riskant sind beim Haare blondieren in der Tat Strähnchen, denn die werden immer mit Abstand zum Haaransatz gesetzt. Das sieht nicht nur natürlicher aus, auch kommen so keine Chemikalien auf die Kopfhaut.

Vorteil: Du kannst beim Haare blondieren den Ausgangston deutlich und dauerhaft aufhellen.
Was die Blondierung nicht kann: abdunkeln, sich auswaschen.

Sind Naturhaarfarben besser als konventionelle Haarfarben?

Möchtest Du beim Haare färben in der Stillzeit auf Wasserstoffperoxid und Ammoniak verzichten, können Haarfarben mit natürlichen Inhaltsstoffen eine Alternative sein. Hier solltest Du darauf achten, dass die Produkte Gütesiegel wie „NaTrue“ oder „BDIH“ tragen. Dann ist sicher, dass es sich bei der Pflanzenhaarfarbe um ein reines Naturprodukt handelt und keine schädlichen Inhaltsstoffe enthalten sind.

Haare färben nach dem Abstillen?

Ob Du schon beim Haare färben in der Schwangerschaft großzügig zu Dir selbst warst oder Dir sogar das Haare färben in der Stillzeit gar nicht vorstellen kannst – es ist Deine Entscheidung! Du musst in der Regel nicht befürchten, dass das Haare färben in der Stillzeit Deinem Baby schaden könnte.

Zum Haare färben in der Stillzeit gibt es tolle Alternativen, die wir Dir hier vorgestellt haben. Auch mit Baby und wenn Du noch stillst, kannst Du Deine Haarfarbe verändern – trau Dich!

Wenn Du Dir aber immer noch unsicher bist, ob Du die Haare in der Stillzeit färben solltest und nichts Deine Bedenken zerstreuen kann, dann warte einfach noch bis zum Abstillen. Du wirst nicht ewig stillen und irgendwann fühlst auch Du Dich sicher bereit für eine Haarveränderung!

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Eine Wickeltasche bietet Dir viel Stauraum, damit Du auch unterwegs alles Dabei hast, was Du für Dein Baby brauchst – von der Wickelauflage bis hin zum Fläschchen.

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Ein Pucksack gibt Deinem Baby das Gefühl von Geborgenheit, wie im Mutterleib, und unterstützt so einen ruhigen und erholsamen Schlaf.

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Fahrradanhänger können in Kombination mit einer Babyschale schon kurze Zeit nach der Geburt benutzt werden. Sie sind nicht nur sicherer als Kindersitze sondern auch komfortabler.

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Beistellbetten sind sehr praktisch und bieten sowohl Mutter als auch Baby jede Menge Vorteile, denn für Babys ist es vor allem in den ersten Lebensmonaten beruhigend neben den Eltern schlafen zu können.

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