Herdenimmunität: So funktionieren Impfungen bei Babys!

Einige Babys und Kleinkinder entwickeln nach einer Impfung Symptome wie Müdigkeit, Fieber oder Unruhe. In seltenen Fällen können auch schwerere Nebenwirkungen auftreten. Diese Symptome verschwinden in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst. In seltenen Fällen kann es nach einer Impfung jedoch zu einer sogenannten Impfreaktion kommen. Dabei handelt es sich um eine allergische Reaktion des Körpers auf einen oder mehrere Bestandteile der Impfung. Die Symptome einer Impfreaktion können sehr unterschiedlich sein und reichen von leichten Hautreaktionen bis hin zu schweren allergischen Reaktionen wie Atemnot oder Herzrasen.

Warum solltest Du Dein Baby impfen lassen?

Ist Dir der Begriff der Herdenimmunität geläufig? Herdenimmunität ist ein Konzept, das besagt, dass eine Population von Individuen gegen eine bestimmte Krankheit immun wird, wenn ein bestimmter Prozentsatz der Population die Krankheit bereits durchlebt hat. Das Konzept der Herdenimmunität wird durch Impfungen ermöglicht.

Herdenimmunität ist wichtig, weil es eine Population vor einer Epidemie schützen kann. Wenn ein ausreichender Prozentsatz der Bevölkerung immun ist, kann die Krankheit nicht so leicht um sich greifen und eine Epidemie auslösen. Das Konzept der Herdenimmunität ist insbesondere ein Argument für die Impfung von Kindern, denn je mehr Kinder in einer Gemeinschaft geimpft sind, desto weniger wahrscheinlich ist ein Ausbruch derselben Krankheit in derselben Gemeinschaft. Wenn Du Dein Baby impfen lässt, schützt Du damit nicht nur das Leben Deines Babys, sondern das der gesamten Gemeinschaft.

Impfungen sind jedoch in erster Linie wichtig, weil sie Krankheiten vorbeugen und das Individuum schützen. Durch Impfungen wird das Immunsystem von Babys effektiv gestärkt. In Deutschland sind Impfungen für Kinder von besonderer Bedeutung, da diese anfälliger für bestimmte Infektionskrankheiten sind, die sehr gefährlich sind und sogar tödlich enden können.

Zu welchem Zeitpunkt sollten Babys geimpft werden?

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Babys sollten geimpft werden, sobald sie sechs Wochen alt sind. Dies ist der Zeitpunkt, an dem sie normalerweise ihren ersten Schutz vor Krankheiten erhalten. Krankheiten, die durch Viren verursacht werden, können sich schnell ausbreiten und sind nicht selten tödlich. Die meisten Impfstoffe werden als Injektionen, Spritzen oder Tropfen verabreicht. Einige werden jedoch auch in Tablettenform angeboten.

Vermeide es, Deinen Liebling impfen zu lassen, während er krank ist, da es dadurch zu weiteren Komplikationen kommen kann. Krankheiten, die durch Bakterien verursacht werden, können auch mit Impfstoffen behandelt werden. Die meisten Impfstoffe sind jedoch nicht gegen bakterielle Infektionen wirksam.

Welche Impfungen sind für Babys wichtig?

Zwischen dem ersten und dem zweiten Lebensjahr müssen Babys in Deutschland mehrere Schutzimpfungen erhalten. Diese schützen das Kind nicht nur vor schweren Krankheiten, sondern auch vor gefährlichen Folgen, die durch diese Krankheiten entstehen können. Die wichtigsten Impfungen für Babys sind die Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio, Haemophilus influenzae Typ b, Pneumokokken und Hepatitis B. Im Folgenden findest Du eine Orientierungstabelle über alle Impfungen bis zur Immunität, die für Deinen kleinen Liebling von besonderer Wichtigkeit sind.

Ab der 6. Woche
Rotaviren

Bis zu 2 Monaten
Keuchhusten
Tetanus
Kinderlähmung
Diphtherie
Hepatitis B
HIB
Meningokokken B

Bis zu 4 Monaten
Keuchhusten
Tetanus
Kinderlähmung
Diphtherie
Hepatitis B
HIB
Pneumokokken

Bis zu 11-14 Monaten
Keuchhusten
Tetanus
Kinderlähmung
Diphtherie
Hepatitis B
HIB
Meningokokken C
Masern, Mumps und Röteln

Bis zu 15-23 Monaten
Masern, Mumps und Röteln
Windpocken

Kleinkinder bis 6 Jahren können bestimmte versäumte Impfungen noch nachholen, wie zum Beispiel Impfungen gegen Windpocken, Meningokokken C oder Masern, Mumps und Röteln. Über Impfungen für Kleinkinder bis Kinder kannst Du Dich auf dieser Seite eingehender informieren.

Impfungen und ihre Nebenwirkungen bei Babys

Impfungen sind wichtig, um Kinder vor gefährlichen Krankheiten zu schützen. Allerdings können Impfungen auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Die häufigsten Nebenwirkungen von Impfungen bei Babys sind Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle. Auch Fieber, Müdigkeit und Unruhe können auftreten. In seltenen Fällen kann es zu schweren allergischen Reaktionen oder sogar zu einem lebensbedrohlichen Zustand kommen. Wenn Du Bedenken hast, ob die Nebenwirkungen Deines Babys normal sind oder nicht, wende Dich unverzüglich an Deinen Kinderarzt. Dieser kann Dir sagen, was Dich erwarten könnte und ob eine weitere Behandlung erforderlich ist. Die folgende Auflistung der häufigsten Symptome von Impfungen bei Babys ersetzt nicht den Gang zum Kinderarzt!

  • Fieber
    Einige Impfstoffe – insbesondere die für Kinder ab dem sechsten Lebensmonat empfohlenen Impfstoffe – können das Risiko für Fieber erhöhen. In der Regel treten Fiebersymptome ein bis zwei Tage nach der Impfung auf und dauern ein bis zwei Tage an.
  • Müdigkeit und Schläfrigkeit
    Nach der Impfung kann es zu gesteigerter Müdigkeit und langen Schlafphasen kommen. Dies ist normal und sollte nach einigen Stunden oder einem Tag nachlassen.
  • Unruhe und Reizbarkeit
    Einige Kinder werden nach der Impfung unruhig und reizbar.
  • Rötungen und Erbrechen
    In seltenen Fällen kann es bei Babys zu Rötungen an Impfstellen kommen. Auch Erbrechen kann kurz nach einer Impfung auftreten. In der Regel ist dies jedoch ebenfalls harmlos und kein Grund zur Sorge.
  • Schlaflosigkeit
    Nach einer Impfung kann es bei Babys zu Schlaflosigkeit kommen. Dies ist eine der häufigsten Nebenwirkungen von Impfungen bei Säuglingen. In der Regel verschwindet die Schlaflosigkeit innerhalb weniger Tage von selbst.
  • Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle
    Auch Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle sind relativ weit verbreitete Nebenwirkungen von Impfungen bei Babys.
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Nach der Impfung: So beugst Du Nebenwirkungen vor!

Nebenwirkungen nach einer Impfung können mit einigen einfachen Vorbeugungsmaßnahmen minimiert werden. Aufklärung ist dabei besonders wichtig. Zunächst solltest Du sicherstellen, dass Du Dich vor der Impfung Deines Babys eingehend über die Wirkstoffe informiert hast. Du solltest mit Deinem Arzt über die möglichen Nebenwirkungen der Impfungen und wie Du diese effektiv minimieren kannst sprechen. Einige Impfnebenwirkungen können auch durch die Verwendung eines Kühlpacks oder einer kühlen Kompresse über der Einstichstelle gelindert werden. Achte darauf, die betroffenen Stellen nicht zu lange zu kühlen, um Hautreizungen zu vermeiden. Des Weiteren solltest Du darauf achten, dass Dein Baby vor der Impfung stets genug Flüssigkeit zu sich genommen hat, sodass das Immunsystem optimal funktionieren kann.

Halte Dein Baby nach der Impfung mit ausreichend Decken warm. Gegen Symptome wie Rötungen, Schwellungen oder Juckreiz kann mit Kinderbalsam effektiv vorgegangen werden. Eine weitere Nebenwirkung von Impfungen bei Babys ist Unruhe und Nervosität. Mit einer Babywippe kannst Du Dein Baby problemlos beruhigen. Zudem hilft die Babywippe häufig auch gegen Schlafprobleme und Schlaflosigkeit, sodass sich Dein Liebling nach dem anstrengenden Tag gut ausruhen kann. Ein weiteres, geläufiges Mittel gegen Nebenwirkungen und Schmerzen aufgrund von Impfungen sind Medikamente für Babys.

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Wie lange halten Impfungen an?

Impfungen sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Du schützt nicht nur den Einzelnen, sondern auch die Gemeinschaft. Doch wie lange halten Impfungen an? Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen ist die Wirksamkeit einer Impfung von der Art des Erregers abhängig. Zum anderen spielt die Dosis eine Rolle. Bei einigen Impfungen ist eine Auffrischung nach einigen Jahren notwendig, bei anderen hält die Wirkung ein Leben lang. Die Diphtherie-Impfung ist ein gutes Beispiel für eine Impfung, die nur einmal im Leben verabreicht werden muss. Die Wirkung hält ein Leben lang an. Die Tetanus-Impfung hingegen muss regelmäßig aufgefrischt werden, da die Wirkung nachlässt. Die Polio-Impfung wird in drei Dosen verabreicht, die zwischen sechs und 18 Monaten aufeinanderfolgen. Die letzte Dosis sollte möglichst vor dem fünften Lebensjahr verabreicht werden.

Die meisten Impfstoffe, die heutzutage angewendet werden, sind sehr sicher und wirksam. Es gibt jedoch einige Ausnahmen. Die Influenza-Impfung muss jedes Jahr wiederholt werden, da sich die Erreger ständig verändern. Auch bei der Hepatitis-B-Impfung müssen in der Regel drei Dosen innerhalb eines halben Jahres gespritzt werden, bevor ein anhaltender Schutz gewährleistet werden kann. Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Polio hingegen sind nahezu dauerhaft wirksam. Nach einer Grundimmunisierung in jungen Jahren muss lediglich alle zehn Jahre eine Auffrischungsimpfung erfolgen.

Auch bei Erwachsenen, die bereits eine Grundimmunisierung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Polio erhalten haben, ist eine Auffrischungsimpfung alle zehn Jahre ausreichend.

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Das Wichtigste im Überblick

Impfungen bei Babys sind wichtig, um sie und die Gemeinschaft vor gefährlichen Krankheiten zu schützen. Impfungen können jedoch auch Nebenwirkungen wie Schmerzen, Fieber oder allergische Reaktionen verursachen. In seltenen Fällen können Impfungen auch schwerwiegendere Komplikationen herbeiführen. Daher solltest Du Dich nur nach sorgfältiger Überlegung und Beratung durch einen Arzt für eine Impfung für Dein Baby entscheiden.

Oft gestellte Fragen zu Impfungen für Babys

Wie verhält sich ein Baby nach der Impfung?

Babys können sich nach einer Impfung etwas müde oder ruhelos fühlen. Manchmal bekommen Babys auch einen leichten Schluckauf. Dies ist normal und verschwindet in der Regel nach ein paar Stunden wieder. In seltenen Fällen können Babys nach einer Impfung Fieber bekommen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem des Babys aktiviert wurde, um die Krankheit zu bekämpfen, gegen die es geimpft wurde. Fieber ist in der Regel kein Grund zur Sorge und verschwindet häufig innerhalb weniger Tage von selbst. Solltest Du jedoch bemerken, dass Dein Baby über einen längeren Zeitraum verhaltensauffällig ist, solltest Du es umgehend einem Kinderarzt vorstellen.

Welche Nebenwirkungen haben Babys nach ihrer ersten Impfung?

Nach der ersten Impfung ist es normal, dass Babys leichte Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, Rötungen oder eine Schwellung an der Einstichstelle haben. Diese Reaktionen sind ein Zeichen dafür, dass das sich das Immunsystem aufbaut und sich an die Impfung gewöhnt. In seltenen Fällen können Babys auch an Fieber, Unruhe oder Erbrechen leiden. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie Ihren Kinderarzt konsultieren, um sicherzustellen, dass Ihr Baby keine ernsthaften Nebenwirkungen hat.

Wie lange darf ein Baby nach der Impfung nicht baden?

Babys sollten innerhalb von 24 Stunden nach einer Impfung nicht gebadet werden, da dies das Risiko von Komplikationen wie Rötungen, Schwellungen oder Blasenbildung an der Einstichstelle erhöhen kann.

Quellen

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Babyphone

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Stillkissen

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Wickeltaschen

Eine Wickeltasche bietet Dir viel Stauraum, damit Du auch unterwegs alles Dabei hast, was Du für Dein Baby brauchst – von der Wickelauflage bis hin zum Fläschchen.

Pucksack

Ein Pucksack gibt Deinem Baby das Gefühl von Geborgenheit, wie im Mutterleib, und unterstützt so einen ruhigen und erholsamen Schlaf.

Fahrradanhänger

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Laufstall

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Beistellbett

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