Hilfe, mein Baby hat Durchfall! Hier findest Du die besten Tipps

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Viele Eltern fragen sich, wie sie im Falle von Durchfall beim Baby richtig handeln sollen. Da das jedoch häufiger auftreten kann, kommen viele Unsicherheiten und Unklarheiten auf. Ist es richtig, direkt den Arzt aufzusuchen oder kann man durchaus erst einmal abwarten?

Was hilft und welche Hausmittel gegen Durchfall beim Baby sind sinnvoll? Gibt es besonderes Essen bei Durchfall? Im folgenden Text findest Du hilfreiche Informationen über den richtigen Umgang mit Durchfall beim Baby und anderen Auffälligkeiten im Stuhl.

Warum haben Babys Durchfall?

Wenn Babys auf die Welt kommen, ist ihr Verdauungssystem noch nicht richtig ausgereift. Deshalb kann es in den ersten Monaten häufiger zu Durchfall kommen. Manchmal liegt es auch an der Muttermilch, wenn sie etwas geringeren Fettgehalt hat.

Das macht die Milch flüssiger und kann sich auf den Stuhlgang des Kindes auswirken. Auch später, wenn Du beginnst, Deinem Baby Brei und feste Nahrung zu geben, wirst Du feststellen, dass es ab und zu Durchfall bekommt. Das passiert zum Beispiel auch, wenn Dein Baby zu viel Obst auf einmal ist.

Durchfall beim Baby tritt häufig als Begleiterscheinung zu anderen Krankheiten auf. Da der Darm sensibel auf Stress reagiert, kommt es oft beim Zahnen, bei Fieber und Veränderungen zu Durchfällen. Manchmal kann es aber auch eine ernstere Ursache haben, wie beispielsweise ein Magen-Darm-Infekt oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Auch nach Impfungen kann es zu Durchfall beim Baby kommen.

Welche Lebensmittel können Durchfall verursachen?

So wie manche Lebensmittel den Stuhlgang binden und Durchfall verhindern oder verbessern können, gibt es auch Lebensmittel, die den Durchfall beim Baby hervorrufen können. Da der Darm und das Immunsystem des Kindes noch nicht ausreichend ausgebildet ist, kann es beim Trinken von nicht abgekochtem Wasser zu Durchfällen kommen.

Deutsches Trinkwasser unterliegt strengen Kontrollen und ist für ältere Kinder und Erwachsene unbedenklich. Es kann jedoch sein, dass das kindliche Immunsystem die darin enthaltenen Bakterien noch nicht richtig verarbeiten kann. Fruchtsäfte und Fruchtbrei können in größeren Mengen Durchfall beim Baby verursachen.

Grund dafür ist der hohe Fruchtzuckergehalt, der abführend wirkt. Das verursacht nebenbei auch oft, dass Babys im Intimbereich wund werden und sorgt für starke Schmerzen und Geschrei beim Windelwechseln.

Deshalb empfiehlt es sich, auf Säfte zu verzichten oder sie in kleinen Mengen mit Wasser verdünnt zu verabreichen. Kuhmilchprodukte können durch den hohen Proteingehalt vom kindlichen Darm ebenfalls noch nicht gut verarbeitet werden und können Durchfall und sogar Allergien verursachen.

Achte beim Brei darauf, dass Du ihn nicht zu stark würzt. Das kann ebenfalls zu Durchfall beim Baby führen. Rohe oder halb gekochte Eier, rohes Fleisch und roher Fisch sollten genauso vermieden werden, da die kindlichen Abwehrkräfte damit überfordert werden.

Wann spricht man von Durchfall?

Weil Babys grundsätzlich nicht besonders festen Stuhl haben, ist es für viele Eltern schwer zu unterscheiden, was man als Durchfall bezeichnet. Aber als Mama wirst Du Dein Baby sehr gut kennen und bemerkst, wenn sich die Ausscheidung Deines Babys in irgendeiner Weise verändert.

Sehr wässriger Stuhlgang, der etwa 3-5 Mal am Tag auftritt, wird als Durchfall bezeichnet. Meistens tritt Durchfall beim Baby mit vielen anderen Begleiterscheinungen auf. Das Baby hat keinen Appetit, es bricht, es hat Fieber, verliert Gewicht oder hat schlechte Laune.

Auch kann es Bauchweh haben, was sich meistens durch eine harte Bauchoberfläche oder einen Blähbauch äußert. Am Geruch erkennt man meist auch, dass etwas nicht stimmt. Häufig riecht der Durchfall beim Baby sehr streng und stechend.

Grüner Stuhlgang

Grüner Stuhlgang beim Baby tritt häufig auf und hat in der Regel eine harmlose Ursache. Wenn Babys auf die Welt kommen, haben sie zu Beginn einen sehr dunklen Stuhl, man spricht dann auch von „Kindspech“.

Beim Übergang von dem sogenannten Kindspech zu normalem Muttermilch-Stuhl kann grüner Stuhlgang auftreten, bis er irgendwann eine gesunde, gelbliche Farbe angenommen hat. Bei Kindern, die mit künstlicher Säuglingsmilch ernährt werden, ist grüner Stuhlgang normal und kein Grund zur Sorge. Bei der Einnahme von Antibiotika und auch von Nahrungsergänzungsmitteln wie Eisen kann ebenso grüner Stuhlgang auftreten.

Wenn Dein Baby sich nahezu explosionsartig und sehr flüssig entleert und der Stuhlgang auch noch eine recht grüne Farbe hat, kann es sein, dass beim Stillen etwas nicht richtig läuft. Häufig ist die Ursache, dass das Kind falsch an der Brust angelegt wird und seinen Durst mit der sehr dünnen Milch aus der Vorderbrust stillt.

In diesem Fall ist es hilfreich, wenn Du dich mit Deiner Hebamme unterhältst und Dir Tipps holst, wie Du Dein Baby anders anlegen kannst. Grüner Stuhlgang kann aber auch ein Zeichen für Durchfall beim Baby sein. Sollte Dein Baby ohne für Dich ersichtliche Ursache grünen Stuhlgang haben, ist es ratsam, den Kinderarzt aufzusuchen.

Mein Baby hat Durchfall. Was tun?

Häufig kann man das Problem mit einigen Tricks und Hausmitteln selbst lösen. Manchmal aber ist es ratsam, den Arzt aufzusuchen. In allen Fällen ist es wichtig, dass das Baby viel trinkt.

Neben der Milch, dem Brei oder Wasser kann ein Fencheltee helfen. Auch Elektrolyte-Glukose Mischungen aus der Apotheke helfen, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Hausmittel gegen Durchfall beim Baby

1. Wärmflasche oder Körnerkissen bei Bauchschmerzen

Die Wärme hilft der Bauchmuskulatur zu entspannen. Achte darauf, dass es nicht zu heiß wird für Dein Baby. Im Zweifelsfall kannst Du ein Handtuch um die Wärmflasche wickeln.

2. Kartoffelwickel bei Bauchschmerzen

Für Kartoffelwickel werden Kartoffeln gekocht und abgekühlt, bis sie noch wohltuend warm sind, aber keine Verbrennungen verursachen. Die Kartoffeln werden zerdrückt, auf eine Mullbinde gestrichen und um den Bauch des Babys gewickelt. Das ist hilfreich bei Babys, die sich viel bewegen und eine Wärmeflasche möglicherweise von sich strampeln würden.

3. Brombeerblätter-/Kamillen- und Heidelbeertee

Die Inhaltsstoffe der Tees sind entzündungshemmend und beruhigen die Darmflora. Zusätzlich bekommt Dein Baby genügend Flüssigkeit zugeführt.

4. Kleingeriebener Apfel

Bei älteren Babys, die schon Brei bekommen, kann es hilfreich sein, einen Apfel klein zu reiben. Dabei wird der Inhaltsstoff Pektin freigesetzt, welcher die Schadstoffe im Darm binden und den Durchfall beim Baby verhindern soll.

5. Stark verdünnter Schwarztee

Die Inhaltsstoffe beruhigen die Darmschleimhaut.

Diese Lebensmittel helfen bei Durchfall

  • Stille Dein Baby öfter als normalerweise. Durch das Stillen bekommt es genügend Flüssigkeit und auch einen natürlichen Schutz für das Immunsystem.
  • Bei älteren Babys kann Banane helfen. Eine zerdrückte Banane mit etwas Zwieback vermengt kann helfen, dass der Stuhl wieder fester wird.
  • Kartoffel-, Heidelbeer- oder Möhrenbrei sorgen für festeren Stuhlgang
  • Verzichte auf Milchprodukte, Öl oder andere fettige Produkte, da diese den Stuhl auflockern und für weiteren Durchfall beim Baby sorgen könnten.

Hilfreiche Tipps für das Herstellen von Babybrei findest Du hier: https://www.elternkompass.de/babybrei-selber-machen-das-sollten-sie-beachten/

Wann sollte ich bei Durchfall den Arzt aufsuchen?

Grundsätzlich gilt: Lieber einmal mehr den Arzt aufsuchen, als zu wenig. Wenn Du den Eindruck hast, dass Dein Baby sehr viel Flüssigkeit verliert und Du den Verlust nicht ausgleichen kannst, solltest Du schnell einen Arzt aufsuchen. Der kleine Körper eines Kindes ist viel schneller ausgetrocknet als bei uns Erwachsenen.

Typische Zeichen für eine Dehydrierung (Austrocknung) sind:

  • Eingefallene Fontanelle
  • Eingefallene Augen
  • Teilnahmslosigkeit
  • Wenig Urin in der Windel
  • Weinen ohne Tränen
  • Trockene Haut oder Lippen

Wenn Du diese Anzeichen bei Deinem Baby feststellst, solltest Du zum Arzt gehen. Auch hohes, länger anhaltendes Fieber über 38°C und dazu nicht enden wollender, extrem wässriger und möglicherweise blutiger Durchfall beim Baby sind ein Grund, um das Kind schnellstmöglich von entsprechendem Fachpersonal untersuchen zu lassen.

Wie kann man Durchfall beim Baby vorbeugen?

Da Durchfall beim Baby auch bei mangelnder Hygiene durch Bakterien und Viren auftreten kann, ist es wichtig, besonders Flasche und Schnuller in regelmäßigen Abständen abzukochen. Auch Spielsachen, die Dein Kind oft in den Mund nimmt, sollten von Zeit zu Zeit gereinigt werden.

Wenn Du Kontakt mit Menschen hattest, die an Magen-Darm-Grippe erkrankt sind, solltest Du darauf achten, den Löffel Deines Babys beim Füttern nicht abzulecken, denn Du könntest auch Erreger übertragen.

Denke daran, Dir regelmäßig die Hände mit Seife zu waschen, insbesondere, wenn Du mit Dingen in Berührung kommst, die dein Baby in den Mund nimmt. Wenn Du diese Punkte berücksichtigst, kann es zwar immer noch zu Durchfall beim Baby kommen, aber das Risiko ist geringer und Du hast dir nichts vorzuwerfen, wenn es doch einmal passiert.

Quellen

https://www.praxisvita.de/

https://www.babywissen.com

https://www.kinderaerzte-im-netz.de

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