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Gesundheit des Babys

Hirnhautentzündung bei Kindern – Anzeichen und Behandlung

Meningitis befällt zu 40 Prozent Kinder bis zu vier Jahren. Babys und Kleinkinder haben das größte Risiko an einer Hirnhautentzündung […]

Hirnhautentzündung erkennen

Hirnhautentzündung erkennen

Meningitis befällt zu 40 Prozent Kinder bis zu vier Jahren. Babys und Kleinkinder haben das größte Risiko an einer Hirnhautentzündung zu erkranken. Ein Unentdecktbleiben kann schwere Folgen haben. Deshalb erkläre ich Dir, wie Du die gefährliche Krankheit erkennst und wie die Krankheit behandelt wird.

Hirnhautentzündung – was ist das eigentlich?

Eine Hirnhautentzündung, auch Meningitis genannt, wird durch Bakterien oder Viren ausgelöst. Unter diesen sind die Meningokokken die häufigsten Auslöser. Die Ansteckung mit Meningokokken kann entweder zu einer Blutvergiftung (Sepsis) oder zu einer Hirnhautentzündung führen.

Weitere Auslöser sind Pneumokokken oder Haemophilus Influenza Typ b. Auch die Krankheiten Masern und Mumps können die gefährliche Krankheit auslösen. Bekannt ist die Erkrankung Frühsommer-Meningoenzephalitis, welche durch FSME-Viren im Speichel von Zecken übertragen wird. Überraschenderweise bricht die Krankheit hier bei vergleichsweise wenigen aus und betrifft eher ältere Menschen, als jüngere.

Die Krankheit ist nur schwer zu erkennen, da die Symptome zumeist unspezifisch sind. Oft wird die Krankheit erst sehr spät erkannt, wenn sie bereits lebensbedrohlich ist.

Wie steckt man sich an?

Tatsächlich ist jeder zehnte Erwachsene ein Wirt der Meningokokken ohne selbst erkrankt zu sein. Diese können ebenso wie eine Erkältung durch Husten, Niesen, Küssen oder auch durch einen Händedruck übertragen werden.

Mögliche Folgen der Meningokokken Infektion

Die Folgen der Infektion mit Meingokokken können schwerwiegend sein. So können sie zu Hörverlust, einer Schädigung des Gehirn, den Verlust von Gliedmaßen aufgrund einer Sepsis, Organversagen oder auch zum Tod führen. Das Wissen um die Symptome ist daher umso wichtiger, damit Dein Kind frühzeitig von einem Arzt behandelt werden kann.

So erkennst Du die Hirnhautentzündung

Folgende Symptome können einzeln oder gemeinsam auftreten:
Bei einer Meningitis sind die Symptome oft nur schwer zuzuordnen. Sie sind unspezifisch und werden oft zunächst mit einer normalen Grippe verwechselt. Bei einer Hirnhautentzündung treten die Symptome meist sehr plötzlich auf und beginnen mit Fieber, Abgeschlagenheit, möglicherweise auch Erbrechen.

Wenn du das Gefühl hast, dein Kind sei an einer Meningitis erkrankt, dann zögere nicht und fahr lieber schnell zum Arzt – lieber einmal mehr als einmal zu wenig.

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Krämpfe
  • Lichtempfindlichkeit
  • Müdigkeit
  • Benommenheit
  • Schmerzen im Nackenbereich
  • Appetitlosigkeit
  • kalte Hände und Füße
  • harte oder gewölbte Fontanelle
  • Einblutungen in der Haut (kleine rote Pünktchen)

Ein typisches Anzeichen für eine Hirnhautentzündung ist Nackensteifheit. Das können Eltern ganz einfach selber testen – das solltest Du Dir unbedingt von Eurem Kinderarzt zeigen lassen.

So testest Du Dein Kind auf Nackensteifheit:

Lege Dein Kind flach auf den Rücken und drücke das Kinn Richtung Brust. Diese Bewegung tut normalerweise nicht weh. Wenn dein Kind Schmerzen hat oder der Kopf sich kaum bewegen lässt, dann solltet iIhr sofort ins Krankenhaus fahren.

Die Behandlung der Hirnhautentzündung

Um die Hirnhautentzündung eindeutig festzustellen, wird dem Patienten Hirnwasser über das Rückenmark entnommen. Die Überlebensrate hat sich mittlerweile sehr gesteigert. Eine Behandlung ist über die großzügige Gabe von Antibiotika möglich. Dennoch sterben noch immer die Hälfte aller Erkrankten.

Wie kann ich mein Kind vor Hirnhautentzündung schützen?

Eltern sollten sich rechtzeitig über die notwendigen Impfungen für ihre Kinder informieren. Gegen durch Masern und Mumps ausgelöste Hirnhautentzündung ist Dein Kind schon durch die ersten Impfungen geschützt. Es gibt auch Impfungen gegen Meningokokken-Typ A, C und Y und W135. Allerdings wird zu dieser Impfung nur bei längeren Aufenthalten im Ausland geraten.

Da Impfungen auch immer Nebenwirkungen haben können, solltest Du Dich umfassend von Deinem Kinderarzt beraten lassen.

Hirnhautentzündung – gefährlich aber behandelbar

Hirnhautentzündung ist auch heute noch eine überaus gefährliche Krankheit. Mit den richtigen Impfungen kannst Du vorsorgen und Dein Kind vor bestimmten Arten der Meningitis schützen. Gerade bei Babys und Kleinkindern gilt jedoch: Überprüfe im Fall der Fälle den Nacken, auch wenn es nur eine Grippe sein könnte und fahr bei wichtigen Anzeichen direkt ins Krankenhaus. Wenn die Hirnhautentzündung rechtzeitig erkannt wird, wird Dein Kind bald wieder gesund.

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Über Charlotte Menke

Neben ihrer Arbeit für den Elternkompass, wird die 34-Jährige von ihrem sechsjährigen Sohn Emil auf Trapp gehalten. Die beiden freuen sich schon darauf im Herbst Drachen steigen zu lassen. Die Autorin und Mutter liebt es zu zeichnen oder durch ihre Heimatstadt Leipzig zu spazieren.

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