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Gesundheit in der Schwangerschaft

Hoher Blutdruck in der Schwangerschaft: Was hilft?

Kommt es in der Schwangerschaft zu einem hohen Blutdruck wird von einer schwangerschaftsinduzierte Hypertonie (SiH) oder einer Gestationshypertonie gesprochen. Beides […]

Diese Untersuchungen sollten Sie während der Schwangerschaft machen lassen

Diese Untersuchungen sollten Sie während der Schwangerschaft machen lassen

Kommt es in der Schwangerschaft zu einem hohen Blutdruck wird von einer schwangerschaftsinduzierte Hypertonie (SiH) oder einer Gestationshypertonie gesprochen. Beides bedeutet, dass der hohe Blutdruck nur bedingt durch die Schwangerschaft auftritt und meist nach der Geburt sich wieder legt. Meistens ist das der Fall ab der 20. SSW. Haben Sie bereits vor der 20. SSW einen hohen Blutdruck, dann liegt es nahe, dass sie diesen schon vor der Schwangerschaft hatte und Ihr Arzt wird hierbei von einer chronischen Hypertonie sprechen. Um einen hohen Blutdruck festzustellen, wird dieser gemessen. Das passiert zwei Mal hintereinander. Liegt der Wert bei jeder Messung bei mehr als 140/90, handelt es sich um einen erhöhten Blutdruck.

Hoher Bluthochdruck in der Schwangerschaft: Was tun?

Sehr häufig kommt es in der Schwangerschaft zu erhöhtem Bluthochdruck. Bei etwa einer von zehn Schwangeren steigt der Blutdruck in der Schwangerschaft an. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei Frauen, die übergewichtig sind, höher. Im Regelfall werden Frauen mit erhöhten Blutdruck sehr engmaschig überwacht, sodass ein hoher Blutdruck in der Schwangerschaft meist nicht bedenklich ist. Frauen, die unter einem hohen Blutdruck in der Schwangerschaft leiden, sollten alle Termine wahrnehmen und immer darauf achten, dass sowohl der Blutdruck als auch ihr Urin untersucht wird. Ein erhöhter Blutdruck ist bei 15-20% der Todesfälle während der Schwangerschaft, Entbindung und Wochenbett verantwortlich. Je früher sich der erhöhte Blutdruck in der Schwangerschaft bemerkbar macht, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Präeklampsie kommt. Präeklampsie kann sich auf die Funktionsfähigkeit der Plazenta auswirken und somit die Entwicklung des Babys stören. Um Präeklampsie zu erkennen, wird daher der Urin auf Eiweiß untersucht. Wird ein erhöhter Blutdruck in der Schwangerschaft festgestellt, wird dieser mit Medikamenten behandelt, die in den meisten Fällen für Mutter und Baby nicht gefährlich sind. Steigt der Blutdruck sehr stark an, kann es nötig sein, dass die werdende Mutter im Krankenhaus überwacht werden muss. Sofern es dem Baby gut geht und der Zustand der werdenden Mutter konstant bleibt, wird mit blutdrucksenkenden Medikamenten versucht die Hypertonie zu lindern. Wird festgestellt, dass es dem Baby nicht gut geht und auch die Mutter sehr angeschlagen ist, kann eine künstliche Einleitung der Geburt angeraten werden. Alternativ kann das Baby auch mit einem Kaiserschnitt geholt werden. Bei Frauen, die vor der Schwangerschaft einen normalen Blutdruck haben, wird sich dieser im Regelfall im Laufe der ersten drei Monate nach der Geburt wieder normalisieren. Legt sich der erhöhte Blutdruck nicht, dann wird mit Medikamenten behandelt und davon ausgegangen, dass der Blutdruck auch schon vor der Schwangerschaft erhöht war.

Hoher Blutdruck in der Schwangerschaft: Hausmittel

Leiden Sie in der Schwangerschaft unter erhöhtem Blutdruck, wird dieser im Regelfall mit Medikamenten behandelt. Sie können aber auch zusätzlich mit natürlichen Mitteln versuchen Ihren Blutdruck niedrig zu halten. Vitamin D hilft, den Blutdruck unter Kontrolle zu halten, ein Mangel an diesem Vitamin kann dazu führen, dass der Blutdruck steigt. Um natürliches Vitamin D aufzunehmen sollten Sie einige Minuten am Tag Sonne tanken. Doch denken Sie daran, bei praller Hitze die Sonne zu meiden oder für ausreichenden Schutz zu sorgen. Hilfreich ist es das Sonnenbaden mit einem Spaziergang zu verbinden. Denn Bewegung lindert nicht nur einige Begleitbeschwerden der Schwangerschaft, sondern wirkt sich auch auf das Wohlbefinden und Ihren Blutdruck aus. Viel Trinken ist in der Schwangerschaft sehr wichtig. Vor allem Pfefferminztee soll sich senkend auf den Blutdruck auswirken. Auch Knoblauch und Zwiebel sollen dabei helfen, den Blutdruck zu senken. Zusätzlich raten viele auf eine salzarme Ernährung umzusteigen. Wie auch darauf zu achten, viel Obst und Gemüse zu essen. Es gibt viele Hausmittel, die mit Zusätzen von verschiedenen Ölen oder Kräutern helfen sollen, den Blutdruck zu senken. Doch sprechen Sie vor der Einnahme solcher natürlichen Mitteln erst mit Ihrer Hebammen, denn nicht alle Kräuter oder Öle sind in der Schwangerschaft verträglich. Einige Frauen greifen auch gerne auf Schüssler Salze zurück um ihren Blutdruck niedrig zu halten.

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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