Indische Brücke: Mit dieser Methode kannst Du Dein Baby zum Drehen bewegen

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Zu den Quellangaben

Die indische Brücke hat ihren Ursprung im Yoga und soll das Baby zum Drehen bewegen, wenn es sich in Beckenendlage befindet. Einige Befürworter empfehlen diese Übung bereits vor der 33. SSW. Das Baby dreht sich jedoch oft erst in der 36. SSW in die richtige Position. Es kann auch kurz vor der Geburt noch ein Wunder geschehen, und das Baby dreht sich doch noch.

Was du dazu machen musst, kannst Du hier nachlesen.

Was ist die indische Brücke?

Die indische Brücke stammt aus dem Hatha-Yoga und soll das Baby vor der Geburt zum Drehen in die richtige Position bewegen. Einige Befürworter empfehlen bereits, ab der 32. Schwangerschaftswoche mit der indischen Brücke zu beginnen. Das Baby sollte dann noch klein genug sein, um sich zu drehen.

Führst Du diese Übung bereits in der 33. SSW oder früher aus, können die Strapazen für Dich völlig überflüssig sein. Bei einer normalen Schwangerschaft liegt das Baby zuerst mit dem Becken in Richtung Scheide.

Die meisten Babys drehen sich in der 35. SSW oder 36. SSW. damit wird die sogenannte Beckenendlage bezeichnet. Du hast also noch die Chance, dass Dein Baby seine Position wechselt. Ärzte versuchen sogar noch in der 37. SSW, das Baby mit der äußeren Wendung zu einem Positionswechsel anzuregen.

Die äußere Wendung, aber auch die indische Brücke garantieren nicht, dass sich Dein Baby tatsächlich zur Umkehr bewegen lässt. Es ist auch noch möglich, dass sich das Baby nach der 36. SSW oder nach der 37. SSW von allein dreht.

Da die indische Brücke für Dich eine sehr unangenehme Haltung bedeutet, solltest Du eine Hebamme oder zumindest Deinen Partner oder eine Freundin zur Hilfe holen. So kann Dein Partner oder Deine Freundin schnell die Hebamme oder den Notarzt anrufen, wenn Hilfe erforderlich ist.

Wie wird die indische Brücke ausgeführt?

Das Baby dreht sich bei ungefähr fünf Prozent der Schwangerschaften nach der 34. SSW nicht in die normale Schädellage. Das Risiko für einen Kaiserschnitt ist bei einer Steißlage höher als bei einer Schädellage. Ein Kaiserschnitt ist auch bei einer indischen Brücke nicht auszuschließen:

  • Komplikationen durch die indische Brücke, beispielsweise vorzeitige Ablösung des Mutterkuchens
  • Tatsache, dass sich das Baby nicht immer dreht und daher in Steißlage bleibt
  • Möglichkeit, dass ein Kaiserschnitt auch bei einer Schädellage erfolgen kann, wenn sich das Baby gedreht hat und es zu Komplikationen kommt.

Um die indische Brücke auszuführen, solltest Du Dich auf eine Yoga-Matte oder zumindest eine etwas dickere Decke legen. Du legst Dich auf den Rücken, winkelst die Beine an und hebst den Po hoch. Damit Dir diese unangenehme Position besser gelingt, solltest Du Dir ein Kissen unter den Po legen.

Einige Befürworter empfehlen, die Unterschenkel waagerecht abzulegen. Das kann auf einem Sofa, einem Couchtisch oder einem niedrigen Stuhl erfolgen. Durch das Anheben Deines Beckens entsteht ein Hohlkreuz.

Du solltest möglichst entspannt liegen und ruhig tief ein- und ausatmen. Für das Baby ist diese Position nicht besonders angenehm. Du solltest etwa 15 Minuten in dieser Position ausharren.

Am Ende dieser Übung solltest Du schwungvoll aufstehen. Das Baby soll einen Purzelbaum schlagen und sich drehen. Da die indische Brücke nicht immer gleich nach der ersten Anwendung erfolgreich ist, empfehlen einige Befürworter, sie nach der 34. SSW oder noch in der 36. SSW zu versuchen. Sogar von der 37. SSW ist die Rede.

Du solltest die Position Deines Babys bei der indischen Brücke genau beobachten. Hat es Dein Baby geschafft, sich in Schädellage zu drehen, ist die indische Brücke überflüssig.

Was während der indischen Brücke passieren kann

Da die indische Brücke eine sehr unangenehme Haltung ist, solltest Du sie nach der 37. SSW nicht mehr ausführen. Das Baby ist dann bereits größer. Eine Wendung könnte dem Baby Schwierigkeiten bereiten. Eigentlich soll bei einer indischen Brücke ein Entspannungseffekt eintreten und die Drehung des Babys positiv unterstützen.

Ist Dir diese Position unangenehm, da Du beispielsweise unter Rückenschmerzen leidest, tritt der gewünschte Entspannungseffekt nicht ein. Du solltest die indische Brücke abbrechen, wenn Du:

  • Schmerzen erleidest
  • Übelkeit verspürst
  • Schwindel bemerkst.

Einige Frauen berichten sogar darüber, dass ihnen schwarz vor den Augen wird. Du solltest die indische Brücke generell nicht ausführen, wenn Deine Gesundheit angeschlagen ist, Du Rückenprobleme, beispielsweise Bandscheibenvorfälle, hast, oder Dir während der Schwangerschaft häufig übel ist.

Noch nach der 36. SSW oder der 37. SSW kann der Arzt versuchen, Dein Baby durch eine äußere Wendung zum Umkehren zu bewegen.

Erfolgsaussichten bei der indischen Brücke

Einige Befürworter sind der Meinung, dass die Erfolgsaussichten umso größer sind, wenn Du frühzeitig beginnst. Sie empfehlen die indische Brücke ab der 33. SSW. Meistens dreht sich das Baby aber erst nach der 34. SSW von ganz allein. Du kannst also abwarten, ob sich Dein Baby bis zur 36. SSW dreht.

Grundsätzlich ist bei der indischen Brücke kein Erfolg garantiert. Einige Quellen berichten darüber, dass die Erfolgsquote etwa bei 70 Prozent liegt. Das ist jedoch zweifelhaft, denn die Erfolgsquote bei der äußeren Wendung durch den Arzt ist noch geringer als bei der indischen Brücke.

Die Größe des Kindes, beispielsweise ab der 36. SSW oder der 37. SSW, kann die Erfolgsaussichten verringern. Auch eine Vorderwandplazenta oder eine zu kurze Nabelschnur können höchstens zu Komplikationen, aber nicht zur Drehung des Babys führen.

Risiken und Komplikationen der indischen Brücke

Befindet sich Dein Baby vor der 33. SSW in Beckenendlage, ist das völlig normal. Du solltest also vor der 34. SSW nicht versuchen, Dein Baby von einem Positionswechsel zu überzeugen. Bevor Du überhaupt an die indische Brücke denkst, solltest Du Dir über die Risiken und möglichen Komplikationen Gedanken machen.

Die Gebärmutter ist zu dieser Zeit bereits stark vergrößert. Sie kann auf die hintere Hohlvene im Becken drücken. Das kann schmerzhaft sein und zu Schwindel oder Übelkeit führen. Sogar Ohnmacht ist möglich. Das kann für Dich und Dein Baby ziemlich unangenehm werden. Es kann durch die ungünstige Position und das schwungvolle Aufstehen zu einer vorzeitigen Plazentaablösung kommen.

Gerade dann, wenn Du damit schon ab der 33. SSW beginnst, kann eine Frühgeburt eintreten. Das Baby kommt dann nicht immer mit einer Spontangeburt durch die Scheide. Der Arzt muss in einigen Fällen helfen, sodass ein Kaiserschnitt unvermeidlich ist. Sogar Lebensgefahr kann für Dein Baby bestehen, wenn Du die indische Brücke allein ausführst und bei Komplikationen nicht schnell genug Hilfe ist.

Das Baby kann sich durch die schnelle Drehung mit der Nabelschnur strangulieren.

Die äußere Wendung als Alternative

Ärzte empfehlen die äußere Wendung als einzige Möglichkeit, um das Baby von einer Drehung zu überzeugen. Sie ist eine Alternative zur indischen Brücke, doch kann sie keinen Erfolg garantieren. Sie ist nicht ohne Risiko und kann für die Mutter ziemlich unangenehm sein.

Diese Methode kann ungefähr zweieinhalb Stunden Zeit in Anspruch nehmen. Die äußere Wendung ist nur bis zum Anfang der 37. SSW möglich. Erfolgt sie nach der 37. SSW, ist das Baby schon zu groß. Das Baby muss noch genügend Platz im Bauch haben, um sich zu drehen.

Weiterhin muss genügend Fruchtwasser vorhanden sein. Die Nabelschnur muss lang genug sein. Bei Komplikationen in der Schwangerschaft sollte die äußere Wendung nicht ausgeführt werden. Der Arzt sollte Dich gründlich beraten, wie die äußere Wendung abläuft und welche Risiken es gibt.

Wie erfolgt die äußere Wendung?

Die äußere Wendung wird zumeist im Krankenhaus ausgeführt. Da es zu Komplikationen, beispielsweise durch eine vorzeitige Ablösung der Plazenta, kommen kann, muss alles für einen Notkaiserschnitt vorbereitet sein. Er wird sofort nach dem Wendeversuch ausgeführt, wenn Komplikationen auftreten.

Der Arzt führt zuvor eine Ultraschalluntersuchung aus, um die Lage und Größe des Babys zu beurteilen. Er entscheidet, ob eine äußere Wendung sinnvoll ist. Er prüft den Sitz der Plazenta und die Menge an Fruchtwasser.

Während der äußeren Wendung werden die Herztöne des Babys überwacht. Damit die Gebärmutter entspannt ist, wird Dir über eine Infusion ein wehenhemmendes Medikament gegeben. Mit Druck auf den Unterbauch versucht der Arzt, das Baby zu einem Positionswechsel zu bringen.

Hat es der Arzt geschafft, Dein Baby in Schädellage zu bringen, bleibst Du noch mindestens eine halbe Stunde lang unter Kontrolle. Hat es geklappt und treten keine Komplikationen ein, kannst Du den Heimweg antreten.

Weitere Alternativen zu einer indischen Brücke

Die indische Brücke und die äußere Wendung sind nicht die einzigen Möglichkeiten, Dein Baby bei einer Beckenendlage zum Drehen zu bewegen. Eine Alternative ist die Akupunktur, die ab der 36. SSW ausgeführt werden kann.

Mit Nadeln, die in die entsprechenden Akupunkturpunkte gestochen werden, kann das Baby zur Umkehr bewegt werden. Über die Erfolgsquote liegen keine Angaben vor. Die Akupunktur kann mit einer Fußreflexzonenmassage unterstützt werden.

Ähnlich wie die Akupunktur in Kombination mit der Fußreflexzonenmassage erfolgt die Moxibustion. Eine Moxa-Zigarette aus Beifußblättern wird an den kleinen Zeh gehalten, um das Baby zur Wendung anzuregen.

Auch hier sind keine Angaben über die Erfolgsaussichten vorhanden. Über Versuche, Deinem Baby mit der Taschenlampe den Weg zur Umkehr zu leuchten oder es mit Klangkugeln zum Drehen zu bringen, liegen keine wissenschaftlichen Beweise vor.

Kaiserschnitt bei Beckenendlage nicht immer erforderlich

Bei einer Beckenendlage ist nicht immer ein Kaiserschnitt erforderlich. Er wird nur dann ausgeführt, wenn vor der Geburt mit Komplikationen zu rechnen ist oder wenn es während der Geburt zu Komplikationen kommt.

Hat sich das Baby in der 36. SSW oder in der 37. SSW noch nicht gedreht, besteht die Möglichkeit, dass Dein Baby durch die Scheide zur Welt kommt. Bei der Steißlage werden verschiedene Lagen unterschieden.

Es kommt auf schnelles Handeln des Arztes und der Hebamme an, damit das Baby während der Geburt genügend mit Sauerstoff versorgt wird. Da der Kopf bei der Geburt in Steißlage als Letztes die Scheide passiert, besteht die Gefahr einer Unterversorgung mit Sauerstoff. Das ist jedoch nicht der Regelfall, weshalb Du auf die indische Brücke auch verzichten kannst.

Indische Brücke: Fazit

Die indische Brüke hat ihren Ursprung im Yoga. Sie soll das Baby bewegen, sich aus der Steißlage in die Schädellage zu drehen. Du liegst auf dem Boden. Das Becken befindet sich höher als der Kopf.

Einige Befürworter empfehlen die indische Brücke schon ab der 33. SSW. Sie kann noch bis zur 36. SSW oder bis zum Anfang der 37. SSW ausgeführt werden. Der Körper soll bei der indischen Brücke entspannt sein. Diese Entspannung und das anschließende schwungvolle Aufstehen sollen Dein Baby zur Wendung bewegen.

Alternativ dazu kann der Arzt eine äußere Wendung vornehmen. Sowohl die indische Brücke als auch die äußere Wendung garantieren keinen Erfolg.

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