Jede Familie ist anders

Wenn Kinder miteinander Familie spielen, gibt es meistens einen Vater, eine Mutter und mindestens ein Kind. Viele Familien sehen tatsächlich genau so aus. Mittlerweile gibt es aber auch andere Familienformen. Wie die Menschen in anderen Familien zusammenleben, erzählen wir dir heute ganz genau.

Das Idealbild der Familie

Die mitteleuropäische Standardfamilie besteht aus zwei Eltern, die miteinander verheiratet sind und ein paar Kindern. Sie leben gemeinsam in einem Haus oder in einer Wohnung.

Heute ist die Standardfamilie längst nicht mehr die einzige gängige Familienform.

Patchworkfamilie

Das Wort Patchwork kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie zusammengeflickt. Zwei Menschen, die zuvor bereits in einer Ehe waren und bereits Kinder haben, ziehen zusammen. Jeder nimmt ein paar Kinder mit in die Beziehung. Die Geschwister sind dann teilweise also nicht miteinander verwandt. Manchmal bekommen die Eltern dann noch ein gemeinsames Kind (oder sogar mehrere) miteinander. Alle Kinder leben dann gemeinsam mit den Eltern unter einem Dach. Darum können Patchworkfamilien mitunter recht groß sein, wenn man sie mit der deutschen Standardfamilie vergleicht.

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Weil Scheidungen heute immer wieder vorkommen, sind Patchworkfamilien keine Seltenheit.

Regenbogenfamilie

Wie du bestimmt weißt, kann es sein, dass sich zwei Frauen oder auch zwei Männer ineinander verlieben. Diese Art der sexuellen Orientierung nennt man auch Homosexualität. Homosexuelle Pärchen dürfen in vielen Ländern noch nicht heiraten. Sie können aber eine eingetragene Partnerschaft eingehen und genießen dann einige Vorteile, die auch verheiratete Paare haben.

Auch homosexuelle Paare können eine Familie gründen. Es ist zwar nicht möglich, auf natürlichem Wege ein Kind miteinander zu zeugen, wenn sich zwei Männer oder zwei Frauen lieben. Manchmal adoptieren sie aber ein Kind aus dem Waisenhaus oder ein Flüchtlingskind aus einem anderen Land. So können die beiden trotzdem ein Kind bekommen und ein Waisenkind kann sich über ein neues Zuhause freuen.

Die Regenbogenfamilie stößt immer wieder auf Kritik. Denn manche Menschen sind der Meinung, dass sich gleichgeschlechtliche Paare nicht so gut um ihre Kinder kümmern können, wie Heteros. Mit Hetero meint man die Beziehung zwischen Frau und Mann, wie du sie wahrscheinlich von deinen Eltern kennst.

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Kinder können in einer Regenbogenfamilie grundsätzlich genauso gut heranwachsen, wie in der Obhut eines Hetero-Pärchens. Von Nachteil ist möglicherweise, dass bei einem lesbischen Pärchen die männliche, bei einem schwulen Pärchen die weibliche Bezugsperson für die Kids fehlt. Denn Kinder brauchen sowohl männliche als auch weibliche Vorbilder in ihrer Kindheit. Weil es auch Onkel und Tanten geben kann, die diese Rolle übernehmen, steht die Regenbogenfamilie einer Heterofamilie grundsätzlich in nichts nach.

Pflegefamilie

Wenn Kinder ihre Eltern verlieren, sind sie zuerst auf die Unterstützung durch den Staat, in dem sie leben, angewiesen. Sie kommen dann in ein Waisenhaus. Ältere Kids und Jugendliche können in eine betreute Wohngemeinschaft einziehen.

Zwar bekommen die Kids so alles, was sie benötigen. Die Liebe eines Elternpaares fehlt ihnen aber trotzdem. Kinder können besser aufwachsen, wenn sie von Eltern großgezogen werden und in einer richtigen Familie leben.

Darum ist es besser für Waisenkinder, wenn sie von einer Pflegefamilie aufgenommen werden. Eltern, die aus verschiedenen Gründen keine Kinder zeugen können, haben die Möglichkeit, ein Kind aus dem Waisenhaus zu adoptieren. Auch Flüchtlingskinder aus anderen Ländern können bei einer Pflegefamilie ein neues Zuhause finden. Manche Pflegefamilien sind zwar zeugungsfähig, möchten aber trotzdem ein Kind adoptieren, um ihm ein schönes Leben zu ermöglichen.

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Auf diese Weise wird die Familie durch das Kind noch größer und die Adoptivkinder haben bessere Chancen auf ein tolles Leben. Sie können sich freuen, weil sie Eltern haben, die hinter ihnen stehen und sich um sie kümmern.

Weil Kinder ein wertvolles Gut sind, das man beschützen muss, gibt es sehr strenge Auflagen für die Pflegefamilien. Bevor eine Familie ein Kind zu sich aufnehmen kann, müssen die Eltern beweisen, dass sie über ein ausreichend hohes Einkommen verfügen, um das Kind zu versorgen. Sie brauchen eine Wohnung, die groß genug ist, um das Kind altersgemäß unterzubringen.

Klappt die Adoption, dann gibt es regelmäßige Kontrollen durch die Jugendwohlfahrt. Dann kommt ein Sozialarbeiter in die Familie, um sich die aktuellen Umstände dort anzusehen. So stellt man sicher, dass das Kind weiterhin gut behandelt wird und es ihm an nichts fehlt.

Alleinerzieher-Familie

Für Kids ist es am schönsten, wenn sie zwei Elternteile haben. Stirbt ein Elternteil, so kümmert sich der verbleibende um die Kinder. Auch, wenn sich die Eltern scheiden lassen, entsteht eine Alleinerzieher-Familie.

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Das ist für den Papa oder die Mama nicht ganz leicht, weil er bzw. sie sich alleine um die Kindererziehung, den Haushalt und den Lebensunterhalt kümmern muss. Manchmal finden Alleinerzieher einen neuen Partner, der sie dabei unterstützen kann.

Die Kinder brauchen dann eine Zeit lang, um sich dem neuen Partner vollständig anvertrauen und öffnen zu können. Denn sie wissen: Das ist nicht meine Mama bzw. mein Papa.

Aus einer Alleinerzieher-Familie kann eine Patchworkfamilie werden, wenn der neue Partner auch Kinder in die Beziehung mitbringt.

Arbeitsblatt zum Text

1) Erkläre die schwierigen Wörter aus dem Text.

Was bedeutet…

  • Homosexualität
  • Hetero
  • Regenbogenfamilie
  • Alleinerzieher-Familie
  • Pflegefamilie
  • Patchworkfamilie

2) Wie sieht deine Familie aus? Wer gehört alles dazu? Male ein Bild von deiner Familie mit sämtlichen Familienmitgliedern, die bei dir Zuhause leben.

3) Warum denkst du, sind Kinder am glücklichsten, wenn sie zwei Elternteile haben? Welche Nachteile haben Kids, die nur einen Papa oder eine Mama haben?

 

Foto: andres / bigstockphoto.com

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