Kann man Babybrei einfrieren? Das solltest Du dabei beachten

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Babybrei einfrieren wird nicht erst ab dem siebten Monat ein Thema. Denn schon ab dem vierten Monat kannst Du Deinem Kind Babybrei zufüttern. Allerdings sind am Anfang die Portionen noch winzig, weil Babys Magen so klein ist, dass sich das Einfrieren nicht zu lohnen scheint.

Ein Heidenaufwand also für Mini-Portionen? Wir zeigen Dir, wie Du es richtig machst: Einfrieren ist so leicht, dass ein Gelingen eigentlich nur von der richtigen Organisation abhängt. Ob Zucchini einfrieren oder Spinat: Ein wenig Grundlagenwissen gehört schon dazu, damit Dein Kind auch ein sicheres Lebensmittel verzehrt.

Babybrei einfrieren gilt als zeitaufwändig. Das ist aber nicht richtig, im Gegenteil: Ein bisschen Grundlagenwissen verschafft Dir sogar mehr Zeit für Dein Kind. Lies hier alles über Einfrieren, Auftauen und gute Hygiene.

Babybrei einfrieren: Geht das überhaupt?

Du kannst im Prinzip jeden Babybrei einfrieren: selbst Gekochtes ebenso wie gekauften Babybrei im Gläschen. Darum ist Babybrei einfrieren wirklich nicht aufwendig. Wer aber selber kocht, verzweifelt oft angesichts der winzigen Portionen: Immer muss man etwas wegwerfen.

Das ist Lebensmittelverschwendung, klar. Doch es geht auch anders: Viele junge Väter oder Mütter entscheiden irgendwann, auf Vorrat zu kochen. Das, was zu viel ist, wird kurzerhand eingefroren.

Diese Vorgehensweise scheint aufwendig, ist es aber nicht. Denn die Mühe fällt ja nur einmal an, viele Eltern schätzen den Zweiwochen-Rhythmus. Hältst Du Dich daran, hast Du erst einmal zwei Wochen Ruhe. So musst Du zum Beispiel beim Zucchini einfrieren nur einmal eine Zucchini kochen und pürieren. Nach dem Zucchini Einfrieren hast Du dann jederzeit eine Mahlzeit parat.

Babybrei einfrieren: Die Vorteile

  • Spart Geld und Lebensmittel: Bei kluger Planung wird alles verbraucht.
  • Kostet wenig Zeit, weil nicht immer frisch gekocht werden muss, sondern nur aufgetaut.
  • Sorgt für längere Haltbarkeit von Lebensmitteln.

Hat es Nachteile, wenn Du Babybrei einfrierst?

Babybrei besteht aus Gekochtem, das püriert wurde. Darin haben Bakterien und Keime die besten Chancen, sich rasend schnell zu vermehren. Voraussetzung ist zudem eine Temperatur, bei der sich die Bakterien wohlfühlen.

Im Normalfall ist das Wärme. Das Einfrieren dient also dazu, die Keimentwicklung in Schach zu halten. Nur dann bleiben die Lebensmittel länger haltbar und können auch nach Monaten noch verzehrt werden.

Babybrei einfrieren heißt Zeit sparen

Bewährt hat sich für viele Eltern ein Vierzehn-Tage-Rhythmus. Das ist machbar, selbst mit sehr wenig Zeit. Und es erlaubt den Eltern, jederzeit den Überblick über die Vorräte zu behalten. Selbst wenn in diesen vierzehn Tagen etwas nicht verbraucht wird und länger liegen bleibt, überschreitet es nicht die Haltbarkeit der betreffenden Lebensmittel.

Babybrei einfrieren: So lange sind Speisen haltbar:

  • Obst und Gemüse bis zu 6 Monate
  • Fleisch und Fisch bis zu 3 Monate

Wichtig: Das Einfrieren stoppt die Bakterien nur, tötet sie aber nicht. Bewahre deshalb die Speisen nicht zu lange auf! Zum Beispiel kannst Du Zucchini einfrieren, um sie anschließend innerhalb von einem halben Jahr zu verzehren.

Ein rascher Verbrauch ist aber immer besser. Mit guter Planung kannst Du aber den Babybrei so einfrieren, dass er gar nicht erst Monate in Deinem Tiefkühlfach zubringt: Dann verbrauchst Du nämlich immer zeitnah, was Du in den letzten Wochen vorbereitet hast.

Hygiene steht an erster Stelle

Um Keime und Bakterien möglichst gering zu halten, solltest Du bei allem auf gute Hygiene achten. Dazu zählt die Sauberkeit der Arbeitsmittel wie Schneidbrett oder Messer. Hast Du etwa vor dem Zucchini Einfrieren etwas mit Fleisch zubereitet, säubere Dein Brett danach gründlich, bevor Du weitermachst.

Hier eine Übersicht, welche wichtigen Regeln Du beachten solltest:

  • Brett und Messer nach jedem Arbeitsgang gründlich säubern
  • Niemals Brei einfrieren, den Du schon mit einem benutzten Löffel berührt hast
  • Häufiges Händewaschen nicht vergessen

Babybrei selber machen
: Welche Speisen sollten nicht eingefroren werden?

Es gibt ein paar Ausnahmen von der Faustregel, man könne alles einfrieren. Ein paar Lebensmittel eignen sich weniger, denn sie verändern den Geschmack, andere die Konsistenz. Richtig gefährlich sind die meisten aber nicht für Dein Kind, weshalb Du beruhigt Babybrei daraus machen kannst.

Anders sieht das bei nitrathaltigen Lebensmitteln aus. An dieser Stelle darum eine Warnung.

Vorsicht bei Spinat

Dieses Lebensmittel enthält viel Nitrat. Vermeide darum, Deinem Kind große Mengen davon zu füttern. Besonders für Säuglinge kann das gefährlich werden, denn das Nitrat wird zu Nitrit abgebaut. Im kindlichen Körper verändern sich dadurch die roten Blutkörperchen, was wiederum zu einer mangelhaften Sauerstoffversorgung führt.

Wie viel aber ist eine große Menge? Das lässt sich nur schwer einschätzen. Lasse darum im ersten Lebensjahr solche Lebensmittel am besten ganz weg.

Kohlrabi einfrieren

Auch hierbei handelt es sich um ein nitratreiches Lebensmittel. Es gilt dasselbe wie bei Spinat! Möchtest Du also Kohlrabi einfrieren für Babybrei, dann bitte erst ab dem zweiten Lebensjahr.

Nitratreiche Lebensmittel auf einen Blick:

  • Spinat
  • Kohlrabi
  • Rote Bete
  • Fenchel
  • Mangold

Nitratarm hingegen sind Möhren, Brokkoli, Pastinaken, oder auch Blumenkohl. Auch Zucchini einfrieren ist vollkommen in Ordnung. Diese Lebensmittel sind auch für kleine Babys unbedenklich. Bio Lebensmittel enthalten übrigens generell weniger Nitrat!

Weitere Lebensmittel, die beim Babybrei einfrieren problematisch sein können

Milchhaltige Speisen: Sie lassen sich zwar einfrieren, ohne an Geschmack oder Konsistenz zu verlieren. Kuhmilch und Rohmilchprodukte. Das Risiko einer Salmonellen-Infektion wäre hier einfach zu groß.

Doch in warmer Milch verbreiten sich Keime besonders rasch. Zur Sicherheit solltest Du darum einen Brei mit Milch frisch zubereiten. Im Allgemeinen geht das auch flink und erfordert keinen größeren Aufwand, ist also machbar.

Avocado

Hier geht es mehr um den Geschmack, weil Avocado durch Einfrieren bitter wird. Manch ein Kind verweigert dann die Nahrungsaufnahme.

Banane

Wird unansehnlich und verdirbt die Konsistenz des Breis.

Öl

Natürlich braucht ein guter Babybrei Öl zur besseren Aufnahme der wertvollen Vitamine darin. Doch das Öl fügt Du besser erst nach dem Auftauen hinzu. Der Grund: Es ändert deutlich den Geschmack und die Konsistenz von Babybrei beim Einfrieren. Gleiches gilt für Gewürze.

Zitrusfrüchte

Auch sie sollten nicht eingefroren werden, sind aber bei ganz kleinen Babys auch nicht angebracht. Die enthaltene Säure kann beim Ausscheiden dem empfindlichen wunden Babypo schaden. Andere Babys bilden vielleicht um den Mund herum Rötungen aus, und das, obwohl sie eigentlich den Geschmack mögen.

Kartoffeln

Kartoffeln haben viel Stärke. Das verändert die Konsistenz des Breis, was nach dem Auftauen sichtbar wird. Der Babybrei wird dann körnig und fällt auseinander. Ähnliches gilt für Reis und Nudeln.

Selbst wenn also oft empfohlen wird, diese Zutaten könnten bedenkenlos verwendet werden, ist das nur halb richtig. Es gibt Kinder, die das überhaupt nicht stört. Andere Babys wiederum mögen das gar nicht und verweigern.

Das ist eine lange Liste. Was aber lässt sich denn nun unbedenklich einfrieren?

Babybrei einfrieren: Diese Zutaten sind in allen Punkten unbedenklich

Zucchini einfrieren geht ebenso wie Kürbis, Möhren und Apfelmus. Das sind die Klassiker der Babynahrung. Aber auch Fleisch verschiedener Sorten eignet sich, ebenso wie Fisch. Frische und Sauberkeit sind immer die Voraussetzung für richtiges Babybrei einfrieren.

  • Zucchini
  • Apfel
  • Kürbis
  • Fleisch, Fisch

Worauf Du beim Zubereiten von Babybrei noch achten solltest, erfährst Du hier!

Babybrei einfrieren – so geht es!

Wer Babybrei einfrieren möchte, sollte vor allem die einzelnen Breie trennen. Also Fleisch extra zubereiten, Gemüse ebenso! Grund ist nicht nur die unterschiedliche Haltbarkeit der Speisen.

Vor allem isst Dein Baby in den ersten Wochen nach Beginn des Zufütterns noch nicht so viel Fleisch. Portioniere es darum extra, dann kannst Du es auch in kleinen Portionen auftauen. Nur dann bist Du sicher, immer die richtige Menge parat zu haben.

1. Kleine Portionen, luftdicht

Das ist das Geheimnis des Einfrierens: Denke voraus. Kleine Portionen sorgen etwa beim Zucchini einfrieren dafür, dass nach dem Füttern nichts oder nicht so viel übrig bleibt. Du kannst hierfür Eiswürfelbehälter nutzen. Vergiss aber nicht, sie anschließend luftdicht in einen Gefrierbeutel oder einen anderen Behälter umzufüllen.

2. Rasch abkühlen

Je langsamer das Abkühlen vor sich geht, desto besser geht es den Bakterien. Wie sauber Du auch arbeitest, ein paar von ihnen entwickeln sich doch im Innern des Babybreis. Es gilt also, ihre Ausbreitung so gut es geht zu behindern.

Das funktioniert über die Temperatur. Je rascher Du die Speise abkühlst, desto besser! Hast Du dafür keinen speziellen Gefriermodus, nutze einfach ein Wasserbad mit Eiswürfeln. Sobald die Speise auf Zimmertemperatur ist, geht sie ins Gefrierfach.

3. Babybrei einfrieren Behälter: Silikon oder Glas?

Behälter für den Babybrei sollten luftdicht verschließbar sein. Damit lässt sich alles nutzen, was sowieso zum Einfrieren gedacht ist.

Tipp: Einfache Eiswürfelbehälter zum Einfrieren kleiner Portionen nutzen. Ist dann alles gefroren, einfach umfüllen in verschließbare Gefrierbeutel.

Babybrei Fertiggläschen lassen sich zwar auch einfrieren, allerdings nur dann, wenn Du nicht schon mit einem benutzten Löffel etwas entnommen hast. Vorteil: Die kannst Du zum Auftauen in den Babykosterwärmer stellen, sofern Du einen besitzt.

Silikon hingegen hat den Vorteil, flexibel zu sein. Es eignet sich zum Babybrei einfrieren sehr gut: Gefrorenes lässt sich leicht lösen, zum Beispiel zum Aufwärmen auf einem Teller in der Mikrowelle.

4. Einfrieren – was Du zur Vorbereitung noch beachten musst

  • Behälter auskochen, bevor sie befüllt werden.
  • Behälter nicht ganz befüllen, das Gefriergut dehnt sich beim Einfrieren aus.
  • Nicht zu lange draußen lagern, auch nicht über Nacht im Kühlschrank. Immer daran denken: Je kälter, desto weniger Chancen haben Bakterien.

Das ist die richtige Temperatur für die Lagerung im Gefrierfach:

Die ideale Temperatur zur Lagerung des Babybreis liegt bei minus 18 Grad Celsius. Lagerst Du darüber, kann es sein, dass Dein Babybrei nicht ganz so lange hält. Je wärmer, desto aktiver werden schädliche Bakterien!

Behälter beschriften schützt vor Küchenchaos

Wie aber behält man den Überblick? Ganz einfach: Beschrifte jedes befüllte Gefäß. Notiere auf einem Etikett Inhalt und Datum. Dann weißt Du jederzeit, was wann weg muss! Im Idealfall brauchst Du aber diese Zettel gar nicht, weil Du gut geplant hast und alles bald wieder aufbrauchst.

Babybrei Auftauen: Das musst Du beachten

  • Aufgetauten Babybrei nicht wieder einfrieren. Denn mit jedem Mal Auftauen entwickeln sich mehr Keime und Bakterien. Deren Wachstum wird durch das Einfrieren nur gehemmt – abgetötet werden sie dadurch aber nicht.
  • Nicht zu heiß auftauen, sonst gehen Vitamine verloren. Aber auch nicht zu langsam, sonst entwickeln sich vermehrt Bakterien.
  • Was aufgetaut ist, innerhalb von 24 Stunden verbrauchen, sonst wegwerfen.
  • Beim Erhitzen in der Mikrowelle darauf achten, dass Behälter kein Melamin enthalten. Diese stehen im Verdacht, bei Erhitzen gesundheitsschädliche Stoffe abzugeben.

Es gibt folgende Möglichkeiten, Babybrei aufzutauen:

  • Mikrowelle
  • Wasserbad
  • Spezielle Babykostwärmer

Achte darauf, dass das Wasserbad nur ungefähr 70 Grad hat. Vergiss nicht, nach dem Erwärmen alles gut durchzurühren, das gilt auch bei der Mikrowelle. Sonst kann Dein Baby sich beim Füttern verbrennen.

Fazit Babybrei einfrieren

Ob Selbstgekochtes oder Babybrei aus dem Glas: Nahezu alles lässt sich problemlos einfrieren. Wenn Du das auf Vorrat machst, sparst Du vor allem Zeit: Anstatt jede Mahlzeit neu zu kochen, musst Du sie nur noch auftauen. Hast Du Dich schon über Beikost informiert?

Aber auch der Lebensmittelverschwendung gebietest Du Einhalt. Denn Du musst dann nicht mehr so oft etwas wegwerfen, vor allem wenn Dein Baby noch sehr klein ist und wenig schafft. Babybrei einfrieren ist darum eine gute Lösung vor allem für Eltern mit wenig Zeit. Was paradox klingt, stimmt aber: Du hast den ganz großen Aufwand nur einmal alle zwei oder drei Wochen.

Es gibt allerdings einige Lebensmittel, welche sich vor allem für sehr kleine Babys nicht eignen. Die solltest Du im ersten Lebensjahr gar nicht geben. Das betrifft alle Lebensmittel, die reich an Nitrat sind.

Das betrifft Spinat, Kohlrabi, Fenchel, Rote Beete und Mangold. Ab dem Alter von einem Jahr ist auch hier die Gabe unproblematisch. Klassiker sind hingegen Apfel oder Möhre – auch Zucchini einfrieren ist problemlos möglich.

Wichtig ist stets auch die Einhaltung grundlegender Hygieneregeln. Wenn Du sie beim Babybrei einfrieren beachtest, wirst Du bald auf einen guten Vorrat an Babybrei zurückgreifen können.

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