Kinder mit Gelenkschmerzen: Wie äußert sich Rheuma bei Kindern?

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Manche Kinder wachen nachts auf und klagen über schmerzende Gelenke. Diese Schmerzen sollten ernst genommen werden. Andere, vor allem kleine Kinder, geben keine Schmerzen an, sondern nehmen einfach eine entlastende Schonhaltung ein.

Dabei kann es sich um einfache Wachstumsschmerzen handeln. Diese sind relativ harmlos und verschwinden wieder. Sollten die Leiden länger anhalten, ist laut gelenkexperten.com spätestens bei den Vorsorgeuntersuchungen der Arzt zu informieren, damit ernste Krankheiten des Skelettsystems verhindert werden. Es kann sich nämlich um Rheuma handeln, welches auf jeden Fall medizinisch behandelt werden muss.

Anzeichen für Rheuma beim Kind

In der Regel erwartet man die Diagnose „Rheuma“ nicht bei Kindern. Ist das doch eine Krankheit, welche eher älteren Semestern vorbehalten ist. Diese durch Verschleiß entstehenden Symptome von degenerativen Krankheitsbildern brauchen Zeit, um sich auszuprägen und sind teilweise Folge jahrzehntelanger Lebensgewohnheiten.

Bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist die Sache anders gelagert. Hierbei greift ein fehlgeleitetes Immunsystem körpereigenes Gewebe an. Eine Früherkennung ist wichtig, weil es beim jugendlichen Skelett mit seinen noch weichen Knochen schnell zu bleibenden Fehlstellungen kommen kann.

Eltern sollten deshalb immer ein Auge auf das Verhalten ihrer Sprösslinge werfen, um erste Anzeichen zu erkennen. Nur dann kann gezielt gegen die Krankheit vorgegangen werden. Wer also die folgenden Verhaltensweisen bei seinem Nachwuchs feststellt, sollte der Sache auf den Grund gehen.

Hinken

Wenn schon Gelenke der Beine oder Füße in Mitleidenschaft gezogen worden sind, ist häufig ein Entlastungs- oder Schonhinken zu bemerken.

Lange Morgentoilette

Wenn morgens die Gelenke steif sind, braucht das Kind länger zum Kämmen, Zähneputzen und Ankleiden.

Schonhaltung

Wenn das Kind auch in Ruhestellung ungewöhnliche Körperhaltungen einhält, sucht es u. U. eine schmerzfreie Position.

Greif- und Stützbewegungen

Sollte das Kind sich z. B. mit der Faust statt mit der offenen Handfläche aufstützen.

Trägheit

Z. B. wenn das Kind schon laufen kann, aber beim Einkaufen oder während des Spaziergangs ständig getragen werden will.

Weiche Nahrung

Wenn Speisen, die ein kräftiges Kauen erfordern, verschmäht werden, kann eine Entzündung im Kieferbereich vorliegen.

Formen des Kinderrheumas

Kinderrheuma ist nicht mit der Ausprägung der Krankheit im Erwachsenenalter vergleichbar. Diagnose, Verlauf und Therapieansätze unterscheiden sich teilweise signifikant. Drei Typen werden klassifiziert:

Juvenile idiopathische Arthritis (JIA

JIA ist die häufigste Form von kindlichem Rheuma. Dabei können sich in kurzer Zeit mehrere Gelenke entzünden. Zusätzlich können andere Organsysteme betroffen sein. So tritt in manchen Fällen ein charakteristischer Hautausschlag auf. Ebenso wurden schon Brustfell- und/oder Herzbeutelentzündungen festgestellt. 

Weitere mögliche Symptome sind Vergrößerungen von Milz, Leber und Lymphknoten. Typisch sind in der Anfangsphase tägliche Fieberschübe. Manche Ausprägungen zeigen eine Schuppenflechte und Entzündungen an den Sehnenansätzen. Auch zusätzliche Augenentzündungen können eine rheumatische Erkrankung anzeigen.

Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen)

Zwar ist diese Form eher Erwachsenen vorbehalten, aber auch bei Kindern treten die schwerwiegenden Systemerkrankungen auf. Die entzündeten Zellen des fehlgeleiteten Immunsystems greifen dabei vor allem Gewebe außerhalb der Gelenke an. Je nach Krankheitsbild betreffen sie die Haut, innere Organe, Mundraum, Augen und Muskeln.

Gefäßentzündungen (Vaskulitiden) 

Eine besonders schwere Form des Rheumas bei Kindern sind die Vaskulitiden. Dabei greift das fehlgesteuerte Immunsystem die Wände der Blutgefäße an. Diese entzünden sich und schwellen an. Wenn sie rissig werden, treten Entzündungszellen aus und richten weitere Schäden an.

Ist Rheuma bei Kindern heilbar?

Diese Frage ist nicht mit einem klaren Ja oder Nein zu beantworten. Normalerweise verschreibt der Arzt nicht ein Medikament, welches die Krankheit auf Anhieb heilt. Dabei hängt jede Diagnose vom Einzelfall ab und nach heutigem Stand passiert eine Linderung durch ein Behandlungskonzept im Maßnahmenpaket.

Dieses ist stets auf das betroffene Kind zugeschnitten und umfasst neben Medikamenten auch Physio- und Ergotherapie sowie eine psychosoziale Unterstützung. In manchen Fällen können Operationen helfen.

Kindliches Rheuma kann fast immer im Verlauf abgemildert werden. Bei mehr als 50 % wird die Krankheit im Erwachsenenalter zum Stillstand gebracht. Die meisten Fälle können bei einem rechtzeitigen Start der therapeutischen Behandlung später fast uneingeschränkt ihrem Beruf nachgehen, wobei eine Neigung zu Gelenkentzündungen bestehen bleibt.

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