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Kindersicherheit in der Küche

Mit Mama zusammen einen Teig anrühren und dann fasziniert durch die Glasscheibe des Backofens auf den Gugelhupf oder das Blech […]

Küche kindersicher machen

Küche kindersicher machen

Mit Mama zusammen einen Teig anrühren und dann fasziniert durch die Glasscheibe des Backofens auf den Gugelhupf oder das Blech mit den Plätzchen für Weihnachten starren? Natürlich wollen alle ihren Kindern diese Freude bieten. Dennoch ist die Gefahr groß, dass der Nachwuchs auf eigene Faust in der Küche den Spaß wiederholen möchte. Eine kindersichere Küche ist daher wirklich wichtig. Der folgende Beitrag informiert darüber, wie sich dies am besten realisieren lässt.

Die wichtigste Grundregel von allen

„Messer, Gabel, Schere, Licht …“, lautet ein alter Spruch, der die Küchengefahren vor allem für die kleineren Kinder aufzählt. Heute kommen mit dem Elektroherd, dem Wasserkocher, dem Mixer und dem Toaster noch viele andere Dinge dazu. Alles immer abzusichern, ist nicht immer ein leichtes Unterfangen. Deshalb lautet die wichtigste aller Regeln: den Nachwuchs nie unbeaufsichtigt in der Küche hantieren lassen!

Erklären, aber immer altersgerecht!

Einem Baby braucht niemand die Gefahr erklären, die von kochendem Wasser ausgeht. Auch Strom ist etwas, das kleine Kinder im Hinblick auf Sicherheit noch gar nicht richtig erfassen können. Dagegen verstehen die Kids rasch, dass man beim Toben auf nassem Fußboden ausrutschen kann oder von einer Trittleiter herunterfallen kann. Daher gilt: Was zur Erfahrungswelt der Kleinen passt, kann altersgerecht erklärt werden, alles andere muss gesichert sein.

Sicherheitsprodukte installieren

Die Anschaffung ist einmalig und eine wertvolle Investition in einen umfassenden Schutz der Knirpse. Produkte für Sicherheit in der Küche gibt es eine Menge und Eltern können aus dieser reichhaltigen Palette das auswählen, was individuell benötigt wird. Zur Auswahl stehen beispielsweise der Fingerklemmschutz an Schubladen oder Türen sowie Schutzgitter für den Küchenherd, Kanten- und Eckenschutz. Was genau installiert wird, hängt von der Beschaffenheit der jeweiligen Küche sowie von Größe und dem Alter der Kinder ab. Unsere Checkliste zur Baby-Erstausstattung hilft sicher auch.

Fallen vermeiden

Oft sind es ausgerechnet die Eltern, die in einer grundsätzlich gut gesicherten Küche für Fallen und damit Gefahr sorgen. Die Klassiker sind in diesem Zusammenhang das herunterhängende Kabel von Elektrogeräten oder der Pfannenstiel, der über den Herd hinausreicht. Solche Dinge werden von den neugierigen Kinderaugen oft zielsicher entdeckt und haben einen hohen Aufforderungscharakter, damit zu spielen.

 

Kinder spielen in der Küche

Kinder spielen in der Küche

Vorsicht, heiß!

Das sprudelnde Wasser auf dem Herd können manche Kinder in seiner Gefährlichkeit sogar begreifen. Wenn die dampfende Suppe oder die Schüssel mit den Spaghetti auf dem Tisch steht, kann dies schon anders aussehen. Platz für diese Dinge sollte daher optimal in der Tischmitte sein. Die kurzen Kinderarme haben keine Chance, die heiße Speise zu erreichen. Und wenn Eltern Ihren Kids erklären, dass man heißes Essen auf Gabel und Löffel erst einmal kühler pusten muss, ist die ideale Gelegenheit zu erwähnen, wie heiß der Topf auf dem Tisch ist.

Trinken? Lieber nicht!

In der Küche gibt es eine Menge von Dingen, die von Kindern keinesfalls hinuntergeschluckt werden sollten. Dazu gehören Spülmittel und Reinigungsmittel aller Art, die grundsätzlich sicher außerhalb der Reichweite der Kleinen aufzubewahren sind. Doch die Liste ist auch auf richtige Getränke auszuweiten. So darf Alkohol keinesfalls in die Hände der Kleinen geraten und auch bei heißem Kaffee ist natürlich Vorsicht geboten.

Erstickungsgefahr beachten

Eigentlich will man an ein solches Thema gar nicht denken, aber es darf um die Kindersicherheit keinesfalls fehlen. Gegenstände, die Luftnot auslösen können, dürfen in der Küche für Kinder nicht erreichbar sein. Das gilt für Plastiktüten ebenso wie für winzige Nahrungsmittel wie zum Beispiel Nüsse, die leicht eingeatmet werden können. Wenn Kinder eine Allergie gegen bestimmte Lebensmittel haben sollten, dürfen auch diese nicht frei zugänglich sein. Das Gleiche gilt selbstverständlich auch für Medikamente.

Brandgefahr: immer zu beachten

Streichhölzer gehören nicht in Kinderhände. Doch es gibt noch andere Gefahrenquellen rund um Feuer und Flamme. Dazu gehört das kleine Teelicht ebenso wie die Kerzen am Adventskranz in der Vorweihnachtszeit. Natürlich ist auch die heiße Herdplatte eine Gefahr, wenn der Nachwuchs ausgerechnet das gerade für Mama oder Papa gemalte Bild zur Ansicht ausgebreitet hat. Guter Tipp für alle Eltern: einfach die Küche einmal mit Kinderaugen betrachten. Dann springen solche Fallen oft förmlich ins Auge.

Scharf und scharf: die doppelte Bedeutung des Wortes beachten

Scharfe Gegenstände wie Messer oder Scheren dürfen nicht in Kinderhand gelangen. Wollen die Knirpse beim Kochen und Backen mithelfen, tut es der stumpfe Holzlöffel ebenso wie das harmlose Plastikmesser. Scharf hat in der Küche aber noch eine andere Bedeutung: Gewürze sind sicher unter Verschluss zu halten. Das gilt für den Pfefferstreuer ebenso wie für die frische Chilischote, die vielleicht gerade vom Markt mit nach Hause gebracht wurde.

 

Backen mit Kind

Backen mit Kind

Lange Liste, doch keine Panik

Natürlich kommen Eltern angesichts der Gefahren, die für Kinder in der Küche lauern können, ins Schlucken. Dennoch kann Sicherheit realisiert werden, ohne die Kleinen aus der Küche zu verbannen. Dies ist nämlich in jedem Fall der falsche Weg. Richtig ist es, die Kleinen altersgerecht auf Gefahr im Küchenbereich aufmerksam zu machen, aber ihnen nicht die Freude an einem Raum zu verderben, in dem so viel Schönes passiert. Das gilt in ähnlicher Form natürlich auch für alle anderen Räume im Haus und den Garten.

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Über Charlotte Menke

Neben ihrer Arbeit für den Elternkompass, wird die 34-Jährige von ihrem fünfjährigen Sohn Emil auf Trapp gehalten. Die beiden freuen sich schon darauf im Herbst Drachen steigen zu lassen. Die Autorin und Mutter liebt es zu zeichnen oder durch ihre Heimatstadt Leipzig zu spazieren.

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