Konzentrationsübungen für Kinder – der große Überblick mit praktischen Übungen

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Konzentrationsübungen fördern die Konzentration. Die wiederum ist ein Teilbereich der Aufmerksamkeit. Dabei richten wir unsere Aufmerksamkeit gezielt auf einen bestimmten Gegenstand.

Ganz klar: Konzentration an sich zählt zu den wichtigsten Übungen überhaupt im späteren Leben. Spätestens in der Schule bekommt ein Kind, dessen Konzentration zu wünschen übrig lässt, Probleme.

Aber kann man so etwas Komplexes überhaupt üben? Wenn Dein Kind sich partout nicht konzentrieren will oder kann, wie sollst Du es dazu bringen? Erfahre hier alles, was Du dazu wissen musst.

Gute Gründe für Konzentrationsübungen

Wer sich besser konzentrieren kann, lernt besser. Wer sich hingegen nicht gut fokussieren kann, leidet später leichter an Frust, weil Misserfolge in der Schule nicht lange auf sich warten lassen.

Eine Befragung der DAK unter Lehrern und Grundschülern fand heraus, dass Konzentrationsprobleme bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren immer mehr zunehmen.

Studien zur Konzentration bei Kindern

Die gute Nachricht vorweg: Du und Dein Kind, ihr könnt das üben, wie viele Studien zeigen. Dabei gibt es Beeinflussung im negativen Sinne ebenso wie im positiven Sinn.

Wenn also eine Studie zum Beispiel zeigt, zu viel Fernsehen schadet Deinem Kind, dann heißt das auch: Du kannst mit Begrenzung der täglichen Fernsehzeit Dein Kind fördern.

Es gibt sogar Forschungen, welche das bestätigen.

Natürlich entspricht eine spielerische Herangehensweise dem kindlichen Wesen am besten. Aber auch mit Verhaltensregeln oder der Ernährung lässt sich die Konzentrationsspanne Deines Kindes erweitern.

Teilbereiche, welche ursächlich auf Konzentrationsfähigkeit bei Kindern einwirken

  • Medienkonsum führt zu Konzentrationsschwäche
  • Ernährung: Viel Omega-3-Fettsäuren fördern die geistige Entwicklung des Babys
  • Auch das Stillen beeinflusst schon die weitere Entwicklung Deines Kindes
  • Musik und Sport fördern Konzentration
  • Tiere helfen Kindern, die Aufmerksamkeit zu trainieren

Schon gewusst? Ausreichend Trinken gehört zur guten Ernährung! Hier erfährst Du, was ausreichend bei Kindern heißt.

Dies alles betrifft nicht nur ältere Kinder. Selbst Babys werden durch Fernsehen abgelenkt. Das liegt daran, dass sich ihr entwickelndes Gehirn stark auf Bewegung fixiert. Läuft bei Dir zu Hause also permanent der Fernseher, ist das nicht gut.

In späteren Jahren droht dann eine Konzentrationsschwäche! Hingegen fördert Musik die Aufmerksamkeit von Kindern. Erst recht, wenn sie sich selbst einmal mit einem Instrument oder Singen beschäftigen.

Kinder, die im Verein Sport reiben oder aktiv musizieren, sind nachweislich besser in Mathe und Deutsch.

Auch sonstiger Medienkonsum sollte auf ein vernünftiges Maß beschränkt bleiben. Das betrifft beide, Kinder wie Eltern. Eine andere Studie fand heraus, dass sich Kinder von ständig abgelenkten Eltern weniger gut konzentrieren können.

Das beginnt bereits im Babyalter! Wer also beim Spaziergang mit dem Kinderwagen alle fünf Minuten auf sein Smartphone blickt, tut dem Baby damit keinen Gefallen.

Konzentrationsübungen 1: Babys Aufmerksamkeit steuern

Zwar schläft Dein Baby jetzt noch viel, aber es entwickelt sich ja. Die Phasen, in denen es wach ist, lassen sich schon für spielerische Übungen zur Konzentration nutzen. Das geht ganz leicht.

Schau Deinem Kind tief in die Augen und halte seinen Blick. Sprich dazu sanft mit ihm und erhalte so seine Aufmerksamkeit. Dadurch lernt es Dich nicht nur besser kennen, sondern es erledigt ganz spielerisch auch seine erste Konzentrationsübung.

Lauter kleine Einsteins?

Skeptiker halten dagegen, es sei nicht nötig, bei Kindern eine Förderung der Konzentration zu üben. Schließlich könne und wolle man ja nicht lauter kleine Einsteins hervorbringen.

Das Kind lernt schon von allein alles Nötige, so heißt es, denn das liegt in seiner Natur.

Ganz Unrecht haben diese Menschen nicht, denn Kinder lernen tatsächlich rasend schnell. Doch in unserer Welt drohen einfach mehr Ablenkungen als noch zur Zeit unserer Großeltern.

Konzentrationsübungen schaffen hier einen Gegenpol, welcher den Kindern bei der Orientierung hilft. Damit bereiten sie sich zudem optimal auf die Schule vor. Natürlich kannst Du die Dinge auch sich selbst überlassen.

Aber dann verschenkt Dein Kind vielleicht Möglichkeiten. Zudem könnte Dein Kind eine Konzentrationsschwäche entwickeln, welche sich irgendwann negativ auswirkt.

Konzentrationsübungen 2 für ältere Kinder: Haushaltshilfe

Es gibt eine sehr simple Methode, das Interesse bei Kindern zu wecken und aufrechtzuerhalten: Lasse sie an Deiner Seite mit backen oder kochen. So lernen Kinder, wie viel Mühe hinter dem Lieblingsessen steckt.

Und dass man nur ein gutes Ergebnis erhält, wenn man strikt bei der Sache bleibt! Das Lieblingsessen ist besonders wichtig. Denn ein grundlegender Teil der kindlichen Aufmerksamkeit widmet sich ausschließlich Dingen, die es interessieren.

So ist manch eine scheinbare Konzentrationsschwäche nur mangelnde Motivation!

Konzentrationsübungen: Alles Wichtige im Überblick

  • Konzentration steigern mit Bewegungsspielen
  • Spiele ohne Bewegung fördern die Fähigkeit zum Stillsitzen
  • Motivation entscheidet über Erfolg
  • Aufmerksamkeitsspanne entwickelt sich erst noch

Kinder motivieren: Nichts einfacher als das?

Motivation kann von innen kommen, dann handelt es sich um echtes Interesse. Du kannst es aber auch häufig loben oder ihm die bisherigen Erfolge vor Augen halten. Dann kommt die Motivation von außen.

Die innere Motivation ist natürlich die beste, dann braucht es keine Ermutigung von außen. Ganz ohne Motivation von außen wird es aber nicht gehen, was sich spätestens in der Schule zeigt.

Hier auch ungeliebte Fächer zu meistern, das funktioniert nicht mit Konzentrationsschwäche! Dass Lob stets besser ist als Tadel oder gar Geldbelohnungen, versteht sich von selbst.

Für ältere Kinder kann schon die Idee abschreckend sein, sich ihren Hausaufgaben zu widmen: Erfahre hier, wie Du den täglichen Kampf vermeidest!

Konzentrationsübungen dürfen nicht überfordern!

Viele Eltern erwarten aber auch einfach zu viel: Kinder können sich anfangs noch nicht gut konzentrieren. Je älter ein Kind wird, desto länger wird erst seine Aufmerksamkeitsspanne.

Konzentrationsschwäche oder nicht? So lange kann sich Dein Kind am Stück konzentrieren

  • Vorschulalter bis 7 Jahre = bis zu 15 Minuten
  • Von sieben bis zehn = 20 Minuten
  • Von zehn bis zwölf = 20 – 25 Minuten
  • Bis 14 Jahre = 30 Minuten

Konzentrationsübungen 3: mit Vorlesen die Konzentration steigern

Eines der ältesten Mittel der Welt funktioniert immer noch hervorragend. Aneinander gekuschelt etwas vorlesen oder ein Bilderbuch ansehen: Hier wird eine spannende Geschichte die Aufmerksamkeit Deines Kindes komplett fesseln!

Gehirnjogging mit Bewegung (ab Kleinkindalter)

Die Kombination Konzentration und Bewegung ist kein Widerspruch. Alles, was die Motorik der Kinder fordert, fördert sie nämlich auch. Dadurch steigert sich die Hirnleistung der Kinder.

Konzentrationsübungen 4: Balancieren üben

Balancieren fördert den Gleichgewichtssinn und die Koordination. Darüber hinaus lernt das Kind ganz nebenbei, sich besser auf eine Aufgabe zu fokussieren. Balanceübungen sind vielfältig.

Vom Bleistift, der mit der Spitze auf dem Finger ruht bis hin zum Stehen auf einem Bein. Alles, was Spaß macht, ist erlaubt!

Konzentrationsübungen 5: Fingerspiele

Leg doch einmal den Daumen einer Hand an den Zeigefinger derselben Hand. Dann tippst Du damit der Reihe nach alle anderen Finger an. Und wieder zurück. Kann Dein Kind das auch? Kann es das vielleicht sogar mit beiden Händen gleichzeitig?

Konzentrationsübungen 6: Taktschlagen

Es muss kein kleiner Drummer sein: Taktschlagen begeistert viele kleine Kinder und hilft ihnen, gezielte Aufmerksamkeit zu üben. Dabei lernt es nicht nur ein Gefühl für Rhythmus. Auch die Konzentration steigert sich spürbar über einen längeren Zeitraum.

Konzentrationsübungen 7: Stuhltanz

Auch dies ein Klassiker und beliebt nicht nur bei Partys. Lässt sich am besten in einer größeren Gruppe spielen. Stühle in die Mitte stellen entsprechend der Zahl der Teilnehmer, aber einen zu wenig.

Musik laufen lassen, ein Erwachsener stellt die Musik an und aus. Jedes Mal, wenn die Musik ausgeht, müssen sich alle hinsetzen. Wer übrig bleibt, scheidet aus.

Übungen ohne Bewegung

Neben den grundlegenden Fertigkeiten lernt das Kind hier auch, stillzusitzen: Natürlich lässt sich das auch als Trockenübung erlernen. Doch am besten ist eine Kombination mit spielerischen Elementen.

Konzentrationsübungen 8: räumliches Denken fördern

Wegbeschreibung: Das Kind soll erzählen oder malen, was es auf dem Weg zur Schule oder zur Kita alles wahrnimmt. Kommt es an einem Supermarkt vorbei?

Wo wohnt der kleine niedliche Hund, an dessen Gartenzaun Du mit ihm vorbeigehst? Überhaupt ist Malen stets ein gutes Mittel gegen Konzentrationsschwäche.

Konzentrationsübungen 9: Ich packe meinen Koffer

Ein klassisches Gruppenspiel, welches auf jedem Kindergeburtstag gut ankommt. Jeder Teilnehmer sagt: Ich packe meinen Koffer: Anschließend ergänzt er, was er in den Koffer tut. Pro Teilnehmer ergänzt man jeweils einen Gegenstand.

Tipp: Bei erlahmender Aufmerksamkeit auch mal was Ungewöhnliches einpacken, etwa ein Nilpferd – und schon ist die Konzentration wieder da!

Konzentrationsübungen 10: Alphabet rückwärts aufsagen

Eine der schwierigsten Übungen nicht nur für Kinder! Voraussetzung ist natürlich die sichere Kenntnis des Alphabets.

Leidet Dein Kind an Konzentrationsschwäche?

Diese Frage beantwortet sich von selbst, wenn Du die oben aufgeführte Tabelle als Richtlinie nimmst. Allerdings darf sie nicht mehr sein: Sieh die Fortschritte Deines Kindes entspannt. Seine Entwicklung ist immer individuell.

Also keine Angst vor ADHS – oft gibt sich der vermeintliche Rückstand in späteren Jahren. Leider gibt es keine allgemeingültige Definition von Konzentrationsschwäche. Doch Du kannst viel dazu tun, bei Deinem Kind die Konzentration auch ohne Konzentrationsübungen zu fördern.

Konzentration steigern: dem Kind die ideale Umgebung schaffen

Fördere immer auch passiv die Konzentration Deines Kindes. Das heißt: die passende Umgebung schaffen, in der ein Kind nicht abgelenkt wird. Dazu zählen etwa ein ruhiger Raum ohne laufenden Fernseher.

Auch die Regelmäßigkeit einer Beschäftigung trainiert sein Gefühl für Aufmerksamkeit. Ein gut gelüfteter Raum hilft auch dabei, sich möglichst lange einer Sache widmen zu können. Ältere Kinder brauchen einen Schreibtisch, der ordentlich und sauber sein sollte.

Fazit: Mit Konzentrationsübungen förderst Du Dein Kind

Konzentrationsübungen steigern nachweislich die Fähigkeit eines Kindes, die Aufmerksamkeit gezielt zu lenken. Du kannst hier bereits ab dem Babyalter viel für Dein Kind tun.

Einfache Übungen wie intensiver Blickkontakt helfen Deinem Baby, sich auf Dich und die Welt zu konzentrieren. Das Gehirn des Säuglings entwickelt sich rasch weiter. Du bestimmst zu einem großen Teil, wie das geschieht.

Wer sich in diesen kostbaren ersten Wochen nicht voll auf sein Kind konzentriert, behindert es in seiner Entwicklung. Nicht immer braucht es für Konzentrationsübungen Spiele, obwohl sie natürlich kindgerecht sind.

Doch schon die Schaffung einer ruhigen Umgebung oder auch die Begrenzung des täglichen Medienkonsums können bei Deinem Kind viel Gutes bewirken!

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