Lass dich nicht stressen!

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Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder können sich gestresst fühlen. Neue Herausforderungen können Angst und somit schädlichen Stress auslösen.

Dauert dieser Zustand sehr lange an, kann er sogar ernste Folgen haben. Denn Stress wirkt sich auf sämtliche Organe aus und macht dich schlapp. Müdigkeit und Schlafprobleme lassen nicht lange auf sich warten, wenn man mit dem Grübeln nicht mehr aufhören kann.

Wenn du noch nicht weißt, was Stress eigentlich bedeutet, dann lies‘ doch unseren Artikel „Erwachsene sind immer im Stress“. Dort erklären wir dir, wie es zu Stress kommt und was das für den Körper bedeutet.

Tipps gegen Stress

Versuche dich in stressigen Zeiten immer wieder zu entspannen. Das Ziel dabei ist es, Gedanken und Sorgen für eine Weile möglichst gut abzuschalten. Nur so findest du zu neuen Kräften um die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Entspannung bedeutet, innerlich loszulassen. Im entspannten Zustand kümmerst du dich nur um dich selbst und fühlst dich einfach wohl.

Grundsätzlich ist es nicht so wichtig wie lange du dir zum Entspannen Zeit nimmst. Viel bedeutender ist, dass du dir regelmäßig dafür Zeit nimmst.

Für jeden Menschen gibt es andere Dinge, Umgebungen oder Aktivitäten, die ihn entspannen lassen. Ein Dauerlauf an der frischen Luft, ein wenig Radfahren oder andere Sportarten können entspannend wirken. Aber auch Musik hören, Zeichnen oder Meditieren geben deinem Körper die innere Ruhe, die er immer wieder benötigt.

Entspannungstechniken

Mittlerweile gibt es zahlreiche Entspannungstechniken, die man alleine oder in Gruppen anwenden kann. Die meisten davon sind ganz leicht zu erlernen. Wenn du solche Techniken beherrscht, kannst du dich innerhalb weniger Augenblicke vollständig entspannen. Das hilft besonders vor Klassenarbeiten, Referaten und Ähnlichem.

Mit Autogenem Training lernst du, deinen Körper Stück für Stück ruhiger werden zu lassen. Du programmierst ihn damit sozusagen darauf, auf bestimmte Sätze mit Entspannung zu reagieren. So kannst du jederzeit und überall innerhalb kürzester Zeit ruhiger werden.

Einmal erlernt ist Autogenes Training ein Begleiter für das ganze Leben. Diese Methode kannst du ohne fremde Hilfe mit einem Buch erlernen. Solche Selbsthilfebücher gibt es im Buchladen oder per Bestellung im Internet zu kaufen.

Eine andere Methode sind Fantasiereisen. Sie bringen dich an wunderschöne, angenehme Orte. In deiner Vorstellung kannst du überall sein, wo du dich wohlfühlst. Gibt es einen Platz auf der Welt, an dem du immer schon einmal sein wolltest? Stell dir einfach vor, du seist an deinem Lieblingsort.

Auf Youtube und anderen Internetseiten gibt es zahllose geführte Fantasiereisen auf Deutsch. Mit angenehmer Musik unterlegt helfen sie dir beim Einschlafen oder beruhigen dich nach schwierigen Situationen. Probier’s aus indem du via Suchmaschine nach dem Begriff „Fantasiereise“ suchst.

Mit etwas Geduld kannst du auch erlernen, wie man meditiert. Wenn man sich in Meditation befindet, kann man die eigenen Gedanken nahezu völlig abschalten. Das speziell für Menschen, die ständig grübeln ein befreiendes Gefühl. Wer regelmäßig praktiziert wird nachweislich entspannter im Alltag. Herausforderungen werden als weniger schlimm empfunden und die eigenen Gedanken können besser unter Kontrolle gehalten werden.

Auch Meditation kannst du ganz alleine anhand von Büchern lernen. Im Internet gibt es zahlreiche, kostenlose Informationen darüber. Selbst ohne Kenntnisse kannst du sofort meditieren: Lege dich gemütlich auf dein Bett und sorge dafür, dass du nicht gestört wirst. Ruhige, angenehme Musik in leiser Lautstärke lässt dich noch schneller entspannen. Denke dann erst einmal an etwas Schönes. Du kannst dich an einen Ort versetzen, den du gerne magst. Versuche, die Farben, Klänge und Gerüche dieses Ortes wahrzunehmen.

Gedanken, die dir in den Sinn kommen, beachtest du nicht weiter. Du lässt sie einfach vorüber ziehen wie ein stiller Beobachter. So wirst du immer ruhiger und fühlst dich pudelwohl.

Das kannst du jeden Tag vor dem Schlafengehen machen, um Stress abzubauen.

Alles hat seine Zeit – Entspannung ist eine Frage der Einstellung

Manche Menschen treten von sich aus viel entspannter an neue Situationen heran, als andere. Sie wissen: Es bringt nichts, sich unnötig Sorgen zu machen.

Nimm dir Zeit, um ein wenig darüber nachzudenken. Beantworte dir selbst folgende Fragen:

  • Rege ich mich manchmal mehr auf, als nötig?
  • Mache ich mir manchmal Sorgen, obwohl alles ganz gut läuft?
  • Bin ich öfters nachdenklich?
  • Grüble ich immer wieder über dieselben Dinge nach – mitunter stundenlang?
  • Bin ich generell ein hektischer Mensch?

Mache es dir gemütlich und philosophiere ein wenig mit dir selbst. Hinterfrage folgende Feststellungen und merke dir jene, die sich gut für dich anfühlen.

  • Ich kann alles schaffen.
  • Auch unangenehme Zeiten gehen vorüber.
  • Man muss nicht alles alleine schaffen. Meistens gibt es jemanden, der einem helfen kann.
  • Es ist nicht notwendig, immer alles perfekt zu meistern. Ich bemühe mich, so gut ich kann. Keiner erwartet von mir, mehr als das zu leisten.
  • Ich bin mindestens genauso gut, wie die anderen.
  • Beste Freunde haben kein Problem damit, wenn ich auch mal meine Schwächen zeige. Sie haben Verständnis, wenn es mir nicht gut geht.
  • Es trifft mich keine Schuld, wenn mir alles zu viel wird. Ich gebe immer mein bestes.
  • Ich hole mir Unterstützung von den Menschen, denen ich vertraue.
  • Eine schlechte Note bedeutet noch lange nicht, dass ich die Schule nicht schaffen werde.
  • Bevor ich in Panik gerate, denke ich in Ruhe über alles nach.
  • Ich bin ein Kind. Deshalb kann ich noch nicht alles wissen und können. Jeden Tag lerne ich Neues dazu und entwickle mich weiter. Auch das braucht seine Zeit.
  • Wenn Erwachsene laut werden oder mit mir schimpfen, klingt das meistens schlimmer, als es ist. Ich brauche keine Angst zu haben. Trotzdem sollte ich mich an Abmachungen halten und immer gut zuhören, wenn ein Erwachsener mit mir spricht.

Versuche, dich in stressigen Situationen an diese Sätze zu erinnern. Sie helfen dir dabei, ruhiger zu werden.

Entschleunigung

Dieses Wort ist mit dem Begriff „Beschleunigung“ verwandt. Wenn jemand von Entschleunigung spricht, dann meint er damit das Gegenteil von Schnelligkeit. In unserer Zeit kann man, besonders als Erwachsener, nie schnell genug sein. Viele Menschen gehen hastig und gehetzt durchs Leben. Sie haben das Gefühl, ihr Tag habe irgendwie nicht genügend Stunden. Wie sie es auch drehen und wenden, nie schaffen sie alles, was sie sich vorgenommen haben.

Der Hang zum Schnellsein ist selten gesund. Es ist besser, immer mit Bedacht bei der Sache zu sein. Wenn du etwas tust, dann konzentriere dich darauf. Versuche, mit dem Kopf weder in der Zukunft, noch in der Vergangenheit zu bummeln.

Denn das ständige Grübeln einerseits sowie die Schnelligkeit andererseits setzen den Körper permanent unter Stress. Versuche von nun an, dich immer nur auf eine Sache gleichzeitig zu konzentrieren.

Wenn man sorgfältig und mit Bedacht arbeitet, macht man nämlich weniger Fehler. Schnelles, hastiges Arbeiten führt immer zu Flüchtigkeits- oder Denkfehlern.

Somit ist das langsame, konzentrierte Arbeiten mindestens so wertvoll wie Schnelligkeit und Effizienz. Außerdem setzt du dich damit weniger selbst unter Druck. So ersparst du dir viel unnötigen Stress.

Entschleunigung ist aber keine leichte Sache. Das ist deshalb so, weil wir es gewöhnt sind, immer alles möglichst schnell zu erledigen. Darum musst du dich immer wieder daran erinnern, einen Gang zurückzuschalten. Das ist gar nicht so einfach. Mit etwas Übung gewöhnst du dich aber daran. Dann wirst du sehen, dass es viel besser ist, seine Sachen locker und gelassen zu erledigen.

Übrigens ist man auch viel kreativer, wenn man sich Zeit lässt. Denke in deiner nächsten Kunststunde daran und probiere es aus!

Das eigene Tempo finden

Kein Mensch gleicht einem anderen. Alle sind wir unterschiedlich. Gerade das macht die Welt so bunt und spannend. Daher ist es aber auch wichtig, Unterschiede zu akzeptieren. Das gilt auch für das Tempo eines Menschen. Bestimmt hast du folgende Umstände schon selbst bemerkt:

  • Manche Kinder sind schneller beim Schuhe zubinden als andere.
  • Es gibt Kinder, die brauchen doppelt so lange, um ein Bild zu malen, wie andere.
  • Jeder ist unterschiedlich schnell beim Schreiben, Rechnen und lesen.
  • Auch du bist in jedem Schulfach unterschiedlich flink. Das liegt an deinen Stärken und Schwächen.

Verwechsle nun aber bitte Trödeln nicht mit Gelassenheit! Es ist wichtig, anstehende Aufgaben rasch zu erledigen. So kann man einen Tag bestmöglich nutzen. Sei stets bemüht, dein Bestes zu geben – und zwar in deinem eigenen Tempo.

Ärgere dich nicht darüber, wenn andere immer schneller sind als du. Ehe du dich versiehst wird es Momente geben, in denen du der oder die Schnellste bist.

Hilfe bei anhaltendem Stress

In manchen Fällen helfen auch sämtliche Entspannungsmethoden nichts mehr. Bei ersten gesundheitlichen Folgeerscheinungen von Langzeit-Stress sollte dein erster Weg zum Hausarzt führen. Hast du Schlafprobleme, kann er dir ein leichtes Beruhigungsmittel verschreiben. Unterhalte dich am besten im Vorhinein mit deinen Eltern darüber.

Solltest du Kummer haben, so stehst du damit nicht alleine da. Bestimmt gibt es in deinem Umfeld jemanden, dem du dich anvertrauen kannst. Wenn du das nicht möchtest, gibt es spezielle Kummer-Nummern für dich. Darüber hinaus ist es möglich, sich im Internet Hilfe zu holen.

Sollte es dir wirklich schlecht gehen, kannst du dir vom Arzt eine Psychotherapie verschreiben lassen. Im gemeinsamen Gespräch mit einem Therapeuten gehst du der Sache auf den Grund. So könnt ihr das eigentliche Problem herausfinden und lösen.

Links zu Kummerchats und kostenlose Seelsorge-Nummern findest du in den entsprechenden Artikeln auf unserer Homepage. Natürlich kannst du dich auch direkt an uns wenden, wenn du eine Frage hast.

Arbeitsblatt zum Text

1) Erkläre die schwierigen Wörter aus dem Text.
Was bedeutet…

  • Entspannung
  • Entschleunigung
  • Meditation
  • Psychotherapie

2) Weißt du, was Stress ist? Nimm ein leeres, unliniertes Blatt Papier zur Hand. Zeichne darauf einige Situationen auf, die für uns Menschen stressig sind. Wann fühlst du dich gar nicht wohl oder wirst ängstlich? Zeichne oder schreibe alles auf, was dir dazu einfällt.

 

Foto: Marco Mayer / bigstockphoto.com

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