Deshalb ist Musik für die Entwicklung von Kindern wichtig

In der Kindheit findet die wohl rasanteste und prägendste Entwicklung im Bereich des Lernens statt. Diese lässt sich durch das Erlernen eines Musikinstruments langfristig positiv beeinflussen, sodass man noch im hohen Alter davon profitiert.

Wir erklären Dir, welchen Einfluss das Musizieren auf das Gehirn hat und geben Dir hilfreiche Tipps und Informationen an die Hand, damit Dein Kind Freude am Musikmachen hat.

Veränderungen im Gehirn

Verbesserung der Gehirnaktivität

Wenn wir etwas Neues lernen, bildet unser Gehirn neue Synapsen und die neuronalen Verbindungen werden komplexer. Durch das Erlernen eines Musikinstruments werden diese Verbindungen im Gehirn gestärkt. Laut Studien des Harvard Neurologen Gottfried Schlaug lassen sich direkte Unterschiede zwischen der Gehirnstruktur von Musikern und Nichtmusikern feststellen.

Das heißt, dass sich die kognitiven Fähigkeiten durch das Spielen eines Instruments verbessern. Dies wirkt sich positiv auf das Kind, dessen Schulleistungen und die Auffassungsgabe aus. 

Langzeitwirkungen

Das Erlernen von Noten sowie das Verknüpfen der Note mit dem Ton schult das Gehör, was positive Langzeitfolgen hat. Musiker haben noch im hohen Alter ein besseres Gehör, als jene, die kein Musikinstrument spielen, und können Töne und Wortlaute gut voneinander unterscheiden. 

Darüber hinaus wird beim Spielen eines Musikinstruments das Zusammenspiel von rechter und linker Gehirnhälfte trainiert. Beispielsweise müssen bei Streichinstrumenten, wie Violine oder Cello, zum einen die Hand, mit der der Bogen gehalten wird, sowie zum anderen die Finger auf den Saiten koordiniert werden. Das Training von linker und rechter Gehirnhälfte hat eine positive Wirkung auf die kognitiven Fähigkeiten und fördert eine lange Erhaltung der Sprachwahrnehmung im Alter. 

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Wer also anfängt, ein Musikinstrument zu spielen, beugt Demenz bzw. Alzheimer im Alter vor und bewahrt sich lange die Fähigkeit des guten Hörens und Sprechens. 

Positive Effekte des Musikunterrichts 

Persönliche Entwicklung

Ein Musikinstrument zu erlernen erfordert mitunter viel Fleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen. Daher ist es wichtig, dass Dein Kind Spaß am Spielen des Instruments und Erfolgserlebnisse hat. Diese machen das Kind stolz und fördern das Selbstvertrauen des Kindes, sowie die Fähigkeit, die eigenen Kompetenzen einzuschätzen. 

Die Fähigkeit, ein Instrument zu beherrschen, nach Noten zu spielen und genau auf die Töne zu hören ist eine wichtige Erfahrung für das Kind und fördert die geistige Entwicklung. Zudem wird das Kind aufmerksamer und lernt, nicht nur auf sich, sondern auch auf das Instrument, und, wenn es in einer Gruppe spielt, auf die Instrumente anderer zu hören.

Musik als Ausgleich

Nicht nur das Hören der eigenen Lieblingsmusik, auch das Spielen eines Instruments setzt Endorphine frei. Die Musik ist eine geeignete Abwechslung zum Lernen in der Schule und kann als Ventil genutzt werden, um Stress abzubauen oder Emotionen zu verarbeiten.

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Während des Lockdowns erweist sich das Spielen eines Instruments als besonders praktisch, da dieses Hobby ohne weiteres zu Hause ausgeführt und vertieft werden kann. Während der Zeit, die zu Hause verbracht wird, hat das Kind eine sinnvolle Beschäftigung, die zudem Spaß macht.

Darüber hinaus wird die Kreativität des Kindes gefördert. Das Musizieren lädt dazu ein, neue Tonfolgen auszuprobieren, vielleicht sogar eigene kleine Stücke zu komponieren und sich mit verschiedenen Melodien zu befassen. Der Musikunterricht dient nicht nur dem Auswendiglernen von Noten und Stücken, sondern bietet auch Raum für die eigene kreative Auslebung.

Das solltest Du beachten 

Wenn Kinder mit dem Spielen eines Instruments anfangen, sind sie am Anfang meist sehr stolz und haben viel Spaß. Es gibt dennoch einige Punkte, die Du beachten solltest, damit Dein Kind nicht die Freude am Muszieren verliert.

Wann anfangen?

Fängt man früh an, ein Musikinstrument zu spielen, ist der Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns höher. Dabei ist es jedoch wichtig, dass das Instrument langfristig gespielt wird. Erste positive Auswirkungen auf das Gehirn ließen sich schon bei Kindern, die elf Monate ein Instrument spielten, feststellen.

Für das Spielen der Violine empfehlen Geigenlehrer ein Alter von frühestens sechs Jahren, selbstverständlich ist auch ein späterer Einstieg möglich. Wichtig ist, dass der Wunsch, ein Musikinstrument zu erlernen, vom Kind selbst kommt. Dränge Dein Kind nicht, mit dem Spielen anzufangen, doch ermutige es, weiterzumachen und zu üben, wenn es anfängt und Freude am Spielen hat.

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Prinzipiell kann in jedem Alter angefangen werden, ein Musikinstrument zu spielen. Auch für Erwachsene lohnt sich das Beginnen mit einem neuen Instrument. Die positiven Auswirkungen auf das Gehirn ließen sich sogar bei Probanden, die mit über 60 mit dem Spielen eines Instruments anfingen, nachweisen. 

Die passende Unterrichtsform

Der Musikunterricht kann in Form von Gruppen- oder Einzelunterricht ausgeführt werden. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Beim Einzelunterricht kann ganz individuell auf das Kind eingegangen werden. Der Lehrer bzw. die Lehrerin stellt sich auf die Fähigkeiten des Schülers ein und kann diese fördern und fordern. Hier werden schon in kurzer Zeit Fortschritte erzielt und der Schüler verbessert sich schnell.

Spielt das Kind im Orchester oder in einer Gruppe wird das Zusammengehörigkeitsgefühl sowie die Sozialkompetenz gestärkt. Im Orchester ist es wichtig, dass man einander zuhört und gemeinsam ein Stück erprobt. Das Spielen in einer Gruppe kann sehr viel Freude bereiten und das Kind anspornen, zu üben.

Letztlich kommt die Wahl der Unterrichtsform auf die Präferenzen Deines Kindes an. Ob der Einzelunterricht oder doch das Spielen in der Gruppe bevorzugt wird, ist sehr individuell. 

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Die richtige Ausrüstung

Achte darauf, die für Dein Kind passende Größe des Instruments zu wählen. Beispielsweise sind Violinen in den Größen ¼, ½, etc. erhältlich. Berücksichtige hierbei die Körpergröße Deines Kindes und lasse Dich ggf. beraten, welche Größe die richtige ist.

Wichtig sind auch die passende Ausrüstung und das Zubehör für die Instrumente. Beim Klavier spielen darf der richtige Klavierhocker nicht fehlen, für den Geigenbogen wird Kolophonium benötigt, usw. Auch hier kannst Du Dich in der Musikschule oder online beraten lassen. 

Welches Instrument darf es sein?

Bei der Wahl des passenden Musikinstruments spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Wichtig sind natürlich die Wünsche Deines Kindes, aber auch die Kosten müssen beachtet werden. Entscheidet sich Dein Kind bspw. dafür, Klavier lernen zu wollen, empfiehlt es sich, zunächst in ein Keyboard zu investieren, anstatt direkt einen Flügel anzuschaffen.

Fazit

Das Lernen eines Musikinstruments lohnt sich in jedem Fall und ist insbesondere für Kinder förderlich für die Entwicklung. Doch auch im späteren Alter kann man anfangen, ein Musikinstrument zu erlernen. Übt man diszipliniert, aber auch mit Freude, machen sich die positiven Auswirkungen sowohl unmittelbar – etwa die Freisetzung von Glückshormonen –, als auch langfristig – in Form eines langen Erhalts der kognitiven Fähigkeiten – bemerkbar. 

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