Muttermundwirksame Wehen erkennen: Wie geht das?

Es ist der Moment, auf den du dich während der Schwangerschaft gefreut und den du gleichzeitig gefürchtet hast: Die Geburt deines Babys steht bevor. Du spürst die ersten Wehen und fragst dich, ob es wirklich schon so weit ist. Anhand von muttermundwirksamen Wehen kannst du das beurteilen. Doch was genau sind muttermundwirksame Wehen? Welchen Unterschied gibt es zu herkömmlichen Wehen? Woran kannst du muttermundwirksame Wehen erkennen?

Was sind muttermundwirksame Wehen?

Im Allgemeinen beschreiben Wehen krampfartige Schmerzen, die während der Geburt auftreten. Sie dienen dazu, den Muttermund zu öffnen und das Baby durch den Geburtskanal zu drücken. Muttermundwirksame Wehen dagegen sind Wehen, die den Muttermund tatsächlich öffnen und dehnen. Daher sind sie ein wichtiger Bestandteil der Geburt. Denn: Sie führen dazu, dass sich der Muttermund von einem Durchmesser von etwa zwei Zentimetern auf etwa zehn Zentimeter dehnt und das Neugeborene das Licht der Welt erblickt.

Woran du muttermundwirksame Wehen erkennen kannst

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Die Intensität von Wehen – ob muttermundwirksam oder nicht – kann von Frau zu Frau stark variieren. Die Anzeichen für muttermundwirksame Wehen sind meistens jedoch mit den geburtstypischen Schmerzen verbunden.

Diese können sich in den Rücken, den Unterbauch oder den Beckenbereich ausbreiten und können in Wellen kommen und gehen. Sie treten in der Regel alle paar Minuten auf und werden im Laufe der Geburt immer stärker und häufiger.

Normalerweise kann man herkömmliche Wehen mit Wärme – zum Beispiel durch das Baden – lindern; bei muttermundwirksamen Wehen ist dies jedoch nicht der Fall. Ähnliches gilt dafür, dass deine Konzentration bei muttermundwirksamen Wehen alleinig darauf liegt; alles andere wird dir in diesem Moment wahrscheinlich zweitrangig sein, da dein Körper sich vollkommen auf den Geburtsprozess fokussiert.

Weiterhin kann es vorkommen, dass du bei muttermundwirksamen Wehen unter leichtem Durchfall leidest.

Es ist also wichtig, dass du die Anzeichen von muttermundwirksamen Wehen erkennst, da sie der Beginn der Geburt sind. Zusammengefasst:

Anzeichen 1: Die Wehen werden intensiver und häufiger

Während der Schwangerschaft kann es vorkommen, dass du Braxton Hicks-Wehen spürst. Diese Wehen sind unregelmäßig. Sie dienen dazu, die Gebärmutter auf die Geburt vorzubereiten. Muttermundwirksame Wehen hingegen sind regelmäßig, werden immer stärker und häufiger. Die Zeitintervalle werden kürzer und betragen nur noch 20 bis 60 Sekunden. Sie können auch in den Rücken ausstrahlen. Wenn du merkst, dass die Wehen regelmäßiger und schmerzhafter werden, solltest du deine Hebamme oder deinen Arzt kontaktieren.

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Anzeichen 2: Dein Muttermund öffnet sich

Während der Schwangerschaft bleibt der Muttermund geschlossen und weich. Wenn du muttermundwirksame Wehen hast, wird sich der Muttermund öffnen und verdicken. Deine Hebamme oder dein Arzt können überprüfen, wie weit der Muttermund geöffnet ist, indem sie ihre Finger in den Muttermund einführen. Eine vollständige Öffnung des Muttermunds bedeutet, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht.

Anzeichen 3: Du hast ein Druckgefühl im Beckenbereich

Wenn du muttermundwirksame Wehen hast, wirst du möglicherweise auch ein Druckgefühl im Beckenbereich spüren. Dies ist das Baby, das sich durch den Geburtskanal bewegt. Wenn du dieses Gefühl hast, solltest du dich bereit machen, ins Krankenhaus zu gehen.

Es ist wichtig, dass du dich auf die Geburt vorbereitest, indem du eine Geburtsplanung erstellst und deine Geburtsstätte auswählst. Du solltest auch wissen, wann du ins Krankenhaus oder zu deiner Geburtsstätte gehen solltest. Wenn du unsicher bist, wann du gehen solltest, solltest du deine Hebamme oder deinen Arzt kontaktieren.

Dauer von muttermundwirksamen Wehen

Die Dauer von Wehen dieser Art kann sehr unterschiedlich sein. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Alter der Schwangeren, ihrem Gesundheitszustand und dem Geburtsverlauf. Daher ist es von Fall zu Fall verschieden, wie lange muttermundwirksame Wehen andauern können.

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Aber: Allgemein sagt man, dass Wehen während der Geburt pro Zentimeter des sich öffnenden Muttermundes etwa eine Stunde andauern. Das heißt, wenn sich der Muttermund von zwei auf zehn Zentimeter öffnet, dauern die Wehen in der Regel etwa acht Stunden. An diesem Wert kannst du dich – selbst, wenn es individuelle Unterschiede gibt – orientieren.

Der Verlauf von muttermundwirksamen Wehen ist in der Regel wie folgt:

  • Im ersten Stadium der Geburt (Eröffnungsphase) öffnet sich der Muttermund von etwa zwei auf etwa zehn Zentimeter.
  • Im zweiten Stadium der Geburt (Austreibungsphase) drückt das Baby durch den Geburtskanal. Die Wehen werden jetzt häufiger, stärker und halten etwa eine halbe Stunde bis zwei Stunden an.
  • Im dritten Stadium der Geburt (Nachgeburtsphase) werden die Wehen schwächer und hören schließlich ganz auf.

Überwachung von muttermundwirksamen Wehen

Um sicherzustellen, dass die Wehen effektiv sind und der Muttermund sich öffnet, werden sie während der Geburt überwacht. Dies geschieht in der Regel mithilfe eines CTG (Cardiotokographie), bei dem die Herzfrequenz des Babys und die Intensität der Wehen gemessen werden.

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Außerdem kann der Arzt oder die Hebamme den Muttermund manuell ertasten, um seine Öffnung und Dehnung zu überprüfen.

Auf einen Blick

Zusammengefasst sind muttermundwirksame Wehen krampfartige Schmerzen, die während der Geburt auftreten und dazu dienen, den Muttermund zu öffnen und das Baby durch den Geburtskanal zu drücken. Sie werden während der Geburt überwacht, um sicherzustellen, dass sie effektiv sind und der Muttermund sich öffnet. Die Dauer und der Verlauf von muttermundwirksamen Wehen können sehr unterschiedlich sein und hängen von verschiedenen Faktoren ab.

FAQ zum Thema: muttermundwirksame Wehen erkennen

Wann sind Wehen muttermundwirksam?

Wenn sie innerhalb kurzer Intervalle regelmäßiger, häufiger und intensiver auftreten.

Wie fühlen sich Wehen an, die den Muttermund öffnen?

Meistens fühlen sich diese Wehen wellenartig an.

Kann man bei echten Wehen schlafen?

Durch den sich ändernden Hormonhaushalt während des Geburtsprozesses kann es vorkommen, dass die ersten muttermundwirksamen Wehen bereits in der Nacht eingeläutet werden. Durch die damit verbundenen Schmerzen und Kontraktionen ist es wahrscheinlich, dass angehende Mütter zu weniger Schlaf kommen.

Quellen

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