Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft – das brauchen Du und Dein Baby wirklich

Ein kleiner schwacher Streifen auf dem Teststäbchen ändert Dein Leben vom einen auf den anderen Moment. Du bist schwanger, in Dir wächst ein kleiner Mensch heran und plötzlich bist Du nicht mehr nur für Deinen eigenen Körper verantwortlich. Viele Sorgen, viele Fragen und unbändige Freude machen sich in Dir breit. Wie wird die Schwangerschaft verlaufen? Was braucht Dein Baby, solange es noch in Deinem Mutterleib ernährt wird? Ist Nahrungsergänzung während der Schwangerschaft sinnvoll? Viele dieser Fragen lassen sich mit einem kühlen Kopf schnell beantworten und dann kannst Du dafür sorgen, dass Dein Nachwuchs neun Monate lang einen sicheren Ort in Deinem Bauch findet.

Anderer Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft beginnt schon früh

Wenn Du schwanger bist, verändert sich der Bedarf an Nährstoffen im Verlauf der kommenden Monate. Das ist aber nicht so drastisch wie häufig angekommen. Gegen Ende der Schwangerschaft brauchst Du nur rund 220 kcal mehr, um Dein Baby zu ernähren. Viel wichtiger ist dabei die Zusammensetzung der Nahrung, denn Dein Baby benötigt Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente, damit es gedeihen und heranwachsen kann. Am wichtigsten sind dabei:

  • Folsäure –  Bedarf steigt von 300 µg auf 550 µg
  • Jod – Bedarf steigt von 200 µg auf 230 µg
  • Eisen – Bedarf steigt von 15 mg auf 30 mg
  • Vitamin B12 – Bedarf steigt von 4 µg auf 4,5 µg
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Dein behandelnder Arzt wird Dir schon zu Beginn der Schwangerschaft verraten, welche Nahrungsergänzungsmittel für Dich wichtig sind. Wenn es bis zum nächsten Termin zu lange dauert, kannst Du auch bequem telemedizinische Anbieter wie etwa Fernarzt nutzen, die Dir online für Termine und Rezepte in kürzester Zeit zur Verfügung stehen.

Bedarf an Nahrungsergänzung kann während der gesamten Schwangerschaft bestehen

70 Prozent aller Menschen nehmen Nahrungsergänzungsmittel ein, viele davon sind eigentlich überflüssig. Während der Schwangerschaft hingegen kann es erforderlich sein, auch erstmals dazu zu greifen, wenn Du über Deine tägliche Ernährung keine Chance hast, potenzielle Defizite zu decken. Du schützt damit nicht nur Deine eigene Gesundheit, sondern auch die Deines Babys.

Die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel im Check:

Folsäure ist maßgeblich an der Zellteilung und dem Wachstum Deines Babys beteiligt. Es ist daher idealerweise schon vor der Schwangerschaft sinnvoll, täglich eine Extraportion davon einzunehmen. Experten raten dazu, schon vor der Befruchtung bis zum Ende des ersten Trimesters rund 400 µg pro Tag zusätzlich zu Deiner gewohnten Ernährung einzunehmen. Um exakt zu planen, kannst Du Deine Schwangerschaftswoche bequem online ausrechnen.

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Wenn Du von Deiner Schwangerschaft überrascht wurdest, beträgt die empfohlene Dosis sogar rund 800 µg pro Tag! Es ist immer wichtig, mit Deinem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten, um auf Deine individuelle Situation eingehen zu können. Zusätzlich kannst Du Lebensmittel mit Folsäure zu Dir nehmen. Dazu gehören:

  • Spinat, Salate, Rucola
  • alle Kohlsorten
  • Apfelsinen und Tomaten
  • Vollkornprodukte

Der Jodbedarf steigt in der Schwangerschaft

Auch die Versorgung mit Jod ist während der Schwangerschaft besonders wichtig. Weltweit gehört der Jodmangel zu den bedeutsamsten Mangelerscheinungen überhaupt. Eine ausreichende Versorgung ist durch die Ernährung nur schwer zu erreichen, durch die Supplementierung von 100 – 150 µg Jod kannst Du die Lücke schließen, die mittels Nahrung nicht überbrückt werden kann. Der erhöhte Jodbedarf geht über die Schwangerschaft hinaus bis in die Stillzeit weiter. Wichtig ist, dass Du im Falle einer Schilddrüsenfehlfunktion zuvor mit Deinem Arzt sprichst, da hier eine andere Dosierung nötig werden kann. Auch einige Nahrungsmittel können Deinen Jodbedarf decken:

  • Speisesalz mit Jod als Zusatz
  • Verarbeitete Lebensmittel wie Fleisch
  • Fischsorten jeglicher Art
  • Milch und Milchprodukte
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Eiseneinnahme nur bei Mangelerscheinungen sinnvoll

Ob Du während Deiner Schwangerschaft zusätzlich Eisenprodukte einnehmen solltest, muss mit einem Bluttest ermittelt werden. Wenn eine Unterversorgung vorliegt, ist Nahrungsergänzung die beste Möglichkeit der Kompensation. Während der Schwangerschaft benötigt Dein Körper mehr Eisen, da die Blutmenge ansteigt und Fetus, Plazenta und Gebärmutter versorgt werden müssen. Wenn kein Eisenmangel nachgewiesen werden kann, reicht der Konsum folgender Lebensmittel oft aus:

  • Rotes Fleisch und Wurstwaren
  • Fisch jeglicher Art
  • Vollkornprodukte
  • Dunkles Blattgemüse, insbesondere Spinat

Vitamin B12 in der Schwangerschaft vor allem für Veganerinnen wichtig

Viele Frauen ernähren sich heute vegan und möchten auch während der Schwangerschaft nicht davon abweichen. Nun ist es wichtig, dass Du für Dein Baby alle benötigten Nährstoffe aufnimmst, daher ist der Vitamin B12 Spiegel in den Fokus gerückt. Das Vitamin kann vom Körper gespeichert werden, er verfügt über Depots, daher ist ein ausgeprägter Mangel selten. Dein Arzt kann durch eine Blutabnahme feststellen, ob Dein Körper über ausreichend Vitamin B12 verfügt, um Deinen Bedarf und den Deines Babys zu decken. Wenn die Depots erschöpft sind, kann mittels Spritzen oder durch orale Einnahme supplementiert werden. B12 musst Du nicht während der ganzen Schwangerschaft einnahmen, meist reicht eine mehrwöchige Kur aus, um Deinen Speicher aufzufüllen.

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Fazit: Nahrungsergänzung unterstützt die Gesundheit Deines Babys

Auch wenn längst nicht alle Nahrungsergänzungsmittel notwendig sind, können gewisse Basics die Gesundheit Deines Babys schon im Mutterleib fördern. Bevor Du wahllos zu in der Drogerie angepriesenen Komplexen greifst, lasse Dich von einem Arzt oder Fernarzt genau beraten und lasse bei Bedarf auch eine Blutuntersuchung durchführen.

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