Nasentropfen für das Baby: Ist die Anwendung tatsächlich sinnvoll?

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Zu den Quellangaben

Eine verstopfte Nase ist nicht nur für ein Baby äußerst lästig und unangenehm. Auch viele Erwachsene fühlen sich unwohl, wenn die Nasenschleimhäute geschwollen sind. Nasentropfen für das Baby sind zwar mitunter durchaus hilfreich und auch empfehlenswert. Aber oftmals ist auch Vorsicht geboten.

Denn manche Nasentropfen enthalten spezielle Wirkstoffe, die die Gesundheit des Kindes gefährden können. Je nach Produkt sind die entsprechenden Inhaltsstoffe mitunter zu hoch dosiert.

Nasentropfen beim Baby sind oft von Vorteil

Die Atemwege beim Baby sind meist noch so schmal und klein, dass es ihnen gerade bei einer Erkältung schwer fällt, durch das Näschen zu atmen. Ist die Gesundheit angeschlagen und haben Babys mit einer Erkältung zu kämpfen, fällt das Luftholen durch den Mund meist sehr schwer.

Säuglinge können in der Regel noch nicht durch den Mund atmen. Du solltest deshalb unbedingt dafür sorgen, dass die Nase Deines kleinen Sprösslings frei bleibt, um eine optimale Sauerstoffversorgung zu gewährleisten.

Die meisten Nasentropfen für das Baby enthalten abschwellende Substanzen, wie zum Beispiel Oxymetazolin oder das bewährte Xylometazolin. Wirkstoffe dieser Art verengen die filigranen Blutgefäße, die sich in der Nase befinden.

Schon wenige Sekunden nach der Gabe der Nasentropfen beim Baby kann das Nasensekret wieder leichter abfließen. Dadurch bekommt Dein Wonneproppen wieder leichter Luft.

Nasentropfen für das Baby sorgen für mehr Wohlbefinden

Eine verstopfte Nase beeinträchtigt die Atmung. Meist führt das zu erheblichen Ein- und Durchschlafproblemen. Das Kind wird unruhig, quengelig und es weint viel. So schwellen die Nasenschleimhäute zusätzlich an und das entstehende Sekret kann noch schlechter abfließen.

Solche Symptome wirken sich nicht nur auf das Wohlbefinden des Babys aus, sondern eine derartig angeschlagene Gesundheit ist auch für Mamis und Papis eine teils erhebliche Belastung.

Die Gefahr von Nasentropfen für das Baby

Ist die Dosierung der Nasentropfen beim Baby zu hoch, kann das zum Teil frappierende Konsequenzen für die Gesundheit des Kindes nach sich ziehen. So solltest Du Folgendes unbedingt bedenken, ehe Du Deinem Kind Nasentropfen gibs:

Wenn die Wirkstoffe in die Blutbahn gelangen, werden sie auch das Gehirn erreichen. Oft sind besagte Substanzen gefäßverengend. In der Konsequenz könnte die Herzfrequenz gesenkt werden.

  • Manche Nasentropfen wirken betäubend.
  • Die Atmung verlangsamt sich mitunter.
  • Einige Nasentropfen beim Baby rufen durch die verlangsamte Atmung und die verzögerte Sauerstoffversorgung komaähnliche Symptome hervor.

Hinweis

Trotz der Risiken für die Gesundheit von Säuglingen gilt die Gabe von Nasentropfen beim Baby als unbedenklich. Fakt aber ist, dass Du von Xylometazolin-haltigen Präparaten sicherheitshalber Abstand halten solltest, da gerade dieser Wirkstoff in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten ist.

Nasentropfen für das Baby bzw. für Kinder unter zwei Jahren enthalten den abschwellenden Wirkstoff meist in einer stark reduzierten Konzentration. Diese beläuft sich meist nur auf einen Anteil von etwa 0,025 Prozent. Lasse

Dich von dem Kinderarzt Deines Vertrauens beraten und informiere Dich intensiv über die Vor- und Nachteile von Nasentropfen für das Baby. Das solltest Du außerdem beachten:

  • Du solltest Deinem Baby niemals ohne vorherige Rücksprache mit dem Arzt Nasenspray verabreichen
  • Gib Deinem Baby auf keinen Fall häufiger als drei Mal pro Tag die Nasentropfen
  • Länger als eine Woche lang sollten Nasentropfen beim Baby nicht angewendet werden
  • Benutze niemals Dein eigenes Nasenspray für das Näschen Deines Babys
  • Die Wirkstoffkonzentration von Nasentropfen für Erwachsene ist für Säuglinge und kleine Kinder viel zu hoch und kann die Gesundheit schädigen

Vielversprechende Alternativen zu Nasentropfen für das Baby

Anstelle von Nasentropfen für das Baby kannst Du alternativ auch eine Kochsalzlösung verwenden. Entsprechende Produkte sind entweder in der Apotheke erhältlich oder Du kannst sie „in Eigenregie“ herstellen.

Vermische dafür etwa einen Liter lauwarmes Wasser mit etwa 100 Gramm Meersalz. Gib einen Teil davon in ein kleines Fläschchen. Auch eine Pipette leistet zu diesem Zweck sehr gute Dienste.

So wendest Du die Kochsalzlösung richtig an:

Lege Dein Kind bequem auf eine weiche Unterlage oder in sein Bettchen. Am besten, es befindet sich in Rückenlage. Bitte Deinen Partner, ein Geschwisterkind oder die beste Freundin, vorsichtig das Köpfchen des Babys festzuhalten, damit es sich kurz nicht bewegen kann.

Träufle dann in jedes Nasenloch einen bis zwei Tropfen der Kochsalzlösung hinein. Wichtig ist, dass Dein Kind noch etwa eine Minute lang in Rückenlage liegen bleibt, damit die Flüssigkeit auch die Schleimhäute im hinteren Rachenbereich erreicht.

Tipp

Rede Deinem kleinen Schatz vor dem Verabreichen der Kochsalzlösung gut zu und sorge für eine entspannte Atmosphäre. Denn wenn die Stimmung ohnehin gespannt ist, wird sich auch Dein Baby innerlich anspannen.

Beginnt es zu weinen, weil es sich unwohl fühlt, wird die Kochsalzlösung leicht wieder aus den kleinen Nasenlöchern herauslaufen können. Eine abschwellende Wirkung der Nasenschleimhäute kann damit also nicht gewährleistet werden.

Auch Muttermilch hat sich bewährt, um die Atmung von Babys zu erleichtern, wenn die Nasenschleimhäute geschwollen sind. So sind in der Brustmilch wertvolle Wirkstoffe enthalten, die zum einen antiseptisch und andererseits entzündungshemmend und beruhigend wirken.

Diese Aspekte haben folglich einen positiven Einfluss auf geschwollene Nasenschleimhäute. Gib einfach einige Tropfen Deiner Muttermilch mit Hilfe einer Pipette in das Näschen Deines Kindes. Halte sein Köpfchen eine kurze Zeit fest, bis die Milch vollständig in die Nasenlöcher hinein gelaufen ist.

Gut zu wissen

Ganz gleich, ob Nasenspray, Nasentropfen, Kochsalzlösung oder Muttermilch: Nicht nur die abschwellende Wirkung ist wesentlich, um die Atmung des Babys zu verbessern, wenn es sich erkältet hat. Ebenso relevant ist, dass die Schleimhäute gut angefeuchtet bleiben.

Denn trockene Schleimhäute können leichter rissig werden und für zusätzliches Unbehagen sorgen. Aufgrund der Rissbildung bildet sich eine größere Oberfläche, auf der sich Bakterien, Keime und andere Krankmacher leichter niederlassen und die Gesundheit zusätzlich beeinträchtigen könnten.

Nasensauger – die lästigen Helferlein

In Apotheken und Drogerien werden Nasensauger angeboten, die bei einer Erkältung bei Säuglingen durchaus gute Dienste leisten. So kannst Du mit einem solchen Nasensauger die Nase von dem Sekret befreien, das sich aufgrund der Erkältung in den Nasenlöchern ansammelt.

Dieses Nasensekret beeinträchtigt die Atmung und führt zu einem Unwohlsein beim Baby. Mit einem Nasensauger kannst Du mit nur wenigen Handgriffen für Linderung sorgen.

Die richtige Anwendung

Bevor Du die Öffnung des Saugers in das erste Nasenloch Deines Babys hältst, solltest Du das flexible Gummi- bzw. Silikonbehältnis mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken.

So hältst Du den Nasensauger in das Näschen und hebst dann den Daumen und den Zeigefinger sanft an. Der so entstehende Sog beseitigt das Nasensekret, und Dein kleiner Schatz kann wieder besser durchatmen.

Kinder empfinden dieses Prozedere meist als äußerst unangenehm und lästig. In der Tat ist es auch für Erwachsene nicht sonderlich angenehm, einen solchen „Fremdkörper“ in der Nase zu spüren.

Nichtsdestotrotz kann die Anwendung eines Nasensaugers Erleichterung verschaffen. Zugleich kann Nasenspray, das Du hernach in die vom Sekret befreite Nase träufelst, leichter einfließen und zielgerichteter wirken.

Übrigens

Ein bewährtes Hausmittel als Alternative zu Nasentropfen ist Wasserdampf. Während Erwachsene meist auf die Verwendung eines Inhalators setzen oder den Kopf über ein Behältnis mit heißem Wasserdampf halten, ist das für Babys eher suboptimal.

Du kannst Dich jedoch mit Deinem Wonneproppen vor die Duschkabine im Badezimmer setzen und das Wasser ansetzen. Der so entstehende Wasserdampf dringt in die kleinen Nasenlöcher des Babys ein und befeuchtet sie. Nach einer Weile wird das Kind eine gewisse Erleichterung verspüren.

Schon die Großmutter verwendete einst Engelwurzbalsam, um die Nase ihrer Schützlinge frei zu bekommen. Säuglinge unter drei Monaten sollten mit den ätherischen Ölen des Balsams jedoch nicht in Berührung kommen.

Statt dessen kannst Du aber einen kleinen Klecks der Salbe bzw. des Balsams auf ein Tuch geben. Dieses drapierst Du in die Nähe des Köpfchens im Babybett Deines Kindes. Achte darauf, dass es das Tuch nicht mit den Händen greifen kann.

Fazit

Eine Erkältung, einhergehend mit Husten und Unwohlsein beim Baby ist sicherlich nichts Ungewöhnliches. Viele Eltern scheuen sich, Nasentropfen für ihr Baby zu kaufen.

Die modernen Präparate, die Du heute in Apotheken und Drogerien kaufen kannst, zeichnen sich in der Tat durch ihre hohe Wirkstoffdosis aus. Insofern ist Vorsicht geboten. Am besten, Du wendest Dich an den Kinderarzt und lässt Dir Nasentropfen für das Baby verordnen.

Anstelle der chemischen Nasentropfen kannst Du eine Kochsalslösung selbst herstellen und versuchen, die Atemprobleme Deines Kindes damit zu lindern. Wenn Du zuvor einen Nasensauger benutzt, können die Tropfen noch besser ihre Wirkung entfalten.

Quellen

https://www.hallo-eltern.de/baby/nasentropfen-baby/

https://www.hebammenblog.de/erkaeltungszeit-was-tun-wenn-dein-baby-die-nase-voll-hat/

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