Osteopathie beim Baby – so können gesundheitliche Beschwerden gelindert werden

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Die Osteopathie beim Baby nimmt heute in der Welt der Medizin einen immer höheren Stellenwert ein. „Mit den Händen heilen helfen“, lautet bei einer Osteopathie Behandlung die Devise.

Warum die professionelle Unterstützung renommierter Osteopathen diesbezüglich gerade auch für Babys so wichtig ist? Dafür gibt es eine Vielzahl guter Gründe.

Osteopathie beim Baby – darum diese Behandlung oft so wichtig

Die Geburt gehört mit zu den schwierigsten und stressigsten Situationen, die ein Mensch in seinem Leben je mitmachen wird. Dies haben Experten vor einigen Jahren im Rahmen einer Langzeitstudie herausgefunden.

Ein besonders gravierendes Beispiel ist diesbezüglich die Saugglockengeburt. Die Enge des Geburtskanals, der auf das Ungeborene von außen einwirkende Druck sowie zahlreiche weitere Faktoren können so unter Umständen zu teils erheblichen gesundheitlichen Folgebeschwerden führen.

Osteopathie beim Baby: Hilfe durch die Kraft der Hände

Durch Osteopathie beim Baby können bestimmte Leiden bzw. etliche chronische Erkrankungen gelindert werden. So handelt es sich bei einer osteopathischen Behandlung grundsätzlich um die Anwendung manueller Techniken, mit denen zum Beispiel Schlafprobleme, Blockaden, Atembeschwerden, Verspannungen oder auch Verdauungsbeschwerden behoben werden können.

Keine Medikamente in der Osteopathie beim Baby

Nach einer schwierigen Geburt bzw. einer Zangengeburt können manche Neugeborene unter Verformungen oder unter Verspannungen bzw. Krämpfen leiden. In vielen Fällen kann die Osteopathie beim Baby dann eine wertvolle Unterstützung bieten.

Allein durch sanftes Streicheln sowie mit Hilfe spezifischer manueller Techniken werden im Rahmen der Osteopathie beim Baby mögliche Blockaden oder Verspannungen im Körper des Kindes aufgespürt, gelockert oder gelöst.

Während einer Osteopathie Behandlung werden keinerlei Medikamente verabreicht. Mitunter ist es schon durch etwa zwei bis vier Osteopathie Sitzungen möglich, die körperlichen Beschwerden beim Baby zu lindern.

Die Geschichte der Osteopathie Behandlung

Die Osteopathiebehandlung wurde von Andrew Taylor Still (1828 bis 1917), einem renommierten US-amerikanischen Arzt, ins Leben gerufen. Er war der Meinung, dass alle Knochen, Organe, Gelenke sowie das Gewebe im menschlichen Körper miteinander verbunden sind und so gewissermaßen im Gleichklang zueinander stehen.

Sobald diese Harmonie gestört wird – in welchem Bereich auch immer – kann der Körper aus dem Gleichgewicht geraten. Falls im menschlichen Körper etwas aus dem Gleichgewicht gerät, ist es möglich, dass bestimmte Krankheitssymptome entstehen.

Osteopathen nehmen diese Störungen mit ihren Händen wahr und versuchen, sie durch besondere manuelle Methoden zu korrigieren und damit wieder in Gleichklang zu bringen.

Osteopathie beim Baby: Pro und contra

Immer mehr Mütter und Väter wissen die sanfte und zugleich hocheffiziente Wirkung der Osteopathie zu schätzen. Andererseits gibt es aber auch Eltern, für die ist eine Osteopathie Behandlung nichts weiter als „Hokuspokus“. Bis sie letztlich doch eines Besseren belehrt werden.

Osteopathen müssen normalerweise eine fünfjährige Ausbildung absolvieren. Im Zuge dessen erlernen sie fundierte Kenntnisse rund um die menschliche Anatomie, die Biochemie sowie die Physiologie.

Erst durch zusätzliche berufliche Erfahrungen können sie ihr solides Know-how vertiefen und sind dann erst in der Lage, feinste Spannungen im Körper von Babys, aber auch von Erwachsenen aufzuspüren. Mit Hilfe ausgesuchter manueller Techniken ist es ihnen möglich, die Verspannungen oder Blockaden zu lösen.

Gut zu wissen

Weil der Beruf des Osteopathen bis dato nicht gesetzlich geschützt ist, haben selbst diejenigen das Recht, sich „Osteopath“ zu nennen, die lediglich einen Wochenendkurs oder dergleichen besucht haben! Ehe Du Dich also für einen Osteopathen entscheidest, solltest Du einen Blick auf die Qualifikationen sowie auf mögliche Referenzen werfen.

Die Osteopathie als ganzheitliche Therapieform

Die Vorzüge der Osteopathie beim Baby sprechen für sich:

  • Die Osteopathie beim Baby ist absolut schmerzfrei.
  • Die osteopathische Behandlung ist sowohl für Babys, als auch für größere Kinder und Erwachsene sehr effektiv. Erste Linderungen sind oft schon nach der zweiten oder dritten Anwendung spürbar.
  • Es werden keine Medikamente verabreicht.
  • Die Osteopathie ist frei von Nebenwirkungen.
  • Osteopathen behandeln nicht nur Teilbereiche des Körpers, sondern sie widmen dem Körper eine ganzheitliche Aufmerksamkeit.

Der Behandlungsablauf in der Osteopathie-Praxis

Damit die Osteopathiebehandlung möglichst optimale Resultate bringt, ist es wichtig, dass der Osteopath ein ausführliches Anamnesegespräch mit dem Patienten führt. Mit Blick auf die Osteopathie beim Baby erfährt er so bereits eine Menge über den Geburtsverlauf und kann daher die Auswirkungen des Drucks auf das Köpfchen und den Oberkörper des Kindes eruieren.

Es kommt relativ häufig vor, dass sich Halswirbel bzw. Schädelknochen verschieben oder dass Gefäße eingeengt werden. Alles das ist denkbar, weil möglicherweise der Geburtskanal zu eng war.

Die in der Konsequenz oftmals entstehenden Blockaden und Verspannungen lassen meist nur dann lösen, wenn die behandelnden Osteopathen ausführlich über den Ablauf bei der Geburt im Bilde sind.

Bei diesen Beschwerden kann die Ostheopatie beim Baby zur Anwendung kommen und gute Resultate erzielen:

  • Atemwegsprobleme
  • Schlafstörungen
  • Koliken
  • Verdauungsbeschwerden
  • Saug- und Schluckbeschwerden
  • Allergien wie zum Beispiel Heuschnupfen
  • Fieber bzw. Fieberkrämpfen
  • Symmetriestörungen als eine Folgeerscheinung der Geburt

Hinweis:

Bei so genannten Schreikindern kann die Osteopathie beim Baby ebenfalls gute Erfolge erzielen. Denn oftmals schreien die betroffenen Babys, weil sie unter Spannungen, Verkrampfungen bzw. Krämpfen leiden. Diese können durch erfahrene Osteopathen gezielt behandelt werden.

Bei welchen Gesundheitsproblemen können Osteopathen nichts ausrichten?

So wirkungsvoll die Osteopathie beim Baby in vielen Fällen sein kann, so wichtig ist es auch, dass Du weißt, dass es sich dabei keineswegs um eine „Zaubertherapie“ oder um eine Alternativmedizin handelt.

Im Allgemeinen erweist sich die Osteopathie beim Baby als sehr empfehlenswert als begleitende bzw. unterstützende schulmedizinische Therapiemaßnahme.

Gut zu wissen

Wenn Dein Baby unter einem Infekt – gleich, welcher Art – leidet, kann die Osteopathie nichts ausrichten. Auch bei Knochenbrüchen, bei offenen Wunden oder wenn sich gar eine lebensbedrohliche Notfallsituation ereignet hat, sind Osteopathen nicht die richtigen Ansprechpartner.

In einem solchen Fall bist Du gut beraten, sogleich einen erfahrenen Kinderarzt oder einen Facharzt um Rat zu fragen.

Die Osteopathie besteht aus drei Teilsegmenten

Parietale Osteopathie

Bei diesem Bereich liegt der Fokus auf der Behandlung des Bewegungsapparates unter gelegentlicher Berücksichtigung der Bananenstellung. Das bedeutet, dass Muskeln, Knochen, Gewebe und Faszien durch spezifische osteopathische Maßnahmen behandelt werden können, um Funktionsstörungen durch An- und Entspannung nachhaltig zu lindern oder zu lösen.

Viszerale Osteopathie

Die viszerale Osteopathiebehandlung bezieht sich vor allem auf die Mobilität der Organe. Darüber hinaus steht diesbezüglich das jeweils unterstützende Binde- und Muskelgewebe im Vordergrund.

In diesem Fachbereich ist es möglich, dass Bewegungseinschränkungen der betreffenden Organe wahrgenommen und sodann mit gezielten Techniken behoben werden.

Cranio-Sacra-Therapie

Diese Osteopathievariante fokussiert sich in erster Linie auf die Behandlung von Babys und Kleinkindern. Der Behandlungsschwerpunkt liegt dabei auf dem Bereich zwischen dem Schädel (Cranium) des Kindes sowie dem Kreuzbein (Sacrum). Die lateinischen Fachbegriffe für die betreffenden Partien bilden das Grundgerüst für diese Form der Osteopathie beim Baby.

Wenn Babys unter einem so genannten Schiefhals leiden, welcher oftmals durch eine Zangen- oder Saugglockengeburt hervorgerufen wird, kann die Cranio-Sacra-Therapie mit Blick auf die Bananenstellung – einer besonders entspannten Körperhaltung – zur Anwendung kommen.

Erwähnenswert ist darüber hinaus, dass man erkannt hat, dass Beeinträchtigungen des craniosacralen Pulses die Ursache einiger gesundheitlicher Auswirkungen sein können. Hierbei ist unter anderem von Ein- und Durchschlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Lernschwierigkeiten oder Hyperaktivität im Kinder- und Jugendlichenalter die Rede.

So kann die Osteopathie beim Baby verlaufen

Bei der Behandlung üben Osteopathen einen sanften Druck auf die Schädelknochen des Babys aus. Das ist absolut schmerzfrei für die Kleinen. Das Besondere an diesen vorsichtigen und minimalen Bewegungsabläufen ist, dass sie über die Wirbelsäule sowie außerdem über die Nervenbahnen des Kindes auf die Körperfunktionen transferiert werden.

Diese Impulse sind im Allgemeinen sehr wohltuend für Babys. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass die Osteopathie hierbei immer wieder bedeutsame Erfolge für die Patienten erzielt.

Hinweis

Zwar sprechen die positiven Resultate der Osteopathie beim Baby für sich. Aber dennoch gibt es keine wissenschaftlichen Studien hinsichtlich der tatsächlichen Wirksamkeit der Osteopathie. Deshalb wird die Osteopathie beim Baby hierzulande nach wie vor nicht von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert.

Eine Behandlungssitzung kostet in etwa zwischen 80 und 150 Euro. Meist müssen gesetzlich Versicherte diese Kosten selber tragen. Es besteht aber unter bestimmten Voraussetzungen die Option, Zuschüsse bei den gesetzlichen Krankenkassen zu beantragen.

Anders sieht es hingegen bei den privaten Krankenversicherungen aus. Sie übernehmen in aller Regel – je nach zu Grunde liegendem Versicherungsvertrag – die finanziellen Aufwendungen für die Osteopathie beim Baby.

Fazit

Die Osteopathie beim Baby war noch vor wenigen Jahren gänzlich unbekannt. So alt die Medizin bereits ist, so innovativ ist die Osteopathiebehandlung. Erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts spielt sie in der Schulmedizin eine immer wichtigere Rolle.

Sie kann bei unterschiedlichsten körperlichen Beeinträchtigungen bzw. bei gesundheitlichen Beschwerden zur Anwendung kommen. Dahingegen sollte eine osteopathische Behandlung bei Infekten, offenen Wunden oder Brüchen unbedingt unterbleiben.

Wenn Du Dich dazu entschlossen hast, die Osteopathie beim Baby durchführen zu lassen, solltest Du Dir bei der Suche nach geeigneten Osteopathen Zeit nehmen. Auf einschlägigen Internetportalen kannst Du Dich ausführlich über professionelle Osteopathen informieren und ihre Leistungen in Anspruch nehmen.

So erhältst Du nicht nur wertvolle Informationen zu deren Werdegang, dem Qualifikationsprofil sowie deren Referenzen. Vielmehr kannst Du im Zuge dieser Recherche auch herausfinden, welcher der Osteopathen möglicherweise lediglich einen Fernlehrgang bzw. ein Wochenendseminar im Fachbereich Osteopathie absolviert hat.

Quellen

https://www.t-online.de/gesundheit/kindergesundheit/id_17211096/osteopathie-bei-babys-therapie-kann-spaetfolgen-der-geburt-vermeiden.html

https://www.osteopathie-klima.de/ratgeber/drei-systeme-osteopathie/

https://www.osteopathie-rathgeber.de/

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