Pflegeleichte Haustiere: Die besten Freunde der Kinder

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Haustiere gehören nicht nur zur Familie, sie sind oft der beste Freund des Kindes. Einem Haustier kann ein Kind sein Herz ausschütten, ohne verurteilt oder ausgelacht zu werden. Sie schenken psychischen Halt und sind Vertraute, wenn es um Geheimnisse geht.

Haustiere wie Hunde oder Katzen zeigen ihre Zuneigung ganz offen und schenken Kindern die positiven Erfahrungen, die diese in der Schule und im Alltag oft nicht erhalten.

Warum Dein Kind ein Haustier braucht

Du möchtest ein Haustier kaufen? Neben dem vielfach angeführten Verantwortungsgefühl, das ein Kind gegenüber einem Haustier entwickeln sollte, haben pflegeleichte Haustiere für Kinder noch eine andere, ebenso wichtige Bedeutung.

Dein Kind erhält durch Haustiere die Möglichkeit, Liebe und Wärme auszudrücken. Im ersten Moment mag sich das etwas merkwürdig anhören, deshalb wollen wir genauer auf diesen Aspekt schauen.

Jedes Tier (mit Ausnahme der Fische) genießt körperliche Nähe und Streicheleinheiten. Wenn Dein Kind einen Hund, eine Katze oder einen Hasen hat, wird es immer wieder Momente geben, in denen es dem Tier sanft über das Fell streicht.

In diesem Augenblick entspannt sich der kindliche Körper. Das Ausdrücken von Zuneigung ist nämlich nur möglich, wenn Körper und Geist friedlich und entspannt sind. Ist das nicht der Fall, wird sich das Tier der Berührung entziehen und sogar kratzen oder beißen.

Die liebevolle Berührung löst im Kind Glückshormone aus. Es bekommt die Möglichkeit, einem Lebewesen etwas Gutes zu tun. Das heißt, es darf Liebe, Verständnis, Nähe und Wärme ausdrücken. Und ganz ehrlich – wann haben Kinder heute noch die Möglichkeit dazu?

Haustiere bringen Dein Kind in die Gegenwart

Nicht umsonst werden Tiere im therapeutischen Bereich eingesetzt. Dabei geht es nicht nur darum, was das Tier dem Menschen gibt. Es ist viel wichtiger, was das Kind in diesem Moment ausdrücken darf und dass die Reaktionen der Tiere ohne Urteil ausfallen.

In unserer Gesellschaft sind Kinder schon in jungen Jahren gestresst. Täglich stehen sie vor der Frage, wie sie sein und was sie können müssen, um leistungsorientierten Forderungen zu entsprechen.

Dagegen leben Tiere im Jetzt. Sie bringen Dein Kind ins Fühlen. Das ist wichtig, denn häufig werden Kinder durch den Umgang in Tageseinrichtungen und in der Schule emotional verletzt und verschließen sich ihren Gefühlen. Aggressivität oder innerer Rückzug sind die Folge. Ein Haustier nimmt Dein Kind bedingungslos an.

Es fragt nicht danach, ob es die angesagte Mode trägt oder wie es in der Schule steht. Diese Form der Annahme erfahren Kinder heutzutage kaum noch. Gelobt und belohnt wird für Leistung oder positives Verhalten, das Erwachsene definieren.

Kindsein ist an Vorstellungen geknüpft und viel zu selten können Kinder diesen Anforderungen der Außenwelt entsprechen. Deswegen sind pflegeleichte Haustiere so wichtig. Nicht nur, damit Dein Kind lernt, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Sondern damit es einen Freund hat, bei dem es sein darf, wie es ursprünglich ist.

Kuschelig und pflegeleicht – das passende Haustier finden

In jedem Fall müssen mehrere Aspekte bei der Entscheidung für ein passendes Haustier berücksichtigt werden. Im Folgenden erfährst Du, worauf Du bei der Auswahl achten solltest:

  • Größe der Tiere und Platzverhältnisse in der Wohnung
  • Vorlieben Deines Kindes
  • Ist das Tier pflegeleicht?
  • Wer kümmert sich hauptsächlich um das Haustier?
  • Alter Deines Kindes
  • Wieviel Zeit lässt sich für das Tier aufbringen
  • Haltungskosten

Das sind nur einige Stichpunkte, die bei der Entscheidung für pflegeleichte Haustiere berücksichtigt werden müssen. Außerdem sind bei der Wahl eines Hundes oder einer Katze noch die Rasse mit ihren speziellen Bedürfnissen und der Charakter des Tieres zu berücksichtigen.

Dabei solltest Du überlegen, ob und wie ein Tier in die Familie passt. Muss die Katze im Haus bleiben oder kann sie als Freigänger leben? Hat Deine Familie Zeit für einen aktiven Hund? Ist ein Familienmitglied mehrmals täglich in der Lage, mit dem Hund hinauszugehen und ausgedehnte Spaziergänge zu machen?

Es geht also nicht nur um die Bedürfnissen und Wünsche Deines Kindes, sondern auch darum, ob Deine Familie einem Tier ein gutes Zuhause bieten kann. Mit allem, was es als Haustier braucht.

Nicht nur Futter, sondern Bewegung und Aufmerksamkeit. Auf den Punkt gebracht heißt das: Hast Du genügend Zeit für pflegeleichte Haustiere, um diese nicht nur zu versorgen, sondern auch zu lieben?

Wieviel Platz und Aufmerksamkeit brauchen pflegeleichte Haustiere?

Viele Kinder wünschen sich größere Haustiere wie einen Hund oder eine Katze. Bei diesen Vierbeinern muss Dir von Anfang an klar sein, dass der größte Teil der Arbeit an Dir hängenbleibt, solange Deine Kinder noch klein sind.

Kommen sie ins Teenageralter, werden Pflichten wie das tägliche Füttern oder das Rausgehen mit dem Hund zur lästigen Verpflichtung. In diesen Zeiten musst Du als Erwachsener einspringen und auch für pflegeleichte Haustiere da sein.

Bevor es soweit ist, muss zuerst die Platzfrage geklärt werden. Wieviel Raum steht für das zukünftige Haustier zur Verfügung. Große Hunde gehören beispielsweise nicht in kleine Neubauwohnungen mitten in der Großstadt, wo keine Möglichkeiten für mehrmalige, lange Spaziergänge pro Tag vorhanden sind.

Ebenso sollten Hunde nicht den ganzen Tag alleine sein müssen. Es geht nicht darum, einen Hund zu haben, sondern für ein Tier zu sorgen. Hasen, Hamster, Schildkröten oder Mäuse sind dagegen pflegeleichte Haustiere, deren Ansprüche bezüglich Pflege und Auslauf nicht so groß sind.

Trotzdem sollten größere Kleinsäuger im Sommer Auslauf auf der Wiese bekommen können. Schildkröten sind zwar nicht sehr schnell, aber auch bei dieser Gattung gibt es Exemplare, die gerne unterwegs sind und ihren Auslauf brauchen.

Je größer die Haustiere für Kinder sind, desto mehr Pflege und Betreuung brauchen sie. Daher musst Du im Vorfeld abklären, wieviel Zeit und Platz für den neuen Hausgenossen zur Verfügung steht

Pflegeleichte Haustiere oder den Wunsch des Kindes erfüllen?

Hamster oder Meerschweinchen sind pflegeleichte Haustiere, die sich auch in einer kleinen Wohnung halten lassen. Ein großes Gehege und eine zusätzliche Auslaufmöglichkeit bieten den Nagern gute Lebensbedingungen. Was aber, wenn Dein Kind lieber einen Hund hätte und sich diesen von ganzem Herzen wünscht?

In vielen Fällen sind kleine Nagetiere der Ersatz für Haustiere, die aus Platz- oder Zeitgründen nicht gehalten werden können. Natürlich will man seinem Kind den Wunsch von einem Haustier erfüllen. Wenn Hund oder Katze allerdings nicht möglich sind, sollte kein Ersatztier angeschafft werden.

Ein Hamster ist kein Hund und Dein Kind wird keine echte Bindung zu diesem Tier aufbauen, wenn es sich eigentlich einen großen Vierbeiner wünscht. In diesem Fall solltest Du dem Kind die Möglichkeit geben, Nachbarhunde zu betreuen, eine Patenschaft zu übernehmen oder im Tierheim auszuhelfen.

Dein Kind fühlt sich aus ganz bestimmten Gründen zu einem Tier hingezogen. Manche Kinder sind mit einer Schildkröte glücklich und könnten mit einem Hund gar nichts anfangen. Deshalb ist es wichtig, auf den Wunsch Deines Kindes zu hören.

Ab welchem Alter sind Haustiere für Kinder sinnvoll?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Jedes Kind entwickelt sich auf individuelle Weise und ist zu einem anderen Zeitpunkt für ein eigenes Haustier bereit. Fakt ist, je jünger Dein Kind ist, desto mehr musst Du in die Betreuung des Tieres eingreifen und diese übernehmen.

Handelt es sich um kleine und pflegeleichte Haustiere wie Hamster, Meerschweinchen oder Mäuse, geht es mehr um die Beobachtung der Haustiere. Beim Füttern und Reinigen des Käfigs ist Deine Unterstützung gefragt, mehr Hilfe braucht es nicht.

Haustiere wie Hunde und Katzen benötigen hingegen viel mehr Pflege und Aufmerksamkeit. Kleine Kinder können noch nicht alleine mit einem Hund rausgehen und bei Katzen musst Du darauf achten, dass Dein Kind ihre Ruhezeiten respektiert.

Während Hunde ständig die Nähe des Menschen suchen und bei allen Aktivitäten mitmachen wollen, muss eine Katze ihre Ruhe haben und nur dann Streicheleinheiten bekommen, wenn sie das einfordert. Daher sind Katzen für temperamentvolle und laute Kinder ungeeignet.

Soll Dein Kind mit einem Tier aufwachsen, kann dieses frühzeitig in die Familie integriert werden, wenn Du Dich um das Haustier kümmerst. Möchtest Du die Verantwortung in die Hände Deines Kindes legen, sollte es sich um pflegeleichte Haustiere ohne größere Bedürfnisse handeln, je jünger das Kind ist.

Du selbst weißt am besten, was Du Deinem Kind zutrauen kannst. Versuche nicht, Verantwortung zu erzwingen. Damit stößt Du auf Widerstand und Dein Kind verliert das Interesse an dem Haustier.

Auch pflegeleichte Haustiere brauchen Aufmerksamkeit und Zeit

Wenn geklärt ist, welches Tier aufgrund der Vorlieben des Kindes und der räumlichen Verhältnisse in die Familie passt, muss der Zeitfaktor überdacht werden. Auch pflegeleichte Haustiere sind Lebewesen, die tägliche Ansprache brauchen.

Im Vorfeld muss daher festgelegt werden, dass es Spielzeiten gibt, in denen sich das Kind um die Haustiere kümmert. Feste Zeiträume sind sicher nicht praktikabel, da Tiere nicht nach der Uhr leben. Es sollte aber klar sein, dass ein Hund ausgeführt werden muss, wenn Dein Kind aus der Schule kommt oder die Katze ihre Streicheleinheiten bekommt, sobald sie einem Familienmitglied um die Beine streicht.

Haustiere sind neue Familienmitglieder, die als solche behandelt werden müssen. Sie sind kein Spielzeug, sondern Lebewesen, die Fürsorge brauchen. Man kann sie nicht beiseitelegen, wenn man keine Lust auf sie hat. Auch pflegeleichte Haustiere brauchen mehr als Futter und eine saubere Behausung.

Haustiere sind für Kinder eine wunderbare Möglichkeit, das natürliche Leben kennenzulernen und zu beschützen. Die eigene Wahrnehmung wird vom Ich auf ein anderes Lebewesen erweitert. Das ist die Grundvoraussetzung, um mit anderen in Kontakt zu treten.

Die eigene Welt, die sich bisher um das Kind und die Familie gedreht hat, wird erweitert. Das sollte ohne Druck und unter liebevoller Anleitung geschehen, damit das Reifen der kindlichen Persönlichkeit zu einer positiven Erfahrung werden kann.

Das neue Haustier zieht ein

Sind Haustiere für die Kinder beschlossene Sache, können die Vorbereitungen für den Einzug getroffen werden. Größere Tiere brauchen einen Schlafkorb oder ein Kissen, für kleinere und pflegeleichte Haustiere müssen ein Käfig und Streu gekauft werden.

Bei Hamstern und Mäusen sollten sehr große Käfige und Laufräder selbstverständlich sein, da die kleinen Säugetiere ausreichend Bewegung brauchen. Um den Käfig herum sollte die Möglichkeit einer sicheren Freilauffläche gegeben sein, auf der sich die Tiere zusätzlich austoben können.

Ist das Haustier eingezogen, braucht es zuerst Ruhe, um anzukommen. Am besten setzt Du Dich mit Deinem Kind dazu und beobachtest das Tier. Nur ein Hund wird zuerst mit den Menschen Kontakt aufnehmen, alle anderen Vierbeiner werden zuerst ihre Umgebung erkunden.

Schon nach wenigen Stunden findet sich das Tier in der Wohnung oder seinem Käfig zurecht. Hamster werden sich nach dem Umzugsstress in die Sägespäne einbuddeln und ein erstes Schläfchen halten.

Eine Katze wird sich einen für sie sicheren Platz suchen und von dort das Geschehen beobachten. Ein Hund wird Dir dagegen nicht von der Seite weichen, da er sich viel mehr als andere Haustiere an den Menschen bindet.

Wenn das Tier zu fressen beginnt, ist es angekommen. Halte Dein Kind noch zurück, wenn es das neue Familienmitglied ständig anfassen möchte. Der physische Kontakt intensiviert sich in den nächsten Tagen. Zuerst muss der Vierbeiner alle Eindrücke verarbeiten, die durch den Einzug in ein neues Heim entstanden sind. Die Bindung zum Menschen kommt erst danach.

Haustiere sind für Kinder eine Bereicherung

In einer Zeit, in der Kühe für viele Kinder lila sind und sie sich immer weiter von der Natur entfernen, sind Haustiere wichtige Familienmitglieder. Ob pflegeleicht oder zeitaufwendig, ob Fisch, Vogel oder Vierbeiner – am meisten lernen wir von der Natur.

Haustiere bringen uns wieder in Kontakt mit uns selbst. Sie sorgen dafür, dass Achtsamkeit, Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein in den Kindern erwachen. Sie helfen uns, Stress abzubauen, den wir in einer hektischen Welt voller Anforderungen selbst erzeugen.

Haustiere bringen uns in die Gegenwart zurück. Zu dem, was wirklich zählt und wichtig ist. Wenn Haustiere für die Kinder möglich sind, sollten sie diese Erfahrung unbedingt machen dürfen.

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