Plötzlicher Kindstod: Ursachen und Möglichkeiten zur Vermeidung des SIDS

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Plötzlicher Kindstod bringt die Welt von Müttern und Vätern buchstäblich aus den Fugen. Zwar ist die Sterblichkeitsrate bei Babys und Kleinkindern mit Blick auf aktuelle SIDS-Statistik bis heute rapide gesunken.

Fakt aber ist dennoch, dass die Risiken für einen plötzlichen Kindstod nach wie vor nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Was aber sind die Ursachen dafür, dass ein gesundes Baby hierzulande ohne ersichtlichen Grund plötzlich tot in seinem Bettchen liegt?

In der Tat gibt es einfache Vorbeugemaßnahmen, die Du beachten kannst, um Dein Baby bestmöglich zu schützen. Eine Grundregel ist diesbezüglich zum Beispiel, dass Babys niemals auf dem Bauch oder in der Seitenlage schlafen sollten.

Plötzlicher Kindstod: Nach wie vor ein Risiko

Vielmehr ist es wichtig, sie zum Schlafen stets auf den Rücken zu legen. Natürlich gibt es Kinder, die nur in der Bauchlage einschlafen können. Das kannst Du zwar ohne Weiteres zulassen, um Dein Kind optimal zu unterstützen und den Einschlafvorgang zu erleichtern.

Sobald Dein Baby jedoch im „Reich der Träume“ angelangt ist, solltest Du es langsam und vorsichtig wieder in die Rückenlage bringen. Ist das Baby wach, sollte es zwischendurch unbedingt regelmäßig in die Bauchlage gedreht werden.

Denn auf diese Weise werden seine Rückenmuskeln schonend trainiert und gestärkt. Das ist auch für die Unterstützung der Kopf- und Nackenmuskulatur unerlässlich. Insgesamt ist diese Position wichtig, um dafür zu sorgen, dass sich das Hinterköpfchen nicht verformt.

Mediziner raten im Übrigen davon ab, Babys mit einer Decke zuzudecken, damit sie es in ihrer Wiege oder im Bettchen warm und kuschelig haben. Weitaus empfehlenswerter ist es, einen Schlafsack zu verwenden, da das textile Material nicht verrutschen kann, sodass es das Gesicht des Kindes abdeckt.

Was genau es mit dem SIDS auf sich hat und warum starkes Schwitzen nachts mit gewissen Risiken einhergehen kann – das und mehr erfährst Du in diesem Artikel.

Gibt es Anzeichen für den plötzlichen Kindstod?

Plötzlicher Kindstod kommt ohne vorherige Anzeichen. Dabei steht SIDS für „sudden infant death syndrome“ und ist die internationale Bezeichnung für den plötzlichen Kindstod. Starkes Schwitzen nachts oder die Hände schlafen ein – all das könnten erste Anzeichen für einen drohenden plötzlichen Kindstod sein.

Diese Faktoren solltest Du unbedingt kennen, um Dein Kind bestmöglich zu schützen:

Forscher sind der Ansicht, dass Veränderungen im Erbgut der so genannten SIDS-Kids eine Ursache für den unerwarteten Kindstod sein könnten. Selbst bei eingehenden Untersuchungen am Baby im Bauch ist nicht erkennbar, ob gegebenenfalls ein SIDS-Risiko besteht.

Nichtsdestotrotz vermutet man, dass es eine Verbindung zwischen dem Geburtsvorgang und dem SIDS gibt. Kinder, die zu früh auf die Welt gekommen sind, unterliegen demnach einem höheren SIDS-Risiko.

Auch bei Mehrlingsschwangerschaften– und Geburten ist eine höhere Gefahr gegeben, dass plötzlicher Kindstod eintritt. Darüber hinaus hat die Erfahrung gezeigt, dass das Baby im Bauch, das nach seiner Geburt unter Atemproblemen litt, ebenfalls einem höheren Kindstod-Risiko unterliegt.

Risiken weitgehend ausschalten – plötzlicher Kindstod kann vermieden werden

Als Gründe dafür, dass sich ein plötzlicher Kindstod ereignet, geben Mediziner eine Schwäche der Rachenmuskulator oder eine Einengung der oberen Atemwege an. Zudem reagiert das Baby im Bauch kurz vor seiner Geburt, aber auch ein neugeborenes Baby hochempfindlich auf ungünstige äußere Einflüsse.

Diese können sich nachteilig auf die Gesundheit bzw. auf die Entwicklung ihrer Körperfunktionen auswirken. Ein Aspekt, der auf der einen Seite zwar erschreckend ist, der aber andererseits auch ein Vorteil für besorgte Eltern ist. Denn Mütter und Väter haben folglich einen gewissen Einfluss darauf, dass ein plötzlicher Kindstod verhindert werden kann.

Plötzlicher Kindstod wird in besonders vielen Fällen durch die Bauchlage verursacht. Vor allem, wenn die Bettunterlage überaus weich ist, könnte sich dies negativ auf die Atmung des Kindes auswirken. Weiche Kissen sowie Tücher, Decken und Plüschtiere stellen ebenfalls eine besondere Gefahr dar und haben im Kinderbettchen folglich nichts zu suchen.

Denn sie behindern die Atmung insofern, als das Baby zu viel CO2 bzw. Kohlendioxid erneut einatmet. Seine ausgestoßene Atemluft hingegen enthält immer weniger Sauerstoff. Babys können dies nicht durch eine stärkere Atmung kompensieren. Außerdem sind sie noch nicht in der Lage, sich durch Bewegung in eine andere Schlafposition zu bringen.

Hinweis:

Ein plötzlicher Kindstod deutet sich im Falle einer falschen Schlafposition mitunter so an: Die Wärme im kleinen Körper staut sich, sodass starkes Schwitzen nachts bei Babys für Eltern ein absolutes Warnsignal darstellt.

Die Hände schlafen ein, was vor allem in der Bauchlage häufig passieren kann. Die Blutzirkulation in den Schultern und Oberarmen funktioniert bei stundenlangem Liegen in dieser Körperhaltung immer schlechter. In Folge dessen kann – in Verbindung mit der Überwärmung der körperlichne Funktionen – die Regulierung der Herz-Kreislaufaktivität beeinträchtigt werden. Plötzlicher Kindstod droht.

Plötzlicher Kindstod kann auch durch Viren etc. hervorgerufen werden. Das Baby im Bauch ist noch gut vor den Keimen und Bakterien, die in der „Außenwelt“ existieren, geschützt. Das Immunsystem bei Neugeborenen ist jedoch noch nicht vollständig ausgereift, sodass die Gefahr, einen Infekt zu erleiden oder an einer Erkältung zu erkranken, extrem hoch ist.

Wenn die Atmung des Kindes ohnehin erschwert ist, weil es in der Bauchlage schläft, haben Keime, Viren und andere Krankmacher noch leichteres Spiel. Wenn sich Bakterien im Körper ausbreiten, reagieren viele Babys oftmals mit Fieberschüben, die eine zusätzliche Belastung darstellen.

Abgesehen von dem damit einhergehenden Flüssigkeitsverlüst fühlt sich das Baby geschwächt, die Atmung wird flacher, und die organischen Regulationsmechanismen des kindlichen Körpers können nicht mehr frichtig funktionieren. Das führt häufig dazu, dass ein plötzlicher Kindstod auftreten kann.

Stress und Hektik im Alltag der Eltern übertragen sich direkt auf den Nachwuchs. So können außerdem Sorgen, Existenzängste, beruflicher Druck oder Streitigkeiten innerhalb der Familie das Risiko erhöhen, dass sich ein plötzlicher Kindstod ereignet.

Es ist daher elementar, eine möglichst entspannte Grundeinstellung zu haben, weil sich diese direkt auf das Kind übertragen kann. Die Gefahr, dass sich ein plötzlicher Kindstod ereignet, könnte sich in der Konsequenz deutlich reduzieren.

Wenn die werdende Mutter ihr Baby im Bauch regelmäßig mit Alkohol und Nikotin „versorgt“ hat, kann das einerseits zu erheblichen Entwicklungsstörungen führen. Andererseits ist in der Folge ein erhöhtes Risiko gegeben, dass sich ein plötzlicher Kindstod ereignet.

Gerade dann, wenn in der häuslichen Umgebung geraucht wird, wirkt sich dies nachteilig auf die Steuerung der kindlichen Vitalfunktionen aus. Plötzlicher Kindstod kann dementsprechend sehr wohl auch durch eine gesündere, nikotin- und alkoholfreie Lebensweise vermieden werden.

Plötzlicher Kindstod: So kannst Du das SIDS-Risiko verringern

Plötzlicher Kindstod kann selbst trotz modernster medizinischer Kenntnisse nicht zu 100 Prozent verhindert werden. Aber Du kannst trotzdem Maßnahmen ergreifen, um das Risiko zumindest zu senken, dass sich ein plötzlicher Kindstod ereignet.

So sollte Dein Kind im Bettchen stets auf den Rücken gelegt werden, um eine bestmögliche Atmung zu gewährleisten. Ein geeignetes Bett mit einer Unterlage, die nicht zu weich ist sowie ein fest fixierter Schlafsack sind bereits eine gute Grundlage für einen gesunden Schlaf. Selbstverständlich sollte in der Wohnung nicht geraucht werden.

Ein plötzlicher Kindstod kann durchaus verhindert werden

Achte außerdem darauf, den Stresspegel möglichst niedrig zu halten. Durch gezielte Atemtechniken sowie dadurch, dass Du Dich von stressigen Menschen und Situationen fernhältst, kannst Du bereits eine Menge bewirken, um selbst möglichst entspannt zu bleiben. J

e wohler Du Dich fühlst und je entspannter Du bist, desto eher wird auch Dein kleiner Schatz diese positive Haltung spüren. Dadurch verringert sich die Gefahr erheblich, dass sich ein plötzlicher Kindstod ereignet.

Plötzlicher Kindstod und der Fliegergriff

Der so genannte Fliegergriff ist derzeit in aller Munde. Was aber haben der Fliegergriff und plötzlicher Kindstod gemeinsam? Wo gibt es diesbezüglich eine Verbindung? In den USA hat ein renommierter Kinderarzt – Dr. M. Hamilton – eine Art „Wunderhaltung“ entwickelt, die dazu beitragen soll, weinende Babys zu beruhigen.

Auch kann sein Fliegergriff dazu beitragen, dass plötzlicher Kindstod verhindert werden könnte. In der Tat konnten zahlreiche Versuche belegen, dass der Fliegergriff nicht nur bei Schreibabys hilfreich ist, sondern dass damit auch ein plötzlicher Kindstod verhindert werden kann.

Plötzlicher Kindstod und der Fliegergriff – eine vielversprechende Verbindung?

Der Fliegergriff ist leicht zu lernen: Das Kind wird für den Fliegergriff in einem 45-Grad-Winkel in Bauchlage positioniert. Dabei werden die kleinen Ärmchen unter seiner Brust gefaltet und mit der Hand von Mama oder Papa fixiert.

Zugleich muss das Kinn sanft abgestützt werden. Die andere Hand von Mutter oder Vater greift unter Babys‘ Po und wackelt ihn vorsichtig hin und her. Noch ist man sich nicht ganz einig, was die Wirksamkeit des Fliegergriffes ausmacht.

Welchen Effekt hat der Fliegergriff?

Man geht davon aus, dass es in erster Linie der ruhige und selbstbewusste Umgang mit dem Baby ist, der ihm durch den Fliegergriff unterschwellig Sicherheit vermittelt. Durch den Druck seiner Ärmchen auf den eigenen Brustkorb wird eine Akupressurstelle berührt, die sich ebenfalls beruhigend auf das Gemüt des Kindes auswirkt.

Die Atmung wird verstärkt und zugleich stabilisiert. Darüber hinaus ist die Position sehr gemütlich, und das Kind kann schnell einschlafen.

Der Fliegergriff kann regelmäßig angewendet werden

Wird der Fliegergriff regelmäßig angewendet – am besten jedes Mal vor dem Schlafengehen – wird dem Neugeborenen praktisch kontinuierlich Ruhe und Sicherheit vermittelt. Das Stresslevel reduziert sich, was sich insgesamt positiv auf die Verfassung des Kindes auswirkt.

Der Stress und die Hektik, der möglicherweise manchmal in der Familie spürbar ist, kann sich daher nicht mehr ohne Weiteres auf das Kind übertragen. Es erfährt mehr Gelassenheit und spürt Geborgenheit. Beides sind relevante Aspekte mit Blick auf die Minimierung des Kindstod-Risikos.

Fazit

Ob Fliegergriff, Rückenlage oder Schlafsack – Du kannst vieles tun, um Dein Kind zu schützen und zu verhindern, dass sich gegebenenfalls ein plötzlicher Kindstod ereignet. Außerdem empfiehlt es sich, das Baby nachts im Elternschlafzimmer in einem Beistellbett zu beherbergen, um einen noch besseren Überblick über die Schlafsituation zu haben.

Wenn das nicht möglich ist, solltest Du das Babyphone in der Nacht einschalten. Mittlerweile gibt es derartig vielversprechende Technologien, mit denen sich sogar die Atmung des Kindes überprüfen lässt.

Quellen

https://www.windeln.de/magazin/baby/pflege-gesundheit/ploetzlicher-kindstod-sids.html

https://www.netdoktor.de/krankheiten/ploetzlicher-kindstod/

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