Schmierblutung in der Schwangerschaft – alles, was Du darüber wissen musst

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Du hast gerade den positiven Schwangerschaftstest in der Hand gehabt und stellst wenige Tage später eine Schmierblutung fest? Was alarmierend klingt, ist für viele Frauen ganz normal. Es gibt viele Gründe, warum es gerade in der Frühschwangerschaft zu einer leichten Blutung kommen kann. In aller Regel steckt jedoch keine beunruhigende Ursache dahinter.

Hier erfährst Du, warum eine Schmierblutung in der Schwangerschaft völlig normal ist und warum Du Dir in den meisten Fällen keine Sorgen machen musst. Zudem erhältst Du eine Übersicht über die weiteren Schwangerschaftsanzeichen, die gemeinsam mit Schmierblutungen in der Frühschwangerschaft auftreten können.

Üblicherweise halten sie nicht lange an und sind nicht von Schmerzen begleitet. Solltest Du Dir dennoch Sorgen machen, kannst Du nach einer Untersuchung bei Deinem Frauenarzt mit Entwarnung nach Hause gehen. Hier erfährst Du alles über Schmierblutungen in der Schwangerschaft und ihre üblichsten Ursachen.

Schwangerschaftsanzeichen Schmierblutung? Völlig normal!

Du hast Dich erst kürzlich über den positiven Schwangerschaftstest gefreut und stellst jetzt fest, dass Du eine Schmierblutung hast? Wahrscheinlich überschlagen sich die Horrorszenarien gerade in Deinem Kopf. Tatsächlich gehört die Schmierblutung bei sehr vielen Frauen zu den ersten Schwangerschaftsanzeichen dazu – auch, wenn nicht oft darüber geredet wird.

Viele Faktoren können dafür sorgen, dass Du in der Frühschwangerschaft immer wieder leichte Schmierblutungen feststellen wirst. Schließlich macht Dein Körper gerade starke Veränderungen durch und bereitet sich darauf vor, in den nächsten Monaten ein Baby zu beherbergen.

Was ist eine Einnistungsblutung?

Ein noch klareres Schwangerschaftsanzeichen als das einfache Ausbleiben Deiner Periode oder dem positiven Schwangerschaftstest ist die Einnistungsblutung. Hinter der Einnistungsblutung steckt der Vorgang der so genannten Implantation, also Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter.

Diese Einnistung findet etwa eine Woche nach der Befruchtung statt und sorgt dafür, dass sich der mütterliche Kreislauf mit dem Embryo verbindet. Die befruchtete Eizelle findet im Rahmen dieses Vorgangs ihren Platz in der Gebärmutter und verwächst mit der Gebärmutterschleimhaut. Dabei werden Blutgefäße verletzt und neu gebildet.

Vor diesem Hintergrund ist es ganz verständlich, dass das freigesetzte Blut auch als Schmierblutungen im Slip zu beobachten ist. Solche Blutungen in der Frühschwangerschaft sind relativ häufig und für sich genommen kein Grund, um den gesunden Verlauf der Schwangerschaft besorgt zu sein.

Einnistungsblutungen können also erst dann auftreten, wenn eine befruchtete Eizelle ihren Weg in die Gebärmutter gefunden hat und sich dort in die Schleimhaut implantiert. Der früheste Zeitpunkt für diesen Vorgang ist bereits eine Woche nach der Befruchtung, also sozusagen in der dritten Schwangerschaftswoche.

Zu diesem sehr frühen Zeitpunkt bringst Du die Schmierblutungen wahrscheinlich nicht mit einer möglichen Schwangerschaft in Verbindung. Spätestens zwei bis drei Wochen nach der Befruchtung muss die Einnistungsblutung erfolgt sein. Wenn Du bis dahin keine Schmierblutungen bemerkt hast, ist es unwahrscheinlich, dass diese von der Einnistung kommt.

In jedem Fall signalisiert die Einnistungsblutung das Ende des Einnistungsprozesses. An dem Vorhandensein einer Einnistungsblutung kannst Du noch keinen Schluss auf den weiteren Schwangerschaftsverlauf ziehen. Tatsächlich ist auch bei Eileiterschwangerschaften eine Einnistungsblutung zu beobachten.

Welche weiteren Gründe gibt es für die Schmierblutung in der Schwangerschaft?

Auch wenn die Schmierblutung in der Schwangerschaft normal ist, erleben nicht alle Frauen eine sichtbare Einnistungsblutung. Lediglich ein Viertel der werdenden Mütter können von solchen Schmierblutungen berichten. Bei besonders kleinen Mengen bleibt dieses Anzeichen für eine Schwangerschaft wahrscheinlich unbemerkt. Möglich ist auch, dass der Körper kleine Mengen resorbieren kann, bevor sie sich als Schmierblutungen in der Unterwäsche zeigen.

Ein weiterer ungefährlicher Typ an Schmierblutungen ist eine leichte Kontaktblutung, die nach dem Geschlechtsverkehr auftreten kann. Dies ist in der Frühschwangerschaft häufig der Fall, da Scheide, Muttermund und Gebärmutter stärker durchblutet werden.
Du hast den Verdacht, schwanger zu sein, aber noch keinen Schwangerschaftstest gemacht? Dann kann Deine normale Periode für die Schmierblutungen verantwortlich sein.

Dies ist vor allem dann denkbar, wenn Dein Zyklus relativ unregelmäßig ist. Dann besteht prinzipiell sogar die Möglichkeit, dass die von Dir beobachteten Schmierblutungen eine Ovulationsblutung ist und Deinen Eisprung signalisiert.

Wie äußert sich eine Schmierblutung in der Schwangerschaft?

Weil sich das Eintreten der Periode bei jeder Frau anders äußert und sich die Symptome zur Einnistungsblutung überschneiden, ist es relativ schwierig, beides zweifelsfrei zu diagnostizieren. Jedoch gelten einige Anhaltspunkte, um leichte Schmierblutungen von einer leichten Periode zu unterscheiden.

Eine Schmierblutung während der Schwangerschaft, aber auch davon unabhängig mit leichtem bis mittelstarkem Ziehen im Unterleib einhergehen. Dies ist in der Frühschwangerschaft zu erwarten, da sich die Gebärmutter auszudehnen beginnt. Auch das Dehnen der Mutterbänder kann als unangenehm empfunden werden.

Üblicherweise zeigt sich eine Schmierblutung in der Schwangerschaft genauso wie sonst auch: Das Blut ist hell und mit Schleim vermischt, kann aber auch einen bräunlichen Farbton haben. Steht eine akute Blutung an, ist das Blut wahrscheinlich hellrot. Bräunliches Blut weist darauf hin, dass die Blutung bereits vorbei ist und das gesammelte Blut erst jetzt aus der Gebärmutter abfließt.

Wie lange dauern Schmierblutungen an?

Eine Schmierblutung während der Schwangerschaft dauert lediglich maximal zwei bis drei Tage. Sie kann prinzipiell sogar schon vor dem positiven Schwangerschaftstest auftreten. Es ist nicht ungewöhnlich, nur ein einziges Mal eine leichte Blutung festzustellen, die dann nach ein paar Stunden bereits vorüber ist.

Es kann aber auch völlig normal sein, einige Tage nach deren Ende eine erneute leichte Blutung festzustellen. Sie kann um den erwarteten Termin der Periode auftreten, aber auch früher oder später. Besonders stark sind Schmierblutungen üblicherweise nach der Einnistung bei Mehrlingsschwangerschaften ausfallen.

Handelt es sich um zwei Eizellen, die sich gleichzeitig in die Gebärmutterschleimhaut einnisten, werden schließlich doppelt so viele Gefäße verletzt. Bei Zwillingsschwangerschaften fallen Einnistungsblutungen also besonders stark aus und dauern auch länger an.

Was tun bei einer Schmierblutung in der Schwangerschaft?

Natürlich verunsichert eine Schmierblutung in der Schwangerschaft Dich zunächst einmal. Sind Deine Sorgen groß, solltest Du daher allein schon zu Deiner Beruhigung zum Frauenarzt gehen. Tatsächlich haben Einnistungsblutungen keinerlei Krankheitswert und können weder dem Embryo noch Deiner Gesundheit schaden.

Handelt es sich tatsächlich um eine Einnistungsblutung, gibt es keine Maßnahmen oder Medikamente, die Dir Dein Frauenarzt dagegen verschreiben kann. Sollten dich die Symptome jedoch stören, ist es nicht falsch, Dir eine Extraportion Ruhe zu gönnen und Stress zu vermeiden.

Auf welche Schwangerschaftsanzeichen solltest Du sonst noch achten?

Eine bestätigte Nidationsblutung gehört zu den sehr sicheren Anzeichen dafür, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Wenn Du Dir unsicher bist oder noch keinen Schwangerschaftstest machen konntest, solltest Du zudem auf folgende mögliche Anzeichen einer möglichen Schwangerschaft achten.

Du spürst ein Ziehen im Bauch, ganz ähnlich wie zu Beginn Deiner Periode? Wenn Deine normale Regelblutung trotzdem nicht beginnt, könntest Du schwanger sein. Nach erfolgter Einnistung der befruchteten Eizelle beginnt die Gebärmutter zu wachsen und wird stärker durchblutet.

Zudem beginnen sich die Mutterbänder zu dehnen, was ebenfalls zu periodenähnlichen Schmerzen führen kann. Aus diesem Grund gelten vielen Ärzten gerade diese leicht ziehenden Schmerzen im Unterleib als klassisches und sehr sicheres Anzeichen für eine vorliegende Schwangerschaft.

Wenn Du nach der Temperaturmethode schwanger geworden bist, konntest Du vielleicht schon vor dem positiven Schwangerschaftstest feststellen, dass etwas anders war als sonst. Eine zum Zyklus-Ende hin weiter ansteigende, dauerhaft erhöhte Basaltemperatur ist ein sehr sicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft.

Weitere Schwangerschaftsanzeichen, die schon in den ersten Wochen Deiner Schwangerschaft auftreten können sind häufig Spannungsgefühle in der Brust oder Übelkeit. Viele werdende Mütter stellen aber auch eine starke Müdigkeit an sich fest, die sie zu Pausen im Alltag zwingt.

Aber auch Durchfall und häufiges Wasserlassen gehören zu den Symptomen einer Frühschwangerschaft. Da sich die Gebärmutter nun ausdehnt, spüren alle umliegenden Organe, wie beispielsweise Darm und Blase, den Effekt.

Wann sollte die Schmierblutung in der Schwangerschaft abgeklärt werden?

Wenn du im Zusammenhang mit Schmierblutungen in der Schwangerschaft schon sehr bald nach dem positiven Schwangerschaftstest ein vermehrtes Ruhebedürfnis an Dir feststellst, solltest Du dem nach Möglichkeit auch nachkommen. Schließlich befindet sich Dein Körper gerade in einer großen „Umbauphase“, die alle Kraft benötigt.

Kleine Pausen im Alltag helfen Dir, mit den Umstellungen besser zurecht zu kommen. Fühlst Du Dich besonders abgeschlagen, kann Dich Dein Frauenarzt unter Umständen sogar krankschreiben.

Auch, wenn Schmierblutungen eigentlich kein Grund zur Sorge sind, solltest Du den Gang zum Frauenarzt immer dann antreten, wenn Dir die Schmierblutung besonders stark vorkommt. Auch das Auftreten von zunehmenden Schmerzen ist ein Zeichen dafür, dass Du Dich zur Sicherheit bei Deinem Gynäkologen melden solltest.

In jedem Fall abklärungsbedürftig sind Blutungen in der Frühschwangerschaft, die Dir starke Schmerzen verursachen und größere Mengen an hellrotem Blut produzieren. Hier solltest Du abklären lassen, ob es sich um eine normale Schmierblutung handelt, oder um das erste Stadium einer Fehlgeburt.

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