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Schwangerschaft

Schwanger mit 40: Risiken des späten Mutterglücks

Früher war es normal, in jungen Jahren Kinder zu bekommen. Heutzutage wollen viele Frauen erst mit beiden Beinen fest im […]

Schwanger mit 40: Risiken des späten Mutterglücks

Schwanger mit 40: Risiken des späten Mutterglücks

Früher war es normal, in jungen Jahren Kinder zu bekommen.
Heutzutage wollen viele Frauen erst mit beiden Beinen fest im Leben stehen, bevor sie eine Familie gründen.
Dies kann daran liegen, dass sie erst ihre beruflichen Ziele verwirklichen wollen.
Andere haben vielleicht noch nicht den richtigen Partner gefunden.
Wenn sie eine Schwangerschaft aufgeschoben haben, hören sie vielleicht jetzt ihre biologische Uhr ticken. Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, verringert sich tatsächlich mit zunehmenden Alter. Dies liegt an der Anzahl der Eizellen, die sich verringert.
Es bedeutet jedoch nicht, dass es dem späten Wunschkind nicht genauso gut gehen kann, wie dem Kind einer jungen Mutter.

Schwanger zu werden mit 40 ist möglich, allerdings steigt das Risiko für Fehlgeburten und für Gendefekte an.

Schwanger jenseits der 30. – Eine gesunde Schwangerschaft ist möglich!

Prominente, wie Carla Bruni, oder Greena Davis machen es vor, dass es möglich ist, auch mit über 40 ein spätes Mutterglück zu erleben.
Während Carla Bruni mit 43 Jahren ihrer Tochter das Leben schenkte, bekam Greena Davis ihr erstes Kind sogar erst im Alter von 46 Jahren.
Im Alter von 48 Jahren bekam sie sogar noch einmal Zwillinge.

Immer mehr Frauen treffen bewusst die Entscheidung, erst jenseits der 30. ihr erstes Kind zu bekommen.
Studien zeigen, dass Mütter, die erst spät Kinder kriegen, ebenfalls gelassener im Umgang mit ihnen sind. Sie verfügen schon über Lebenserfahrung, sind meist unabhängiger, selbstbewusster und auch finanziell bessergestellt. All diese Faktoren können zu einer entspannten Schwangerschaft beitragen, da Stress und Sorgen sich auf das ungeborene Kind auswirken können. Vielleicht ist man mit 40 nicht mehr köperlich so fit, wie eine junge Mutter, dennoch hat man Ihnen etwas voraus.
Nämlich die psychische Stärke, die es braucht, um ein Kind großzuziehen.

Sind also die Bezeichnungen „Spätgebärende“ und „Risikoschwangerschaft“ überflüssig, oder gibt es immer noch Risikofaktoren einer späten Schwangerschaft, die trotz der fortschreitenden, medizinischen Technik bedacht werden sollten?

Risiken einer späten Schwangerschaft

Fruchtbarkeit

Die Fruchtbarkeit der Frau nimmt mit 30 Jahren langsam ab. Die Chancen einer Frau, mit über 40 schwanger zu werden, liegen innerhalb eines Jahres bei 40 bis 50 Prozent, während eine Frau in den Dreißigern mit zu 75 % Wahrscheinlichkeit im gleichem Zeitraum Mutter wird.

Mit zunehmenden Alter sinkt der Prozentsatz weiter, weshalb es ab 45 Jahren sehr unwahrscheinlich wird, nochmal auf natürlichem Wege schwanger zu werden.
Jedoch gibt es immer noch die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung.

Risiken während der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ab einem Alter von 40 Jahren führt häufiger zu Komplikationen, wie Bluthochdruck und Diabetes. Das Risiko für Fehlgeburten steigt auf 34 %, etwa jede dritte Schwangerschaft endet also mit einer Fehlgeburt. Im Alter von 45 Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt sogar auf 53 % an, jede zweite Schwangerschaft endet also ungewollt. Im Vergleich dazu, endet bis zum 30. Geburtstag nur jede zehnte Schwangerschaft in einer Fehlgeburt.

Neben dem erhöhten Risiko einer Fehlgeburt, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind einen Gendefekt hat und z.B. mit Trisomie 21 geboren wird. Dies liegt an dem Alter der Eizellen, die nicht neu gebildet werden, sondern immer so alt sind, wie die Frau.

Risiken für das Kind

Wird man erst mit 40 oder älter Mutter, haben die Kinder ein höheres Risiko für Gendefekte, oder können z.B. selbst unter hohen Blutdruck leiden.
Man sollte die Häufigkeit der auftretenden Krankheiten allerdings nicht überdramatisieren, auch junge Mütter können Kinder auf die Welt bringen, die nicht gesund sind.

Späte Vaterschaft

Während die Frau mit steigenden Alter auch mit einer sinkenden Eizellenzahl zu kämpfen hat, bilden sich die Spermien des Mannes immer wieder neu.
Das Alter kann allerdings die Anzahl, die Qualität und die Beweglichkeit dieser beeinflussen und damit dem Kinderwunsch im Wege stehen.
Jedoch kann man(n) mit einer gesunden Ernährung, Sport und z.B. dem Verzicht auf Nikotin die Spermienqualität verbessern.

Fazit

Das Alter der Frau kann durchaus einen Risikofaktor darstellen, allerdings sollte es auch nicht überbewertet werden. Wichtig ist, dass man realistisch bleibt, in Bezug auf die Möglichkeit, noch ein eigenes Kind zu bekommen. Wenn man nicht zu lange wartet, stehen die Chancen günstiger, da man mit 40 eben noch eine bessere Prognose hat, als mit 45 Jahren.
Bei allen prognostizierten Komplikationen ist also durchaus eine natürliche, entspannte Schwangerschaft möglich.

Vielmehr spielt jedoch die körperliche und seelische Verfassung der Frau eine Rolle, wie es uns all die Mütter zeigen, die noch mit über 40 Kinder bekommen.
Mit einer durchgehenden Schwangerschaftsvorsorge, steht prinzipiell dem späten Mutterglück nichts im Weg.

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