Schwangerschaftstest – So überprüfst Du Deinen Verdacht, schwanger zu sein

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Du hast den Verdacht schwanger zu sein? Der einfachste Weg Deine Vermutung zu überprüfen, ist die Durchführung eines Schwangerschaftstests aus der Apotheke oder der Drogerie. Wann dafür der richtige Zeitpunkt ist, was Du beachten musst und was es zum Thema Schwangerschaftstest zu wissen gibt, erfährst Du in diesem Artikel.

Was ist ein Schwangerschaftstest

Das erste Anzeichen für eine Schwangerschaft ist für die meisten Frauen das Ausbleiben der Periode. Allerdings haben die wenigsten Frauen einen absolut regelmäßigen Zyklus. Daher ist das allein kein sicheres Zeichen für eine Schwangerschaft. Ein Schwangerschaftstest und eine Untersuchung beim Gynäkologen können Klarheit bringen.

Es gibt verschiedene Arten von Schwangerschaftstests. Die verbreitetste und bekannteste Variante ist der Urintest. Er kann ganz leicht zu Hause durchgeführt werden. Schwangerschaftstests sind in der Apotheke oder im Drogeriemarkt erhältlich.

Es gibt Schwangerschaftstests meist im Einzel- oder Doppelpack zu kaufen. Die Preise liegen zwischen 5 und 15 Euro. Die Schwankungen kommen daher, dass es natürlich einen Unterschied macht, ob Du einen oder zwei Tests in der Packung hast. Außerdem gibt es Unterschiede in der Anzeige. Sie ist entweder digital mit einem kleinen Display oder Du bekommst das Ergebnis analog durch Striche und Symbole angezeigt.

Wenn Du vermutest oder hoffst, schwanger zu sein und Dich nicht mehr bist zum Ausbleiben der Periode gedulden kannst, gibt es die Möglichkeiten, einen Frühtest zu machen. Bereits 4 Tage vor dem Ausbleiben der Periode kannst Du diesen Test machen.

Dann kannst Du Deinen Verdacht bestätigen oder widerlegen. Auch den Schwangerschaftsfrühtest kann man in der Apotheke oder in der Drogerie erwerben und ganz einfach zu Hause durchführen.

Wie funktioniert ein Schwangerschaftstest

Die im Handel erhältlichen Schwangerschaftstests funktionieren alle auf die gleiche Weise. Sie reagieren auf das Schwangerschaftshormon humanes Chorion-Gonadotropin – kurz hCG. Im Laufe der Zeit sind die Tests immer sensibler und zuverlässiger geworden.

Nistet sich eine befruchtete Eizelle in die Gebärmutter ein, produziert die Plazenta dieses Hormon. Daher ist es nur während einer Schwangerschaft im Körper nachweisbar. Ein Schwangerschaftstest misst die Konzentration von hCG im Körper. Er kann daher schnell und einfach Auskunft darüber geben, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder nicht.

Der richtige Zeitpunkt für den Schwangerschaftstest

Frühtests können bereits circa 4-6 Tage vor der fälligen Periode ein positives Ergebnis anzeigen. Die Fehlerquote dieser Tests ist allerdings relativ hoch, weil der Wert von hCG im Urin zu Beginn der Schwangerschaft noch relativ gering ist.

Die meisten Schwangerschaftstests aus der Drogerie oder der Apotheke liefern circa 14 Tage nach dem Eissprung ein zuverlässiges Ergebnis. Das entspricht in etwa dem Tag der erwarteten Periode. Ein Bluttest beim Frauenarzt kann eine Schwangerschaft bereits 6 Tage nach dem Eisprung anzeigen. Das entspricht in etwa einer Woche vor der eigentlichen Regelblutung.

So wird der Schwangerschaftstest angewendet

Mittlerweile sind die Schwangerschaftstests so sensibel, dass bei der Anwendung auf keine bestimmte Tageszeit mehr geachtet werden muss. Wenn Du den Test allerdings in einem sehr frühen Stadium einer potenziellen Schwangerschaft machen oder besonders sicher sein möchtest, solltest Du den Test morgens durchführen. Morgenurin hat die höchste Konzentration an hCG.

Die Anwendung des Tests ist ganz einfach. Der Urin kann in einem Becher aufgefangen und das Teststäbchen einige Sekunden hineingehalten werden. Außerdem ist es möglich, den Test einfach unter den Urinstrahl zu halten.

Dann heißt es geduldig sein. Es dauert ein paar Minuten, bis das Ergebnis abgelesen werden kann. Nach wenigen Minuten kannst Du auf der Anzeige ablesen, ob Du schwanger bist oder nicht. Du solltest das Testergebnis dann auch direkt ablesen, wenn es erscheint. Nach mehr als 10 Minuten ist das Ergebnis von Tests mit Streifen als Anzeige beispielsweise nicht mehr eindeutig.

Grund dafür ist die Verdunstungslinie. Ein negativer Test kann nach einiger Zeit positiv erscheinen. Das liegt daran, dass sich Restfarbe von der Kontrolllinie aufgrund der Feuchtigkeit dort absetzt, wo eigentlich bei einer Schwangerschaft eine farbige Linie erscheinen soll. Dann erscheint das Ergebnis positiv, obwohl es eigentlich negativ war.

Schwanger oder nicht?

Die meisten Teststäbe haben zwei Anzeigen. Eine dient der Kontrolle, dass der Test auch wirklich funktioniert. Die zweite zeigt das eigentliche Ergebnis an. Je nach Hersteller unterscheidet sich die Anzeige des Ergebnisses. Es gibt digitale Anzeigen, bei denen eindeutig „schwanger“ oder „nicht schwanger“ in dem kleinen Bildschirm zu sehen ist.

Außerdem gibt es nach wie vor klassische analoge Anzeigen. Die Schwangerschaft wird bei diesen Tests entweder durch ein Plus- und ein Minuszeichen angezeigt, oder durch die Anzahl der Striche. Ein Strich bedeutet nicht schwanger. Diese Linie ist lediglich die Kontrolllinie. Sie färbt sich bei Kontakt mit Urin, um anzuzeigen, dass der Test funktioniert.

Zwei Striche zeigen an, dass das Schwangerschaftshormon im Urin nachgewiesen werden konnte. Das bedeutet, dass man schwanger ist. Durch die zweite Linie entsteht oft die Frage, was es denn bedeutet, wenn der Test „ein bisschen positiv ist“. Ein bisschen positiv bedeutet in dem Fall, dass die zweite Linie leicht zu sehen ist, aber nicht so intensiv wie die erste Linie.

Diese zweite Linie zeigt den Gehalt an hCG im Urin an. Die Konzentration dieses Werts steigt im Laufe der Schwangerschaft. Wird der Test also sehr früh in der Schwangerschaft gemacht, ist nur wenig hCG im Urin nachweisbar und die Linie ist nur schwach erkennbar. Da hCG aber nur während der Schwangerschaft nachweisbar ist, bedeutet auch eine schwache Linie, dass man schwanger ist.

Positiver Schwangerschaftstest und dann?

Ist das Ergebnis des Schwangerschaftstest positiv, solltest Du einen Termin bei Deinem Frauenarzt ausmachen. Ein Bluttest kann das Ergebnis des Schwangerschaftstests bestätigen. Außerdem werden vor Ort Dein Blutdruck und Dein Gewicht gecheckt. Mit einem ersten Ultraschall kann eine Eileiterschwangerschaft ausgeschlossen werden. Zudem ist es möglich, einen geschätzten Entbindungstermin zu berechnen.

Es ist aber auch möglich, dass das Testergebnis positiv ist, aber trotzdem keine Schwangerschaft vorliegt. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Ein Ergebnis ist beispielsweise fälschlicherweise positiv, wenn eine frühe Fehlgeburt, der Frühabort, stattgefunden hat. Die Eizelle wurde dann grundsätzlich befruchtet. Dadurch wurde das Schwangerschaftshormon hCG gebildet und zeigt einen positiven Test an.

Zu diesem Zeitpunkt liegt dann auch eine Schwangerschaft vor. Allerdings enden fast die Hälfte aller Schwangerschaften vor der 4. SSW in einer solchen frühen Fehlgeburt. Der Frühabort ist ein Mechanismus des Körpers, der die letztendliche Einnistung einer nicht lebensfähigen Eizelle verhindert.

Warten Frauen bis nach dem Ausbleiben der Periode nehmen sie diesen Frühabort nicht wahr. Er macht sich nämlich mit der Periodenblutung bemerkbar. Frauen, die mit dem Testen der Schwangerschaft also bis zum Ausbleiben warten, können die frühe Fehlgeburt nicht bemerken. Ein sehr früher Test ist zwar ein Zeichen für eine Schwangerschaft, aber kein eindeutiges Zeichen für eine bleibende Schwangerschaft.

Auch Medikamente, die hCG enthalten, können zu einem falschen Ergebnis führen. Oft ist das Schwangerschaftshormon in Präparaten enthalten, die mit künstlicher Befruchtung zu tun haben. Ach die Einnahme von Hormonpräparaten oder Antidepressiva können das Ergebnis verfälschen.

Der Test ist negativ – trotzdem schwanger

Auch andersherum kann das Testergebnis falsch ausfallen. Trotz negativem Test kann dennoch eine Schwangerschaft vorliegen.

Ein Grund dafür kann sein, dass der Schwangerschaftstest zu früh angewendet wurde. Zu einem sehr frühen Zeitpunkt ist es möglich, dass noch nicht genügend hCG im Urin vorhanden ist, um eine Schwangerschaft nachzuweisen.

Besteht trotz negativem Test der Verdacht auf eine Schwangerschaft, sollte der Test zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden. Außerdem ist ein Besuch beim Frauenarzt sinnvoll, um absolute Gewissheit zu haben.

Ein weiterer Grund für einen falsch-negativen Test sind Handhabungsfehler. Gelangt zu viel Urin auf den Teststreifen oder wirkt es zu lange ein, kann das das Testergebnis verfälscht werden. Wird vor dem Test sehr viel Flüssigkeit getrunken, sinkt die Konzentration von hCG im Urin, weil dieser verdünnt wird. Das kann ebenfalls für ein falsches Testergebnis sorgen.

Ein dritter Grund ist das zu späte Durchführen eines Schwangerschaftstests. Bemerkt eine Frau ihre Schwangerschaft erst relativ spät, kann der Test negativ sein, obwohl sie schwanger ist. Das liegt daran, dass der maximale Wert von hCG zwischen der 8. SSW und der 12. SSW erreicht ist. Danach sinkt er wieder ab.

Hat eine Frau also erst nach dem Ausbleiben mehrerer Monatsblutungen den Verdacht auf eine Schwangerschaft, kann das zu einem negative Testergebnis führen. Dann ist die Konzentration von hCG im Urin durch die fortschreitende Schwangerschaft so weit gesunken, dass diese nicht mehr nachweisbar ist.

So zuverlässig ist ein Schwangerschaftstest

In der Regel sind die erhältlichen Schwangerschaftstests, die den Urin testen, sehr zuverlässig. Ab dem ersten Tag der ausbleibenden Periode wird von einer Zuverlässigkeit von 99 % gesprochen. Das heißt, ein negativer Test ist zu diesem Zeitpunkt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit korrekt.

Schwangerschaftsfrühtests können eine Schwangerschaft noch früher anzeigen. Allerdings ist die Zuverlässigkeit dann wesentlich geringer. Die Wahrscheinlichkeit eines positiven Testergebnisses liegt nur circa bei 60 %. Das bedeutet 40 % der schwangeren Frauen bekommen zu diesem Zeitpunkt ein falsches Ergebnis.

Schwangerschaftstest: Das gibt es zu beachten

Beim Kauf eines Schwangerschaftstest sollte unbedingt auf die Hinweise zur Lagerung und das Verfallsdatum geachtet werden. Eine falsche Lagerung oder die Benutzung eines abgelaufenen Schwangerschaftstests können Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit und Aussagekraft des Tests haben.

Auch die Anwendungshinweise sollten genauestens befolgt werden. Die letzte Gewissheit kann nur der Frauenarzt bezüglich einer Schwangerschaft geben. Fällt der Test positiv aus, solltest Du direkt einen Termin bei Deinem Frauenarzt vereinbaren.

Fällt der Schwangerschaft negativ aus, Du vermutest aber dennoch, schwanger zu sein, solltest Du auch das mit Deinem Arzt abklären. Das Ausbleiben der Periode sollte immer untersucht werden.

Schwangerschaftstest trotz Pille

Trotz Einnahme der Pille ist es möglich, schwanger zu werden. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr hoch, dennoch ist es nicht unmöglich.

Die Verhütungspille ein einen Pearl-Index von 0,1-0,9, das bedeutet: Wenn 100 Frauen ein Jahr lang mit der Pille verhüten, kommt es in 0,1-0,9 Fällen trotzdem zu einer Schwangerschaft. Bei der Minipille liegt dieser Index zwischen 0,5-3,0.

Die Pille bietet damit keine Sicherheit von 100 %, eine Schwangerschaft zu verhüten. Außerdem gibt es Medikamente wie Antibiotika und Abführmittel, die die Wirkung der Pille außer Kraft setzen können. Leidest Du in den ersten drei Stunden nach der Einnahme der Pille an Erbrechen oder Durchfall, kann sich ihre Wirkung nicht im Körper entfalten. Das setzt die Pille ebenfalls außer Kraft.

Das bedeutet, trotz Einnahme der Pille kannst Du schwanger werden. Mache daher unbedingt einen Schwangerschaftstest, wenn deine Periode ausbleibt. Egal, ob Du theoretisch mit der Pille verhütet hast oder nicht.

Der Schwangerschaftstest ist eine günstige, sichere und leicht durchführbare Methode, um den Verdacht einer Schwangerschaft zu bestätigen oder zu widerlegen. Damit er ein zuverlässiges Ergebnis anzeigt, sind allerdings die korrekte Handhabung und der passende Zeitpunkt von Bedeutung.

Wenn Du ein sicheres Ergebnis haben möchtest und so lange warten kannst, ist es sinnvoll das Ausbleiben der Periode abzuwarten. Zu dem Zeitpunkt ist im Falle einer Schwangerschaft der Wert des Schwangerschaftshormon hCG im Körper so hoch, dass es sicher nachgewiesen werden kann.

Im Falle einer sehr frühen Fehlgeburt, die in den ersten 4 Wochen der Schwangerschaft sehr häufig vorkommt, würdest Du diese dann nicht mitbekommen. Für Dich hätte mit der Blutung ganz normal Deine Periode stattgefunden und Du hättest daher davon nichts mitbekommen.

FAQ zum Thema Schwangerschaftstest

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