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Gesundheit des Babys

Schwangerschaftsvergiftung – Daran erkennst Du sie und das kannst Du tun

Bei den ersten Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung sollte man direkt handeln. Denn nicht nur die werdende Mutter ist in Gefahr, sondern […]

Schwangerschaftsvergiftung

Schwangerschaftsvergiftung

Bei den ersten Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung sollte man direkt handeln. Denn nicht nur die werdende Mutter ist in Gefahr, sondern auch das Baby. In diesem Artikel erfahrt Ihr, was es mit der Schwangerschaftsvergiftung auf sich hat, woran man sie erkennt und wie man sie behandelt.

Schwangerschaftsvergiftung – was ist das?

Eine Schwangerschaftsvergiftung tritt auf, wenn der Körper Probleme hat, sich an die auftretenden Veränderung während einer Schwangerschaft anzupassen. Der Begriff ist allerdings veraltet, weil man früher annahm, dass der Erkrankung eine wirkliche Vergiftung zugrunde lag.

Mittlerweile bezeichnet man sie eher als „Gestose“. Gestose ist ein Oberbegriff, der alle möglichen Erkrankungen zusammenfasst, die nur während der Schwangerschaft auftreten und unterschiedliche Symptome haben können.

Symptome einer Schwangerschaftsvergiftung

Erste Anzeichen und Symptome einer Schwangerschaftsvergiftung können sein:

  • Bluthochdruck (über 140/90 mmHg)
  • Sehstörungen
  • Wassereinlagerungen
  • Weniger Urin, obwohl man normal viel trinkt
  • Es wird mehr Eiweiß über den Urin ausgeschieden (Proteinurie)
  • Plötzliche, starke Gewichtszunahme
  • Übelkeit, Erbrechen & Kopfschmerzen
  • Krampfanfälle (Eklampsie)

Wer kann von einer Gestose betroffen sein?

Das Risiko besteht grundsätzlich bei jeder Frau, aber bei diesen Risiko-Faktoren sollte man besonders vorsichtig sein:

  • Gestose in einer früheren Schwangerschaft oder bei Verwandten
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Bei einem Alter unter 18 und über 40 Jahren
  • Fettleibigkeit
  • Autoimmunerkrankungen
  • Erkrankung der Nieren
  • Diabetes mellitus
  • Bei Blutgerinnungsstörungen

Wann tritt die Schwangerschaftsvergiftung auf?

Man unterschiedet generell zwischen einer Frühgestose und der Spätgestose, abhängig davon, wann die ersten Anzeichen auftreten.
Zeigen sich bereits im ersten Trimester Anzeichen, spricht man von einer Frühgestose. Sie ist vor allem durch Erbrechen und Übelkeit gekennzeichnet. Die Symptome verschieden aber in der Regel um die 12. Schwangerschaftswoche herum und bergen kein Risiko für Mutter und Kind.

Treten Symptome im letzten Trimester auf, handelt es sich um eine Spätgestose, die um einiges gefährlicher ist. In Deutschland tritt bei etwa 5-10 % der Schwangeren eine sogenannte Präeklampsie auf, die in verschiedenen Schweregraden auftreten kann und für die drei Symptome typisch sind:

  1. Edema (Ödeme)
  2. Proteinurie (Eiweißausscheidung im Urin)
  3. Hypertonie (Bluthochdruck)

Auch bei Oberbauchschmerzen auf der rechten Seite sollte man acht geben, da diese durch eine Schädigung der Leber hervorgerufen werden kann.

HELLP-Syndrom

Das HELLP-Syndrom kann sich aus einer schwerwiegenden Präeklamsie entwickeln. Die Folgen davon sind lebensgefährliche Blutungen, frühzeitige Plazenta-Lösung, Risse in der Leber und Nierenversagen.

Was sind die Folgen einer Gestose?

Wenn bei Dir eins der Symptome auftritt, solltest Du unverzüglich Deinen Arzt aufsuchen, damit er rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Wenn die Gestose rechtzeitig erkannt wird, haben Mutter und Kind gute Chancen, dass das Kind gesund zur Welt kommt.

Bei einem schwereren Verlauf kann es zu einer Frühgeburt kommen. Wenn sie gar nicht oder zu spät erkannt wird, kann es im Extremfall sogar zum Tod von Mutter und Kind kommen, was vor allem in Entwicklungsländern häufig vorkommt.

Schwangerschaftsvergiftung – was sind die Ursachen?

Weshalb Schwangerschaftsvergiftungen auftreten, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Man vermutet, dass die Gestose wegen einer Überbelastung der mütterlichen Organismus zustanden kommt. Manche Mediziner vermuten auch, dass der hohe Blutdruck dafür verantwortlich sein könnte. Mangelernährung kann auch eine Ursache für die Gestose sein, weshalb Du in der Schwangerschaft auf Diäten verzichten solltest.

Was tun bei einer Schwangerschaftsvergiftung?

Regelmäßige Termine beim Frauenarzt sollten ja während einer Schwangerschaft sowieso selbstverständlich sein. Achte auf Anzeichen, wie Wassereinlagerungen im Gesicht, den Armen und Beinen. Letzteres erkannt Du daran, dass Deine Socken auf einmal einschneiden, die Schuhe nicht mehr passen und die Füße viel Dicker sind.

Füße hoch!

Als gute Gegenmaßnahme kannst Du Deine Füße höher lagern, und zwar höher als Dein Becken. Auch Wechselduschen, ausreichend Bewegung und Massagen können bei geschwollenen Beinen Abhilfe schaffen.

Ausgewogene Ernährung

Aber nicht zu früh Panik bekommen – nicht immer handelt es sich direkt um eine Gestose. Falls doch, wird Dir eine salzhaltige und ausgewogene Ernährung und ausreichend Eiweißprodukte, wie zum Beispiel Käse, Milch, Hülsenfrüchte, Fisch und Nüsse empfohlen. Damit das Eiweiß auch richtig von Deinem Körper aufgenommen wird, solltest Du zusätzlich noch Kohlenhydrate, wie Kartoffeln und Vollkornbrot zu Dir nehmen.

Stress meiden

Abgesehen davon solltest Du Dich schonen und privaten und beruflichen Stress vermeiden. Falls der Bluthochdruck dadurch trotzdem nicht sinkt, werden Schwangere oftmals stationär im Krankenhaus aufgenommen und mit blutdrucksenkenden Medikamenten behandelt. Außerdem kann dort der Gesundheitszustand von Mutter und Kind rund um die Uhr überwacht werden.

Quellen

https://www.merkur.de/leben/gesundheit/schwangerschaftsvergiftung-bei-diesen-anzeichen-muessen-sofort-handeln-zr-10770835.html
https://www.netdoktor.de/krankheiten/schwangerschaftsvergiftung/symptome/
https://www.t-online.de/leben/familie/schwangerschaft/id_81047148/schwangerschaftsvergiftung-ursachen-symptome-und-folgen.html
https://www.windeln.de/magazin/schwangerschaft/gesundheit/schwangerschaftsvergiftung-gestose.html

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