Sicher in die Sonne: Der richtige Sonnenschutz für das Baby

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Sonnenschutz für das Baby ist für die meisten Eltern vor allem im Sommer ein Thema. Aber schon die ersten Sonnenstrahlen im Frühling können eine Auswirkung auf die zarte Babyhaut haben. Die Haut von Babys und Kleinkindern ist besonders empfindlich.

Sie ist sehr dünn und besitzt noch keinen UV-Eigenschutz, der sich erst über die ersten Lebensjahre hinweg aufbaut. Erst mit etwa 15 Jahren verfügen Kinder über einen gewissen Eigenschutz der Haut.

Um den schädlichen Einflüssen durch die Sonne zu entgehen und langfristigen Sonnenschäden vorzubeugen, ist Sonnenschutz für das Baby unerlässlich. Das gilt nicht nur, wenn Du mit Baby oder Kind am Meer Urlaub machen willst. Auch im heimischen Garten kann sich der Nachwuchs einen Sonnenbrand holen.

Sonnenschutz für das Baby: Warum ist die Sonne für Babys so gefährlich?

Viele Babys haben eine sehr helle, dünne Haut. Sie reagiert sehr viel schneller auf äußere Einflüsse als die Haut von Erwachsenen. Nicht umsonst kaufen Eltern gerne Kleidung aus Bio-Baumwolle und verzichten auf Duftstoffe in Cremes und Weichspülern.

Doch beim Thema Sonnenschutz für das Baby hat sich erst in den vergangenen Jahren ein Bewusstsein dafür entwickelt, wie gefährlich die Sonne für die Kleinsten sein kann.

Durch die hohe Lichtempfindlichkeit der Haut bekommen Babys viel schneller einen Sonnenbrand mit dauerhaften Schäden. Rund 80 Prozent der oft bleibenden Sonnenschäden entstehen vor dem Erwachsenenalter.

Sonnenschutz für das Baby ist auch deshalb so wichtig, weil es sich bei einem Sonnenschaden meist nicht nur um einen temporären Sonnenbrand handelt. Dermatologen weisen schon seit geraumer Zeit darauf hin, dass die Haut „nicht vergisst“.

Jede Belastung der Haut durch übermäßige Sonnenbestrahlung kann zu Hautzellenveränderungen führen. Summieren sich solche Sonnenschäden über die Jahre, etwa wenn Du regelmäßig Urlaub mit Deinem Baby machst, steigt das Hautkrebsrisiko im späteren Leben. Weißt Du, wie der richtige Sonnenschutz für Dein Baby aussieht?

Wie viel Sonne verträgt die Haut von Babys?

Im Alter von 0 bis 12 Monaten ist direkte Sonne für Babys tabu. Du solltest deshalb darauf achten, Dein Kind vor direkter Sonnenbestrahlung zu schützen. Natürlich dürfen und sollen sich Babys im Freien aufhalten.

Für Kinder unter einem Jahr gilt aber immer: Im Schatten, mit geeignetem Sonnenschutz für das Baby und nie in der Mittagshitze. Wie lange Kinderhaut der Sonne ausgesetzt werden darf, damit der Körper das so wichtige Vitamin D bilden kann, hängt vom individuellen Hauttyp ab.

Weil der Sonnenschutz für das Baby aber so wichtig ist, wird Vitamin D in den ersten Lebensmonaten häufig supplementiert, wenn es nicht durch indirekte Sonnenbestrahlung gebildet werden kann. Du musst deshalb keine Sorge haben, dass der Sonnenschutz für das Baby der Bildung von Vitamin D abträglich ist.

Sonnenschutz für das Baby mit Sonnencreme

Sonnencreme sollte nicht nur Begleiter sein, wenn es mit der Familie in den Urlaub geht. Auch beim Spaziergang im Park, beim Picknick im Garten oder auf dem Spielplatz gehört der passende Sonnenschutz dazu.

Welche Sonnencreme für das Baby schützt richtig?

Für Kinder unter einem Jahr und darüber hinaus solltest Du immer einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor (LSF) verwenden. Er gibt an, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert.

Da dieser bei Babys aber theoretisch null beträgt, ist auch eine Sonnencreme mit LSF 50 kein Freifahrtschein für die pralle Sonne. Sie kann aber helfen, die empfindliche Babyhaut vor Sonnenschäden zu schützen.

Beim Sonnenschutz für das Baby sind Sonnencremes mit einem LSF von mindestens 30 zu empfehlen. Die meisten ausgewiesenen Mittel für den Sonnenschutz von Babys sind ohnehin mit LSF 50 deklariert.

Achte weiterhin darauf, dass die Sonnencreme für das Baby auch eine entsprechende Altersempfehlung aufweist. Einige Produkte sind ab 0 Monaten freigegeben, andere werden erst ab 6 Monaten empfohlen.

Es gibt Sonnencremes mit mineralischem Schutz, Sonnencremes mit chemischen UV-Filtern und Mischvarianten. Gegen schädliche Sonnenstrahlung funktionieren in der Regel alle Produkte gut, die gegen UV-A- und UV-B-Strahlen mit eine LSF von mindestens 30 wirken.

Für die empfindliche Kinderhaut solltest Du aber darauf achten, dass Alkohol und Duftstoffe nicht als Inhaltsstoffe mit einem hohen Anteil im Sonnenschutz für das Baby enthalten sind. Cremes mit mineralischen Filtern lassen sich etwas schlechter auf der Haut verteilen und weißeln leicht, schützen aber sofort.

Sonnenschutz mit rein chemischen Filtern verteilt sich besser, braucht aber unter Umständen eine kurze Zeit, bis er wirkt.

Wenn Du Dir unsicher bist, welche Sonnencreme Du für das Baby wählen willst, kannst Du Dich auch bei Deinem Kinderarzt oder den regelmäßigen Veröffentlichungen von Ökotest informieren.

Wie muss ich den Sonnenschutz für mein Baby auftragen?

Neben dem LSF ist das Auftragen auf die Haut wichtig, damit die Sonnencreme beim Baby auch ihren vollen Schutz entwickeln kann. Trage eine reichliche Menge Sonnencreme auf die Haut Deines Kindes auf und verteile sie auch auf und hinter den Ohren, im Nacken und besonders den sogenannten Sonnenterrassen im Gesicht.

Diese beschreiben jene Stellen, die der Sonne stark ausgesetzt sind: Nase und Wangen. Grundsätzlich sollten alle freiliegenden Hautpartien mit einer Sonnencreme für das Baby behandelt werden. Auch der Zeitpunkt des Auftragens ist relevant: Creme Dein Kind am besten 30 Minuten vor dem Rausgehen ein.

Sonnenschutz für das Baby muss regelmäßig nachgecremt werden, damit er seine Wirkung nicht verliert. Insbesondere gilt das, wenn Du mit Baby und Kind am Meer bist und ihr ins Wasser geht.

Zwar werden die meisten Produkte als wasser- und wischfest beschrieben, ein Nachcremen ist dennoch regelmäßig Pflicht. Dabei verlängert sich im Übrigen nicht der Sonnenschutz für das Baby.

Sonnenschutz für das Baby mit Kleidung

Kleidung ist die einfachste Methode, Dein Baby vor der Sonne zu schützen. Welchen UV-Schutz die Babybekleidung bietet, hängt von Material und Webart ab. Zudem gibt es spezielle UV-Kleidung für das Baby. Aber auch eine Kopfbedeckung aus Stoff sollte im Sommer immer getragen werden. Ein Sonnenhut für das Baby schützt und sieht dabei noch niedlich aus.

UV-Kleidung für das Baby

UV-Kleidung für Kinder findest Du jetzt immer häufiger im Handel. Sie ist ein Muss, wenn Du mit Baby oder Kind zum Meer fährst. Diese besondere Kleidung gibt es meist als Bademode, wie etwa Shorts und T-Shirts, aber auch langärmlige Oberteile, Badehosen und Badeanzüge.

Sie ist in der Regel mit einem UV-Schutzfaktor (UPF) von 50 ausgestattet. Gerade in Regionen, wo die Sonne besonders stark scheint, erspart sie das Eincremen an den betroffenen Hautpartien und lässt sich einfach aus- und anziehen.

Sonnenhut für das Baby

Einen Sonnenhut sollten Babys und Kinder immer tragen, wenn es im Sommer nach draußen geht. Er schützt nicht nur vor einem Sonnenbrand auf der zarten Kopfhaut und im Gesicht. Auch die Gefahr eines Sonnenstichs ist für Babys besonders hoch.

Achte darauf, dass der Sonnenhut für Dein Baby einen Nackenschutz hat und eine Krempe oder ein Schild, um dem Gesicht Schatten zu spenden. Sonnenhüte für Babys werden häufig schon mit integriertem UV-Schutz angeboten. Praktisch sind Modelle mit Bändern, die Du unter dem Kinn binden kannst – so geht die Kopfbedeckung auch nicht verloren.

Sonnenschutz für das Baby unterwegs

Auf Spaziergängen und im Auto – überall wo die Sonne Dein Baby ungefiltert erreicht, kann sie auch zu Schäden auf der Haut führen. Beim Sonnenschutz für das Baby unterwegs gibt es verschiedene Varianten, die vor Hautschäden bewahren.

Sonnenschutz beim Spazieren

Liegt Dein Baby im Kinderwagen, kannst Du entweder einen verstellbaren Sonnenschirm oder ein Sonnensegel nutzen. Nutzt Du eine Babyschale als Aufsatz, kannst Du meist einen Sonnenschutz ausklappen, der einen UV-Schutz von mindestens 50 hat.

Ist das Kind in der Babytrage mit dabei, solltest Du prüfen, ob diese einen Sonnenschutz für das Baby hat. Die meisten Tragen haben ein faltbares Stück Stoff, das über den Kopf geführt werden kann. Auch ein Sonnenhut für das Baby kann hier eine gute Alternative sein.

Viele Eltern nutzen noch Mulltücher, um Kinderwagen oder Babyschale zu verdecken. Das ist jedoch nicht zu empfehlen. Die meisten dieser Tücher sind so eng gewebt, dass sie nur wenig Luft durchlassen. Gerade bei Hitze müssen Babys aber immer frei atmen können. Probiere es selbst einmal aus, indem Du Dir ein solches Tuch über den Kopf legst.

Sonnenschutz beim Auto fahren

Bist Du mit Deinem Baby im Auto unterwegs, solltest Du auch hier prüfen, wie viel Sonne die Scheiben hindurchlassen. Bei getönten Scheiben besteht die Gefahr weniger. Sind sie jedoch sehr lichtdurchlässig, gibt es verschiedene Varianten für den Auto-Sonnenschutz.

Sonnenschutz am Strand

Bist Du mit Deinem Baby oder Kind am Meer im Urlaub, ist auch ein UV-geschützter Rückzugsort wichtig. Vor Wind und Sonne gleichzeitig bewahrt etwa eine Strandmuschel aus entsprechendem Material.

Aber auch ein großer Sonnenschirm oder ein Strandkorb lassen sich so ausrichten, dass sie ausreichend Schatten spenden. Auch hier gilt wieder: Wer mit Baby oder Kind am Meer unterwegs ist, sollte die Mittagshitze zwischen 11 und 15 Uhr meiden.

Zum Spielen im Sand und Baden im Wasser, natürlich mit Sonnenschutz, bieten sich dann der Vormittag und der Nachmittag an. Dazwischen passen das Mittagessen und ein Schläfchen, dann kann der Urlaub am Strand weitergehen.

Sonnenschutz für die Augen

Es ist vielleicht ein seltsamer Gedanke, dass beim Sonnenschutz für das Baby auch eine Brille Sinn macht. Kinderaugen sind aber viel empfindlicher als die von Erwachsenen, weil ihre Pupillen größer und die Augenlinsen größer sind.

Sie bieten der Sonne demnach mehr Angriffsfläche. Eine Sonnenbrille fürs Baby ist definitiv kein Muss, kann aber eine Option sein. Willst Du mit Deinem Baby oder Kind zum Meer fahren? Dann solltest Du auch bedenken, dass die Sonne durch das Wasser stark reflektiert wird und Dein Kind blenden kann.

Eine Brille als Sonnenschutz für das Baby sollte immer über den entsprechenden UV-Schutz und eine hohe Blendschutzkategorie verfügen. Für die Kleinsten gibt es sehr flexible Modelle mit Gummibändern, welche die Brillen fest am Kinderkopf halten.

Sonnenschutz ist auch Elternsache

Jetzt weißt Du zwar, wie ein guter Sonnenschutz für das Baby aussieht. Einerseits für Alltag und Freizeit zu Hause und andererseits für den Urlaub, wenn Du mit Baby oder Kind am Meer unterwegs bist.

Nicht zuletzt bist aber auch Du selbst gefragt, beim Thema Sonnenschutz mit gutem Vorbild voranzugehen. Nur von Dir kann Dein Kind lernen, sich regelmäßig einzucremen, die Mittagshitze zu meiden und passende Kleidung mit UV-Schutz zu tragen.

Gerade Kinder, die sich nicht gerne eincremen lassen, können sich eher entspannen, wenn Mama und Papa auch Sonnenschutz benutzen. Lass Dein Kind doch einmal die weißen Kleckse auf Deiner und seiner Haut verteilen, bevor es mit Baby und Kind zum Meer geht!.

Sonnenschutz für das Baby muss nicht immer stressig sein, etwas Zeit solltest Du für das Eincremen und Anziehen aber einplanen.

Tipp: Wer nicht schutzlos unterwegs sein will, kann für den Alltag auch eine Kinder-Sonnencreme im Miniformat mitnehmen.

Die besten Produkte für dich und dein Baby.

Babyphone

Mit einem Babyphone kannst Du Deine Zeit flexibel nutzen, nachts beruhigt schlafen und weißt trotzdem jederzeit, dass es Deinem Baby gut geht.

Stillkissen

Ein gutes Stillkissen hat einige Vorteile, denn es hilft Dir nicht nur beim Stillen, sondern auch beim Einschlafen und eignet sich auch als Nestche.

Wickeltaschen

Eine Wickeltasche bietet Dir viel Stauraum, damit Du auch unterwegs alles Dabei hast, was Du für Dein Baby brauchst – von der Wickelauflage bis hin zum Fläschchen.

Pucksack

Ein Pucksack gibt Deinem Baby das Gefühl von Geborgenheit, wie im Mutterleib, und unterstützt so einen ruhigen und erholsamen Schlaf.

Fahrradanhänger

Fahrradanhänger können in Kombination mit einer Babyschale schon kurze Zeit nach der Geburt benutzt werden. Sie sind nicht nur sicherer als Kindersitze sondern auch komfortabler.

Laufstall

Ein Laufgitter kann im Alltag sehr praktisch sein! Welches Modell passend zu Deinen Bedürfnissen ist, kannst Du in meinem Ratgeber nachlesen.

Babybett

Das erste Bett begleitet dein Kind Jahre lang. Zum Glück gibt es Betten, die mit deinem Kind mitwachsen. Ich habe mich für Dich auf die Suche nach den 5 besten Babybetten gemacht.

Kinderwagen

Ein Kinderwagen ist eine lohnenswerte Anschaffung. Doch gibt es die verschiedensten Modelle auf dem Markt. Finde heraus, welcher der richtig.

Heizstrahler

Heizstrahler spenden deinem Kind die nötige Wärme, wenn es beim Wickeln, oder nach dem Baden friert.

Beistellbett

Beistellbetten sind sehr praktisch und bieten sowohl Mutter als auch Baby jede Menge Vorteile, denn für Babys ist es vor allem in den ersten Lebensmonaten beruhigend neben den Eltern schlafen zu können.

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