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Schwangerschaftskalender

1. SSW: Die 1. Schwangerschaftswoche (+1-2 SSW)

Eine Frau ist aus der Sicht der Ärzte gerechnet 40 Wochen schwanger. Deswegen kommt es meist zu Unverständnis, wenn in […]

Schwangerschaftskalender

1. SSW: Die 1. Schwangerschaftswoche (+1-2 SSW)

SSW 1

Eine Frau ist aus der Sicht der Ärzte gerechnet 40 Wochen schwanger. Deswegen kommt es meist zu Unverständnis, wenn in […]

Eine Frau ist aus der Sicht der Ärzte gerechnet 40 Wochen schwanger. Deswegen kommt es meist zu Unverständnis, wenn in diesem Zusammenhang gesagt wird, dass eine Frau in den ersten zwei Wochen ihrer Schwangerschaft noch gar nicht schwanger ist. Die 1. SSW und 2.SSW beinhalten die letzte Periode vor der Schwangerschaft sowie die körperliche Vorbereitung auf eine mögliche Schwangerschaft. Da die Befruchtung der Frau nicht immer genau rückwirkend bestimmt werden kann, dienen die ersten zwei Schwangerschaftswochen zur besseren Berechnung des ungefähren Entbindungstermins. Anhand verschiedener Untersuchungen bei Ihrem Frauenarzt kann dieser den Geburtstermin Ihres Babys immer besser bestimmen und nach korrigieren.

1. SSW 1. Schwangerschaftswoche

1. SSW: Wieso die Frau zu diesem Zeitpunkt noch nicht schwanger ist

In der Schwangerschaftswoche 1 ist eine Frau noch nicht schwanger. Ihre Schwangerschaft beginnt mit dem ersten Tag ihrer letzten Periode. Ab da geht die Zählung los. Gerechnet nach dem Mondkalender, 28 Tage pro Monat, ist eine Frau 40 Wochen oder 10 Monate schwanger. In den meisten Fällen kann der genaue Tag der Befruchtung und somit der genaue Tag des Schwangerschaftsbeginns nicht immer zuverlässig bestimmt werden. Daher hat es sich bewährt, die Schwangerschaft ab dem ersten Tag der letzten Periode anzusetzen, auch wenn die Frau da noch nicht mal empfangen hat und auch noch kein Baby in ihrem Bauch heranwächst.

In der zweiten Woche beginnt der Körper dann, sich auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Zum Ende der 2. SSW bzw. zum Beginn der 3. SSW kommt es zum Eisprung. Nun kann die Frau befruchtet werden und wenn alles gut läuft, nistet sich das Baby in der 4. SSW in die Gebärmutter ein und kann die kommenden 9. Monate wachsen.

 

1. Schwangerschaftswoche: Kinderwunsch – so werden die Chancen größer

Da Sie in dieser Woche nicht schwanger sind, durchläuft Ihr Körper seine üblichen Gewohnheiten. Sie bekommen Ihre normale Menstruation. Auch wenn das sehr langweilig klingt und vielleicht auch etwas enttäuschend, doch Ihr Körper schafft hier die ersten Voraussetzungen für eine mögliche Schwangerschaft. Für Frauen, die schwanger werden wollen, genau der richtige Zeitpunkt die ersten Vorbereitungen zu treffen, um die Chancen auf ein Baby zu erhöhen.

Verzicht auf Alkohol und Nikotin

In der Schwangerschaft herrscht ein absolutes Alkohol- und Nikotintabu. Schon ab der 1. SSW können Sie auf diese Schadstoffe verzichten. So erreichen sie die Keimzellen erst gar nicht und verringern so auch nicht die Chance auf eine mögliche Schwangerschaft. Vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ist der Konsum von Alkohol, Nikotin, Drogen und Medikamenten besonders schädlich für das wachsende Baby und kann sogar zu einer Fehlgeburt sowie Missbildungen führen. Sind Sie auf Medikamente angewiesen, besprechen Sie Ihren Kinderwunsch mit Ihrem Arzt. Mit einem Medikamentenwechsel kann das Risiko für das Baby schon etwas minimiert werden.

Mit Folsäure den Kinderwunsch erfüllen

Damit sich das Baby in den ersten Wochen gut und ohne Störungen entwickeln kann, ist Folsäure sehr wichtig. Folsäure beinhaltet die Vitamine B9 und Vitamin B11 und dient zur störungsfreien Entwicklung von Gehirn und Nervensystem. Haben Sie einen Kinderwunsch können Sie hier schon mit der täglichen Einnahme von 0,4 mg Folsäure täglich beginnen. Meist reicht es aus, wenn Sie auf folsäurehaltige Lebensmittel, wie Fisch, Obst, Gemüse und Fleisch zurückgreifen. Damit Sie Ihren täglichen Bedarf an Folsäure decken, können Sie auch auf Folsäure-Präparate zurückgreifen.

 

2. SSW: Körper bereitet sich auf eine mögliche Schwangerschaft vor

Vorbereitung auf den Eisprung

In der 2. Schwangerschaftswoche bereitet sich der Körper nun auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Er beginnt damit, Gebärmutterschleimhaut aufzubauen und macht sich startklar für den Eisprung, der auch Ovulation genannt wird. Erst wenn dieser Eissprung erfolgt und die Frau zur richtigen Zeit befruchtet wird, beginnt die Schwangerschaft. Etwa zur Mitte des Regelzyklus platzt ein reifes Eizellbläschen. Dieses Follikel, wie es auch genannt wird, schießt eine reife Eizelle auf den Weg zur Gebärmutter. Erst durchquert sie den Eileitertrichter und durch Flimmerhärchen kann sie diesen Weg schaffen. Bis sie zur Gebärmutter kommt und sich versuchen kann einzunisten, muss sie befruchtet werden. Sie ist etwa 12 bis 24 Stunden lebensfähig.

Die fruchtbaren Tage

Gegen Ende der 2. SSW, bzw. zu Beginn der 3. SSW ist die Frau also fruchtbar. Ihre fruchtbaren Tage setzen allerdings schon ein paar Tage vorher ein und somit ist sie insgesamt sechs Tage fruchtbar. Die männlichen Spermien können etwa zwei bis fünf Tage überleben und so noch genau zur richtigen Zeit eine reife Eizelle treffen. Kommt ein Mann zum Orgasmus, setzt er um die 500 Millionen Samen frei. Diese machen sich nun daran durch den Eileiter auf die reife Eizelle zu stoßen. Auf ihrem Weg zu ihr kann nur der schnellste gewinnen. Doch das ist nicht einfach für die kleinen Schwimmer. Die Flimmerhärchen bewegen sich in die andere Richtung. Insgesamt 15 bis 18 Zentimeter lang ist der Eileiter.

Manche flinke Schwimmer schaffen diese anstrengende Strecke in einer halben Stunde, manche brauchen dafür sogar Tage und andere kommen niemals an. In die äußere Hülle des reifen Eis können mehrere Samenzellen einbrechen, doch nur eine einzige Samenzelle kann die innere Membran durchdringen. Welche das ist, entscheidet sich anhand von biochemischer Signale und wird durch die Eizelle entschieden. Dringt die Samenzelle in das Ei ein, verändert es sofort seine chemische Struktur und verschließt sich für alle anderen Spermien.

 

Nach der 2. SSW: Was passiert nach der Befruchtung?

Die Erbanlagen

Mit der 3. SSW beginnt nun die tatsächliche Schwangerschaft. Sofort nach der Befruchtung der Eizelle entstehen zwei Zellkerne. Der eine ist der Kern der Eizelle und beinhaltet die Erbanlagen der Mama, den Kopf bildet das Spermium mit Papas Erbanlagen. Sie verschmelzen und es entsteht ein neuer Mensch. Diese Zelle wird sich schon eine Zeit später teilen und in mehrere Milliarden Zellen verwandeln. Schon am zweiten Tag ist diese Zelle zu vier herangewachsen, am dritten zu acht. Somit nimmt diese kleine Zelle das Aussehen einer Maulbeere an und wird daher auch Morula genannt.

Embryo statt Fötus

Am vierten Tag bildet sich in dieser Zellansammlung ein kleines Loch, somit wird die Maulbeere zu einer Keimblase (Blastozyste). Diese besteht ebenfalls aus zwei Zelltypen. Die einen sind die Embryoblasten, aus denen sich auch der Embryo entwickeln wird. Bis Ende des ersten Trimesters wird das Baby Embryo genannt. Erst wenn alle seine inneren Organe vorhanden sind, wird es Fötus genannt. Ab der 12. SSW wächst es, nimmt an Gewicht zu und übt seine Reflexe.

Wie entsteht die Plazenta?

Die anderen Zelltypen sind die Trophoblasten. Daraus entwickelt sich die Plazenta, die durch die Nabelschnur das Baby mit Nähr- und Sauerstoff versorgen wird. Zudem wird sie auch die Abfallprodukte entsorgen.

Hormone werden freigesetzt

Doch die Wanderschaft des Embryos ist noch nicht abgeschlossen. Noch muss er seinen Weg zur Gebärmutter bewältigen und sich einnisten. Das passiert im Regelfall in der vierten Schwangerschaftswoche. Sobald er im Uterus ankommt wird der kleine Embryo aus etwa 70 bis 100 Zellen bestehen. Die meisten Mamas merken in dieser Woche meistens nichts davon, dass sie schwanger sind und auch am Bauch ist noch nichts zu erkennen. Allerdings setzt der Körper mit der Befruchtung sehr viele Hormone frei. Dadurch ergeben sich sehr viele Veränderungen, die sehr wichtig sind, damit die Schwangerschaft bestehen bleibt und der Embryo sich entwickeln kann. So wird zum Beispiel das Gelbkörperhormon Progesteron produziert, dass dazu beiträgt, dass die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut werden kann.

 

4. SSW: Die Einnistung ist entscheidend

Sobald die Befruchtung stattgefunden hat, dauert es etwa sieben Tage bis zur Einnistung in der Gebärmutter. Das ist im Regelfall in der vierten Schwangerschaftswoche. Bei diesem Prozess entscheidet sich nun, ob die Frau schwanger bleibt oder nicht. Schon jetzt kann der Embryo durch äußere Einwirkungen gestört werden. Gelingt es diesem kleinen Wesen nicht, diesen Schädigungen etwas entgegenzusetzen, wird seine Entwicklung gestoppt und es wird bei der nächsten Periode ausgeschieden.

Sobald die Einnistung erfolgreich war, schält sich der Embryo aus seiner Hülle und setzt sich in die Gebärmutterschleimhaut fest. Erst wenn diese ihn vollkommen umschlossen hat, war der Vorgang erfolgreich. Zwischen den Embryoblasten und den Trophoblasten entstehen die Fruchthöhle und der Dottersack. Diese kümmern sich nun darum, das Embryo mit Nährstoffen zu versorgen. Um den Embryo bildet sich die Plazenta. Etwa einen halben Millimeter groß ist der Embryo in der 4. SSW. Bei der Geburt wird das Baby etwa 50 Zentimeter lang sein und ein Geburtsgewicht von 3.200 Gramm haben.

 

1.-2. SSW: Anzeichen für eine Schwangerschaft

Da Sie in der 1.-2. SSW nicht schwanger sind, treten hier auch keinerlei Schwangerschaftsanzeichen auf. Auch von der Befruchtung zum Ende der 2. SSW bzw. Anfang der 3. SSW merken die meisten Mütter nichts. Manche sagen, dass sie es gespürt hätten, aber dafür gibt es keinerlei wissenschaftliche Belege. Mit der Einnistung des Embryos in die Gebärmutter können sich nun auch erste Anzeichen der Schwangerschaft bemerkbar machen. Bei manchen Frauen kommt es zu einer leichten Einnistungsblutung. Manche Frauen tun diese als vorzeitige Regel ab und beachten sie gar nicht weiter. Andere merken aber auch, dass die Brüste nun empfindlicher werden und stark ziehen. Da nun auch Progesteron sehr stark ausgestoßen wird, fühlt die Schwangere sich manchmal sehr müde und lustlos. Oftmals hat sie auch Verstopfungen. Diese „Verlangsamung“ der Körperfunktionen dient dem Schutz des Embryos und wirkt sich natürlich auch auf das Wohlbefinden der Mama aus. Manche Frauen leiden schon in der 4. SSW unter Morgenübelkeit, sehr starken Speichelfluss und merken, dass ihre Gefühle verrückt spielen. Diese Schwangerschaftsbeschwerden legen sich meist erst ab dem vierten Schwangerschaftsmonat.

 

Quellen:

https://www.faminino.de/1-ssw/

https://www.onmeda.de/schwangerschaft/1-ssw.html

https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/kindliche-entwicklung/1-bis-4-woche/

https://www.9monate.de/kinderwunsch-familienplanung/zyklus-fortpflanzung/befruchtung-konzeption-id94270.html

https://www.babyartikel.de/magazin/befruchtung

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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