23. SSW: Die 23. Schwangerschaftswoche (23+0)

28‬ cm
0.54 kg
Wochen
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In der 23. SSW sind Sie im sechsten Monat schwanger. Das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden, sinkt auf ein Minimum. Ihr Baby ist körperlich soweit entwickelt, dass es sogar bei einer Frühgeburt mit guter medizinischer Versorgung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit außerhalb des Mutterleibs überleben könnte. Etwa 85 % aller Frühchen, die in der 23. SSW zur Welt kommen, können es schaffen zu überleben. Abgeschlossen sind nun die Ausprägung der inneren Organe und auch die körperlichen Funktionen Ihres Babys. Alle weiteren Feinarbeiten, die noch anstehen, werden bis zur Geburt und auch lange danach noch passieren. Oftmals machen sich Schwindelattacken bemerkbar, da der Kreislauf Probleme dabei haben kann, das Blut aus den Beinen wieder nach oben zu transportieren. In vielen Fällen ist Eisenmangel daran schuld.

SSW 23: Entwicklung des Babys
SSW 23: Entwicklung des Babys

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23. SSW: Ausgereifte Lungenfunktion

In der Schwangerschaftswoche 23 hat Ihr Baby eine Länge von etwa 30 cm und wiegt um die 580 Gramm. Seit der letzten Schwangerschaftswoche hat Ihr Kind nun wieder enorm zugenommen. Noch immer ist es fleißig am Üben und Trainieren. Es wird jetzt sogar noch aktiver als in den letzten Schwangerschaftswochen. Seine Bewegungen werden immer ziel gesteuerter. Es kann sich nun auch im Bauch drehen und das spüren Sie sogar. In manchen Fällen können Sie es sogar an der Bauchdecke erkennen.

Da Ihr Baby nun auch mehr Kraft hat, sind auch die Knuffe und Tritte Ihres Babys deutlich an der Bauchdecke zu sehen. Auch die Fähigkeit zu Wahrnehmen wird in der 23. SSW ausgeprägt. Schon jetzt sehen die Hirnströme Ihres Kindes so aus, wie es mal zur Welt kommt. Es speichert sogar jetzt schon erste Erinnerungen an Sie, Musik und sogar Geschichten ab. Waren die Nasenlöcher bis jetzt geschlossen, öffnen Sie sich in der 23. SSW.

Auch der Lungenkreislauf und die Lungen entwickeln sich nun. Das „Atmen“ des Fruchtwassers wird immer ausgeprägter und auch routinierter. Da allerdings das Zwerchfell sich erst nach der Geburt vollständig entwickeln wird, bekommt Ihr Baby häufig Schluckauf. Sollten Sie in der aktuellen Schwangerschaftswoche einen Ultraschall machen lassen, werden Sie staunen. Denn Ihr Baby sieht schon jetzt aus wie ein neugeborenes Baby. Es hat sogar jetzt schon einige Fettpölsterchen angelegt. Doch noch dauert es etwas, bis er genug auf den Rippen hat um damit seinen Wärmehaushalt selbstständig zu regulieren. Wird das Baby schon jetzt geboren, braucht es daher noch eine gute medizinische Versorgung. Die Entwicklung und Größe Ihres Babys  wird sich auch nach der 23. SSW noch weiter verändern.

23. SSW: Häufige Schwindelanfälle

Auch in der 23. SSW fühlen Sie sich meistens richtig gut, auch wenn Sie vielleicht öfters Sodbrennen haben, sehr oft auf die Toilette müssen oder sogar Rückenprobleme bekommen. Der Babybauch ist zwar schon gewachsen, doch meist behindert er Sie noch nicht im Alltag. Eine Gewichtszunahme von etwa 5 Kilo bis zur 23. SSW ist nun möglich. Der Fundus, obere Kante der Gebärmutter, ist nun etwa drei Zentimeter über den Bauchnabel deutlich zu fühlen. Dadurch wölbt sich nun auch der Bauchnabel. Allerdings nimmt er nach der Entbindung wieder seine ursprüngliche Form an. Sie haben nun sehr intensiven Kontakt mit Ihrem Baby.

Spüren es zu jeder Tageszeit deutlich in sich bewegen. Da sich in der Schwangerschaft die Blutmenge im Körper einer Schwangeren um circa 50 % erhöht, kann es für den Kreislauf mit zunehmender Schwangerschaft immer schwieriger werden das Blut von der unteren Körperregion wieder nach oben zu bringen. Zudem lockern die Hormone in der Schwangerschaft auch die Gefäße. Das Gewicht der Gebärmutter und auch des Kindes tragen zusätzlich dazu bei, dass Sie ab der 23. SSW nun öfters Kreislaufprobleme haben und Ihnen schwindelig wird.

Das merken Sie oft, wenn Sie aus dem Bett steigen oder sich zu schnell erheben. Die Schwindelattacke dauert nur einige Sekunden und sobald Sie sich bewegen, ist Ihr Kreislauf wieder in Arbeit. Da der Kreislauf des Kindes nicht von Ihrem abhängt, ist Ihr Baby dadurch nicht gefährlich. Sollten Sie allerdings unter schweren Schwindelanfällen leiden und sogar in Ohnmacht fallen, melden Sie dies bitte Ihrem Arzt. Grund für diese Anfälle ist ein Mangel an Eisen. Durch zusätzliche Präparate kann der Mangel wieder ausgeglichen werden. Verschreiben Sie sich aber keine Präparate selbst. Denn ein Überfluss an Eisen kann auch dazu führen, dass Organe angegriffen werden und es zu Störungen kommt. Beugen Sie Schwindelanfälle vor in dem Sie beim Liegen oder Sitzen Ihre Beine hochlegen. So entlasten Sie Ihren Kreislauf und kommen nicht ins Taumeln, wenn Sie aufstehen.

23. Schwangerschaftswoche: Wer ist bei der Geburt dabei?

Ihr Frauenarzt wird Sie bei der kommenden Vorsorgeuntersuchung nach Anzeichen für Schwangerschaftsdiabetes und Präeklampsie untersuchen. Dadurch kann er sehr früh Anzeichen für Komplikationen erkennen und dagegen vorgehen. Spätestens in der 23. SSW sollte nun auch abgeklärt sein, wo Sie Ihr Kind zur Welt bringen möchten. Hier stehen Ihnen mehrere Optionen zur Auswahl. Neben einer traditionellen Hausgeburt kann auch eine übliche Geburt in einem Krankenhaus oder auch einem Geburtshaus anstehen.

Lassen Sie sich hier von Ihrer Hebamme und Ihrem Frauenarzt ausführlich beraten. Ihr Partner kann bei der Vorsorgeuntersuchung mitkommen und so auch selbst seine Fragen stellen und Unklarheiten aus dem Weg schaffen. Viele Väter möchten bei der Geburt dabei sein und dieses einmalige Erlebnis mit ihrer Partnerin teilen. Andere können aus verschiedenen Gründen nicht dabei sein. Sollten Sie keinen Partner haben oder wenn Ihr Partner bei der Geburt nicht dabei sein kann, können Sie schon jetzt überlegen, wen Sie bei der Geburt dabei haben möchten und ob Sie überhaupt von jemanden begleitet werden möchten. Doch ist eine Begleitung immer sehr vorteilhaft, denn im Kreislauf durchleben Sie viele Emotionen und hier kann Sie ein Mensch, den Sie kennen und dem Sie vertrauen nicht nur emotional, sondern auch praktisch helfen und bei der Geburt unterstützen.

23+0 SSW: Nabelschnurblut aufheben?

Auch in der 23+0 SSW kann nun schon entschieden werden, ob Sie das Nabelschnurblut Ihres Babys einfrieren lassen möchten. Hierbei wird bei der Geburt das Blut entnommen und eingefroren und später für eine Stammzellen-Therapie eingesetzt werden. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, deren Organisation allerdings mehrere Wochen dauert. Sie können das Blut der Nabelschnur bei einer privaten Blutbank einfrieren lassen oder es Spenden. Hierbei wird allerdings das Blut nicht für Ihr Kind hinterlegt, sondern für einen anderen Menschen. Kombinieren können Sie die zwei Möglichkeiten nicht, können aber das Blut Ihres Kindes aus der privaten Erhaltung später zur Spende freigeben. Über 70 Krankheitsbilder können mit dieser Methode später geheilt werden.

Die Meinungen sind hierzu sehr gespalten, doch kann eine Aufbewahrung Ihrem Kind bei späteren Erkrankungen helfen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu d dem Einsatz kommt, sehr gering. Eine private Konservierung kostet mehrere tausend Euro. Denn nur sinnvoll ist die Konservierung nur dann, wenn das Blut lange aufgehoben werden kann. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten um das Ganze zu finanzieren, doch monatliche hohe Raten, oder auch eine mögliche Insolvenz der Blutbank sind zu bedenken. Nicht jedes Nabelschnurblut kann zudem konserviert werden. Etwa drei bis 20 % der gesammelten Konservierungen werden als Misserfolg verbucht. Ein Teil der Kosten fällt in solchen Fällen immer noch bei den Eltern an.

Tipp: Um zu berechnen in welchem Monat Sie nun schwanger sind, können Sie die Anzahl der Schwangerschaftswochen durch die Anzahl der Wochen im Monat teilen und das Ergebnis aufrunden.

Quellen:

http://23-ssw.com/

https://www.windeln.de/magazin/schwangerschaft/schwangerschaftskalender/23-schwangerschaftswoche-ssw.html

https://www.9monate.de/schwangerschaft-geburt/schwangerschaft/23-schwangerschaftswoche-id94181.html

https://www.eltern.de/ssw-23

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