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Schwangerschaftskalender

2. Schwangerschaftswoche / 2 Wochen schwanger

Eine wirkliche Schwangerschaft besteht in der 2. Schwangerschaftswoche noch nicht. Doch wird diese Woche zur Errechnung des Geburtstermins dazu gerechnet, […]

Eine wirkliche Schwangerschaft besteht in der 2. Schwangerschaftswoche noch nicht. Doch wird diese Woche zur Errechnung des Geburtstermins dazu gerechnet, da die tatsächliche Befruchtung der reifen Eizelle nicht genau bestimmt werden kann. Die 2. SSW trägt allerdings entscheidend dazu bei, dass eine Schwangerschaft überhaupt stattfinden kann und auch erfolgreich bleibt. Manchmal hört man sogar von einer Fehlgeburt in der 2. SSW. Sie können bereits in der 2. SSW eine Fehlgeburt vorbeugen und viel für eine erfolgreiche Schwangerschaft tun.

2. SSW: Der Körper bereitet eine mögliche Schwangerschaft vor

Zu jedem neuen Zyklus schafft Ihr eine neue Grundlage für eine mögliche Schwangerschaft. Mit Einsetzen der Regelblutung beginnt die 1. SSW. Die Schwangerschaft 2. Woche dient dazu, die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen und neue Eizellen zu produzieren, um eine Befruchtung und Einnistung erst möglich zu machen. Findet der Eissprung zum Ende der 2. SSW statt, wird eine reife Eizelle auf den Weg zum Uterus geschickt. Dabei kann sie von einem Sperma befruchtet werden. Es mischen sich die Gene der Eltern und die Grundlage für das Kind sind geschafft. Die Befruchtung erfolgt in der 3. SSW. Sobald diese geklappt hat, verdoppelt sich die Zelle. Aus einer werden zwei, danach vier und schon bald sind es acht. Bis letztendlich eine Zellenansammlung entsteht, die wie eine Maulbeere aussieht und daher auch den Begriff „Morula“, lateinisch für Maulbeere, bekommt. In der Mitte der Morula entsteht nun ein Hohlraum, der Keimblase genannt wird. Die Keimblase teilt sich in zwei Teile: Die Embryoblasten, aus der der Embryo wächst und die Trophoblasten. Aus dieser wird später die Plazenta entstehen und so die Versorgung des Babys übernehmen. Sobald die befruchtete Eizelle zum Ende der 3. SSW nun die Gebärmutter erreicht, ist der Embryo entstanden und wird sich versuchen in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten. Durch das Gelbkörperhormon wird die Einnistung unterstützt. Sobald sich also der Embryo fest in die Gebärmutter ablegen konnte, sind Sie 4 Wochen schwanger sind. Unter einem Ultraschall kann in der 4. SSW ein kleiner schwarzer Hohlraum gesehen werden, in dem der Embryo wächst.

Wie es zu einer Fehlgeburt in der 2. SSW kommen kann

Oftmals lässt der Zusammenhang zwischen Fehlgeburt und 2. SSW viele Frauen die Augenbrauen hochziehen. Bekannt ist, dass eine Frau in der 2. SSW gar nicht schwanger sein kann und daher ist eine Fehlgeburt in der 2. SSW nicht möglich ist. Richtig ist, dass eine Frau in der 2. SSW nicht schwanger ist, denn der Körper trifft hier erst nur die Vorbereitung für eine mögliche Schwangerschaft. Doch erfolgte die Befruchtung oder sogar die Einnistung im vorherigen Zyklus erfolgreich, kann das Embryo durch z. B. den Mangel an Gelbkörperhormone in der 6. SSW, bzw. der neuen 2. SSW, ausgeschieden werden und es kommt zu einer Fehlgeburt in der darauf folgenden 2. SSW des neuen Zyklus. Meistens bemerken Frauen, die 2 Wochen schwanger sind, eine Fehlgeburt gar nicht, da sie davon ausgehen, dass ihre Regelblutung sich lediglich verspätet hat. Anhand von ungewöhnlichen Ausscheidungen oder daran, dass die Blutung eine andere Konsistenz hat, werden Frauen skeptisch und suchen einen Arzt auf.

Gründe für eine Fehlgeburt in der 2. Schwangerschaftswoche

Besteht ein Mangel an Gelbkörperhormonen, die etwa in der 2. SSW produziert werden, kann sich der Embryo nicht einnisten. Der Mangel an diesem wichtigen Hormon, der z. B. eine weitere Einnistung verhindert und dem Embryo wichtige Nährstoffe übermittelt, kann durch Stress ausgelöst werden. Stressvermeidung, eine gesunde Lebensweise und andere vorbeugende Maßnahmen, wie z. B. die Einnahme von Präparaten, können hilfreich sein, um eine Fehlgeburt in der 2. SSW bzw. 6. SSW und im späteren Schwangerschaftsverlauf vorzubeugen. Entwickelt sich der Embryo nach der Befruchtung oder der Einnistung nicht richtig, wird auch von Chromosomenunverträglichkeit gesprochen. Gegen eine solche Unverträglichkeit kann nichts getan werden. Auch (schwere) Erkrankungen, Tumore, Infektionen und andere gesundheitliche Probleme der Mutter, können das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Die meisten Frauen können nach einer Fehlgeburt ohne weitere Probleme wieder schwanger werden. Haben Sie bereits mehrere Fehlgeburten hinter sich, ist es ratsam mit Ihren Frauenarzt über Ihren Kinderwunsch zu sprechen und so Vorkehrungen für eine erfolgreiche Schwangerschaft zu treffen.

2. SSW: Grundlagen für eine erfolgreiche Schwangerschaft schaffen

Ihr Körper macht sich in der 2. SSW für eine eventuelle Schwangerschaft bereit. Planen Sie ein Kind, können auch Sie viel dazu beitragen, um das Risiko einer Fehlgeburt zu minimieren. Verzichten Sie vollständig auf Alkohol, Medikamente und das Rauchen. Denn all diese Dinge können erhebliche Schäden anrichten und sogar zu einer Fehlgeburt führen. Fördern Sie zudem auch die Gelbkörperhormonproduktion, in dem Sie Stress vermeiden und sich zum Beispiel sportlich betätigen. Entspannende Sportarten, wie Yoga, sind für eine Schwangerschaft hilfreich und helfen auch im weiteren Schwangerschaftsverlauf. Auch die Aufnahme von Folsäure, enthalten in den Vitaminen B9 und B11, kann den Wachstum des Embryos und dessen Entwicklung fördern.

Wichtige Fakten zur 2. SSW:

Der Körper produziert Gebärmutterschleimhaut und Eizellen

  • In der 2. SSW kommt es zum Eisprung
  • Eine reife Eizelle macht sich auf dem Weg und kann befruchtet werden

Achtung:

  • Bereits in der 2. SSW kann die Einnahme von Medikamenten, Alkohol oder Nikotin schädlich für die Schwangerschaft sein und sogar eine Fehlgeburt auslösen

Was Sie tun können:

  • Vermeiden Sie Stress, um die Gelbkörperhormonproduktion zu fördern
  • Suchen Sie einen Frauenarzt auf, um mögliche Erkrankungen auszuschließen
  • Verzichten Sie bereits jetzt auf Alkohol und geben Sie das Rauchen auf
  • Nehmen Sie keine Medikamente, auch keine Kräuterpräparate, ohne vorher mit Ihrem Arzt zu sprechen
  • Folsäure kann auch jetzt schon die Entwicklung Ihres Babys fördern