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Schwangerschaftskalender

Frühgeburt in der 22. SSW: Chancen des Frühchens

Kommt ein Kind vor der 37. SSW zur Welt und wiegt weniger als 2500 Gramm wird hier um eine Frühgeburt […]

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Frühgeburt in der 22. SSW: Chancen des Frühchens

SSW 22

Kommt ein Kind vor der 37. SSW zur Welt und wiegt weniger als 2500 Gramm wird hier um eine Frühgeburt […]

Kommt ein Kind vor der 37. SSW zur Welt und wiegt weniger als 2500 Gramm wird hier um eine Frühgeburt gesprochen. Frühgeburten sind kein neuzeitliches Produkt, sondern sind in jeder Schwangerschaft möglich. Sie treten auch heute noch genauso häufig wie auch in anderen Jahren lange vor unserer Zeit auf. Doch die Möglichkeiten, ein Frühchen zu behandeln sind heute weit aus besser. Die Chancen, dass ein Baby, dass bei der Geburt weniger als 1500 Gramm wiegt, überlebt, ist dank unserem hohen medizinischen Standard sehr wahrscheinlich. Wird eine Geburt aus verschiedenen Gründen in der 22. SSW eingeleitet, kann es eine hohe Chance für das Überleben des Kindes geben. Voraussetzung ist natürlich, dass das Kind keine Defizite aufweist. Doch es gibt Möglichkeiten eine Frühgeburt ab der 22. SSW vorzubeugen und Anzeichen rechtzeitig zu erkennen. Was passiert aber mit dem Frühchen in der 22. SSW und wie überlebt es außerhalb des Mutterleibs?

22. SSW: Gründe für eine Fehlgeburt

Kommt ein Baby vor der 28. SSW zur Welt wird hier von einem extrem früh Geborenen gesprochen. Fast 40 % aller Kinder kommen früher zur Welt. Kommt ein Kind mit einem Geburtsgewicht von weniger als 500 Gramm auf die Welt, kann es überleben, aber meist behält es bleibende Schäden. Die Ursachen für eine Fehlgeburt in der 22. SSW sind in den meisten Fällen unklar. Doch bei vielen schwangeren Frauen spielen auch soziale und wirtschaftliche Verhältnisse eine Rolle, Depressionen, starker Konsum von Alkohol und Nikotin oder sogar Drogen, Erkrankungen oder Scheideninfektionen können Gründe sein. Frauen, die bereits eine Frühgeburt erlitten haben, haben ein hohes Risiko eine erneute Frühgeburt zu erleiden. Zwillinge oder Mehrlinge kommen in den meisten Fällen immer früher zur Welt als errechnet.

Frühgeburt ab der 22. SSW vorbeugen

Wichtig um eine Frühgeburt ab der 22. SSW zu vermeiden ist es, sich über die Schwangerschaft und die Entwicklung des Kindes zu informieren. Vorsorgeuntersuchungen und andere wichtige Untersuchungen beim Frauenarzt sind sehr wichtig, und dienen dazu mögliche Risiken zu erkennen und Komplikationen vorzubeugen. Auch ein angepasster Lebensstil kann helfen das Risiko einer Frühgeburt zu minimieren. Das gilt auch für den Arbeitsplatz. Hier greifen die Mutterschutzbestimmungen. Verboten sind Nachtarbeit, Arbeiten mit gefährlichen und giftigen Stoffen, Heben von schweren Sachen oder auch langes Stehen und Arbeiten am Fließband, um einige zu nennen. Auch im privaten Umfeld und auch auf seelischer Ebene sollte nun alles in Einklang sein und keine Belastung für die Schwangerschaft darstellen. So kann dauerhaft das Risiko einer Frühgeburt minimiert werden.

SSW 22: Entwicklung des Babys

SSW 22: Entwicklung des Babys

22. SSW: Anzeichen für eine Geburt erkennen

Doch auch bei allen Vorsichtsmaßnahmen kann es zu einer Frühgeburt kommen. Es kündigen sich allerdings wie auch bei einer normal verlaufenden Geburt Anzeichen in der 22. SSW an. Vorzeitige Wehen oder Platzen der Fruchtblase sind typische Merkmale, dass es mit der Geburt losgeht. Schon seit einigen Schwangerschaftswochen übt der Körper Wehen. Hierbei kann es auch zu wirklichen Wehen kommen. Diese werden mit Wehenhemmern unterdrückt. Durch diese Maßnahme kann die Geburt hinausgezögert werden und das Kind so lange wie möglich im Mutterleib bleiben und sich weiter entwickeln bis es lebensfähig ist. Kommt es also zu krankheitsbedingten Gründen oder durch eine Fehlentwicklung des Babys zu einer Fehlgeburt ist auch hier der erste Schritt der Weg ins Krankenhaus oder der Anruf beim Notarzt.

22. SSW: Das Frühen kommt zur Welt

In der 22. SSW ist das Baby noch nicht lebensfähig. Diese erreicht das Kind erst zwischen der 23. SSW und der 25. SSW. Kommt das Frühchen daher in der 22. SSW und vor der 25. SSW zur Welt, kann es mit der medizinischen Technik zwar am Leben erhalten bleiben. Allerdings besteht auch ein sehr hohes Risiko, dass es eine Behinderung beibehält. Allerdings spielt das Gewicht des Babys eine wichtige Rolle. Babys, die weniger als 1500 Gramm bei der Geburt wiegen, haben ein Sterberisiko von mehr als 200 %. Anders sieht es bei Frühchen aus, die über 2500 Gramm haben. Da die Lunge erst in der 24. SSW reift, kann das Kind bei einer vorherigen Geburt hohe Entwicklungsstörungen mittragen.

Es gibt eine Stellungnahme, von einer Kommission aus Vertretern medizinischer Fachgesellschaften, einem Moraltheologen und einer Strafrechtlerin, wie allgemein bei Frühgeborenen gehandelt wird:
Kommt ein Frühchen vor der 22. SSW zur Welt, gilt dieses nicht als lebensfähig. Kommt es zu keinen Abweichungen in seiner Entwicklung, dass es zum Beispiel schwerer ist als die Norm oder weiter entwickelt, wird das Kind bis zum Sterben betreut. Bestehen Chancen, dass das Kind überleben kann, werden lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet. Kommt es zu einer Geburt ab der 22. SSW bis zur 23+6 SSW, ist die Chance für das Überleben des Kindes angestiegen. Hier kann es allerdings zu sowohl körperlichen als auch geistigen Behinderungen kommen. Bei der Versorgung des Neugeborenen wird mit Rücksprache der Eltern versucht das Kind zu erhalten, sofern es überleben kann. Kommt es zu einer Frühgeburt nach der 24. SSW so sind die Überlebenschancen sehr hoch. Etwa 60 bis 80 % dieser Kinder überleben.

Kann das Kind anhand seiner Entwicklung überleben und ist es im Interesse der Eltern sowie des Kindes, wird versucht, das Kind am Leben zu erhalten. Da die Kinder ab diesem Status schon wie andere Kinder jedes Alters zählen, sind Ärzte ab diesem Geburtsstatus dazu verpflichtet nach ethischen und rechten Gesetzen das Leben des Kindes zu erhalten und hier notfalls sogar gegen die Wünsche der Eltern zu handeln. Kommt ein Baby mit angeborenen Gesundheitsstörungen auf die Welt, die es sich auch bei der Geburt zugezogen haben kann, und bei dem feststeht, dass es keine Chance hat sich noch zu entwickeln, so können die Ärzte auch die lebenserhaltenden Maßnahmen einschränken. Die Lebenschance des Kindes wird dabei natürlich berücksichtigt. Ist es allerdings wahrscheinlich, dass das Baby stirbt, werden die Eltern von einer Sterbebegleitung und bei der Bestattung des Kindes unterstützt.

Quellen

https://www.babyclub.de/magazin/babys-erstes-jahr/fruehchen/fruehgeburt-ueberlebenschancen.html

https://www.hallo-eltern.de/schwangerschaft/22-schwangerschaftswoche-ssw/

https://www.hallo-eltern.de/schwangerschaft/22-schwangerschaftswoche-ssw/

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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