×
Schwangerschaftskalender

Geburt in der 31. SSW: Ein Risiko?

Von einer Frühgeburt wird gesprochen, wenn das Baby bei der Geburt weniger als 2.500 Gramm wiegt oder vor Vollendung der […]

Von einer Frühgeburt wird gesprochen, wenn das Baby bei der Geburt weniger als 2.500 Gramm wiegt oder vor Vollendung der 36. SSW zur Welt kommt. Hierbei wird unterschiedenen zwischen extrem früh geborenen Kindern (25. SSW bis 28. SSW), sehr früh geborenen Kindern (28. SSW bis 31. SSW) und mäßig früh geborenen Kindern (32. SSW bis zur 37. SSW). Kinder, die zu früh geboren werden, brauchen eine intensive medizinische Versorgung. Kommt es in der 31. SSW zu einer Geburt, ist das Baby in den meisten Fällen sehr gut entwickelt und hat gute Überlebenschancen. Doch auch mit medizinischer Versorgung, besteht die Chance, dass das Kind Störungen beibehält.

Geburt in der 31. SSW: Entwicklungsstand des Babys

Bei einer Geburt in der 31. SSW hat das Frühchen eine Wahrscheinlichkeit von 97 % außerhalb des Mutterleibs zu überleben. Alle inneren Organe sind vollständig entwickelt und haben schon seit einigen Wochen ihre Arbeit aufgenommen. Die Lunge ist zwar schon weit ausgeprägt, doch noch kann es sein, dass sie nicht einwandfrei funktioniert. Ihr Baby wiegt in der 31. SSW um die 1.600 Gramm und ist etwa 41 cm groß. Sein Stoffwechsel funktioniert ohne Probleme und sein kleiner Körper kann die Nahrung, die ihm zugeführt wird aufnehmen und ausscheiden.

Ihr Kind ist ab der 31. SSW größtenteils dabei Fettpolster aufzubauen. Es kann zwar schon seinen Wärmehaushalt sehr gut selbst regulieren, doch noch fehlt es entscheidend an Gewicht. Machen sich Wehen in der 31. SSW bemerkbar oder wird der Muttermund geöffnet, wird Ihr Frauenarzt alles Mögliche unternehmen, um die Geburt zu stoppen und das Kind so lange wie möglich in seinem Lebensraum lassen. Nur wenn es wirklich nicht mehr geht und die Geburt in der 31. SSW bevorsteht, kann das Kind auf die Welt kommen. Je nach dem wie das Kind entwickelt ist, kann es entweder per Kaiserschnitt oder sogar auf natürliche Weiße auf die Welt gebracht werden.

Geburt 31. SSW: Das Baby ist da

In den meisten Fällen, sind die Lungen des Babys in der 31. SSW noch nicht vollständig in der Lage eigenständig zu atmen und daher wird das Kind künstlich beatmet. Es wird hierzu in einem Inkubator aufbewahrt. Da ist es schön warum und so kann das Baby auch, wenn es nicht in der Lage ist, seinen Wärmehaushalt eigenständig zu versorgen, warm gehalten werden. Hier hat das Baby Zeit sich weiter zu entwickeln und ihr Herzschlag und Atmung wird streng überwacht. Es ist in den meisten Fällen noch sehr schwach, und kann daher nicht so gut saugen. Es wird mit Fläschchen zugefüttert, damit es schnell an Gewicht zunimmt. Sobald das Kind stabil ist, wird darauf geachtet, dass das Baby zu seinen Eltern Kontakt bekommt. Denn das ist für das Baby genauso wichtig, wie die medizinische Versorgung. Dabei wird das Kind nackt auf die nackte Brust der Mama oder des Papas gelegt.

Zugedeckt mit mehreren Decken oder Tüchern kann es so den Herzschlag seiner Mama oder Papa hören. Dadurch werden auch die Sinne des Babys angeregt. Oftmals wird das für circa eine Stunde bis mehrere Stunden pro Tag gemacht. Bis zur 34. SSW bleiben die Babys, oder wenn sie ein Gewicht von etwa 1.400 Gramm bis 1.800 Gramm erreicht haben, im Brutkasten. Sobald das Baby stabil genug ist, wird es in einem Wärmebettchen schlafen. Damit das Baby mit Mama und Papa nach Hause kann, muss es ein Gewicht von etwa 2.500 Gramm erreichen und natürlich sollte auch die Atmung und der Kreislauf des Kindes einwandfrei funktionieren. Das Baby muss auch eigenständig aus der Flasche oder von Mamas Brust trinken können.

Geburt in der 31. SSW: Mögliche Folgen

Bei einer Geburt in der 31. SSW ist das Kind zwar schon weit entwickelt, kann aber aufgrund der Frühgeburt sowohl körperliche als auch geistige Beeinträchtigungen beibehalten. Oftmals wird festgestellt, dass Frühgeborene im Kindergarten oder in der Schule Störungen im Verhalten haben, Lernschwächen oder auch ADHS haben. Manchmal fallen auch motorische Schäden auf. Babys, die nach der 32. SSW zur Welt kommen, haben allerding schon viel größere Chancen, dass sie sich normal und ohne Folgen entwickeln. Es ist kein Muss, dass ein Frühchen später irgendwelche Einschränkungen hat. Das Risiko besteht lediglich. Eltern von frühgeborenen Kindern müssen daher auf die Entwicklung Ihres Kindes achten und auch später auf Spätfolgen reagieren. Mit Therapien, die für das Kind abgestimmt sind, kann es diese Beeinträchtigungen gut überwinden.