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Schwangerschaftskalender

Schwangerschaftswoche 1 / 1 Woche schwanger

Mit der Schwangerschaftswoche 1 beginnt der weibliche Körper, sich für eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Mit der Periode wird die ungenutzte […]

Mit der Schwangerschaftswoche 1 beginnt der weibliche Körper, sich für eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Mit der Periode wird die ungenutzte Eizelle aus dem vergangenen Rhythmus ausgespült. Sobald die 1. SSW vorbei ist, geht es in der 2. SSW mit der Produktion einer neuen Eizelle los. Diese macht sich zum Ende der 2. SSW bzw. Anfang der 3. SSW auf den Weg zur Gebärmutter und kann nun befruchtet werden. Das ist der Zeitpunkt für Frauen, ihre fruchtbaren Tage zu nutzen, um schwanger zu werden. Wird die reife Eizelle durch ein flinkes Spermium befruchtet, macht sich der gezeugte Embryo auf den Weg zur Gebärmutter und versucht sich einzunisten. Gelingt dieser Prozess, ist die Frau bereits in der 4. SSW und hat den ersten Monat hinter sich gebracht.

Schwangerschaft 1.Woche: Warum ab der 1. Woche gerechnet wird

Eine sehr bewährte Methode den Schwangerschaftsbeginn einer Frau rückwirkend zu berechnen ist es, sich am ersten Tag der Periode zu orientieren. Es ist in den meisten Fällen nicht möglich, genau zu sagen, wann eine Frau empfangen hat und anhand dessen den Geburtstermin zu bestimmen. Daher beginnt die Schwangerschaft ab dem ersten Tag der letzten Periode. Sie dauert 40 Wochen nach Mondkalender (28 Tage im Monat) oder zehn Monate. Mit verschiedenen Untersuchungen, wie Ultraschall, kann Ihr Frauenarzt den Geburtstermin sehr gut bestimmen und nach korrigieren. Sie sind also ab dem ersten Tag Ihrer Periode bereits einen Tag „schwanger“. Geht die erste Woche vorbei, sind Sie zwar immer noch nicht schwanger, aber schon in der 2. SSW medizinisch gesehen. Auch spricht man hier von 1+1 bis 1+7 SSW. Das bedeutet, Sie sind eine Woche und eine bestimmte Anzahl an Tagen schwanger (theoretisch). Erst mit der Befruchtung zum Ende der dritten Schwangerschaftswoche beginnt die tatsächliche Schwangerschaft. Nun muss sich der kleine Embryo nur noch erfolgreich in die Gebärmutter einnisten.

1 Woche schwanger: So gelingt’s

Sie sind zwar in der 1. SSW nicht schwanger, können aber, wenn Sie sich ein Baby wünschen, gute Voraussetzungen schaffen, dass es in diesem Zyklus klappt. Ihr Körper bereitet sich jetzt auf eine potenzielle Schwangerschaft vor. Die Periode spült die unverbrauchte Eizelle aus und macht sich daran eine neue zur Verfügung zu stellen, damit die Frau sich fortpflanzen kann. Genau der richtige Zeitpunkt, schon jetzt sein Leben etwas umzustellen und darauf zu achten, dass so wenig schädliche Einflüsse wie möglich in den Körper gelangen. Positiv wirkt sich auch eine gesunde und nahrhafte Ernährung aus. Vor allem sollten Sie darauf achten, dass Sie nun Ihren Bedarf an Folsäure decken. Folsäure sind die Vitamine B9 und B11 und sind in Fleisch, Fisch und in vielen Gemüse- sowie Obstsorten enthalten. Täglich 0,4 Milligramm brauchen Sie nun. Sobald die Schwangerschaft losgeht, braucht Ihr Körper für das Baby zusätzliche Folsäure. Der tägliche Bedarf steigt in den ersten Monaten auf 0,8 Milligramm. Folsäure ist für die embryonale Entwicklung von Gehirn und Nervensystem sehr wichtig. Wird der Bedarf nicht gedeckt, kann es zu Störungen kommen. Auch Schädlinge wie Nikotin, Alkohol und Medikamente (auch auf natürlicher Basis) können sich nun im Körper ablegen und die Chance auf eine Schwangerschaft minimieren. Rauchen, Alkohol und die Einnahme Medikamenten und Drogen sind in der Schwangerschaft und auch in der Stillzeit absolute Tabus. Als Raucherin sollten Sie schon jetzt den Konsum einstellen und auch auf Alkohol verzichten. Sind Sie auf Medikamente angewiesen, sollten Sie mit Ihrem Arzt über Ihren Kinderwunsch sprechen. Meist kann es helfen, die Medikamente umzustellen, um die Chance einer Schwangerschaft zu steigern. Ratsam ist es auch, sich gründlich durchchecken zu lassen um so mögliche körperliche Probleme schon von vornherein zu erkennen und möglichst aus dem Weg zu räumen.

Schwangerschaftswoche 1: Was passiert in der 2. SSW?

Auch in der 2. SSW sind Sie noch nicht schwanger. Ihr Körper beginnt nun damit, Gebärmutterschleimhaut zu produzieren und auch der Eisprung wird nun vorbereitet. Dieser wird fachmännisch Ovulation genannt. Sobald der Eissprung erfolgt und Sie zu dem Zeitpunkt Sex haben, können Sie schwanger werden. Der Eisprung beginnt zur Mitte des Zyklus. Es platzt ein reifes Eizellbläschen. Dieses schleudert eine reife Eizelle in den Eileiter. Durch diesen bahnt sich nun die reife Eizelle den Weg zur Gebärmutter. Begünstigt wird dieser Weg durch die Flimmerhärchen, die es langsam in Richtung der Gebärmutter bringen. Genau auf dieser Reise sollte die kleine reife Eizelle nun befruchtet werden. Sie sind sechs Tage fruchtbar, Ihre Eizelle lebt etwa 12 bis 24 Stunden und Spermien können etwa zwei bis fünf Tage nach ihrer Freisetzung überleben. Bei einem Orgasmus setzt ein Mann etwa bis zu 500 Milliarden Spermien frei. Die Spermien haben es eilig und machen sich sofort auf den Weg. Sie können nun jeden Moment auf die reife Eizelle stoßen. Manche Eizellen werden sogar noch in der Gebärmutter befruchtet. Doch der Weg bis dahin ist sehr lange, allein der Eileiter ist etwa 15 bis 18 cm lang und die Flimmerhärchen machen das Vorwärtskommen nicht gerade einfach. Die Flinksten legen diesen Weg innerhalb einer halben Stunde zurück. Einige brauchen sogar mehrere Tage dafür. Manche kommen niemals dort an. Haben sie nun die reife Eizelle getroffen, können auch mehrere Spermien eindringen. Doch in die Membran, die innere Hülle, kommt nur der, dem der Zutritt gewährt wird. Dies entscheidet die Eizelle anhand biochemischer Signale. Sobald ein Sperma eindringen konnte, schließt sich die Eizelle und es kommt kein anderes Sperma mehr rein.

Schwangerschaft 1. Woche: Das passiert nach der Befruchtung

Mit der Befruchtung beginnt nun die wirkliche Schwangerschaft. Es entwickeln sich nun zwei Zellkerne. Einer davon beinhaltet die Erbanlagen der Mutter, der andere Kern die Erbanlagen des Vaters. Es entsteht ein neuer Mensch. Diese Zelle wird sich innerhalb kurzer Zeit teilen. Bereits am nächsten Tag sind es zwei Zellen, am darauf folgenden Tag schon vier, einen Tag später acht. Diese Zelle sieht nun aus wie eine Maulbeere. Es bildet sich nun ein kleine Höhle in derren Mitte. Die Maulbeere wird also jetzt Keimblase genannt. Sie besteht aus zwei Zelltypen. Einmal die Embryoblasten, daraus entwickelt sich der Embryo. Aus den zweiten Zelltypen die Trophoblasten wird sich die Plazenta entwickeln, die für die Versorgung des Babys mit Nähr- und Sauerstoff zuständig ist. Immer noch ist der Embryo unterwegs zur Gebärmutter. Etwa 70 bis 100 Zellen bilden den Embryo, sobald dieser dort ankommt. Etwa sieben Tage kann es dauern bis der kleine Embryo versucht sich in Mamas Gebärmutter einzunisten. Im Normallfall passiert das in der 4. SSW. Anhand dieses Vorgangs entscheidet sich nun auch, ob die Frau schwanger wird oder nicht. Kann der Embryo sich nicht gegen Störungen wehren, wird er bei der nächsten Periode ausgeschieden. Kann er aber Standhalten, nistet er sich in die Gebärmutterschleimhaut ein. Er legt seine äußere Hülle ab und verankert sich ganz fest in der Gebärmutterschleimhaut. Die Einnistung war erfolgreich und der kleine Mensch kann nun wachsen.

Wichtige Fakten zur 1. SSW:

  • In der 1. SSW sind Sie nicht schwanger, Sie bekommen wie üblich Ihre Periode
  • Es entscheidet sich aber in den ersten vier Wochen, ob es zu einer Schwangerschaft kommt

Achtung!

  • Wollen Sie schwanger werden, sollten Sie schon jetzt auf Rauchen, Alkohol und Medikamente verzichten

Was Sie tun können

  • Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt über Ihren Kinderwunsch, so können Sie frühzeitig Komplikationen vermeiden oder erkennen und behandeln lassen
  • Nehmen Sie schon jetzt Folsäure zu sich (täglich 0,4 mg)
  • Eine gesunde und bewusste Ernährung kann bei einem Kinderwunsch helfen, die Chancen zu erhöhen