Sturzgeburt – wenn Dein Baby nicht warten kann

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Eine echte Sturzgeburt kommt nur selten vor. Es handelt sich um eine echte Sturzgeburt, wenn das Baby bei der Geburt aus der Scheide herausstürzt und nicht mehr gehalten werden kann.

Eine Sturzgeburt birgt das Risiko von Verletzungen für Mutter und Kind. Es kommt auf schnelles Handeln an. Eine überstürzte Geburt verlangt schnelle Hilfe und richtiges Handeln.

Nach einer Sturzgeburt oder einer überstürzten Geburt kann das Baby ganz normal aufwachsen und sich gesund entwickeln. Wehen, wann ins Krankenhaus?

Du solltest, wenn Du schon eine schnelle Geburt hinter Dich gebracht hast, bei Wehen schnell ins Krankenhaus gehen, um eine Sturzgeburt beim zweiten Kind zu verhindern.

Bei einer echten Sturzgeburt kann das Baby nicht warten und stürzt aus der Scheide heraus. Eine überstürzte Geburt erfolgt innerhalb weniger Stunden.

Was ist eine Sturzgeburt?

Eine echte Sturzgeburt ist extrem selten und liegt vor, wenn das Baby innerhalb weniger Minuten aus der Gebärmutter und aus der Scheide herausstürzt. Die Mutter steht dabei zumeist, was zu einem hohen Verletzungsrisiko für Mutter und Kind führt.

Um eine Sturzgeburt zu verhindern, solltest Du bei Anzeichen auf Wehen ins Krankenhaus gehen. Bei einer Sturzgeburt kann die Geburt mit einer heftigen Presswehe eingeleitet werden.

Oft genügt eine einzige Austreibungswehe, um das Baby auf die Welt zu befördern. Die Sturzgeburt tritt eher bei Frauen auf, die schon eines oder mehrere Kinder geboren haben.

Eine echte Sturzgeburt tritt nur etwa bei 2 Prozent der natürlich entbindenden Frauen auf. Noch seltener kann eine Glückshaube sein, bei der das Kind mit der Fruchtblase auf die Welt kommt. Diese Glückshaube tritt bei einer Sturzgeburt jedoch selten auf.

Unterschied Sturzgeburt und überstürzte Geburt

Eine echte Sturzgeburt ist von einer überstürzten Geburt zu unterscheiden. Zumeist wird die überstürzte Geburt jedoch als Sturzgeburt bezeichnet. Um eine überstürzte Geburt handelt es sich, wenn sich die Geburt sehr rasch vollzieht.

Vom Beginn der Wehen bis zur Geburt vergehen wenige Stunden.

Gemäß der Definition dauert es von der Öffnung des Muttermundes bis zur Ankunft des Babys nicht länger als drei Stunden. Im Schnitt dauert eine Geburt jedoch zwölf Stunden.

Bei Frauen, die bereits mehrere Kinder bekommen haben, dauert eine Geburt durchschnittlich sechs bis acht Stunden. Auch die echte Sturzgeburt ist eine überstürzte Geburt. Eine überstürzte Geburt ist eine völlig normale Geburt, doch verläuft sie äußerst schnell.

Handelt es sich um eine überstürzte Geburt gemäß der Definition, passiert folgendes:

  • Es treten nahezu überhaupt keine Wehen auf
  • Die Wehen sind so schwach, dass sie kaum bemerkt werden
  • Der Geburtsvorgang wird sofort mit heftigen Presswehen eingeleitet
  • Die Geburt kann schon durch eine einzige Austreibungswehe erfolgen.

Es ist auch möglich, dass leichte Wehen in größeren Abständen auftreten und kaum bemerkt werden. Wehen, wann ins Krankenhaus? Bist Du Dir unsicher, solltest Du sofort, wenn Du Wehen verspürst, ins Krankenhaus gehen.

Eine überstürzte Geburt kann im Krankenhaus stattfinden, wenn Du es rechtzeitig aufsuchst. Häufig erfolgt sie jedoch, genau wie die Sturzgeburt, zu Hause, unterwegs oder auf dem Weg ins Krankenhaus. Sie erfolgt zumeist ohne medizinische Unterstützung.

Ursachen und Risiken für eine Sturzgeburt

Eine Sturzgeburt kann verschiedene Ursachen haben, die von der Mutter und vom Kind ausgehen können. Die Sturzgeburt oder überstürzte Geburt ist bei Frauen, die bereits mehrere Kinder geboren haben, wahrscheinlicher als bei Frauen, die ihr erstes Kind bekommen.

Bei diesen Frauen ist der Geburtskanal weicher und dehnt sich schneller als bei Erstgebärenden. Er bietet wenig Widerstand, sodass sich der Muttermund schnell öffnet.

Ist der Geburtskanal sehr weich, kann es in extrem seltenen Fällen passieren, dass das Kind mit einer Glückshaube auf die Welt kommt. Wehen, wann ins Krankenhaus? Frauen, die bereits mehrere Kinder zur Welt gebracht haben, wissen das eigentlich.

Aber auch bei ihnen können die Wehen nur schwach sein, sodass sie kaum bemerkt werden.

Wie fühlen sich Übungswehen an? Frauen, die ihr erstes Kind bekommen, wissen das noch nicht und suchen daher bei ersten Anzeichen auf Wehen schon das Krankenhaus auf. So kann eine Sturzgeburt verhindert werden.

Weitere Ursachen für eine Sturzgeburt:

  • Kurz aufeinander folgende Schwangerschaften, nach denen sich der Geburtskanal nicht vollständig zurückbilden konnte
  • Erhöhte Wehentätigkeit mit Wehen etwa alle drei Minuten
  • Geringes Schmerzempfinden der Mutter, sodass die Wehen nicht als schmerzhaft empfunden und kaum bemerkt werden
  • Stark ausgeprägte Weichteil- oder Gebärmutterschwäche bei der Mutter
  • Kinderwunschbehandlungen
  • Plazentaablösungen (in diesem Fall kann das Baby mit einer Glückshaube geboren werden)
  • Geringes Geburtsgewicht, geringe Größe und schmaler Kopfumfang des Babys
  • Erstgebärende, die ihre Schwangerschaft verdrängen oder verheimlichen wollen

So vielfältig die Ursachen und Risiken einer Sturzgeburt, so selten ist die Sturzgeburt. Häufig liegen mehrere Ursachen vor. Eine Sturzgeburt kann daher nicht verhindert oder aufgehalten werden.

Wehen, wann ins Krankenhaus? Bist Du Dir nicht sicher, dann sofort, um eine Sturzgeburt zu verhindern.

Mögliche Komplikationen bei einer Sturzgeburt

Bei einer echten Sturzgeburt kann es zu Komplikationen für Mutter und Kind kommen. Die Mutter schafft es oft nicht mehr, sich hinzulegen, um zu gebären.

Kommt es zu einer Sturzgeburt, kann es zu starken Schmerzen aufgrund der Wehen, aber auch durch Risse am Damm und an der Scheide kommen. Auch Verletzungen des Beckenbodens und Nachblutungen sind möglich.

Verdrängt eine Frau eine Schwangerschaft, kann sie die Frage „Wehen, wann ins Krankenhaus?“ oft nicht beantworten, da sie die Wehen mit Stuhldrang verwechseln kann. Aufgrund des Druckgefühls sucht sie die Toilette auf.

Die Folge ist eine Sturzgeburt als Toilettengeburt. Komplikationen für das Baby kann ein Sturz bringen, wenn das Baby in die Toilette oder auf den Boden stürzt. Nicht nur Kopfverletzungen, sondern auch Verletzungen von Rumpf, Armen und Beinen sind möglich.

Da die Nabelschnur abreißen kann, können hohe Blutverluste auftreten. Die Nabelschnur kann sich auch um den Kopf oder Hals des Kindes wickeln und schlimmstenfalls das Kind strangulieren.

Auch die Sauerstoffsättigung des Blutes kann beeinträchtigt sein. Ein Sauerstoffmangel und Hirnblutungen beim Baby können auch durch eine mangelnde Druckanpassung im Geburtskanal während der Austreibungsphase auftreten.

Bei Hirnblutungen muss das Baby intensivmedizinisch überwacht werden. Da das Baby sehr schnell auf die Welt kommt, kann sich die postnatale Adaption verzögern.

Die postnatale Adaption ist die Anpassung des Organismus des Babys an die neue Umgebung außerhalb des Mutterleibs. Die Sturzgeburt kann bei der Mutter zu einer psychischen Belastung führen.

Sie hat nicht damit gerechnet, dass ihr Kind schon auf die Welt kommt. Auch wenn das Baby in extrem seltenen Fällen mit Glückshaube geboren wird, ist das ein äußerst ungewöhnlicher Anblick, der zu Schockreaktionen führen kann.

Nach verdrängter Schwangerschaft fällt es der Mutter nach einer Sturzgeburt oft schwer, das Kind anzunehmen. Sie war darauf nicht vorbereitet und braucht daher in einigen Fällen die Hilfe eines Psychologen.

Drohende Sturzgeburt – was tun?

Droht eine Sturzgeburt oder eine überstürzte Geburt, muss der Notarzt gerufen werden. Dabei gilt es, keine Zeit zu verlieren.

Bemerkst Du Wehen und schaffst Du es nicht mehr ins Krankenhaus, da sie zu heftig sind und kurz hintereinander auftreten, solltest Du Dich ins Bett oder auf ein Kissen legen. Wehen – wann ins Krankenhaus, das ist dann erledigt.

Ist das nicht möglich, legst Du Dich flach auf den Boden. So kannst Du den Sturz des Kindes abwenden. Hast Du bereits Kinder bekommen und sind die vorangegangenen Geburten sehr schnell verlaufen, besteht ein erhöhtes Risiko für eine Sturzgeburt.

Wehen, wann ins Krankenhaus? In diesem Fall solltest Du schon bei den ersten Anzeichen von Wehen ins Krankenhaus gehen, um eine Sturzgeburt zu vermeiden.

Um das Risiko einer Sturzgeburt zu verringern, ist es bereits sinnvoll, die letzten beiden Wochen vor dem errechneten Geburtstermin in der Klinik zu verbringen. Wie fühlen sich Übungswehen an? Hast Du bereits Kinder bekommen, weißt Du das zumeist.

Mit Atemtechniken, die in Geburtsvorbereitungskursen vermittelt werden, schaffen es einige Frauen, die Geburt zumindest um einige Minuten hinauszuzögern. Wehen, wann ins Krankenhaus? Die Wehen solltest Du wegatmen.

Du solltest Ruhe bewahren und extremes Pressen vermeiden, um die Geburt möglichst zu verzögern. Eine Sturzgeburt kann jedoch nur bedingt verzögert werden. Ist eine Person aus Deinem Umfeld, bestenfalls Dein Partner, in Deiner Nähe, kann Dir diese Person bei der Geburt behilflich sein.

Bist Du unterwegs, kannst Du eine Person in Deiner Nähe ansprechen. Sie kann den Notarzt rufen und Dich bei der Geburt unterstützen.

Wenn die Situation günstig ist und die Zeit noch ausreicht

Bist Du zu Hause und bemerkst Du Anzeichen einer Geburt, kannst Du noch einige Maßnahmen einleiten, um die Risiken für Dein Kind und für Dich so gering wie möglich zu halten.

Du solltest den Geburtsplatz mit großen Mülltüten und wenn möglich mit Handtüchern zur Polsterung abdecken. Die Hände solltest Du Dir gründlich mit Wasser und Seife waschen. Um zu gebären, kannst Du Dich auf dem Geburtsplatz auf den Rücken legen.

Du kannst Dich auch hinknien oder in die Hocke gehen, um den Sturz abzumildern.

So erfolgt die Geburt

Kannst Du die Geburt noch steuern, solltest Du die Wehen wegatmen. Aktiv pressen solltest Du erst dann, wenn Du den Kopf des Babys zwischen den Schamlippen ertasten kannst.

Ist es möglich, solltest Du oder Dein Partner eine Hand auf den Hinterkopf des Kindes legen, um die Druckgeschwindigkeit zu regulieren. Mit der anderen Hand solltest Du zur Vermeidung von Verletzungen den Damm leicht raffen.

Nachdem der Kopf des Babys aus der Scheide getreten ist, schiebst Du es mit der nächsten Wehe heraus. Auf keinen Fall solltest Du am Kopf des Babys ziehen, da das zu schwerwiegenden Verletzungen führen kann.

Ist das Baby da, solltest Du die Nabelschnur nicht selbst durchtrennen. Du solltest damit warten, bis der Arzt oder die Hebamme kommt.

Baby ist da und kein Krankenwagen – was tun?

Kam es zu einer Sturzgeburt und ist das Baby bereits auf der Welt, kommt es auf das richtige Verhalten an, wenn noch kein Krankenwagen, kein Notarzt und keine Hebamme bei Dir vor Ort sind.

Das Baby solltest Du vom Schleim im Gesicht befreien. Auch dann, wenn es nicht mit der gesamten Fruchtblase als Glückshaube ausgestoßen wird, kann es noch Eihäute auf dem Kopf oder im Gesicht haben.

Auch diese Eihäute werden als Glückshaube bezeichnet. Die Glückshaube muss schnell entfernt werden. Bei einer kompletten Glückshaube muss die Fruchtblase vorsichtig mechanisch geöffnet werden.

Das Baby solltest Du auf die Brust legen. Wenn es nicht atmet, solltest Du den Rücken sanft reiben. So regst Du die Atmung an. Damit das Kind nicht auskühlt, deckst Du es mit einer Decke zu. Du kannst versuchen, das Baby zu stillen.

Wird die Plazenta ausgestoßen, lässt Du sie einfach liegen.

Sturzgeburt: Fazit

Eine Sturzgeburt kann sich innerhalb weniger Minuten vollziehen. Sie wird häufig mit einer überstürzten Geburt verwechselt, die innerhalb von drei Stunden erfolgt. Wehen, wann ins Krankenhaus?

Möglichst schnell, um eine Sturzgeburt zu verhindern. Bei einer Sturzgeburt kann es zu Verletzungen des Babys und zu hohen Blutverlusten der Mutter kommen.

Du solltest bei den ersten Anzeichen den Notarzt rufen und solltest Ruhe bewahren.

Quelle

https://www.netdoktor.de/schwangerschaft/sturzgeburt/

https://www.9monate.de/schwangerschaft-geburt/entbindung-kaiserschnitt/sturzgeburt-wenn-es-das-baby-besonders-eilig-hat-id149739.html

https://www.eltern.de/schwangerschaft/geburt/sturzgeburt.html

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