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Familie & Erziehung

Umzug ins eigene Haus: So klappt’s auch für das Kind stressfrei

Ein eigenes Haus: Das ist der Traum vieler junger Familien. Die Elternzeit kann dabei optimal für ein Bauvorhaben oder den […]

Umzug

Ein eigenes Haus: Das ist der Traum vieler junger Familien. Die Elternzeit kann dabei optimal für ein Bauvorhaben oder den Umzug in das Eigenheim genutzt werden. Wie aber lässt sich das für Familien mit Kleinkind möglichst stressfrei umsetzen?

Viele Hürden pflastern den Weg zum Eigenheim

Der Traum von den eigenen vier Wänden begleitet viele junge Familien. Oftmals liegt dieser aber in scheinbar unerreichbarer Ferne. Aufgrund der steigenden Immobilienpreise können sich immer weniger Familien in Deutschland ein eigenes Haus leisten. Auch Initiativen wie das Baukindergeld haben daran bislang nur wenig geändert. Wenn deine Familie hingegen zu den glücklichen gehört, welche ein eigenes Haus finanziell stemmen können, warten eventuell andere Hürden. Denn die Zeit ist dabei ebenfalls ein großer Faktor.

Viele frischgebackene Eltern haben nicht ausreichend Kapazitäten für einen Hausbau, geschweige denn die notwendige Energie zwischen durchwachten Nächten, Windeln & Co. Selbst, wenn ihr euch für den Kauf einer Immobilie entscheidet, die quasi einzugsbereit ist, stellt der Umzug mit Kleinkind eine Herausforderung dar. Das bedeutet aber nicht, dass du dich davon abschrecken lassen solltest. Eigentlich ist gerade die Elternzeit dafür eine einmalige Gelegenheit.

Hausbau und Umzug in der Elternzeit: Wieso nicht?!

Die meisten Jobs bieten die Möglichkeit, dass beide Elternteile nach der Geburt eines Kindes in Elternzeit gehen können. Dafür stehen verschiedene Modelle zur Verfügung wie das Elterngeld oder das ElterngeldPlus. Natürlich ist diese Auszeit vom Berufsalltag in erster Linie dazu gedacht, dass Mutter sowie Vater intensiv Zeit mit dem Kind verbringen und als Familie zusammenwachsen können. Dennoch nutzen viele Eltern die gewonnen Freizeit zusätzlich, um endlich all jene Dinge anzupacken, für welche im normalen Alltag keine Zeit bleibt. Dazu gehört eben auch der eventuelle Bau sowie der Umzug in ein Eigenheim.

Das eigene Haus selbst zu bauen, bringt viele Vorteile mit sich: Es kann den eigenen Vorstellungen entsprechend gestaltet werden und bietet die Möglichkeit, durch Eigenleistungen eine Menge Geld zu sparen. Zudem kann das Grundstück frei gewählt werden. Als junge Familie müssen bei der Auswahl des geeigneten Grundstücks verschiedene Aspekte berücksichtigt werden und das perfekte „fertige“ Haus zu finden, ist beinahe unmöglich. Hinterher ist vielleicht das Haus schön, aber das Grundstück zu klein beziehungsweise nicht kindergeeignet. Oder das Grundstück erscheint perfekt, dafür ist das Haus nicht groß genug, zu dunkel, zu verwinkelt, …

Es gibt also viele gute Gründe, sein Traumhaus auf eigene Faust zu bauen und die Elternzeit ist dafür der optimale Zeitpunkt.

Haus bauen oder renovieren: Organisation ist alles!

fotolia.com © Robert Kneschke #250593776

Unabhängig davon, ob du ein Haus kaufen oder bauen möchtest: Ein solches Projekt bedeutet garantiert eine Mehrfachbelastung für die ganze Familie. Denn selbst, wenn das Objekt beim Kauf bezugsfertig ist, werden in der Regel noch Arbeiten wie das Streichen von Wänden, der Einbau einer Küche, die Einrichtung des Kinderzimmers sowie die kindersichere Gestaltung der Räume fällig. In den meisten Immobilien muss noch das eine oder andere renoviert werden. Wird komplett neu gebaut, dauert das bei einem Massivhaus durchschnittlich 39 Wochen. Schneller geht es mit einem Fertighaus, das bereits innerhalb von zwölf Wochen hochgezogen werden kann.

Mit einem Baby oder Kleinkind im Haus ist jedoch stets ein Elternteil mit der Betreuung eingespannt. Gute Absprachen zwischen Mutter und Vater sowie die richtige Organisation sind deshalb essentiell, wenn ihr euch für den Umzug ins Eigenheim entscheidet. Egal, ob es sich schlussendlich um den Hausbau, das Fertighaus, die Bestandsimmobilie oder ein anderes Objekt handelt.

Schritt für Schritt stressfrei umziehen mit Kleinkind

So oder so steht irgendwann der Umzug an. Manchmal befindet sich die neue Bleibe nur wenige Straßen weiter. Für das Kind bedeutet das eine Veränderung seiner Gewohnheiten und Routinen. Je nachdem, wie weit es weg geht, eben in größerem oder kleineren Ausmaß. Bei Kleinkindern fällt aber wenigstens die Last eines Schul- oder Kindergartenwechsels weg. Das ist der zweite Grund, weshalb ein Umzug in möglichst jungen Jahren des Kindes, beispielsweise also im Rahmen der Elternzeit, sinnvoll ist. Wie aber wird der Umzug ins eigene Haus für das Kind sowie die Eltern möglichst stressfrei?

  • Je nach Alter des Kindes, ist es sinnvoll, ihm schon frühzeitig vor dem Umzug zu erklären, was passieren wird. Dafür eignen sich Kinderbücher optimal, in welchem es um Themen wie das Umziehen, den Hausbau & Co geht.
  • Sprich positiv von dem Umzug, damit das Kind Vorfreude entwickelt. Eventuell kannst du mit ihm vorab auch schön öfters zu dem Haus fahren, die Gegend in Ruhe erkunden, im Garten spielen und ihm somit die Fremde nehmen.
  • Finde etwas am Haus, im Garten oder in der unmittelbaren Nähe, wofür sich das Kind begeistert: Das kann ein Spielplatz sein, ein neuer Freund, der direkt um die Ecke wohnt, ein Hund, welchen ihr euch im neuen Zuhause anschaffen werdet oder neue Spielsachen, die im Garten warten. Die Möglichkeiten sind beinahe endlos, denn Vorfreude ist aber der schnellste Weg aus dem Trennungsschmerz.
  • Sollte es weiter weg gehen, ist dieser oft besonders groß. Dann kann eine Abschiedsparty ebenfalls dabei helfen, den Trennungsschmerz zu lindern. Diese kann ähnlich gestaltet sein wie ein Kindergeburtstag, beispielsweise mit einem Motto, leckerem Kuchen, einer Hüpfburg im Garten oder vielen tollen Geschenken für das neue Zuhause.
Umzug

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  • Anschließend wird das Kind in die Umzugsvorbereitungen mit einbezogen. Es soll sich schließlich als Teil der Familie fühlen und wird ohnehin die Aufregung der Eltern bemerken. Ablenkung ist daher die beste Strategie. Gib ihm beispielsweise einen Koffer, um seine Spielsachen einzupacken. Sollte dem Umzug ein Hausbau oder eine Renovierung vorausgehen, kannst du das Kind gerne auch hier schon altersangemessen einbeziehen. Ihr könnt vielleicht zusammen einen Sandkasten im Garten bauen oder die Wand im Kinderzimmer bunt anmalen.
  • Am großen Tag selbst, beauftragst du bestenfalls ein Umzugsunternehmen. Das ist die schnellste und stressfreiste Variante für einen Umzug. Dennoch wirst du gut beschäftigt sein und nur wenig Zeit für das Kind haben. Wenn möglich, übernehmen daher Vertrauenspersonen wie die Großeltern an diesem Tag die Kinderbetreuung. Ansonsten ist auch hier wieder Organisation das A und O, sprich die Mutter kümmert sich um das Kind und der Vater um die Umzugskoordination oder andersherum.
  • Die erste Nacht im neuen Heim ist oft chaotisch. Überall stehen noch Kartons und die Küche ist vielleicht noch nicht funktionstüchtig. Wenn möglich, sollte das vertraute Kinder- oder Elternbett schon stehen, in dem das Kind schlafen wird. Vermutlich wird es in der ersten Nacht nicht alleine sein wollen. Stell so viel Normalität her wie möglich und lies dieselbe Gute-Nacht-Geschichte wie immer oder mach dem Kind denselben Tee zum Einschlafen.
  • Ist all das noch nicht machbar, kannst du die Nacht bewusst als „Abenteuer“ gestalten. Länger aufbleiben und mit Mama sowie Papa auf der Luftmatratze schlafen? Dafür lassen sich zum Glück viele Kleinkinder begeistern.
  • Das Kinderzimmer sollte anschließend der erste Raum sein, welcher fertiggestellt wird. Denn je früher Normalität und Routine einkehren, desto schneller gewöhnt sich dein Kind an die neue Umgebung und den Alltag im eigenen Haus. Dennoch wird das Ankommen seine Zeit brauchen und in dieser ist es besonders wichtig, als Eltern für das Kind da zu sein.
  • Stellt also vor dem Umzug so vieles im Haus fertig wie möglich, sodass ihr anschließend erst einmal Zeit zum Ausruhen, Eingewöhnen, Spielen & Co habt, anstatt nur zwischen Möbelaufbau und anderen To-Dos hin und her zu rennen.
  • Bei einem Umzug in der Nähe kann das Kind gerne am Tag darauf wieder wie gewohnt in die Kita gehen oder sich im neuen Garten mit den besten Freunden zum Spielen treffen. Dadurch bleibt der Alltag trotz neuer Umgebung möglichst normal und es merkt schnell, dass der Umzug nichts Schlimmes bedeutet. Sollten die bisherigen Freunde zu weit weg wohnen, solltest du dem Kind dabei helfen, schnellstmöglich wieder sozialen Anschluss zu finden.

Aber vergiss nicht: Die wichtigsten Bezugspersonen in diesem Alter sind Mutter, Vater sowie eventuelle Geschwister. Füreinander da sein, lautet also die Devise. Dann wird der Umzug für alle Beteiligten möglichst stressfrei.

Bildquellen

Titelbild: fotolia.com, © Oksana Kuzmina #144695113

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