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Kinderwunsch

Unerfüllter Kinderwunsch: Was sind die Ursachen für Unfruchtbarkeit der Frau?

Der Schwangerschaftstest ist schon wieder negativ. „Kann es sein, dass ich unfruchtbar bin?“, viele Frauen haben Angst sich dieser Frage […]

Unfruchtbarkeit der Frau

Wenn der Schwangerschaftstest negativ bleibt, ist das häufig ein großer Schock.


Der Schwangerschaftstest ist schon wieder negativ. „Kann es sein, dass ich unfruchtbar bin?“, viele Frauen haben Angst sich dieser Frage zu stellen. Und doch schwirrt sie ihnen durch den Kopf, wenn sich der Kinderwunsch nach mehreren Monaten ungeschützten Sex immer noch nicht erfüllt hat. Tritt nach einem Jahr keine Schwangerschaft ein, kann tatsächlich die Unfruchtbarkeit der Frau ein Grund sein. In diesem Fall sollten sich beide Geschlechtspartner untersuchen lassen.

Bei beiden Geschlechtern können Übergewicht, Drogen, Nikotin, Alkohol und Stress zur Unfruchtbarkeit führen. Allerdings gibt es sowohl beim Mann als auch der Frau geschlechtsspezifische Ursachen, die die Unfruchtbarkeit veranlassen. Hier findest du die Ursachen für die Unfruchtbarkeit des Mannes. Aber welche Faktoren sind bei der Frau für eine Sterilität verantwortlich?

Schwierigkeiten können ab dem 30. Lebensjahr auftreten

Ein Grund für die Unfruchtbarkeit der Frau kann ihr fortgeschrittenes Alter sein. Anders als beim Mann sinkt die Wahrscheinlichkeit bei der Frau, schwanger zu werden, schon in jungen Jahren. Bereits ab dem 30. Lebensjahr liegt die Chance auf eine Schwangerschaft nur noch bei 66 Prozent, während sie vorher noch bei 70 Prozent lag. Mit 40 Jahren beträgt der Wert nur noch 44 Prozent.

Das liegt daran, dass die Anzahl und die Qualität der Eizellen mit dem Alter sinkt. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen, Fehlgeburten, Chromosomenschäden und eben Unfruchtbarkeit.

Meist ist eine hormonelle Störung verantwortlich

Wenn der weibliche Hormonhaushalt nicht reibungslos läuft, kann das zur Unfruchtbarkeit führen. Bis zu rund 30 bis 40 Prozent der Frauen in Deutschland haben solch eine hormonelle Störung. Ein Problem im Hormonhaushalt kann sein, dass die Frau zu wenige oder gar keine Eizellen produziert oder auch das der Eisprung gar nicht stattfindet, genannt Anovulation. Manchmal ist auch die Konsistenz des Zervixschleims im Gebärmutterhals verantwortlich. Diese erschwert der Eizelle das Eindringen. Oder die Gebärmutterschleimheit für die Einnistung baut sich gar nicht auf.

Unregelmäßige Periode kann Anzeichen für Unfruchtbarkeit der Frau sein

Wenn der normale Zyklus durch eine hormonelle Störung durchbrochen wird, kann dies zur Unregelmäßigkeit der Monatsblutung führen. Entweder kommt es zu sehr starken langen Blutungen oder die Periode tritt nur sehr schwach auf. Beides nennt man Hypomenorrhoe. Ein Anzeichen für die Unfruchtbarkeit der Frau können auch das vollkommene Ausbleiben der Monatsblutung (Amenorrhö) oder Zwischenblutungen (Metrorrhagie) sein. Zudem leiden unfruchtbare Frauen teilweise unter quälend starken Regelschmerzen. Insgesamt gilt jedoch: Ob es sich wirklich um eine Unfruchtbarkeit handelt, kann letztendlich nur ein Arzt beurteilen.

Auch Schilddrüsenhormone können Unfruchtbarkeit auslösen

Östrogen, Prolaktin, Gonadoptrin – Das sind alles Geschlechtshormone. Doch nicht nur sie können Ursache für eine Unfruchtbarkeit der Frau sein. Häufig sind auch die Schilddrüsenhormone verantwortlich. Möglich ist eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Schilddrüsenunterfunktion, beide werden auch Hyperthyreose genannt. Das Erstgenannte führt vor allem zu Fehlgeburten, während letzteres für Probleme beim Eisprung sorgt. Das liegt daran, dass die Hormone Prolaktion und das luteinisierende Hormon bei einer Schilddrüsenunterfunktion durcheinander kommen.

Übergewicht und Untergewicht beeinflussen die Fruchtbarkeit

Sowohl starkes Übergewicht als auch überdurchschnittliches Untergewicht haben Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Frauen, die unter Adipositas, also starkem Übergewicht, leiden, haben häufig einen höheren Hormon- und Östrogenspiegel. Eine übermäßige Behaarung ist Anzeichen für einen hohen Testosteronspiegel. Eine verstärkte Körperbehaarung bei Frauen nach dem männlichen Muster – heißt an Stellen wie Kinn oder Oberlippe – nennt man Hirsutismus.

Krankheiten veranlassen Sterilität

Zudem können Krankheiten die Fruchtbarkeit der Frau beeinflussen. So stören beispielsweise Tumore den Eisprung. Sie veranlassen nämlich eine vermehrte Ausschüttung von Prolaktin im Gehirn. Bei Diabetes kann ein gestörter Insulinstoffwechsel eine hormonelle Störung oder die Unfruchtbarkeit veranlassen.

Selbstverständlich können auch Operationen oder angeborene Fehlbildungen für eine Unfruchtbarkeit bei der Frau verantwortlich sein.

Organische Ursachen sind verantwortlich für hormonelle Störungen

Teilweise haben hormonelle Störungen eine organische Ursache. Verklebte, verwachsene oder verschlossene Eileiter machen Frauen mit Kinderwunsch einen Strich durch die Rechnung. Organische Ursachen werden bedingt durch Entzündungen, wie eine Eileiterentzündung, Infektionen, wie Chlamydien, Eierstockzysten oder Verwachsungen nach Operationen. Gefahr auf eine Eileiterentzündung besteht bei der Verwendung des Verhütungsmittels „Spirale“.

Eine Endometriose kann auch Auslöser für eine organische Ursache sein. Dabei handelt es sich um eine gutartige Erkrankung, bei der sich die Zellen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gerbärmutter ansiedeln. Hier findest du mehr Infos zur Endometriose.

Außerdem können gutartige Tumore der Gebärmutter, sogenannte Myome, oder hormonproduzierende Tumore verantwortlich sein.

Immunsystem veranlasst Unfruchtbarkeit

Manche Frauen produzieren Antikörper, die die eigenen Eizellen oder die Samenzellen des Partners blockieren. Grund dafür ist, dass das Immunsystem die Zellen als fremd ansieht. Wenn solche Antikörper entwickelt werden, ist eine Befruchtung nicht mehr möglich.

Genetische Defekte als möglicher Grund

In anderen Fällen sind die Gene für die Unfruchtbarkeit der Frau verantwortlich. Beispielsweise können Probleme bei der Zellteilung entstehen. Deshalb kann sich die befruchtete Eizelle nicht entwickeln und in der Gebärmutter einnisten. Verbreitet ist zudem das sogenannte Turner-Syndrom. Hier von spricht man, wenn Frauen nur ein Geschlechtschromosom besitzen. Dies führt zur Unfruchtbarkeit.

Psyche hat Einfluss auf die Fruchtbarkeit

Nicht nur Organe, Hormone und das Immunsystem haben einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit, auch die Psyche der Frau spielt eine ernstzunehmende Rolle. Stress, Anspannung oder psychischer Druck bringen den weiblichen Hormonhaushalt durcheinander. Auch Sexualstörungen und Beziehungsprobleme verhindern eine reibungslose Fortpflanzung.

Ein Besuch beim Frauenarzt verschafft Aufklärung

Wer sich jedoch Sicherheit über seine Fruchtbarkeit verschaffen möchte, sollte einen Frauenarzt besuchen. Innerhalb verschiedener Untersuchungen kann ein Frauenarzt die Unfruchtbarkeit bei der Frau diagnostizieren. Bewahrheitet sich die Vermutung ist das meist ein großer Schock. Hier erfährst du, wie man mit einer Unfruchtbarkeit umgeht.

Um die Fruchtbarkeit zu untersuchen, wird meist ein Ultraschall, eine gynäkologische Untersuchung sowie eine Eileiter-, eine Hormon- und eine genetische Untersuchung durchgeführt. Zudem kann ein gynäkologischer Abstrich genommen werden oder ein Zyklusmonitoring durchgeführt werden.

Trotz Unfruchtbarkeit gibt es Möglichkeiten eigene Kinder großzuziehen. Wenn die Diagnose verarbeitet wurde, kann man sich darüber informieren. Ein häufig gewählter Weg ist die Adoption. Hier findest du heraus, ob eine Adoption das richtige für dich und deinen Partner ist.

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