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Wachstumsschmerzen bei Kindern – Das können Eltern tun, um die Schmerzen zu mildern

„Wer groß sein will, muss leiden“ – Moment mal, das ging doch eigentlich anders..? Nichtsdestotrotz ist auch hier etwas Wahres […]

Wachstumsschmerzen bei Kindern

„Wer groß sein will, muss leiden“ – Moment mal, das ging doch eigentlich anders..? Nichtsdestotrotz ist auch hier etwas Wahres dran. Wachstumsschmerzen bei Kindern gehen nunmal mit dem Großwerden einher.

Vielleicht erinnerst Du dich auch noch, wie Du mit schmerzenden Beinen im Bett lagst und nicht einschlafen konntest? Meine Eltern haben mir dann damals immer meine Beine mit Franzbranntwein eingerieben.

In diesem Artikel erkläre ich, was es mit den Wachstumsschmerzen bei Kindern auf sich hat, worauf man bei Wachstumsschmerzen generell achten muss, und wie man sie als Eltern mildern kann.

Wo kommen die Wachstumsschmerzen her?

Wachstumsschmerzen bei Kindern sind noch größtenteils unerforscht. Es gibt auch noch keine richtigen diagnostischen Tests, mit denen man Wachstumsschmerzen zweifelsfrei belegen kann.  Es gibt allerdings Vermutungen: Eine ist, dass Weichteile langsamer wachsen als Knochen und die Knochenhaut beim Wachstumsschub unter Spannung gerät und deshalb schmerzt. Eine andere Theorie besagt, dass junge Knochen beim Wachstum ermüden und der Schmerz die Ermüdung zum Ausdruck bringt.

Wann fangen die Wachstumsschmerzen bei Kindern an?

Etwa 30% aller Kinder erleben zwischen dem zweiten und 12. Lebensjahr Wachstumsschmerzen. Und dass ich meist beim Schlafengehen die Beschwerden hatte, ist auch kein Wunder – denn Kinder wachsen besonders intensiv, wenn sie schlafen. In der Nacht werden 70-80% derWachstumshormone ausgeschüttet.

Was sind typische Symptome der Wachstumsschmerzen?

Plötzlich auftretende Schmerzen in den Gliedmaßen sind das typischste Anzeichen. Vor allem im Kniebereich und abwärts tut es weh: Waden, Schienbeine, Sprunggelenke und/ oder das Knie selbst schmerzt dann – abwechselnd oder gleichzeitig. Auch die Vorderseite der Oberschenkel kann betroffen sein.

Genau kann man die Schmerzen nicht lokalisieren. Die Schmerzdauer ist genauso wechselhaft, wie die Schmerzen selbst – manchmal tut es nur wenige Minuten weh, manchmal eine Stunde oder länger. Hauptsache am nächsten Morgen ist dein Kind wieder beschwerdefrei!

Aber Vorsicht, wenn Dein Kind über langanhaltende Schmerzen klagt!

Wenn Dein Kind lange über schmerzende Glieder klagt, die auch tagsüber anhalten, suche bitte ein Arzt auf. Dieser soll ernsthafte Erkrankungen, wie zum Beispiel ein Knochenbruch, Rheuma, eine Infektion oder gar ein Knochen-Tumor ausschließen.

Andere Erkrankungen ausschließen

Schwellung & Rötung

Es ist nicht normal, dass bei Wachstumsschmerzen die betroffenen Stellen gerettet oder geschwollen sind. Falls die Stelle auch noch zusätzlich warm ist, können das Symptome für eine Entzündung sein. Ab zum Arzt!

Vermeidung von bestimmten Bewegungen

Wenn Dein Kind auf einmal unbeweglich ist und sich Steiff bewegt oder sogar hinkt, kannst Du davon ausgehen, dass etwas nicht stimmt und es Schmerzen hat. Bitte genau beobachten!

Tagsüber Schmerzen

Wie schon erwähnt, werden vor allem nachts und abends die Wachstumshormone ausgeschüttet. Halten die Schmerzen bei Deinem Liebling auch noch den Tag über an, sind es mit ziemlicher Sicherheit keine Wachstumsschmerzen.

Wachstumsschmerzen bei Kindern

Was kann ich tun, um die Wachstumsschmerzen meines Kindes zu mildern?

Wenn Dein Kind nicht schlafen kann, kannst Du es mit Sicherheit auch nicht. Um bei allen Beteiligten wieder für ruhige Nächte zu sorgen. Gibt es ein paar Dinge, die die Wachstumsschmerzen mildern:

  • Trost & Zuspruch – sei einfach für Dein Kind da und tröste es. Versuche auch positive Aspekte hervorzuheben, wie z.B. ganz offensichtlich DAS WACHSEN. Unsere kleinen möchten doch immer so gerne groß werden und kommen dem Wunsch mit dem Wachstumsschmerzen ein kleines bisschen näher 😉
  • Beruhigende Kräutertees – können auch helfen. Und selbst wenn es nur der Placebo-Effekt ist – wenn’s hilft, dann hilft’s.
  • Wickel & Wärmflaschen – manche Eltern sagen, ihrem Kind haben kalte Wickel geholfen, andere tendieren zu warmen Wickeln oder Wärmflaschen. Aus medizinischer Sicht zwar ein Widerspruch, aber so lange es deinem Kind hilft, mach das, was sich für es anfühlt.
  • Franzbranntwein – hat mir, wie gesagt, früher ganz gut geholfen. Es kühlt leicht und durch das „brenne“ auf der Haut, habe ich zum Teil die Wachstumsschmerzen vergessen. Auch Johanniskrautöl oder Sportsalbe kann Abhilfe schaffen.
  • Homöopathie – ein klassisches Mittel ist ⁄alcium phosphoricum in der Dosierung D12, einmal fünf Kügelchen. Lass Dich hierzu besser nochmal von deinem Arzt oder Apotheker beraten.
  • Paracetamol – wenns ganz schlimm ist, kann ruhig mal ein Paracetamol-Zäpfchen gegeben werden. 
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Über Marie Kulmen

Marie Kulmen ist nicht nur Autorin für den Elternkompass, sondern auch Vollblutmama. Die 35-Jährige macht am liebsten mit ihren Kindern Leo und Josefine sowie dem Pudel Karl Ausflüge in den schönen Park von Sanssouci. Sie liebt es außerdem zu backen – vor allem Weihnachtsplätzchen.

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