Was Du schon immer über Osterbräuche wissen wolltest

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Ostern ist der höchste Feiertag in der evangelischen Kirche. Aber auch für Nichtchristen hat Ostern eine Bedeutung. Der Frühling ist da, die Natur erwacht und die Tage werden wieder länger. Um das zu feiern, sind im Laufe der Jahrhunderte viele Osterbräuche entstanden.

In diesem Artikel findest Du Wissenswertes über Ostern, seine Bedeutung und viele Ideen, um Dein Osterfest ganz persönlich zu gestalten.

Warum feiern wir eigentlich Ostern?

Jedes Jahr feiern wir Ostern. Aber warum? Denn Ostern ist mehr als nur Ostereier bemalen. Das Datum dieser Feierlichkeit wird nach dem Mondkalender berechnet. Da der Ostersonntag immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühjahr fällt, schwankt das Datum für Ostern zwischen dem 22.März und dem 25. April des jeweiligen Jahres.

Das Osterfest ist ein christlicher Feiertag, an dem der Kreuzigung und der Wiederauferstehung von Jesus Christus gedacht wird. Dabei geht Ostern ein Fastenzeitraum von 40 Tagen voraus, der mit dem Gründonnerstag endet.

An diesem Tag hielt Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern, bevor er verhaftet wurde. Der darauffolgende Freitag wird als Karfreitag bezeichnet, an dem Jesus am Kreuz getötet wurde. Der Ostersamstag wird auch als Karsamstag bezeichnet und steht für die sogenannte Grabesruhe. Der Ostersonntag wird von Christen als der Tag der Auferstehung von Jesus gefeiert.

Ostern und die Bedeutung der Fastenzeit

Die Fastenzeit (Passionszeit) umfasst 40 Tage, beginnt am Aschermittwoch und endet am Gründonnerstag (früher am Karsamstag). Dabei werden die Sonntage nicht mitgezählt, da diese nicht als Fastentage gelten.

In der Bibel werden mehrmals wichtige Zeiträume angegeben, die mit der Zahl 40 verbunden sind. Die Dauer der Fastenzeit vor dem Osterfest bezieht sich auf die 40-tägige Fasten- und Gebetszeit, die Jesus nach seiner Taufe im Jordan durchlebte.

Während im Mittelalter in dieser Zeit so gut wie gar nichts gegessen werden durfte, gelten heute nur der Aschermittwoch und der Karfreitag als Fastentage. In dieser Zeit darf sich einmal am Tag sattgegessen werden, wobei Fleisch nicht auf dem Speiseplan stehen sollte.

Die Passionszeit wurde im Laufe der Jahrhunderte immer länger. Im 2. Jahrhundert wurde zwei Tage gefastet. Ein Jahrhundert später dauerte die Fastenzeit die gesamte Woche vor Ostern und wurde als Karwoche bezeichnet. Im 4. Jahrhundert wird erstmals die Quadragese erwähnt – eine Fastenzeit von 40 Tagen.

Gründonnerstag: Das Ende der Fastenzeit

Das Wort „Grün“ stammt in diesem Zusammenhang von „gronan“ ab und heißt soviel wie weinen (greinen). Man geht davon aus, dass hierbei die Tränen der Büßer gemeint sind, die nach der Fasten- und Bußzeit wieder in die kirchliche Gemeinschaft aufgenommen wurden. An diesem Tag endet die Passionszeit.

Am Gründonnerstag wird nach der katholischen Messe der Altar leergeräumt. Alles verbleibt ohne Schmuck und Orgel sowie Kirchenglocken müssen schweigen. Deshalb werden die Gläubigen an diesem Tag nicht mit Glockengeläut, sondern mit Holzklappern oder Ratschen zum Gottesdienst gerufen.

Karfreitag – die Kreuzigung von Jesus Christus

In der katholischen Kirche findet am Karfreitag, dem Todestag von Jesus, nur ein einfacher Gottesdienst statt. In der evangelischen Kirche ist es dagegen der höchste Feiertag im gesamten Jahr. Karfreitag leitet sich vom altdeutschen Wort „kara“ ab, was soviel wie Wehklage bedeutet.

Karsamstag: Grabesruhe und Vorbereitung auf die Wiederauferstehung

Der Ostersamstag, auch Karsamstag genannt, ist für die Christen der Tag der sogenannten Grabesruhe. Symbolisch betrachtet war an diesem Tag alles zu Ende gegangen und die Hoffnung auf einen Retter verloren.

Die darauffolgende Wiederauferstehung Jesu soll verdeutlichen, dass es immer Hoffnung und eine Wendung zum Besseren gibt, egal wie hoffnungslos und verloren eine Situation gerade aussieht. Unter aller Sichtbarkeit wendet sich das Schicksal bereits zum Guten.

Am Ostermorgen beginnen die Feiern zur Auferstehung. Die Glocken läuten wieder, das Osterwasser wird geweiht und überall werden die Osterfeuer entzündet.

Osterbräuche außerhalb der christlichen Tradition

Nachdem wir uns angesehen haben, worin der traditionelle Ursprung von Ostern und seine Bedeutung liegen, werfen wir einen Blick auf unterschiedliche Osterbräuche, die sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Jeder nichtgläubige Mensch bringt Ostern mit dem Osterhasen und dem Osterei in Verbindung.

In vorchristlicher Zeit stand das Ei für neues Leben. Eine feste Schale verbirgt das Küken, bis es sich seinen Weg in die Welt bahnt. Der heutige Brauch, bei dem Ostereier bemalt, versteckt und gesucht werden, ist auch auf das frühe Christentum zurückzuführen.

In der letzten Woche vor Ostern durften Christen keine Eier essen. Stattdessen wurden sie gesammelt und verziert, um sie am Ostersonntag zu weihen und als Symbol des neuen Lebens zu essen. Aus diesem Ritual hat sich die heutige Ostereiersuche entwickelt.

Ostern und die Bedeutung des Osterhasen

Wenn das Ei symbolisch für die Erneuerung des Lebens steht – wie passt dann der Osterhase ins Bild? Während das Ei für den Neubeginn steht, ist der Hase ein Symbol für die Fruchtbarkeit und des einsetzenden Frühlings.

Hasen können innerhalb eines Jahres bis zu zwanzig Jungtiere auf die Welt bringen und wurden erstmals 1682 im Zusammenhang mit dem Osterfest erwähnt. Wie Ostern und der Hase in Zusammenhang gebracht wurden, ist nicht geklärt.

Einer Vermutung aus dem Mittelalter zufolge war es üblich, im Frühling (also um die Osterzeit herum) seine Schulden zu bezahlen. Wer diese nicht mit Geld begleichen konnte, zahlte mit Eiern oder Hasen.

Ob diese Erklärungen nun wahr sind oder nicht, Ostern ist die Zeit für die unterschiedlichsten Osterbräuche. Dazu zählen:

  • Osterfeuer
  • Osterräder
  • Eierlauf
  • Osterreiten
  • Osterwasser schöpfen
  • Im Osterwasser baden
  • Osterwasser als Fruchtbarkeitssymbol
  • Sorbische Osterbräuche

Die schönsten Osterbräuche

Osterfeuer

Das Osterfeuer ist ein heidnisches Ritual aus dem Mittelalter, mit dem der Frühling begrüßt und die Wintergeister verscheucht werden sollten. In den damaligen Zeiten kamen dem Frühling, seinen wärmeren Temperaturen und dem Aufblühen der Natur größere existentielle Bedeutung zu als in der heutigen Zeit.

Die Menschen waren dankbar, dass die Tage wieder länger wurden und die Sonne kräftiger schien. Nach der langen Zeit der Kälte atmeten Mensch und Tier auf und freuten sich auf eine Zeit des Überflusses in der Natur.

Osterräder

Unterschiedliche Osterbräuche entwickelten sich nicht nur in verschiedenen Ländern. Innerhalb Deutschlands gibt es Osterbräuche, die sich nur in speziellen Regionen etabliert haben. Osterräder sind beispielsweise eine Variante des Osterfeuers und werden in Hessen, norddeutschen Gemeinden und in einigen österreichischen Alpenregionen zu Ostern hergestellt und einen Berg hinuntergerollt.

Dazu werden große Holzräder verwendet, die mit Stroh ausgefüllt werden. Nachdem dieses angezündet wurde, lässt man die Räder losrollen. Im Weserbergland ist der Lauf der Osterräder mit anschließendem Feuerwerk einer der Osterbräuche, der jedes Jahr ein großes Publikum anzieht und Ostern dadurch eine besondere Bedeutung gibt.

Eierlauf in unterschiedlicher Weise

Eierlaufen kennt jeder aus dem Kindergarten oder von Kindergeburtstagen. Auf einem Löffel muss ein Ei über eine Strecke hinweg balanchiert werden. Wer mit seinem Ei zuerst im Ziel ankommt, hat gewonnen.

Einige Osterbräuche kennen den Eierlauf in unterschiedlichen Variationen. Beispielsweise als Paarwettkampf, bei dem ein Teilnehmer versuchen muss, so viele ausgelegte Eier wie möglich einzusammeln, während der Partner zu einem festgelegten Punkt laufen und wieder zurückkehren muss. Es gewinnt das Paar mit den meisten Eiern.

In einigen Regionen Deutschlands ist der Eierlauf unter dem Namen Eiertrudeln bekannt. Hierbei geht es nicht um Geschwindigkeit, denn die Eier werden auf einem Hügel ins Rollen gebracht und trudeln den Hang hinunter, um von Kindern aufgefangen zu werden.

Ziel des Eiertrudeln ist es, das Osterei möglichst unbeschadet bis zum Zielort trudeln zu lassen. In den meisten Fällen sind die Eier hinterher leider nicht mehr genießbar.

Seltene Osterbräuche wie das Osterreiten

Wer das Osterfest im Spreewald feiert, kennt den Brauch des wendischen Osterreitens. Mit ihm wird die Botschaft der Auferstehung von Jesus Christus verkündet, indem durch die Spreewalddörfer geritten wird. Dabei bildet Zerkwitz den Ausgangspunkt des Umzuges.

Die Reiter führen vier Osterfahnen sowie ein grünes Kreuz mit sich, das symbolisch Erlösung und Frieden verkündet. Das Osterreiten wird von vielen Passanten an den Straßen verfolgt, die von den Reitern sogenannte Hoffnungssträußchen aus Buchsbaum erhalten.

Die Prozession reitet in stiller Form durch die Dörfer. In Klein Radden wird für die Lesung des Evangeliums Halt gemacht, es wird für alle Menschen gebetet und Kirchenlieder erklingen. Der nächste Halt erfolgt in Ragow.

Dort ertönt ein Bläserchor und anschließend wird für das leibliche Wohl gesorgt. Die letzte Pause des 20 km langen Osterrittes erfolgt in Krimnitz. Wer an diesem Osterreiten selbst teilnehmen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen. Mitreitende müssen nur über ein Pferd verfügen und mindestens 14 Jahre alt sein.

Ostern und die Bedeutung des Osterwassers

Als Osterwasser wird Wasser aus einer Quelle oder einem Bach bezeichnet, das am Ostermorgen geschöpft wird. Um dieses Wasser ranken sich verschiedene Osterbräuche. Wer am Ostermorgen in einem fließenden Bach badet, der erhält Jugend und Schönheit und wird von Krankheiten und Kummer verschont.

Das Osterwasser gilt auch als fruchtbarkeitsfördernd. Dazu müssen junge Mädchen das Wasser entgegen der Fließrichtung am Ostermorgen schöpfen und stillschweigend nach Hause bringen, damit die heilende Kraft des Wassers wirken kann. Wird unterwegs auch nur ein Tropfen verschüttet, war der Weg umsonst.

Das Osterwasser spielt auch eine entscheidende Rolle bei Taufen. Wer die Taufen in den Königshäusern verfolgt, weiß, dass die meisten Kinder unabhängig von ihrem Geburtsdatum um das Osterfest herum getauft werden.

Manche königlichen Nachkommen sind zu diesem Zeitpunkt erst wenige Wochen alt, andere schon mehrere Monate. Hier wird Ostern eine besondere Bedeutung zugemessen und das Taufwasser spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. ()

Sorbische Osterbräuche

Die Sorben sind im ostdeutschen Spreewald ansässig und bekannt für ihre wundervoll bemalten Ostereier. Die Eier werden nicht mit Farben bemalt, sondern mit Wachs verziert und gefärbt. In Wachs- und Kratztechnik entstehen Unikate, die einzigartig sind.

Wer sich in diesen Techniken selbst üben möchte, braucht nur ein wenig Geduld und Übung. Für die ersten Versuche ist die sogenannte Bossiertechnik empfehlenswert. Dabei werden die Eier nicht gefärbt, sondern nur mit Wachs verziert.

Die Batiktechnik, die auch als Wachsreservetechnik bezeichnet wird, eignet sich ebenfalls für Anfänger. Neben der Wachsmalerei wird hier nur mit einer Farbe gefärbt. Die Muster auf den sorbischen Ostereiern setzen sich aus vielen Symbolen zusammen, die alle eine eigene Bedeutung haben. Dazu gehören eine Bienenzelle, die aus sechs Waben besteht.

Die Sonne und Strahlenbündel werden als Striche dargestellt, die mit einem Stecknadelkopf gezogen werden. Aneinandergereihte Dreiecke bilden Wolfszähne, die für den Schutz vor dem Bösen stehen. Kiefernzweige werden mit zweigartig angeordneten Strichen dargestellt und bedeuten gute Gesundheit.

Osterbräuche in anderen Ländern

Bei den Finnen werden Bekannte und Familienangehörige mit einer Birkenrute leicht geschlagen. Das soll an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnern, der mit Palmzweigen empfangen wurde.

Es gibt aber auch Osterbräuche, die ausgelassen und fröhlich gefeiert werden. In Mexiko begehen die Menschen Ostern beispielsweise mit einem Volksfest, das zwei Wochen dauert und bei dem alle Straßen bunt geschmückt werden.

In Bulgarien wird Ostern ebenfalls mit Ostereier gefeiert. Am Ostersonntag wird sich nach dem Kirchgang mit Eiern „duelliert“. Damit ist gemeint, dass zwei Eier mit ihren Spitzen aneinandergeschlagen werden. Das Ei, das überlebt und zum Schluss noch eine heile Schale vorweisen kann, gewinnt und verschafft seinem Besitzer ein besonders glückliches Jahr.

Warum hat Ostern eine Bedeutung für uns?

Auf die Frage: „Warum feiern wir Ostern?“, gibt es also zwei Antworten. Weil es in seinen Wurzeln ein christlicher Feiertag ist und weil sich im Laufe der Zeit Osterbräuche entwickelt haben, die sich am Zeitpunkt von Ostern orientieren und das Aufwachen der Natur willkommen heißen.

Damit hat sich Ostern seine Bedeutung auch bei Nichtchristen bis in die heutige Zeit erhalten können. Christliche Osterfeiern und nichtchristliche Osterbräuche haben trotzdem etwas Gemeinsames – beiden Ansichten geht es um das Leben.

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