Wie Beziehungsprobleme entstehen und wie Du sie vermeiden kannst

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Um Beziehungsprobleme kommt niemand herum. Es ist nur die Frage, wie man damit umgeht. Steht sofort das Thema Trennung an, wenn beide Partner merken, dass sie sehr verschieden sind? Was steckt hinter dem Bedürfnis nach einem anderen Menschen und was braucht eine Beziehung, in der alle Beteiligten glücklich sind?

Warum Beziehungen nicht immer funktionieren und was wir tun müssen, um das zu ändern, schauen wir uns jetzt an.

Die berühmte rosarote Brille

Wenn sich zwei Menschen ineinander verlieben, beschert ihnen das die größten Glücksgefühle. Alles scheint plötzlich so einfach und leicht, dass man sich fragt, weshalb es in anderen Partnerschaften Desinteresse und Beziehungsprobleme gibt.

In dieser Kennlernphase schaltet das Gehirn die Wahrnehmung aller Schwachpunkte des Partners aus. Es geht um absolute Anziehung und vollkommene Harmonie. Störende Eigenschaften werden als solche nicht wahrgenommen oder lächelnd weggesteckt.

Der andere Mensch wird zum begehrten Objekt und alle Gedanken drehen sich nur um ihn. Dabei wird er mit allen positiven Eigenschaften ausgestattet, die es nur gibt. Was bis hierhin völlig in Ordnung ist.

Diese intensive Zeit hat einen Anfang, einen Höhepunkt und ein Ende, mit dem die meisten Menschen nicht rechnen. Verliebt sein hat nichts mit Beziehungen zu tun. Es ist eine Zeitspanne, in der wir völlig in der Wahrnehmung eines anderen Menschen aufgehen.

Aber dieser Zustand kann nicht dauerhaft sein. Nach wenigen Wochen richtet sich der Fokus beider Partner auch wieder auf andere Dinge. Der gemeinsame Urlaub ist vorbei und die tägliche Arbeit erfordert Aufmerksamkeit.

Eltern, Kinder und der Freundeskreis verlangen wieder ihren Teil an Beachtung. Plötzlich drängen sich viele Dinge in die bisher so intensive Wahrnehmung des anderen Menschen, dass Beziehungsprobleme vorprogrammiert sind.

An dieser Stelle entscheidet es sich, ob Beziehungen halten. Das Grundproblem ist sehr leicht zu verstehen. Es zu lösen, scheint für die meisten Paare eine unlösbare Aufgabe, denn dazu ist der Wandel einer Grundeinstellung notwendig, statt die Frage zu stellen, wann sollte man sich trennen.

Was erwarten wir von Beziehungen?

Von der Antwort auf diese Frage hängt es ab, ob sich unsere Verliebtheit in eine harmonische Partnerschaft weiterentwickelt oder ob wir uns auf eine Trennung einstellen müssen. Deshalb müssen wir ehrlich mit der Beantwortung der Frage sein. In einer Beziehung wollen wir:

  • Uns geliebt fühlen
  • Gesehen werden
  • Für den anderen wichtig sein
  • Halt beim anderen finden
  • Respektvoll behandelt werden
  • Aufmerksamkeit vom Partner
  • Verständnis vom Partner

Man könnte die Liste noch fortsetzen. Doch auf den Punkt gebracht geht es uns darum, einen Menschen zu finden, der immer genau das (für uns) tut, was wir uns in dem entsprechenden Moment wünschen. Leider ist das der Ursprung unserer Beziehungsprobleme.

Weil das Gegenüber genau die gleichen Wünsche hat. Oder anders gesagt: Er möchte etwas von ihr, während sie etwas von ihm möchte. Damit sind beide Seiten bedürftig und durch den zwischenmenschlichen Umgang entwickeln sich sofort Beziehungsprobleme, sobald einer nicht bekommt, was er sich vom anderen wünscht.

Wie soll es dann gehen? Ist es nicht normal, dass wir uns vom anderen Menschen ein bestimmtes Verhalten wünschen? Die meisten Menschen leben so in ihren Beziehungen, aber ihr Verhalten ist keineswegs normal, sondern anerzogene Gewohnheit.

Wir haben unsere Eltern und die Personen im Umgang miteinander beobachtet, die uns nahestanden und mit denen wir in jungen Jahren viel Zeit verbracht haben. Die Verhaltensmuster haben wir übernommen und müssen diese so lange leben, bis wir unser Verhalten in Frage stellen. Denn es bringt keine liebevolle Partnerschaft hervor, sondern Streit, Desinteresse und letztlich die Trennung.

Plötzlich hast Du Beziehungsprobleme statt Schmetterlinge im Bauch

Unsere Wünsche lassen die Beziehung sterben. Das klingt hart, ist aber Realität. In der Phase der Verliebtheit sind wir voller Glückshormone, die dafür sorgen, dass wir uns dem anderen Menschen gegenüber fürsorglich, liebevoll und aufmerksam benehmen.

Wir haben jemanden gefunden, dessen Aussehen, gesellschaftliche Stellung oder Auftreten uns fasziniert. In diesem Zustand kritisieren wir nicht und haben keine Erwartungen an unser Gegenüber. Es scheint, als ob man sich gegenseitig anhimmelt, ohne einen klaren Gedanken fassen zu können.

Und natürlich gefällt es jedem Menschen, für perfekt und den Hauptgewinn gehalten zu werden. Was wiederum dafür sorgt, dass man sich automatisch von seiner Schokoladenseite zeigt.

Nachdem wir uns gegenseitig in diesen Liebesrausch versetzt haben und denken, dass das für immer ist, kommt das ernüchternde Erwachen. Der andere Mensch hat plötzlich schlechte Laune. Wie geht denn das? Er hat Termine und durch die räumliche Trennung keine Zeit für Dich.

Er ist auch längst nicht mehr so aufmerksam. Er beschwert sich sogar, dass Du Dich auch mal um ihn kümmern könntest. Wenn Du müde von der Arbeit kommst, steht Dein Partner plötzlich nicht mehr mit der Konfektschachtel an der Tür.

Du denkst, dass sich wohl ein wenig Desinteresse an Deiner Person eingeschlichen hat und beginnst, Deinen Partner kritisch zu begutachten. Nun fallen Dir Sachen auf, die Du anscheinend übersehen hast. Dein Gegenüber ist auch an Personen außer Dir interessiert.

Familie und Freunde rücken plötzlich wieder in den Fokus und werden mit Besuchen bedacht. Was Du als Desinteresse an Deiner Person auslegen könntest. Bisher hast Du nie ein ärgerliches Wort zu hören bekommen, doch jetzt tauchen diese auf. Dein Partner macht sich Luft, weil ihn etwas stört. Wie kann das nur sein? Es war doch alles so schön? Weshalb plötzlich diese Beziehungsprobleme?

In der Realität aufgewacht – der Neustart

Ist die erste Enttäuschung da, beginnst Du aufzuwachen. Die Täuschung, die Du Dir in Bezug auf den anderen ausgedacht hast, ist geplatzt. Jetzt wäre zu untersuchen, an wen man geraten ist. Um zu schauen, ob von dem vollkommenen Miteinander noch Reste übriggeblieben sind.

Gleich vorweg – auch diese Strategie funktioniert nicht. Das ängstliche Suchen, nach den bisher so anziehenden Eigenschaften des anderen, bringt nur Sorgen hervor, was den Partner abschreckt. Beim Kennenlernen entstand ein Raum, der frei von Erwartungen war.

Etwas hat Dich und Dein Gegenüber positiv überrascht, ohne das ihr danach gesucht habt. Man erkennt etwas Positives im anderen Menschen, was der eigenen Charakterstruktur ähnelt und deshalb anziehend wirkt.

Oder das Gegenüber lebte etwas, was Du Dir selbst nicht zutraust und daher nicht ausdrücken kannst. Der andere Mensch ist dann wie ein Ersatz, über den Du diese bestimmten Erfahrungen aus zweiter Hand machst.

Die Freude über diese Situation setzt derartig viele Glückshormone frei, dass sich Menschen wie im Himmel fühlen. Aber jeder Rausch verfliegt mit der Zeit und lässt plötzlich erkennen, was vorher verborgen war.

Von Desinteresse und Ichbezogenheit zur Beziehung zwischen Erwachsenen

Das Zusammenleben zweier Menschen hat nichts mit einer Beziehung zu tun, solange beide Seiten an den jeweils anderen Menschen Erwartungen richten oder sich über diesen definieren wollen. Es bleibt die Frage zu klären, was eine Beziehung eigentlich ist.

Zuerst: In einer Beziehung geht es darum, sein eigenes Potential (alle positiven Eigenschaften) täglich zu erweitern. Das heißt, jeden Tag ein wenig freundlicher, großzügiger, höflicher, ehrlicher, geduldiger, hilfsbereiter und liebevoller zu sein.

Zweitens: Es geht nicht um die Frage, was man vom anderen bekommt. Es geht um die Erkenntnis, dass Du durch die Anwesenheit eines anderen Menschen reifen DARFST.

Drittens: Der andere Mensch ist in Deinem Leben, weil er Dich einerseits mit seinen Verhaltensweisen auf Deine Schwachpunkte aufmerksam machen wird. Außerdem ist es Deine Aufgabe, in Deinem Partner jeden Tag das Beste zu sehen, damit auch er sich dorthin entwickeln kann.

„Und was ist mit mir?!“ Du wirst Dir diese Frage stellen, weil Du nach diesen Worten das Gefühl hast, in einer Beziehung nichts zu bekommen. Aber dem ist nicht so. Für Dein Gegenüber gelten die gleichen Regeln und wenn Du jeden Tag etwas liebevoller statt beurteilend und kritisierend bist und Dein Gegenüber genau das Gleiche tut – was geschieht dann? Du gibst Liebe und Du empfängst Liebe. Ohne dass Du sie einfordern musst.

Es gibt einen Haken an der Geschichte. Du musst Dich dafür entscheiden, so zu leben. Dazu gehört dieser Schritt, mit der Aufmerksamkeit bei sich und seinem Verhalten zu bleiben und sich in Frage zu stellen, anstatt den Partner.

Das heißt nicht, dass Dein Gegenüber machen kann, was er will. Auch er oder sie muss diesen Schritt gehen und die eigenen Worte und Handlungen hinterfragen:

  • Habe ich mein Gegenüber gerade verbal verletzt?
  • Habe ich schlechte Laune am anderen ausgelassen?
  • Hätte ich nicht freundlicher reagieren können?
  • Habe ich gerade keine Lust auf eine Kommunikation?
  • Sollte ich meinen Partner jetzt nicht in den Arm nehmen?
  • Habe ich meinem Partner heute meine Wertschätzung gezeigt?
  • Sollte ich ihm oder ihr jetzt nicht eine kleine Freude machen?
  • Ist meine Müdigkeit ein Schutzmechanismus, um mein Desinteresse zu verstecken?
  • Will ich meine Beziehungsprobleme überhaupt ansehen?

Statt den Partner anzuklagen, was dieser unterlässt oder besser tun sollte, richtet sich der Fokus zuerst auf das eigene Handeln. Nicht darauf, was der andere falsch macht.

Sind Beziehungen anstrengend?

Genau das sind sie, solange sich beide Partner nicht dafür entschieden haben, das Beste von sich zu zeigen und ihr Verhalten immer zu hinterfragen. Bis dahin sind Beziehungen Machtkämpfe, bei denen beide Partner verlieren.

Eine Trennung auf Zeit kann ein wenig Abstand schaffen und den Blickwinkel verändern. Bleibt die innere Einstellung jedoch gleich, läuft auch die Trennung auf Zeit auf weitere Beziehungsprobleme und eine endgültige Trennung hinaus.

Wir werden dazu erzogen, dass sich alles Lebensnotwendige im Außen befindet und irgendwie erreicht werden kann. Bei Partnerschaften funktioniert das nicht. Beziehungsprobleme entstehen, wenn Erwartungen ins Spiel kommen. Denn dann nehmen wir den anderen Menschen nicht mehr, wie er ist, sondern wollen ihm ein bestimmtes Verhalten aufzwingen.

Desinteresse und emotionale Kälte sind die Folge, die die Beziehung bis zur endgültigen Trennung zerstören. Statt ununterbrochen ein Wunschverhalten vom Partner zu erwarten, müssen wir dieses bei uns selbst anlegen.

An dieser Stelle kommt das menschliche Ego ins Spiel, das es gerne bequem hat und immer auf den eigenen Vorteil bedacht ist. Deshalb ist diese charakterliche Veränderung auch ein emotionaler Kraftakt, weil das Desinteresse des Egos jede gewünschte Veränderung sabotiert.

Wenn beide Partner über diesen Zusammenhang Bescheid wissen, kann eine Partnerschaft wunderbar funktionieren. Weil es dann um die eigene Veränderung geht, die vom Partner unterstützt wird.

Plötzlich gibt es ein gemeinsames Thema in der Beziehung und beide Seiten ziehen am gleichen Strang. Jeder will sich mit Unterstützung des Partners zu einem freieren Menschen entwickeln. Besser bedeutet freier.

Wann sollte man sich trennen?

So schnell wie möglich, da sich die beginnenden Beziehungsprobleme zu ernsthaften und sogar gewalttätigen Konflikten auswachsen können. Es gibt viele Beziehungen, in den Menschen in einer Mogelpackung leben, aber den Schein wahren. Dann ordnet sich ein Partner unter, während der andere dominiert.

Das ist ein Machtgefüge, keine Partnerschaft. Wenn keine Chance auf eine Veränderung besteht, sollte eine Trennung herbeigeführt werden. Beiden Menschen zuliebe. Aushalten und sich am Ende des Lebens fragen, ob das alles gewesen sei, ist kein zufriedenstellender Weg.

Zeigt ein Partner nur Desinteresse an der Verbesserung der Beziehung, hat diese keine Chance.

Beziehungsprobleme nicht auf die Kinder übertragen

Am schwierigsten ist es, wenn Kinder in die Beziehungsprobleme hineingezogen werden. Sollte eine Trennung nicht zu vermeiden sein, darf das Kind nie das Gefühl bekommen, dass Desinteresse an ihm besteht, selbst wenn sich ein Elternteil der Verantwortung entzieht.

Beziehungsprobleme entstehen zwischen Erwachsenen und ihren Erwartungen. Es ist ein schmerzlicher Verlust für ein Kind und es muss diesen im Erwachsenenalter verarbeiten. Eltern sollten das Kind aber immer wissen lassen, dass sie sich nicht seinetwegen getrennt haben.

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