Wie das Baby im Bauch liegt und was Du über die Lage wissen musst

Sobald sich die Schwangerschaft dem Ende zuneigt, steigt die Aufregung und die Gedanken drehen sich rund um die Uhr um das Ungeborene und die anstehende Geburt. In den ersten Monaten während der Schwangerschaft bewegt sich das Baby nahezu schwerelos in der Fruchtblase. Erst im letzten Drittel der Schwangerschaft wird der Platz allmählich eng und das Baby hat nicht mehr so viel Bewegungsspielraum. Wie das Baby im Bauch liegt ist vor allem von der jeweiligen Schwangerschaftswoche abhängig.

Wie das Baby im Bauch liegt und was die Lage aussagt, haben wir in diesem Beitrag für Dich zusammengefasst.

Die Kindslage – was das ist

Wie Dein Baby im Bauch liegt, wird durch die Kindslage beschrieben. Während der gesamten Schwangerschaft kann sich diese Lage ständig ändern. Mal liegt der Fötus seitlich und mal kopfüber. Dein Baby schlägt vor allem in den ersten Monaten Purzelbäume, da es ausreichend Platz in der Fruchtblase hat. Im Normalfall nimmt das Baby einige Wochen vor der Geburt die endgültige Lage ein.

Diese Kindslagen gibt es

Man unterscheidet zwischen vier verschiedenen Kindslagen. In den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft wird die Lage des Babys in den Mutterpass eingetragen. Von Bedeutung ist jedoch die Lage im letzten Drittel der Schwangerschaft. Je nachdem, wie das Baby kurz vor der Geburt im Bauch liegt, schafft es selbst ideale Voraussetzungen für eine Geburt ohne Komplikationen.

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Kopflage

Bei der Kopflage, auch Schädellage, liegt das Baby kopfüber und parallel zum Körper der Mutter im Bauch. Während der Kopf in Deinem Becken liegt, steht der Po senkrecht in die Höhe. Idealerweise schaut es mit dem Kopf in die Richtung Deiner Wirbelsäule. Diese Blickrichtung nennt man auch vordere Hinterhauptslage. Selten kommt es vor, dass das Baby nach vorne schaut und seine Blickrichtung nicht rechtzeitig in Richtung Wirbelsäule ändert. Dabei handelt es sich um die vordere Hinterhauptslage. Die Babys, die mit dem Kopf nach vorne geboren werden, nennt man auch „Sternengucker“.

Die Kopflage ist die ideale Lage für die Geburt. Mit dem Kopf schiebt es sich nach und nach durch den Geburtskanal. Dadurch werden optimale Voraussetzungen für die Geburt geschaffen.

Beckenlage

Wie bei der Kopflage liegt das Baby auch bei der Beckenlage senkrecht zum Körper der Mutter. Der Unterschied ist, dass das Baby nicht mit dem Kopf nach unten liegt, sondern mit den Füßen. Das Baby macht es sich so richtig bequem, indem es quasi mit dem Po im Becken sitzt.

In den meisten Fällen wird bei dieser Lage ein Kaiserschnitt empfohlen, da Komplikationen bei einer normalen Geburt nicht ausgeschlossen werden können. Wie das Baby kurz vor der Geburt im Bauch liegt, entscheidet demnach über eine vaginale Geburt oder einen Kaiserschnitt. Dennoch ist eine normale Geburt möglich, wenn das Baby in Beckenlage liegt. Welche Art der Geburt es letztendlich wird, entscheiden der Arzt oder die Hebamme.

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Schräglage

Eine vaginale Geburt ist bei der Schräglage fast unmöglich. Das Ungeborene liegt weder vertikal noch horizontal im Bauch der Mutter. Oftmals dreht sich das Baby kurz vor der Geburt in die richtige Lage. Ist das nicht der Fall, kann der Arzt das Baby nur per Kaiserschnitt zur Welt bringen.

Querlage

Wie der Name dieser Lage schon verrät, liegt das Baby bei dieser Lage quer im Bauch der Mutter. Liegt das Baby in der Querlage und kommt es zu einem frühzeitigen Blasensprung, kann das sowohl für die Mutter als auch für das Baby gefährlich werden. In dieser Lage ist eine vaginale Geburt unmöglich.

Die Querlage zum Zeitpunkt der Geburt ist extrem selten und in den meisten Fällen dreht sich Dein Ungeborenes kurz vor der Geburt in die Kopflage.

Kann man bestimmen, wie das Baby im Bauch liegt?

Deine Hebamme oder Dein Arzt können mithilfe eines bestimmten Griffs ziemlich genau ertasten, wie das Baby im Bauch liegt. Mit dem sogenannten Leopold-Handgriff kann man erkennen, in welcher Lage das Baby im Bauch liegt. Nicht nur die Lage kann so lokalisiert werden, sondern auch wie tief das Ungeborene bereits im Becken liegt.

Falls dieser Griff mal nicht möglich ist, kann eine Ultraschalluntersuchung genau visualisieren, wie das Baby im Bauch liegt.

Kann man die Kindslage selbst bestimmen?

Den Leopold-Handgriff kannst Du auch selbst testen und so mit etwas Geschick die Lage Deines Ungeborenen ertasten. Am besten funktioniert es, wenn Du Dir den Griff von Deiner Hebamme oder Deinem Arzt zeigen lässt. Solange Du nicht zu viel Druck auf den Bauch ausübst, kannst Du Dein Baby nicht verletzen. Auch wir haben eine kurze Einleitung für Dich, die Dich bei den richtigen Handgriffen unterstützt.

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So funktioniert der Leopold-Handgriff:

  • Mit den Fingerspitzen und Deiner flachen Hand tastest Du den höchsten Punkt Deiner Gebärmutter ab. Dort solltest Du nun Dein Baby und das entsprechende Körperteil fühlen können.
  • Handelt es sich bei dem Körperteil um den Kopf des Babys, ist die Beule hart.
  • Wenn Du den Po ertastest, ist der Körperteil uneben und weich.
  • Nicht nur die Richtung, in der Dein Baby liegt, sondern auch die Lage kannst Du so selbst ertasten.

Eine andere Möglichkeit, mit der Du die Lage Deines Babys herausfindest, ist in Dich reinzuhören. Dein Baby wird gegen Ende der Schwangerschaft immer aktiver und so kannst Du seine Bewegungen und leichte Tritte immer häufiger wahrnehmen. Vor allem die Tritte zeigen Dir, wie Dein Baby gerade im Bauch liegt.

Lässt sich die Lage des Babys beeinflussen?

Das Kind soll gegen Ende der Schwangerschaft und kurz vor der Geburt idealerweise in Kopflage liegen. Hat sich Dein Baby noch nicht gedreht, gibt es einige Tipps, die Du befolgen kannst, um die Lage Deines Ungeborenen zu ändern.

Gängige Methoden sind:

Wenn sich das Baby gar nicht drehen will und keine dieser Methoden geholfen hat, können der Arzt oder die Hebamme das Baby mit ein paar Griffen im Bauch drehen. Die äußere Wendung kann ab der 37. Schwangerschaftswoche angewandt werden. Dabei soll das Ungeborene in Kopflage gedreht werden, damit es während der Geburt nicht zu Komplikationen kommt. Der Nachteil ist, dass bei dieser Methode Wehen ausgelöst werden können. Daher sollte man damit bis zur 37. SSW warten, damit es zu keiner Frühgeburt kommt.

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In Kürze

Während der gesamten Schwangerschaft ändert sich die Lage des Babys ständig. Wie das Baby im Bauch liegt und zu welchem Zeitpunkt es eine bestimmte Lage einnimmt, ist von großer Bedeutung. Kurz vor der Entbindung sollte das Ungeborene in Kopflage liegen. In manchen Fällen liegt das Baby jedoch in einer anderen Lage. Damit die idealen Geburtsvoraussetzungen geschaffen sind, kann man die Lage des Babys beeinflussen.

Wie liegt das Baby im Bauch? – FAQ

Wie liegt das Baby während der Schwangerschaft im Bauch?

In den ersten Monaten der Schwangerschaft kann sich das Baby frei im Bauch der Mutter bewegen. Das Baby hat ausreichend Platz, um sich zu drehen. Erst gegen Ende der Schwangerschaft sollte es sich in Kopflage gedreht haben.

Wie wichtig ist die Lage im Bauch und wie das Baby darin liegt?

Im Verlauf der Schwangerschaft, besonders in den ersten Monaten, ist die Lage im Bauch nicht von großer Bedeutung. Erst kurz vor der Geburt ist es wichtig, wie das Baby im Bauch liegt. In der Kopflage werden die optimalen Bedingungen für die Geburt geschaffen.

Kann man beeinflussen, wie das Baby im Bauch liegt?

Wenn sich das Baby nicht von allein in die ideale Kindslage dreht, kann man es dabei unterstützen. Methoden sind die indische Brücke, Moxibustion, Lichtumpulse und die äußere Wendung.

Quellen

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