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Sicherheit im Internet

Wie sicher ist Skype für Kinder?

Mit Skype kannst du dich mit anderen Kindern unterhalten. Der Vorteil dabei ist, dass du völlig kostenlos über das Internet […]

Wie sicher ist Skype für Kinder?

Mit Skype kannst du dich mit anderen Kindern unterhalten. Der Vorteil dabei ist, dass du völlig kostenlos über das Internet „telefonieren“ kannst, und zwar weltweit. Dazu brauchst du nur ein Headset (Kopfhörer mit Mikrofon), einen PC, Laptop oder Handy sowie das Skype-Programm. Auch das kannst du gratis auf Skype.de downloaden.

So toll Skype auch ist, leider hat es auch seine Nachteile. Über diese Nachteile möchten wir dich heute informieren.

Nachteile und Gefahren von Skype

Skype wurde vor einiger Zeit von der Firma Microsoft übernommen. Das ist das Unternehmen, welches die Windows Betriebssysteme programmiert und verkauft. Experten vermuten nun, dass Skype deshalb nicht mehr ganz sicher ist. Manche Journalisten behaupten nun, dass Skype die Gespräche der Nutzer 30 Tage lang speichere. Journalisten sind übrigens Leute, die Interviews mit wichtigen Menschen führen und Berichte für Zeitungen schreiben. Manche Journalisten arbeiten für das Fernsehen.

Durch die Übernahme von Microsoft ist es nun einfacher geworden, Gespräche abzuhören. Du fragst dich nun vielleicht, warum jemand deine Gespräche abhören sollte und was daran so interessant sei. Ganz abgesehen davon, dass es gesetzlich verboten ist, kann so ein Lauschangriff ganz schön gefährlich werden.

Wenn du während des Skype Gespräches über deine Adresse, Passwörter oder andere wichtige Daten sprichst, können Hacker so relativ leicht darauf zugreifen. Besonders gefährdet sind aber Politiker und Unternehmer. Sie möchten nicht, dass Staats- oder Firmengeheimnisse ausspioniert werden.

Neben den Skype-Gesprächen sind auch Videokonferenzen nicht ungefährlich. Andere Menschen können sich, ohne dass du es bemerkst, in deine Webcam einhacken. Das bedeutet, dass sie die Kontrolle über die Kamera übernehmen. So können sie nicht nur die Videokonferenz mitverfolgen, sondern die Kamera jederzeit ein- und ausschalten, ohne dass du es bemerkst.

Übrigens hat Skype Funktionen, für die man etwas bezahlen muss. Wenn man Geld einzahlt, kann man es so wie ein richtiges Telefon verwenden, um andere Menschen auf ihrem Handy anzurufen. Achte deshalb darauf, nicht unabsichtlich Skype Guthaben zu kaufen!

Tipp für Eltern: Es gibt spezielle Kinder-Einstellungen für Skype. Sie ermöglichen es zum Beispiel, das Chatten nur mit Teilnehmern aus der Freundesliste zu erlauben.

Tipps für dich

Immer dann, wenn du alleine oder mit anderen Kindern im Internet unterwegs bist, solltest du auf deine Sicherheit acht geben. Beachte dazu die folgenden Hinweise:

  • Gib deine Post- oder E-Mail-Adresse nicht an andere weiter. Deine Telefonnummer solltest du ebenfalls niemandem im Internet geben. Auch, wenn du mit einem deiner Freunde über Skype telefonierst, solltet ihr keine Kontaktdaten oder Geheimnisse über Skype austauschen. Denk‘ immer daran, dass möglicherweise jemand mitliest oder mithört, ohne dass du es bemerkst.
  • Akzeptiere nur Kontaktanfragen von Leuten, die du aus dem „echten“ Leben kennst.
  • Wenn dich jemand zu einer seltsamen Handlung auffordert, lasse es lieber sein. Sprich mit einem Erwachsenen darüber!
  • Facebook und Co.: Wirf‘ einen Blick auf die Sicherheits- und Privatsphäre Einstellungen. Achte darauf, dass nicht jeder alles über dich wissen muss. Schalte deine Beiträge nur für Freunde frei.
  • Benutze ausschließlich sichere Passwörter und Benutzernamen. Dein Benutzername sollte nicht auf deinen echten Namen, deinen Wohnort, dein Geschlecht oder Alter hinweisen. Wähle lieber einen witzigen Fantasie- oder Tiernamen.
  • Sieh dir mit deinen Eltern die Skype-Einstellungen an. Gemeinsam könnt ihr Skype so einrichten, dass dein Profilfoto nur für Freunde sichtbar ist.
  • Stelle sicher, dass du einen aktuellen Virenschutz, eine funktionierende Firewall und ein Anti-Spyware Programm verwendest. So schützt du dich vor unerwünschten Zugriffen auf deinen Computer.
  • Gib Passwörter niemals weiter! Wenn du Nachrichten oder Mails erhältst, die dich dazu auffordern, kannst du sie getrost ignorieren. Skype, Facebook und Co. fordern ihre Nutzern nämlich aus Sicherheitsgründen nie dazu auf, ihr Passwort bekannt zu geben. Meistens steckt hinter solchen Nachrichten jemand, der dein Profil knacken möchte. Solche Handlungen nennt man Phishing. Dieses Wort stammt vom Englischen „fishing“, was „fischen“ bedeutet. Das große P steht für „Password“ (zu deutsch: Passwort). Phishing ist also das „fischen nach Passwörtern“.

Arbeitsblatt zum Text

1) Erkläre die schwierigen Wörter aus dem Text.
Was bedeutet…

  • Headset
  • einhacken
  • Journalisten
  • Phishing

2) Schreibe hier mindestens 3 Sicherheitstipps für das Surfen im Internet auf.

3) Welche Gefahren birgt die Verwendung von Skype? Gestalte ein übersichtliches Plakat zu diesem Thema.

Foto:Twin design / bigstockphoto.com

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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