Wirtschaftstheorie: Vierter Faktor die Kinder

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In der klassischen Wirtschaftstheorie gibt es drei Produktionsfaktoren: Arbeit, Kapital und Boden. Im Zuge der neuen Zeit ist ein vierter Faktor hinzugekommen, wie YEALD-Kolumnist Bernd Niquet festgestellt hat – die Kinder.

Ohne das Nachwachsen und Nachzüchten von Kindern wird bald gar nichts mehr laufen. Da können Arbeit, Kapital und Boden im größten Überfluss vorhanden sein, wenn keine Kinder mehr da sind, dann kann die Wirtschaft nicht funktionieren. Schließlich müssen die Güter und Dienstleistungen, die die Alten im Zuge ihres Ruhestandes konsumieren wollen, von irgendjemandem erstellt und geleistet werden.

Doch wie soll man es schaffen, genug Kinder zu zeugen? Die Antwort der Politik ist beinahe einhellig und klingt seltsam vertraut: Jetzt ist der Staat in der Pflicht. Der Staat muss es richten. Erstaunlich ist daran, dass nach dem völligen Scheitern des Sozialismus und dem totalen Sieg des liberalen und marktwirtschaftlichen Systems gerade im Zentrum dieses Systems sich ein hundertprozentig sozialistisches Konzept durchgesetzt hat. Denn es war stets das Kernstück allen sozialistischen Denkens, die Kindererziehung den Eltern aus der Hand und in staatliche Fürsorge zu geben.

Frühkindliche Erziehung wird immer noch als Teufelswerk verachtet

Und nichts anderes beobachten wir gegenwärtig. Die ehemalige Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein und jetzige Vorsitzende von Unicef Deutschland, Heide Simonis, verdeutlicht das. Sie beklagt, dass es in Deutschland an Krippenplätzen und Ganztagsschulen mangele. Sie sagt: „Frühkindliche Erziehung wird immer noch als Teufelswerk verachtet“ – und meint damit, dass frühkindliche Erziehung von den Eltern keine Erziehung ist. Also insgesamt elterliche Erziehung keine Erziehung ist, sondern nur die Erziehung in öffentlichen Anstalten eine wirkliche Erziehung ist.

Die Eltern, so heißt es, hätten heute keine Zeit mehr – oder würden sie sich zumindest nicht nehmen – um ihre Kinder anständig aufwachsen zu lassen. Denkt man das einmal zu Ende, haben wir es also anscheinend mit einem klassischen Marktversagen zu tun: Die Eltern sind zu sehr beansprucht durch ihre vielfältigen Arbeitsangebote auf dem Arbeitsmarkt und ihre rege Nachfragetätigkeit auf den Konsummärkten, um sich vernünftig um die Kinder zu kümmern. Und wenn der Markt versagt, dann muss der Staat her. Ansonsten wird schnell ein Sozialismus daraus. Oder eben beides zugleich.

Aber nicht nur die Politik, auch die Wissenschaft trötet in dasselbe Horn. Der Familienforscher an der Berliner Humboldt-Universität, Hans Bertram, hält unsere gesamte Schulorganisation für verfehlt: „Bis zum sechsten Lebensjahr“, sagt er, „liegt die Verantwortung für die Erziehung allein bei den Eltern – vor allem bei der Mutter. Und bis zum 14. Lebensjahr ist die Vormittagsschule in Deutschland die Regel. Diese Einteilung war in einer Agrargesellschaft sinnvoll, weil die Kinder nachmittags bei der Feldarbeit helfen konnten … In einer „wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft“ ist eine solche Einteilung der Lebensphasen jedoch nicht mehr zeitgemäß.“

Indem die Wissensgesellschaft ausgerufen wird, ist es mit dem Wissen gemeinhin vorbei

Ach, was war das für eine schöne Zeit, denke ich wehmütig zurück. Als unser Leben noch nicht von dummen Studien und Gutachten von Professoren, Politikern und multinationalen Organisationen bestimmt wurde, als wenigstens nachmittags Schluss mit diesem ganzen pädagogischen Gegluckse war. Ich habe selbst niemals bei der Feldarbeit helfen müssen, doch die für die Feldarbeit vorgesehene Zeit war stets die Zeit der wirklichen Kreativität. Da hat man aus Nichts etwas gezaubert, hat aus wenig Ingredienzen die tollsten Spiele erfunden – und alles gerade deshalb, weil man eben nicht mehr unter der Aufsicht der ganzen klugen Pädagogen stand.

Doch eine Gesellschaft wird schnell vom Gesetz der Paradoxe eingeholt: In dem Moment, in dem die Wissensgesellschaft ausgerufen wird, ist es mit dem Wissen gemeinhin vorbei. Wenn die Bildung gefördert werden soll, ist alle Bildung bereits verloren. Wenn man Kreativität erzeugen will, wird sie niemals entstehen. So kann man vielleicht Hamster züchten, aber keine Kinder auf die Welt vorbereiten. Und ob ein Land ausschließlich mit Hamsterzucht zukunftsfähig ist, mag eher bezweifelt werden.

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